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Gelegenheit nützen oder zuwarten?

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17.2.2021
10 Beiträge | 7 Autoren 10
Servus!
Wollte mir auf diesem Wege zu einem möglichen Bauvorhaben Meinungen einholen um evtl. auch differenzierte Sichtweisen zu erhalten.
Grundsätzlich hätte ich geplant gehabt frühestens in 2-3 Jahren mit dem Hausbau zu beginnen, jetzt hat sich jedoch in der Nachbarschaft die Möglichkeit ergeben ein Bestandsobjekt inkl. Grund zu erwerben. Dafür spricht die einzigartige Lage, die Größe  (3500m2, davon 2900m2 Bauland) sowie der attraktive Bestand, dagegen leider der Preis (280.000€, jedoch absolut fair aufgrund der Größe) bzw. der frühe Zeitpunkt (weniger EK).

Zu den Fakten:
Ich 28 J. alt, habe anfang 2020 mein Studium (Bauingenieur) abgeschlossen somit Vollzeit angestellt erst seit knapp 9 Monaten, davor Teilzeit. Einkommen zurzeit ca. 2400 netto, mit Aussicht auf höhere Position in den nächsten 6 Monaten.
Meine Partnerin selbstständig, ca. 2300 netto +-500€, Firma besteht seit 4 Jahren.

Eigenkapital zur Zeit 150.000, wobei wir monatlich ca 2600€ weglegen.

Projektkosten: ca. 300000 für Haus+Grund, ca. 50000 für Ausbau sofort, ca. 250000 für Zubau in ca. 3 Jahren. Somit wären sofort 350.000€ notwendig und in frühestens 3 Jahren weitere 250.000€.

Momentan wohnen wir sehr günstig ca. 500€ Miete all incl., kein Leasing, keine Reisen, geringe Lebenshaltungskosten.

Ich sehe dieses Vorhaben eher skeptisch und tendiere dazu noch zu warten, andererseits ist die Lage einmalig und billiger wird es auch nicht mehr. Weiters besteht die Möglichkeit auch einen Teil des Grundstücks zu verkaufen, sollte das zu einem Zeitpunkt notwendig sein.
Wie seht ihr das? Vorrangig gehts mir nicht um top-Konditionen sonderen eher um eine vernünftige Einschätzung. Ebenso darum wie eine mögliche Staffelung des Kredits funktionieren könnte.

Vielen Dank.

 
 
17.02.2021
Warum nicht jetzt kaufen, die Lage sozusagen sichern, den dafür nötigen Kredit schnellstmöglich tilgen (sollte ja in rund 5J möglich sein bei den Einkommen) und die Zeit nutzen, um ausreichend zu planen?
Jung genug bist du ja dazu ;=)
17.02.2021
Mein Tipp:
Wenn die Lage für euch optimal ist, das Vorhaben für euch leistbar ist, ihr euch sicher seid, dass ihr in ein Haus ziehen wollt, dann zugreifen!
17.02.2021
Eigenmittelsituation ist nicht schlecht, Sparen Top. Wenn du sowieso noch nicht bauen wolltest, das Grundstück aber eine einmalige Gelegenheit ist, dann kauf doch nur einmal das Grundstück und spar noch drei Jahre. 3500m2 ist enorm groß, da könntest du, vorausgesetzt in der Gegend steigen die Preise, 1000m2 für das eigene Haus behalten und den Rest gewinnbringend verkaufen wenn du das Geld für den Hausbau brauchst. 

Was mir noch komisch vorkommt, 280.000 Grund, aber 300.000 Grund + Haus? Das Haus muss ja dann eine Bruchbude sein oder habe ich das falsch verstanden. Da kommst du mit 50.000€ nicht weit


17.02.2021


Poidl92 schrieb: einzigartige Lage, die Größe (3500m2, davon 2900m2 Bauland) sowie der attraktive Bestand

ja - sehe ich auch so. Wenn die Lage einzigartig ist, lassen sich


Poidl92 schrieb: 280.000€

auch mit dem jetzigen Einkommen gut finanzieren.
Notfalls kannst du ja sinnvolle Teilung(en) vornehmen, wenn sich in der Kalkulation des Umbaus/Neubaus finanzielle Engpasssituationen auftun sollten.

