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Kleines Heimnetzwerk

33 Beiträge | letzte Antwort 17.5.2019 | erstellt 11.3.2019
Liebe Alle.

Ich plane gerade mein kleines Heimnetzwerk.

Dazu habe ich für 7 Räume eine Cat7-Verkabelung eingezogen mit einer Netzwerksteckdose (1 LAN-Anschluss pro Dose) pro Raum (mehr brauche ich nicht). Die Kabel landen alle im Technikraum wo ich in Kürze Internet über einen NetCube oder ähnliches bekommen werde (leider geht kein Kabel ohne zu teures Straße aufgraben).

Was ich jetzt benötige sind die Netzwerkkomponenten. Was ich so mit meiner Laienhaften Recherche herausfinden konte, brauche ich ungefähr folgendes:
-) einen Router (gelieferter NetCube erscheint zu minderwertig)
-) einen 12 Port Switch
-) einen 12 Port Patchpanel
-) CAT7 Netzwerkkabel 0,25Meter zur Verbindung Switch-Patchpanel
-) CAT7 Netzwerkkabel zur Verbindung Switch-Router
-) einen Repeater zur Verstärkung des WLAN-Signals
-) 12 Zoll Wandschrank
-) Netzwerkwerkzeug

Meine Fragen jetzt:
-) was könnt ihr für Produkte empfehlen (Router, Switch, Patchpanel, Repeater) >> Qualität ist mir wichtig und darf auch etwas mehr kosten. Beim Router möchte ich z.b. eine Festplatte anschließen, von der man im ganzen Netzwerk zugreifen können soll.
-) welchen Zusatznutzen hat eigentlich der Switch? Ich habe ja "nur" 7 Kabel, würde ein großter/teurer Router mit 8 Ports den Switch überflüssig machen?
-) würdert ihr den Repeater mit einer LAN-Verbindung betreiben oder reicht über WLAN?

Danke für eure Hilfe.


 
11.3.2019 10:57
gabs den faden nicht schon?
https://www.energiesparhaus.at/forum-heimnetzwerk-welche-komponenten/52060

11.3.2019 11:07
Ich denke ein Webcube ist nicht per se minderwertig. Also gerade wenn du dich eh nicht so gut auskennst, wird er alle Funktionen bieten, die du so brauchst. Daran dann einen Switch anschließen und das Heimnetz ist fertig Oder anders gefragt: welche Applikationen/Services benötigst du, die ein Webcube nicht unterstützt?

Statt eines Routers mit NAS Funktion würde ich gleich was ordentliches kaufen. Ein Synology NAS kostet zwar deutlich mehr, hat aber erstens eine sehr gute und lang supportete Software (meins kriegt schon über 6 Jahre Updates) und bietet auch viele Zusatzfunktionen (RAID, Inkrementelle Backups, VPN Server für sicheren Zugriff von außen, DynDNS Client, Einbindung von IPCams, usw...).

Der Rest wurde eh schon im Originalthread beantwortet.
11.3.2019 11:15
Danke für den Link, ich war ganz ehrlich zu blöd meinen eigenen Thread zu finden. Es hat sich seither auch einiges verändert und ich habe meine Ansprüche etwas zurückgeschraubt, gerade weil die Standleitung nicht möglich ist. Außerdem sind es nur 7 Leitungen geworden und die ganzen Produkte von damals erscheinen überdimensioniert.

Das heißt ich würde Webcube-Switch-Patchpanel bauen? An welcher Stelle passt dann der NAS rein?


11.3.2019 11:21
Alles kommt an den Switch. Die Dosen halt über das Patchfeld, Webcube-Router, NAS, WiFi-AP direkt. Der WebCube vergibt dann die IP Adressen und sorgt für Verbindung zum Internet. Siehe auch Bild hier: http://www.gute-information.de/2011/01/17/topologie-heimnetzwerk-router-switch-wlan-router-server/
11.3.2019 11:29


Blabla schrieb: Danke für den Link, ich war ganz ehrlich zu blöd meinen eigenen Thread zu finden. Es hat sich seither auch einiges verändert und ich habe meine Ansprüche etwas zurückgeschraubt, gerade weil die Standleitung nicht möglich ist. Außerdem sind es nur 7 Leitungen geworden und die ganzen Produkte von damals erscheinen überdimensioniert.


