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Finanzierung machbar? - Seite 4 teilen

15.7. -25.7.2026    66 Antworten    23 Autoren 66 2026-07-25T16:09:51+02:00    5 Empfehlungen

Zusammenfassung
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  •  RunningSushi
15.07.2026
71
Hallo zusammen,

wir sind ein 35-jähriges Paar und machen uns zunehmend Gedanken über unsere Zukunft und möchten somit in ein Eigenheim investieren und uns damit langfristig etwas für das Alter aufbauen.

Unser gemeinsames Nettoeinkommen beträgt 5.900 € pro Monat. Wir sind beide seit vielen Jahren in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis. Zusätzlich laufen derzeit noch zwei Finanzierungen mit einer Gesamtbelastung von rund 600 € monatlich, die in den nächsten 3–4 Jahren vollständig abbezahlt sein werden.

Wir suchen nach einem freistehenden Haus bis ca. 300.000€. Wir haben keine großen Ansprüche, ein Haus mit ca. 70qm , zwei Schlafzimmern sowie einer Garage oder einem Carport würde uns völlig ausreichen. Wichtig wäre uns außerdem, dass es nicht weiter als etwa 50 km von Wien entfernt liegt. Unsere sweetspot für die Finanzierung läge bei ca. 1.300 € monatlich.

Im April 2025 haben wir begonnen, uns nach Häusern umzusehen. Nach einigen Besichtigungen hatten wir auch einen Termin bei unserer Hausbank, um grundsätzlich abzuklären, ob eine Finanzierung überhaupt möglich wäre. Damals wurde uns gesagt, dass unsere Eigenmittel noch zu gering seien. Das war uns aufgrund der KIM-Verordnung grundsätzlich bewusst, aber fragen kostet bekanntlich nichts :)

Im März 2025 hatten wir rund 8.000 € Eigenmittel auf dem Sparkonto, mittlerweile sind es etwa 16.000 € (wenn ich den einen oder anderen Tausender als Puffer wegalsse). Die Beraterin meinte damals, da es sich um unser erstes Eigenheim handelt und unser gemeinsames Einkommen (damals noch 5.300 € netto) grundsätzlich ausreichend wäre, sollen wir uns wieder melden, sobald wir ein passendes Objekt gefunden haben. Unser Plan war daher zunächst, weiter Eigenmittel anzusparen.

Da die Frage gerne aufkommt: Leider können wir nicht auf finanzielle Unterstützung aus der Familie zurückgreifen. Wir sind auf uns allein gestellt und eher diejenigen, die anderen helfen, als umgekehrt.

Nun hat sich eine interessante Gelegenheit ergeben. Eine Bekannte verkauft ihr Haus, weil sie aufgrund ihres Hobbys mehr Platz benötigt. Das Haus würde uns sehr gut gefallen. Allerdings liegt der Kaufpreis bei 370.000 €, also 70.000 € über unserem ursprünglich geplanten Budget. Sie ist uns beim Preis bereits deutlich entgegengekommen. Leider haben wir von dem Verkauf erst paar Tage später erfahren, nachdem sie den Vertrag mit dem Makler unterzeichnet hat, somit fällte zusätzlich die Maklerprovision an.

Da wir bisher keinerlei Erfahrung mit Immobilienfinanzierungen haben, möchten wir euch um eure Einschätzung bitten: Glaubt ihr, dass unter diesen Voraussetzungen eine Finanzierung überhaupt realistisch ist, oder müssen wir eher mit einer Absage rechnen? Wie würdet ihr unsere Chancen einschätzen?

Wir wissen, dass wir bei einem persönlichen Beratungsgespräch vermutlich bessere Konditionen erhalten würden. Trotzdem haben wir online bei unserer Ersten Hausbank einmal eine Beispielrechnung gemacht, um ein Gefühl für die aktuellen Zinsen zu bekommen. Dabei wurden im Kreditrechner bei 15 Jahren Fixzins rund 4,6 % Effektivzins und eine monatliche Rate von etwa 1.700 € berechnet. Das ist im Vergleich realtiv hoch, im letzten Jahr lagen die Angebote noch bei etwa 3,5 %.

