KNV S1156 - HK Parallelverschiebung vs. Punktverschiebung vs. Eigene?
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Heizkurve 7? Da liegt wohl noch mehr im argen... Muss mehr Info her. aber grundsätzlich kannst du eine punktverschiebung machen, das sollte dann gleitend dahin mehr werden. allerdings dann auch wieder abfallen, also bei stärkerer kälte wieder zu kühl sein. kannst dir dann eine manuelle kurve bauen, aber ich würde hier erstmal schauen, was da falsch läuft. durchfluss? |
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Ein bisschen mehr Details bräuchten wir. Neubau? Fassade drauf? Puffer? FBH oder Heizkörper? Ich habe mir zB eine eigene Kurve gemacht, weil unser Haus eine sehr steile Heizkurve benötigt und die gibt es nicht wirklich. Die wievielte Heizsaison hast du jetzt? Ich bin mittlerweile bei Heizsaison 4 und bin immer noch am optimieren. |
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Zur Punktverschiebung schreibt die Anleitung "Die Heizkurve wird beeinflusst bei einer Abweichung von ±5 °C von der eingestellten Außentemperaturpunkt." Interpretiere ich das mit obigem Hinweis richtig, das eine Punktverschiebung von (übertriebenen) +5° bei AT -10° dazu führt, dass die Heizkurve im AT AT [Außentemperatur]-Bereich -5° bis -15° um gleitend angehoben wird, also bei -6° um +1°, bei -7° um +2° etc. bis zur Maximalanhebung bei -10° um +5° und dann wieder abfallend bis -14° um +1°? Mir entzieht sich da zwar die Logik der KNV, aber dann müsste ich die Heizkurve wenigstens erst unter -10° nachregeln. Und bei der manuellen Kurve würde ich zuerst die aktuelle Heizkurve "7+0" nachbauen, um sie dann bei -10°, -20° und -30° stärker anzuheben. Dann hätte eigentlich das gewünschte, nämlich bis ca. -5° die normale HK "7+0" und darunter eine stärkere Temperaturanhebung. Ist die Überlegung korrekt? Bzw. falsch laufen - was soll ich sagen, von frühlinghaften 20° bis winterlichen ca. -3° passt ja alles und der Vorlauf ist auch deutlich niedriger als früher bei meiner Gasheizung. Insofern sehe ich das Problem lokal bei der tiefen Temperatur oder vor allem bei der Konstanz derselben. Wenn's nur eine Nacht auf -10° abkühlt, fällt das nicht auf, aber wenn aktuell seit Tagen keine Sonne scheint und die Aussentemperatur stabil bei -5° festsitzt, wird's zu kalt im Haus. |
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Zweite Heizsaison, bzw. die erste volle. 12/2024 wurde die Gasheizung durch die KNV ersetzt, habe 1980er-Bau mit Keller, EG und DG, Radiatoren etc. Ist insofern schwierig zu heizen, da das DG durch's Dach deutlich höhere Wärmeverluste hat als das EG durch die Aussenwand und das KG verhält sich wieder anders. Im KG muss ich sogar im Sommer auf 20° dazuheizen, wenn im OG bereits die Klimaanlage von 30° runterkühlt... |
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Halte das Ganze so einfach als möglich. Entweder du machst eine Parallelverschiebung, ich würde die Punktverschiebung nicht verwenden, oder du machst dir deine eigene Heizkurve und passt die VL VL [Vorlauf] Temperaturen bei -10 einfach an. |
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Werd ich machen - ich will's ja eh als selbstlaufendes System, wo ich nie eingreifen muss. Parallelverschiebung ändert aber auch im wärmeren Bereich und hilft mir daher nicht weiter. Aber Punktverschiebung oder vor allem die eigene Heizkurve sollten den gewünschten Effekt bewirken - zumindest wenn's so "gleitend" funktioniert wie angenommen. Werde also mal zuerst die HK "7+0" als eigene Kurve nachmachen und dann bei -10° und tiefer anheben. |
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ok, wenn twatsächlich kurve 7 nötig ist, ist das so. entweder eigene kurve bauen und die kältere seite etwas anheben, oder einfach bei kommender kälte und bedecktem himmel vorrausschauend parallelverschieben. also bei bedarf +3 oder +4 setzen und später wieder zurück. bei dir wird wohl eher +3 oder +4 einem K raumerhöhung entsprechen. |
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Danke für die Tipps und ich merke gerade beim Ausprobieren, was mir bisher komplett entgangen ist: Die eingestellten Parameter inkl. Punktverschiebung und eigene Kurve werden auch prompt im Heizkurvendiagramm direkt dargestellt. Das ist mir bisher entgangen, sorry. Damit ist meine Eingangsfrage hinfällig, da ich ja genau im Diagramm sehen kann, wie sich die Parameter auswirken. |
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@Norfolk Die Punktverschiebung funktioniert wie von dir oben beschrieben (aber nicht exakt mit den +1 K Schritten). Es entsteht eine Beule in der Heizkurve. |
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Eigene Kurve ist top ok, besonders beim vom Ideal abweichenden Bestand. Ich habe die für meine Radiatoren passendste Standardkurve als Ausgangspunkt genommen und sie dann als eigene Kurve (Kurve 0) nachgebaut. Die Feinjustierung ist wegen der relativ groben Einteilung in Zehnerschritte eine kleine Herausforderung, wenn man nur einen zwischenliegenden AT AT [Außentemperatur]-Bereich ändern möchte. Die Regelung interpoliert linear zwischen den eingestellten Punkten. Um bspw. bei -5 °C AT nur 1K zu anzupassen, muß bei -10 °C (oder 0) deutlich stärker verändert werden, muß also die „Zuständigkeit“ der einzelnen Punkte abgewogen und oft etwas über- bzw. unterkompensiert werden. Ob die Änderungen im Menü der eigenen Kurve dann ausreichend oder doch zuviel war (vielleicht in benachbarten Bereichen), kann man gleich wieder im Kurven-Diagramm nachprüfen. Das Touchscreen ist da im Menü der Kurve sehr hilfreich, übrigens auch um vorab schon den zu ändernden VL VL [Vorlauf]-Wert abzufragen. Auf der X-Achse die fragliche AT AT [Außentemperatur] antippen und links prüfen, was am Y als VL VL [Vorlauf] angezeigt wird - dann muß man kein Lineal anlegen 😀 |
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