Inflations- und Zinsentwicklung - Seite 77
29.4.2024
-14.9.2026
1.532 Antworten
133 Autoren
202 Empfehlungen
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Erleben wir vielleicht demnächst eine Zinsphase ähnlich 1970-1990? Vieles sieht danach aus als ob der nächste Zyklus sich ankündigt. |
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was würde das bedeuten für: - Lebenserhaltungskosten - Rohstoffpreisentwicklung (Gold, Silber) - Aktienmarkt/ETFs - Inflation ? |
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... sowie auch in anderen großen EU-Volkswirtschaften ... ... was dazu führt, dass auch der Strompreis (durch das Mertit-Order-System, bei dem Gaskraftwerke (die für die "Verstromung" benötigt werden) häufig den Grenzstrompreis festlegen) deutlich anzieht - hier dargestellt am 1Y-Forward Strompreis (somit dem heute vereinbarten Preis den Marktteilnehmer für den Strombezug in einem Jahr zahlen). Für die Headline-Inflationsrate bedeutet das auch künftig alles andere als Entspannung. |
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Die Frage ist meiner Meinung nach nicht ganz in der richtigen Reihenfolge gestellt: Rohstoffpreise steigen / Angebote- Nachfrageverhältnis verschiebt sich --> Inflation steigt Inflation steigt --> Zinsen steigen (Hohe Zinsen dämpfen den Konsum und sollten den Preisanstieg stoppen) Zinsen steigen --> Lebenserhaltungskosten steigen kurzfristig und stabilisieren sich mittel- und langfristig --> Inflation soll wieder sinken Zinsen steigen --> Tendentiell schlecht für Aktienmärkte, da sichere Investments (Staatsanleihen bspw. bessere Zinsen bieten und Unternehmen unattraktiver werden, u. a. weil sie für Kredite mehr bezahlen und der Konsum schlecht ist) Zinsen steigen --> mittelfristig ebenfalls eher schlecht für Edelmetalle, da keine laufende Rendite und andere festverzinsliche Produkte attraktiver |
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in den USA scheint für die kommende Sitzung am 16.9. einiges für eine Zinsanhebung zu sprechen - umso mehr nach den soeben erschienenen Arbeitsmarktzahlen vom August: +162k neue Stellen anstatt der erwarteten 55k, Arbeitslosenrate konstant wie erwartet bei 4,1%, Gehälter im Vergleich zum Vorjahresmonat +4,1%. aktuelle Terminmarkterwartung (FED-Funds-Futures) bis 03/2027 sieht +0,5% beim US-Leitzinssatz: |
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Heute ist EZB-Tag: gemäß Taylor-Regel, die den "optimalen" Zinssatz unter Berücksichtigung von Beschäftigung und Inflation (in Deutschland 2,9%) darstellt, müsste der aktuelle Leitzinssatz um 2,25% höher sein. Eine Erhöhung um 0,25% scheint bei der heutigen Sitzung aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich. |
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... und so wurde entschieden: https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2026/html/ecb.mp260910~314e508016.en.html neuer Einlagensatz 2,50%, Leitzinssatz 2,65%, Spitzenrefinanzierungssatz 2,90% Bilanzsummereduktion der EZB mit EUR 5,9 Bio. aktuell noch immer deutlich über Corona-Krisenniveau. Zwar sieht die EZB in ihrer neuesten Projektion ein stärkeres Wirtschaftswachstum... ... jedoch schreitet auch die Eindämmung der Preissteigerungsraten zum definierten Ziel von 2% langsamer voran ... ... Terminmarkt preist bis Oktober 2027 daher 3(!) weitere Zinsanhebungen um je 0,25% ein. |
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Gute Nacht, Weltwirtschaft, wenn das so weitergeht. Denselben toxischen Mix hatten wir schon vor drei Jahren (hohe Energiepreise und hohe Zinsen). Diesmal ist die Wirtschaft aber schon geschwächt. Pfuh. |
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speziell für Ö mit einem aus vielerlei Gründen (außerhalb der Zinsbelastung) mittlerweile "chronisch" schwachen Wachstum, bergen sich ebenfalls besondere Herausforderungen. Über mehr als 1,5 Jahrzehnte lag das Wachstum (mit Ausnahme der Pandemie-Zeit) über der durchschnittlichen Staatsanleihenverzinsung. Diese Zeit wird mit Beginn des neuen Jahrzehntes vorbei sein: Was beim Aufkommen von Inflationsdynamik hinzuzukommen droht, sind die Zweitrundeneffekte (die sich in Ö deutlich stärker entwickeln als im EUR-Raum). Wenn die Produktivität nicht ebenso gesteigert werden kann, dann wird es problematisch. |
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wie geht ihr vor, auch in Hinblick auf die FED am Mittwoch: Denkt ihr an, ETFs/Aktien entsprechend vom Markt zu nehmen? |
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Nö, warum... |
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