Zum Vergleich haben wir auch bei der Bank Austria gerechnet. Dort kamen wir auf etwa 3,7 % Effektivzins bei 10 Jahren Fixzins und einer monatlichen Rate von rund 1.570 €. Das wären immerhin rund 130 € weniger pro Monat. Unser Wunsch wäre allerdings weiterhin eine Rate mehr in Richtung 1.300-1400€

Wie realistisch ist es aktuell, noch bessere Zinssätze zu bekommen? Hat jemand in einer ähnlichen Situation kürzlich Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen und Erfahrungen!

  •  thez
23.7.2026  (#61)
Es eh komplett Offtopic aber es war halt eine blöde Ansage gewesen.
Du bist also 4 Jahre älter und hast genau 2k€ (1 Beitragsjahr) mehr am Konto? Kannst dir eh selbst ausrechnen den Rest emoji  
Du meintest also:

zitat..
Zwosti schrieb:

Da müssen WIR noch richtig Gas geben beim Einzahlen.

 
Wie gesagt mir ist der Wert eigentlich auch egal - aber gibt man ihn heute in den Rechner ein sieht man schon wohin sich eine möglich Pension entwickeln kann. Bei 3,5k netto (aus heutiger) Sicht brauch ich persönlich kein zusätzliches Geld.

1
  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
23.7.2026  (#62)

zitat..
thez schrieb:

Es eh komplett Offtopic aber es war halt eine blöde Ansage gewesen.

Du bist also 4 Jahre älter und hast genau 1 Beitragsjahr mehr am Konto? Kannst dir eh selbst ausrechnen den Rest  

Du meintest also:

──────..
Zwosti schrieb:

Da müssen WIR noch richtig Gas geben beim Einzahlen.
───────────────

Wie gesagt, ich Sorge eh schon längst anderweitig vor, da ich sicher nicht die fetteste Pension haben werde... 


1
  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
24.7.2026 0:27  (#63)

zitat..
thez schrieb:

──────..
Hausbau24 schrieb:

Hier nichts zu machen und einfach alles auszugeben was man hat, halte ich für einen Bauchfleck mit Ansage (und massivem Sudern wenns dann soweit ist ;))
───────────────

Ich sage nicht alles auszugeben was man hat, aber eben auch zu leben und eben keine Sparquote von 50% mein Leben lang zu fahren damit ich dann in der heiligen, so sehr ersehnten Pension dann Geld zum verprassen habe.

Ja natürlich ist das Pensisionssystem zu unsicher und keiner garantiert dir, dass du noch etwas bekommst in 30J, andererseits höre ich diese Drohung schon mein ganzes Leben lang (bin 34J alt) und bis jetzt ist noch gar nichts passiert.

Wieviele Leute kennst du die 50-60% ihres Arbeitsleben in den Top 5% verdient haben und dann im Alter Geldprobleme haben? Ich kenn keinen. Da gibts eher das Problem, dass die Leute nicht wissen wohin mit dem Geld und es dann ihren Kindern/Enkeln schenken. Ja es gibt Leute die in die Altersarmut schlittern - jeden Tag aber da sind entweder massive Schicksalsschläge dahinter oder eben geringes Einkommen, fehlende Pensionszeiten (vorallem für Frauen). Wer immer gut verdient hat, kann sich gar nicht so blöd anstellen mit 65J ohne was da zu stehen. Und ja ich verlasse mich auf ein gewisses Erbe (nicht als Bargeld, aber aus Häusern). Wenn ich mit 65J da stehe und keine Pension bekomme verkaufe ich halt das geerbte Haus und Grund an Speckgürtel um 500k€ (heutige Kaufkraft) und dann werde ich es wohl über die Runden schaffen.

Es kann natürlich auch eure Prophezeiung aufgehen, das Pensionssystem stürzt zusammen und ich falle mit 65J von 6k netto auf 1k Pension zurück. Dann wäre es ohne Assets oder erspartes vermutlich ein großes Problem.