 Wenn du auf dein Profil gehst, dann findest ganz leicht auch deine letzten Beiträge und Kommentare.

12 Zoll Netzwerkschrank gibt es nicht. Standard ist 19 Zoll. Gibt auch kleine die sind dann nur 10 Zoll.
In deinem alten Beitrag wurde von 19 Zoll und 12 HE (Höheneinheiten) geschrieben.
11.3.2019 11:40
Danke euch,
Chrismo da habe ich noch eine Frage. Weil du geschrieben hast der WiFi-AP kommt an den Switch so wie im Bild das du verlinkt hast. Macht das WLAN nicht schon der WebCube oder verstehe ich da was falsch?
11.3.2019 11:57


Blabla schrieb: Danke euch,
Chrismo da habe ich noch eine Frage. Weil du geschrieben hast der WiFi-AP kommt an den Switch so wie im Bild das du verlinkt hast. Macht das WLAN nicht schon der WebCube oder verstehe ich da was falsch?


 Der Router macht sicher auch ein WLAN. 
Ein AP (AccessPoint) macht auch ein WLAN. Entweder mit der gleichen Bezeichnung, oder eoben ein ganz Eigenes.
Ein Repeater hingegen nimmt das existierende WLAN und sendet es weiter. Damit hast du einfach mehr Abdeckung.
Besser ist aber ein AP welcher ein eigenes WLAN erstellt.

Ich hab beim Router vom Provider das WLAn deaktiviert und erzeuge ein eigenes mit 3 AccessPoints.
11.3.2019 12:07
Mach es ebenso wie Hannes: WiFi des Routers vom Provider ist deaktiviert und zwei APs versorgen das ganze Haus. Wenn der WebCube an einer günstigen Stelle steht (sollte ja sowieso irgendwo stehen, wo der LTE Empfang gut ist), kannst ihn natürlich auch gleich als WiFi AP nutzen.
11.3.2019 12:29
Und ich nehme an, ihr habt dann den zweiten oder dritten AP jeweils an einem LAN-Kabel hängen oder denke ich da falsch?
11.3.2019 12:53
Ja, genau so.
11.3.2019 13:02
Ok danke einmal für eure Hilfe. In dem Fall ist natürlich wieder eher blöd, dass ich nur einen LAN-Anschluss pro Dose habe. Da fehlt mir etwas für einen zweiten AP im EG, weil der TV die Leitung braucht.
Welche APs habt ihr verwendet?
11.3.2019 14:36
Einzeldosen sind nicht unbedingt sinnvoll.
Der Aufwand ob ein oder zwei bzw. eine Duplexkabel eingezogen wird ist praktisch der Gleiche. Und die Doppeldose kostet auch nicht wirklich mehr.

Ich habe Unifi AP Lite als AccessPoints. Hab aber inzwischen auch alle anderen Komponenten auf Ubiquiti umgestellt.
11.3.2019 15:13
Ja habe das leider verabsäumt früher darüber nachzudenken und mein Elektriker hat nicht einfach überall ein Kabel eingezogen und Einzeldosen montiert. Ist also praktisch schon fertig so :/
11.3.2019 15:48
Nimm dir halt einen AP mit zwei Netzwerkbuchsen, sollte dein Problem lösen.
12.3.2019 7:15
Danke für eure Tipps!
12.3.2019 7:39
Oder verwende einen Doppelanschluss Einsatz z.B. Busch-Jaeger 0218/12-101 UAE-Dose RJ45 Cat. 6a iso geschirmt 2 Steckbuchsen 8/8-polig. Musst halt 2 Cat6a Kabel einziehen.
12.3.2019 10:42
Würdert ihr da den Ubiquiti Networks UAP-AC-PRO empfehlen, oder etwas anderes?

