Inflations- und Zinsentwicklung - Seite 75
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Das Dilemma liegt in meinen Augen in der Inflationserwartung - sowohl der Produzenten als auch der Verbraucher - siehe oben bzw. bzw. Den gleichen Fehler wie schon einmal will die EZB nicht begehen. Im Interview nimmt Schnabel auch Bezug auf die nachhaltig hohen Futures-Preise (auch für Kontrakte, die weiter in die Zukunft reichen) beim Öl - deutlich über jenen Werten, die die EZB als Negativ-Szenario ausgewiesen hat. Möglich, dass sich durch eine sinkende Nachfrageentwicklung die Preisdynamik entspannt (entweder durch eine Reduktion der Produzentenmarge oder eben dem Kaufkraftverlust der Konsumenten) - ist halt die Frage wann und in welchem Ausmaß das eintritt. |
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![]() [Vorweg: Das Bild ist KI-generiert und nur stichprobenartig geprüft.] Man sieht da schön, was ich meine – die Zinserhöhungen der EZB hatten bei der vergangenen Energiekrise auf die Inflation de facto keinen Einfluss, sondern waren am höchsten als die Inflation schon längst wieder sank (die Energiepreise entspannten sich im Vorgang). Jetzt sollte man erwarten, dass bei einem vergleichsweise (zum Vorkrisen-Niveau) hohen Zinssatz die Inflation weiter stark gesunken wäre – was sie allerdings nicht ist. Auch die Zinssatzsenkungen hatten keinen Einfluss auf die Entwicklung der Inflation. Jetzt da der nächste externe Schock (Irankrieg) auf die Wirtschaft trifft, steigt die Inflation wieder. Und wird das weiter tun bis sich die Energiepreise entspannen. Mir ist schon klar, dass Zentralbankpolitik auch zu einem Gutteil Erwartungsmanagement ist, aber der Befund, die EZB hätte mit ihrer „zögerlichen“ Haltung die Inflation im Zuge des Ukrainekriegs mitverursacht, bestärkt oder gar nur nicht rechtzeitig gestoppt, ist angesichts der Fakten eher kühn. |
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