Die Chance auf einzigartige Lagen kommen nicht oft im Leben.
17.02.2021
Danke für die Antworten!
Kenn mich bzgl. Finanzierungen leider überhaupt nicht aus, wie würde man das angehen?
Jetzt den Grund mit EK+Kredit über 200.000€ (150.000 Grund+50.000 Sanierung) kaufen und dann später einen neuen Kredit aufnehmen? oder jetzt einen Kredit mit der Option auf Aufstockung abschließen (falls es sowas überhaupt gibt)? oder gibts noch weitere Möglichkeiten?

Wenn wir uns dafür entscheiden, würden wir die Genossenschaftswohnung soabld wie möglich aufgeben, realistisch aber nicht vor 2022.


Blabla schrieb:

Was mir noch komisch vorkommt, 280.000 Grund, aber 300.000 Grund + Haus? Das Haus muss ja dann eine Bruchbude sein oder habe ich das falsch verstanden. Da kommst du mit 50.000€ nicht weit

Sorry war unklar formuliert: eigentlich 270.000 (hab mich geirrt) zzgl. 10% Nebenkosten also geschätzt 300.000€ für Haus+Grund.
Substanz ist gut, war bis zuletzt bewohnt und auch instandgehalten.
17.02.2021


speeeedcat schrieb: den dafür nötigen Kredit schnellstmöglich tilgen (sollte ja in rund 5J möglich sein bei den Einkommen) und die Zeit nutzen, um ausreichend zu planen

 
17.02.2021


Poidl92 schrieb: Eigenkapital zur Zeit 150.000



Poidl92 schrieb: Projektkosten: ca. 300000 für Haus+Grund, ca. 50000 für Ausbau sofort, ca. 250000 für Zubau in ca. 3 Jahren. Somit wären sofort 350.000€ notwendig und in frühestens 3 Jahren weitere 250.000€.

Dann sprechen wir von gesamt EUR 600.000 (= 350.000 + 250.000) minus EUR 150.000 = EUR 450.000 - die man (wenn man das gesamte Projekt bereits jetzt angeht) finanzieren müsste.

Für eine Laufzeit von 30 Jahren bedeutet das eine monatliche Kreditrate von grob EUR 1.500. Mit eurem derzeitigen Einkommen von


Poidl92 schrieb: Einkommen zurzeit ca. 2400 netto



Poidl92 schrieb: Meine Partnerin selbstständig, ca. 2300 netto

in Summe somit etwa EUR 4.700 sollte das bewältigbar sein. Noch dazu wo sich deine Gehaltssituationen tendenziell dynamisch entwickeln sollte.

Ich würde das gesamte Projekt jetzt angehen, denn


Poidl92 schrieb: einen Kredit mit der Option auf Aufstockung abschließen

gibt es nicht. Die Bonitätsbeurteilung erfolgt stets zum Zeitpunkt der Kreditbeantragung. Mögliche künftige Karenzsituationen müssten dann gesondert betrachtet werden.
17.02.2021
Hallo, bei mir ist/war es sehr ähnlich (alter, einkommen). 

Ich habe mich entschieden so früh wie möglich zu bauen Warum?: 

Jedes Jahr steigen die Baukoste/grundstückkosten um +- 3% und Zinsen hab ich 75bp am Euribor, daher jedes Jahr wo ich warte kostet viel Geld!

Daher meine Empfehlung, wenn du bauen/kaufen willst mach das so früh wie du kannst. 

Wenn man Jünger ist, ist es leichter sich einzuschränken bzw Sachen selber zu machen, hab ich mir halt sagen lassen :D

LG 
17.02.2021
Kommt halt auf die Branche der Selbstständigkeit an.

Des Weiteren müssen die Zahlen (Einnahmen-Ausgabenrechnung, Gewinn) der letzten drei Jahre passen, Finanzamt und SV keine Außenstände aufweisen.

Fakt ist zusätzlich, dass Einkommen aus relativ kurzer Selbstständigkeit nicht so leicht bewertbar ist als zB Beamteneinkommen und die Banken deswegen durchaus streng(er) prüfen.

Easy going ist das meiner Meinung nach nicht.
17.02.2021
Jetzt kaufen, ich könnte mir mein eigenes Grundstück welches ich vor 5 Jahren gekauft hab jetzt nicht mehr leisten. Preise haben sich verdoppelt bei uns. 



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