Mein Aufbau würde dann so ausschauen:
Im Technikraum: NetCube (WLAN abdrehen) >> 16port Switch >> 12portPatchpanel (+NAS)

>> das Patchpanel versorgt die 6 Räume, an einem davon im Wohnzimmer würde ich den Ubiquiti WIFI-AP anstecken (der geht dann in den TV bzw. erzeugt das WLAN)

Irgendein Denkfehler noch?
Danke nochmal!


12.3.2019 20:54
Hallo,

bin selbst in der IT Branche tätig. Bin zwar kein Netzwerktechniker, jedoch schon den ein oder anderen Cisco Kurs besucht.

Ubiquiti erfreut sich großer Beliebtheit, da Preis/Leistung hier für den privaten Bereich gut passen. Sie bieten viele Features die auch für Laien relativ einfach über die Weboberfläche einstellbar sind. 
Vorteil mancher anderer Marken ist, dass sie mehr Features bieten, dafür aber oft über die Commandline zu bedienen sind.

Vom Aufbau her (NetCube - Switch - Patchpanel) passt das so. Wo das NAS dran hängt (am Patchpanel oder direkt am Switch) ist egal. 

Wo ich mir mehr Gedanken machen würde (bin als IT'ler vielleicht etwas paranoid) ist, ob man nicht mehrere verschiedene Netze (VLANs) erstellt.
Da kann man dann recht elegant mit "tagging" festlegen welches Gerät dann wohin reden darf.

Als Beispiel: den Fernseher - der vielleicht einen Monat mit Sicherheitspatches versorgt wird - kann ich netzwerktechnisch vom NAS (wo alle meine Fotos usw.) drauf liegen, abschotten. 
Die Alexa/Siri/Cortana die wir in spätestens 10 Jahren alle haben werden, kann ich den Zugriff auf die Heizung, Smartmeter und Co. verwehren.
Gemanagte Switches sind zum teil nicht viel teurer - ich würde hier aber von denen für den "personal use" abraten und eher zu den Business Modellen greifen. 
Warum: werden normalerweise länger mit updates versorgt, besser getestet bevor sie auf den Markt kommen und haben sehr oft Features die eben doch ganz praktisch sind. 

So einen Switch kann man aber jederzeit tauschen / durch einen anderen ersetzen.

Solche VLANs werden mit "gemanagten" Switches realisiert.

schöne Grüße
Gartes
13.3.2019 14:45
Ok danke für den Tipp. Kansnt du mir da ein Modell nennen damit ich weiß an was du da denkst von der Größenordnung. Bzw. auch weiß ob es mir das dann preislich auch wert ist.

Habe jetzt noch etwas Zeit mit der Planung, ein gestriger Termin mit der Gemeinde war recht erfolgreich, vielleicht bekomme ich jetzt doch meine Standleitung.
13.3.2019 20:41
ein Modell zu nennen ist bei der riesigen Auswahl ziemlich schwierig. 
Bei uns in der Firma läuft alles auf Cisco Basis und die Netzwerkjungs sind damit sehr glücklich. 

Ich schätze brauchbare managed switches die auch VLANs gut können, gehen ab ca. 350€ los.
Aber wie gesagt - es gibt eine Unzahl an Modellen und Herstellern und der Markt ist recht schnelllebig...
13.3.2019 22:06
Vorneweg, ich habe selbst einen Cisco Switch, würde ihn aber nicht unbedingt für Laien empfehlen. Man kann zwar mehr konfigurieren und sie können auch deutlich mehr Netzwerkverkehr schalten, aber das braucht man im Heimnetzwerk und vor allem als Laie alles nicht. Ubiquity wurde schon genannt, deren Switches sicher leichter zu konfigurieren sind. Ich habe auch einen kleinen Netgear Switch, der ebenfalls VLANs unterstützt. Da kriegst einen 16 Port Switch um unter 100 Euro.



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