Was ich meine ist ein gesunder Mixe aus sparen & konsumieren. Ich verstehe einfach diese große Angst die alle haben nicht vor dem Pensionssystem Crash oder der großen Armut im Alter. Wer nicht komplett der Lifestyle Inflation verfällt sollte eigentlich ohne Schulden, Kinder erwachsen etc. mit 2000€ im Alter durchkommen. Wenn ich mir so ansehe wie wenig meine Großeltern immer ausgegeben haben?
Ja die Zeiten haben sich geändert, heute fahren viele Pensionisten denens gut geht gerne viel auf Urlaubd und erleben Dinge. Andererseits warum, das alles in die Pension verschieben? Ich sags ganz ehrlich, wer weiß ob ich noch 30J lebe, die Welt noch 30J die ist die wir heute kennen (Krieg, Klimawandel). Da ists doch gscheiter jetzt die Urlaube und Erlebnisse zu machen bevor man sich sein ganzes Leben lang danach sehnt und dann mit 60J mit Krebs diagnostiziert wird. Ich kann beide seiten verstehen: Pensionsvorsorge vs. YOLO aber der Mittelweg ist vermutlich gscheit weil keiner weiß was passieren wird.

Defacto ist diese Pensionsvorsorge halt schon so ein Boomer Thema.

Meine Schwiegereltern reden die ganze Zeit davon und ich frag mich von was alle Angst haben. Sitzen im abbezahlten Haus (guter Zustand), haben relativ gut verdient das gesamte Leben und etwas gespart (keine 500k€ Portfolios) aber sicherlich 50-100k auf der Kante und gehen in 8 Jahren in Pension. Jammern voll wie schlimm es nicht wird, und dass sie jetzt ordentlich sparen müssen noch damit sie ja genügend Geld haben.

Ich kann dem Beitrag von Thez sehr viel abgewinnen. Ich bin ein wenig älter, habe es aber immer so gehandhabt, nach einer für mich gesunden Mischung aus Konsum für Spaß und Sparquote zu leben.
Lustig finde ich immer die Beiträge, wo es um "das neueste iPhone ist nicht nötig" geht - bei HH-Einkommen 6.000 € aufwärts sollte das locker aus der Portokasse gehen 😉. Ob man das will oder nicht ist jedermanns höchstpersönliche Entscheidung und sollte von niemanden gewertet werden.

Gerade in jungen Jahren mit Anfang 30 war Thema Hausbau für uns Priorität. Wichtig dabei waren nie die Superküche, die alle Stückel spielt oder ein Pool, sondern Dinge umzusetzen, die nachhaltig und effizient sind und Komponenten zu verbauen, die im besten Fall nie wieder getauscht werden müssen.
Somit: Kredit so klein als nötig gehalten.
BTW: der Pool wäre im Nachhinein locker drin gewesen.

Seitdem das Thema Hausbau erledigt ist und die Schulden zurückgezahlt sind, leisten wir uns den Luxus, den wir wollen. Da gehört der aktuelle Hawaii-Urlaub mit unseren erwachsenen Töchtern dazu (schreibe gerade vom Pool).
Oder auch der etron GT. Es gibt für mich nichts Faderes als ein laaaaangweiliges, emotionsloses Auto zu fahren, vor allem, wenn man ein solches beruflich braucht. Das sehe ich gerade mit den aktuellen Mietwägen. Groß und Platz ja und ausreichend, Leistung niedlich, Komfort naja, Fahrwerk fürchterlich. Unser aktueller Wrangler Rubicon ist nice auf der Insel, aber sowas würde ich als Daily nie haben wollen.
Man lebt schließlich nur einmal. Und für uns ist es ein sehr gutes Leben, so wie es ist.
Egal, was die Meinung anderer ist, auf das pfeif' ich. Online genauso wie im real life. Denn ungute Aussagen von wegen "Sch.....vergleich" weil wer Porsche fährt oder eine Rolex trägt, hört und liest man zuhauf und sind mM entbehrlich. Das zeugt lediglich von einer Neidgesellschaft, die in Ö sehr verbreitet ist. Da sind die Amis ganz anders gestrickt und zeigen das mit Stolz, weil man es geschafft hat, erfolgreich zu sein.
In Ö hingegen habe ich manchmal den Eindruck, das viele das Ziel haben, möglichst rasch in Pension zu kommen und stolz darauf sind, wenn man es dann letztlich geschafft hat ;).

