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Kondensat in neuen Holzfenstern

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  •  Bolzen
1.1. - 6.1.2026
5 Antworten | 3 Autoren 5
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Hallo,

Ich habe jetzt die zweite Wintersaison neue Eichenholzfenster in Verwendung.
Es handelt sich um eher günstig gefertigte Fenster aus einer Onlinebestellung.

Leider sammelt sich im Winter regelmäßig Kondensat im Bereich zwischen den beiden Flügelfalzdichtungen bzw. nach außen hin zum Wetterschutzprofil.
Ich vermute stark, dass das daher kommt, dass die Dichtungen eher mindere Qualität sind und irgendwo Raumluft durchlassen, die sich dann abkühlt und wodurch eben Wasser nach Taupunktunterschreitung ausfällt.

Hat hier jemand eine zweite Meinung dazu? Ich würde sonst schauen, dass ich auf andere Dichtungen umsteige, weiß mir momentan nicht viel anders zu helfen.

Ansonsten bin ich mit den Fenstern zufrieden, schließen gut (Winkhaus Beschläge). Aber den ständigen Feuchteeintrag muss ich loswerden, habe schon Schimmel in den Spalten ... (den ich momentan noch wegwischen kann ...)

Hier noch Bilder, um zu zeigen, wie die Konstruktion aussieht:

_aktuell/20260101805785.jpg  
_aktuell/20260101829362.jpg  
_aktuell/20260101970780.jpg

Anm.: Habe mich auch schon gefragt, ob es sinnvoll sein könnte, eine ganz dünne, kompressible Dichtung zum äußersten Falz hin aufzukleben, um damit eine dritte Dichtungsebene zu bekommen? Trägt aber wahrschl. zu dick auf ...

  •  taliesin
  •   Gold-Award
1.1.2026  (#1)
Damit es da nass werden kann, muss die innere Dichtung undicht sein.
Papier einlegen und schauen wo es sich einfach herausziehen lässt. Zuerst nur die innere Dichtung testen (ev. rel. schmale Streifen nötig).

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  •  Bolzen
2.1.2026  (#2)
Ah, danke, das mit den Papierstreifen ist ein super Tipp - werd ich mir anschauen.

Derweil noch Zusatzinfos:
Bei der inneren Dichtung habe ich konstruktiv bedingt zwei Unterbrechungen - da, wo die Scharniere durchragen. Also zumindest da kommt definitiv Raumluft durch und das werd ich auch nicht ändern können.

Die Dichtung in Fenstermitte ist rundum durchgehend.

Die zwei Dichtungen haben untersch. Geometrien
Innere Dichtung:
Falzhöhe 10 mm, Nutbreite 3 mm, Nuttiefe 5 mm.

Mittlere Dichtung:
Falzhöhe 12 mm, Nutbreite 5 mm, Nuttiefe 8 mm.

Und außen gibt es wie gesagt keine ... da ist nur Holz auf Holz

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
2.1.2026  (#3)
2 Dichtungen reichen normal, äußere Dichtungen dienen nur der Schlagregendichtheit. Sie sind nie ganz dicht und oft sogar oben offen, damit Wasser ausdampfen kann. Diese Ebene wird normalerweise nach unten (auf die Fensterbank) entwässert.

Die Scharnierdurchdringung könnte man mit einer dünnen Schaumstoffdichtung am Rahmen überbrücken, das ist aber nicht sehr haltbar und meist auch nicht nötig.
Bei 'billigen' Fenstern sind die Dichtung oft aus PVC und nicht aus TPE, erstere erhärten relativ schnell und sind dann nicht mehr dicht. Ein Austausch gegen ein Markenprodukt wäre da denkbar.

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  •  RePu
  •   Bronze-Award
5.1.2026 11:49  (#4)
Ist den der Anpressdruck ausreichend?
Eventuell muss das Fenster nur besser eingestellt werden damit die Dichtung ordentlich abdichtet.

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  •  Bolzen
6.1.2026 9:09  (#5)
Ich habe für den mittleren Falz jetzt einmal weiche Silikondichtungen bestellt.
Ich werde dann damit die Fenster nochmal nachstellen, in der Hoffnung, dass dann auch die innere Dichtung rundum schließt.

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