« Finanzierung  |

Inflations- und Zinsentwicklung - Seite 75

Teilen: facebook    whatsapp    email
Zusammenfassung anzeigen
 1  2 ... 3 ... 73  74  75 
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
29.4.2024 - 26.5.2026
1.482 Antworten | 131 Autoren 1482
197
1679
Die Wahl der Verzinsungsart hat einen wesentlichen Einfluss auf die aktuelle und künftige Zinslast langfristiger Finanzierungen.
Dieser Thread beschäftigt sich mit dem Thema rund um die Entwicklung von Wirtschaft, Inflation, Geld- bzw. Kapitalmarktzinsen und der individuellen Wahl der geeigneten Verzinsungsart für das neue oder auch bestehende, eigene Finanzierungsprojekt.

Ein reger Austausch ist wünschenswert – idealerweise weitestgehend im Sinne der Sache.

  •  LiConsult
  •   Gold-Award
26.5.2026 15:07  (#1481)
Das Dilemma liegt in meinen Augen in der Inflationserwartung - sowohl der Produzenten als auch der Verbraucher - siehe oben

zitat..
LiConsult schrieb: abseits der Finanzmarkterwartung sind auch von Industrieseite derzeit erstaunliche Parallelen zu 2021 (und somit vor dem allgemein intensiven Preisanstiegen) erkennbar. So wie damals berichten die Einkaufsmanagerindizes auch jetzt von deutlich steigenden Einkaufspreisen ...

bzw.

zitat..
LiConsult schrieb: Betreffend die detailliert Inflationserwartung der Verbraucher zeigt die Umfrage im kurz- und mittelfristigen Bereich ein deutlich gesteigertes Niveau. Die Erwartung des 1Y CPI steigt auf 4% (erwartet 2,6%) bzw. der 3Y CPI steigt auf 3% (erwartet 2,6%).

bzw.

zitat..
LiConsult schrieb: Wachstums- und Inflationserwartung driften zusehends auseinander:

Den gleichen Fehler wie schon einmal will die EZB nicht begehen. Im Interview nimmt Schnabel auch Bezug auf die nachhaltig hohen Futures-Preise (auch für Kontrakte, die weiter in die Zukunft reichen) beim Öl - deutlich über jenen Werten, die die EZB als Negativ-Szenario ausgewiesen hat.

Möglich, dass sich durch eine sinkende Nachfrageentwicklung die Preisdynamik entspannt (entweder durch eine Reduktion der Produzentenmarge oder eben dem Kaufkraftverlust der Konsumenten) - ist halt die Frage wann und in welchem Ausmaß das eintritt.

1
  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
26.5.2026 17:56  (#1482)


2026/20260526242524.png

[Vorweg: Das Bild ist KI-generiert und nur stichprobenartig geprüft.]
Man sieht da schön, was ich meine – die Zinserhöhungen der EZB hatten bei der vergangenen Energiekrise auf die Inflation de facto keinen Einfluss, sondern waren am höchsten als die Inflation schon längst wieder sank (die Energiepreise entspannten sich im Vorgang). Jetzt sollte man erwarten, dass bei einem vergleichsweise (zum Vorkrisen-Niveau) hohen Zinssatz die Inflation weiter stark gesunken wäre – was sie allerdings nicht ist. Auch die Zinssatzsenkungen hatten keinen Einfluss auf die Entwicklung der Inflation. Jetzt da der nächste externe Schock (Irankrieg) auf die Wirtschaft trifft, steigt die Inflation wieder. Und wird das weiter tun bis sich die Energiepreise entspannen. Mir ist schon klar, dass Zentralbankpolitik auch zu einem Gutteil Erwartungsmanagement ist, aber der Befund, die EZB hätte mit ihrer „zögerlichen“ Haltung die Inflation im Zuge des Ukrainekriegs mitverursacht, bestärkt oder gar nur nicht rechtzeitig gestoppt, ist angesichts der Fakten eher kühn.


1


Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

Nächstes Thema: [Gelöst] Finanzierung Baugrundstück – beste Vorgehensweise?