Unser bescheidener Wohlstand wurde weder illegal noch durch ein Erbe oder einer Schenkung aufgebaut, manpower did it. Dafür sind auch 50-60 Wochstundenarbeitszeit normal, manchmal auch mehr. 

Konklusio und Überleitung BTT: wenn der Wunsch aufkommt, etwas Eigenes zu schaffen, sollte man sich auf dieses Ziel fokussieren. A... zusammenkneifen, den Konsumverlockungen widerstehen und in den Haubaumodus schalten: so wenig wie nötig ausgeben und so viel wie möglich sparen.

Danach, wenn alles eingespielt läuft und Kinder aus dem Gröbsten bzw. raus sind, leben. Das definiert halt jeder anders. Mir macht Arbeit Spaß, ich empfinde sie nicht als Belastung. Dafür muss aber am Ende des Tages auch dementsprechend Kohle rausschauen, die zu einem Teil natürlich gespart aber auch verkonsumiert wird, siehe weiter oben.
Denn wer weiß schon, wie lange es einem gesundheitlich gutgeht. Da bringen 1 Mio. Euro am Depot und drei Vorsorgewohnungen herzlich wenig, außer den Erben.  
Das letzte Hemd hat keine Taschen.


3
  •  bautech
  •   Gold-Award
24.7.2026 18:03  (#64)

zitat..
speeeedcat schrieb: wenn der Wunsch aufkommt, etwas Eigenes zu schaffen, sollte man sich auf dieses Ziel fokussieren. A... zusammenkneifen, den Konsumverlockungen widerstehen und in den Haubaumodus schalten: so wenig wie nötig ausgeben und so viel wie möglich sparen.

Danach, wenn alles eingespielt läuft und Kinder aus dem Gröbsten bzw. raus sind, leben.

Hier bin ich ganz bei @speeeedcat  - der vielzitierte Hausbaumodus dürft ein wenig aus der Mode gekommen sein, ist aber mMn eine tolle Vorbereitung auf die Häuslbauerphase...
Der/die TE haben ja recht konkrete Vorstellungen (und für mein Dafürhalten auch kein so schlechter Einkommen bei dem Alter), somit sollten sich die Rahmenbedingungen recht gut einschätzen lassen...
  • Investbereitschaft 300k€
  • Belastung monatlich gewünscht 1,3k€
  • Einkommen ~6k€/Monat

Eigenmittel derzeit noch überschaubar - aber hier könnte man recht einfach ansetzen: wenn ihr € 1300 / Monat als Rückzahlung als möglich anseht sollte sich der selbe Betrag auch ansparen lassen.
Versucht das mal 6 Monate lang - und tadaa, sind eure Eigenmittel um 100% mehr geworden 😉
Dann noch volle 12 Monate weiter Hausbaumodus und ihr habt >30k€ als Eigenmittel, welche bei der Bank und eventuellen Gesprächen über Finanzierungen nachvollziehbare Argumente für euch darstellen.
Viel Erfolg bei der Umsetzung eures Traumes, auch wenn es erst in 18 Monaten ist 

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Hallo bautech, kostenlos und unverbildlich kann man Kredite auf durchblicker.at vergleichen, das hilft auch das Angebot der Hausbank besser einschätzen zu können.
  •  melly210
  •   Gold-Award
25.7.2026 12:29  (#65)
@bautech du vergisst aber, daß sie aktuell auch Miete zahlen müssen. Die 1300 Rate wäre ja dann ohne Miete nebenher.

1
  •  bautech
  •   Gold-Award
25.7.2026 16:09  (#66)

zitat..
melly210 schrieb:

@bautech du vergisst aber, daß sie aktuell auch Miete zahlen müssen. Die 1300 Rate wäre ja dann ohne Miete nebenher.

@melly210 
1,3k€ sind aber auch eindeutig unter 30% des monatlichen Einkommens 😉
Der Ratenwunsch kommt auch nicht von mir - und nur mit der Kreditrate sind die monatlichen Zahlungen auch für Hausbesitzer (zumindest für mich) noch lange nicht erledigt...


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