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Hilfe gesucht- Haus von Senioren vor Versteigerung bewahren - Seite 5 teilen

5.7. -16.7.2026    86 Antworten    28 Autoren 86 2026-07-16T10:49:54+02:00    1 Empfehlungen
  
Zusammenfassung
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  •  LouisLover
05.07.2026
87
Liebes Forum,

ich habe eine etwas ungewöhnliche Anfrage:

Mein Bruder hat vor ein paar Jahren eine Hypothek auf das Haus meiner Eltern genommen welche er nicht mehr bedient. Meine Eltern knappe 80 und Mitte 80, sind am Boden zerstört. 
Leider kann keiner in unserem familiären Umfeld, die Hypothek auszahlen.

Es würde meine Eltern sehr hart treffen, wenn sie in diesem Alter aus ihrem Huas ausziehen müssten. Sie haben auch nur eine geringe Pension, was ein Weiterleben auf Miete schwierig macht.

Deshalb wollte ich hier einen Aufruf starten ob uns jemand helfen kann mit Tipps oder Infos wie es weiterhin möglich sein könnte damit meine Eltern bis zum Lebensende im Haus wohnen bleiben könnten?

Habe ua auch an Investoren gedacht, gibt es da vielleicht irgendwo ein Netzwerk um sowas rauszufinden?

Würde mich sehr über jegliche Hilfestellung freuen, danke!

  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
10.7.2026  (#81)

zitat..
LouisLover schrieb: Ja aber der Pflichtteil ist ja ein Geldanspruch soweit ich weiß, es sind außer etwas Barvermögen, 2 Autos im Wert von ca 24k und dem Haus, falls es noch da ist, sonst keine Vermögenswerte vorhanden. Soweit ich weiß muss man dann illiquides Vermögen für den Pflichtteil verwerten oder gar aus eigenem Vermögen bezahlen bzw. Kredit für den Pflichtteil nehmen?

Ich gehe davon aus, dass das Haus ohnehin weg ist (spätestens bei Auszug/Versterben der Eltern) und das Ziel ist, dass die Eltern noch möglichst lange drin leben können. Wenn das Haus dann verwertet wird, die Bank befriedigt, fällt der Rest in den Pflichtteil; ja und den muss man mit Geld bedienen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob da nicht mit dem - für den Bruder getilgten - Bankkredit "aufgerechnet" werden kann. Letztlich wird man hier mit Anwalt, Bank und Eltern reden müssen, um das Beste für alle herauszuholen.


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  •  PV2023
  •   Bronze-Award
10.7.2026  (#82)
Ich habe versucht mich da einzulesen... nicht zu 100% aber..

Wäre es nicht auch eine Möglichkeit, wenn es zu einer Versteigerung kommt, dasss Du das Haus ersteigerst? Mit Wohnrecht ist ein Haus schon mal weniger Wert, bei Versteigerung noch einmal usw.
Wenn Du das Haus im Kauf erwirbst, wie auch immer, jetzt oder im Falle einer Versteigerung hätte dein Bruder keinen Anspruch auf den Schenkungspflichtteil, da ja nicht geschenkt.

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  •  mkurzmann
10.7.2026  (#83)
Wie soll er einen Kauf des Hauses stemmen, wenn er nicht einmal den offenen Kreditbetrag, der laut ihm 55 % des Werts des Hauses beträgt, aufbringen kann?

Und eine Versteigerung heißt auch nicht, dass du es günstiger bekommst. Bei den Versteigerungen, die ich so beobachtet habe, war der erzielte Preis meist ziemlich genau der vorherige Schätzpreis oder teilweise sogar darüber... Auch hast du bei einer Versteigerung niemals die Sicherheit, dass du es bekommst, es kann ja immer jemand mehr bieten. 

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  •  Oida
10.7.2026  (#84)
Ich würde neben dem Anwalt auch einmal zu einem guten Steuerberater gehen. Steuern sollten immer mitgedacht werden.Du könntest auch zu deinen Eltern ziehen. Oftmals ist das leider wegen Pflegebedarf sowieso irgendwann notwendig. Ein Kredit auf 35 Jahre sollte wohl irgendwie auch stemmbar sein zu dritt, liegt nach Verkauf der Autos wohl die Rate bei 620-700€.

Hoffe ihr findet eine Lösung!

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  •  Investor
15.7.2026  (#85)
Wäre für diesen Fall nicht ein endfälliger Immobilienkredit am sinnvollsten? 
zB der Raiffeisen Besser Leben Kredit oder Hypo Lebenswert Kredit.
So wie ich das verstanden habe, wären hier nur die Zinsen zu bezahlen. Und dadurch, dass das Haus durch die Inflation mehr wert wird, könnte man die Zinsen ja auch immer durch eine höhere Beleihung bedienen? Und solange der Kredit deutlich unter dem Wert der Immobilie ist, sollte das doch kein Problem sein (Beleihungswert <50% Immobilienwert)?
An die Finanzierungsexperten hier im Forum:
Wäre so etwas möglich? Was wäre der Zinssatz für eine variable Verzinsung? 1M Euribor + 1% Aufschlag möglich?
Das wäre ja auch für die Immobilienbesitzer eine generelle Reserve fürs Alter (zB falls mal eine größere Hausreparatur kommt oder Auto). Oder übersehe ich da was?

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
16.7.2026  (#86)

zitat..
Investor schrieb: An die Finanzierungsexperten hier im Forum:
Wäre so etwas möglich?

nein - so unterschiedlich die einzelnen Ausprägungen sind, zwei Paramter sind mehr oder weniger bei allen ident: die Liegenschaft muss zum Kreditbeantragungszeitpunkt lastenfrei sein und die Zinslast (die ja bei unverändertem Kreditsaldo über die gesamte Laufzeit gleich bleibt) muss sich innerhalb der 40% DSTI-Quote bewegen. Beides scheint im konkreten Fall ein Hindernis zu sein.

zitat..
Investor schrieb: Was wäre der Zinssatz für eine variable Verzinsung? 1M Euribor + 1% Aufschlag möglich?

nein, Aufschlag und Fixzinssatz ist je nach Fall höher als gewöhnlich, da die Bank die Aufwände rund um die mögliche Immoverwertung in der Zukunft abgegolten haben möchte.

zitat..
Investor schrieb: Das wäre ja auch für die Immobilienbesitzer eine generelle Reserve fürs Alter (zB falls mal eine größere Hausreparatur kommt oder Auto).

richtig - prinzipiell eine gute Sache, wenn die Rahmenbedingungen passen. Interessant aber ist, dass je nach Bank die Immobewertung und daran angeschlossen die Belehnwertermittlung zum Teil deutlich differiert. Da bin ich auch aus Sicht des Immobilienmaklers öfters "verwundert".

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