Grundwasser-Wärmepumpe im Bestand (Heizkörper, ~10 kW HL) - Feedback?
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Hallo, ich habe auch ein ZFH mit fast identischem Ölverbauch (aber ohne Holzöfen) auf GW-WP mit Saugheber umgerüstet. Sogar die Grubdwasserdaten und Wasserstand usw sind fast identisch. Ich habe eine Stiebel-Eltron WPE-I 07.1 verbaut, die schafft ca. 9kW. Habe mir manchmal etwas mehr Leistung gewünscht, als es so kalt war wie im Jänner (Dauerminusgrade über mehrere Tage). Die NIBE hat 11kW am Grundwasser und ist sicher sehr gut passend und kann auch besser parametriert werden. Den Saugheber wirst du eventuell selbst bauen müssen, so habe ich es gemacht. Vielleicht finde ich in den nächsten Tagen Zeit um meine Erkenntnisse niederzuschreiben - habe ich schon länger vor. Ich habe einen riesigen Wärmetauscher ergattert (new old stock von willhaben = kleinanzeigen in Ö). Das zahlt sich aus. Ich habe bei voller Pumpenleistung nur 0,5°C mehr Sole-Eintrittstenperatur als bei Mindestdrehzahl bei voller Leistung der WP WP [Wärmepumpe]. Ich fördere ca. 2,5 m³/h mit 25W. Wollte die Pumpe eigentlich modulierenden lassen, aber das lasse ich aus dem genannten Grund jetzt sein. |
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jein 😉 Ohne Lüfter unter den Heizkörpern ist der Effekt relativ gering. Mit Lüfter merkt man einen deutlichen kühlen Luftzug. DIe Kühlleistung liegt bei mir immer so um 1kW, dabei sind Die Heizkörper auf 180m² im Einsatz. Die Bäder werden automatisch weggeschaltet. Die Leistung ist halt durch die hohe Minimaltemperatur von 18°C oder besser noch 19°C begrenzt. Geht man tiefer, hat man ruck zuck Kondenswasser an den HKs. Man merkt zwar, dass sich die Temperatur im Sommer nicht ganz so stark erhöht wie ohne Kühlung, aber am Ende geht bei den immer längeren Hitzeperioden nichts über "richtige" Klimageräte, die wir letztes Jahr nachgerüstet haben. Die Kühlung wird jetzt hauptsächlich für das Entwärmen der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Zuluft verwendet, um nicht noch zusätzlich Wäme einzutragen. Die Saugheberverrohrung hat bei mir schon der HB gebaut, allerdings nach meinen Vorgaben und komplett auf Regie. Somit lag das Risiko bei mir und dann ist es dem HB egal. Grundsätzlich war das bei uns viel auf Regie, die WP WP [Wärmepumpe] hat der HB bei Richter&Frenzel besorgt und er hat auch den Kontakt zu NIBE hergestellt und die Planung freigeben lassen. Meine Anlage steht übrigens in Landshut, das kennst du vielleicht sogar😁 |
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Zu den Brunnen: Die Brunnen hat bei mir die Fa. Huber aus Egweil gebohrt, die sind eh nicht weit von dir. https://brunnenbau-huber.de/ Die bohren im April oder Mai jetzt auch bei meinem direkten Nachbarn. Mittlerweile kosten die beiden Brunnen (10m tief) ohne Brunnenpumpe 17000€ 😮 Ich habe 2020 noch 10500€ bezahlt. Wasserwerte und Grundwasserstand sind im Übrigen bei uns fast identisch mit deinen Werten. |
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Rein interessehalber, wie tief bohrt man denn bei so einem Grundwasserstand ungefähr? Könnte man ja fast schon händisch bohren (je nach Boden). |
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wir haben einen sogenannten "vollkommenen Brunnen" gemacht, das bedeutet dass bis zum Ende des Grundwasserkörpers gebohrt wird: - bei uns der Grundwasserstauer bei ca. 12m - GW-Speigel ca. 2-3m unter GOK - Berechnete Absenkung laut Gutachten: 1cm 😅 #offtopic Wenn wir mit unserer Zapfwellenpumpe aus einem Schachtbrunnen (Durchmesser meist 150-200cm) ca. 35-40m³/h fördern, dann senkt sich der GW-Spiegel ca. 50cm ab und bleibt dann stabil. |
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Das hängt von der hydraulischen Durchlässigkeit ab - je feiner das material, desto langsamer fließt wasser nach. Das entscheidet in der Praxis der bohrmeister anhand der angetroffen bodenverhältnisse unter Berücksichtigung der geforderten entnahmeleistung und der natürlichen gw-schwankung und historischen Entwicklungen des gw-standes (tendenziell absinkend)... Nicht bewilligungspflichtige brunnen (gartenwasser, hausbrunnen) werden oft auch als schachtbrunnen in eigenleistung gebaggert oder können auch mit wenig werkzeug "gebohrt" werden (Stichwort "kiesplunger" - es gibt da eine eigene brunnenbau-community im netz). Unten sollte ein sumpfrohr vorgesehn werden, wo sich feinmaterial absetzen kann und für eine unterwasserpumpe muss man auch 1m vorsehen ohne Filterschlitze |
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Bei uns ist es auch ein "vollständiger Brunnen". Es wird gebohrt bis zur ersten Trennschicht, meinst Ton. Die liegt bei uns bei ca. -8m, der Grundwasserspiegel bei ungefähr -2m. Dadurch erschließt man das komplette Grundwasservorkommen. Bei der Spülung wurden bei uns dann 7m³/h gefördert über 72h. Dabei senke sich der Grundwasserspiegel im Rohr um gerade mal 10cm ab 😁 Unser "Brunnen" fürs Hauswasser dagegen ist ein einfacher Schlagbrunnen. Da wurde einfach 2,5m Eisenrohr in den Boden geschlagen, Pumpe dran, fertig. Das ist halt der Vorteil des Kiesbodens in einem Flusstal... |
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