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Finanzierung machbar? - Seite 3 teilen

15.7. -25.7.2026    66 Antworten    23 Autoren 66 2026-07-25T16:09:51+02:00    5 Empfehlungen

Zusammenfassung
 1  2 ... 3  4 
  •  RunningSushi
15.07.2026
71
Hallo zusammen,

wir sind ein 35-jähriges Paar und machen uns zunehmend Gedanken über unsere Zukunft und möchten somit in ein Eigenheim investieren und uns damit langfristig etwas für das Alter aufbauen.

Unser gemeinsames Nettoeinkommen beträgt 5.900 € pro Monat. Wir sind beide seit vielen Jahren in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis. Zusätzlich laufen derzeit noch zwei Finanzierungen mit einer Gesamtbelastung von rund 600 € monatlich, die in den nächsten 3–4 Jahren vollständig abbezahlt sein werden.

Wir suchen nach einem freistehenden Haus bis ca. 300.000€. Wir haben keine großen Ansprüche, ein Haus mit ca. 70qm , zwei Schlafzimmern sowie einer Garage oder einem Carport würde uns völlig ausreichen. Wichtig wäre uns außerdem, dass es nicht weiter als etwa 50 km von Wien entfernt liegt. Unsere sweetspot für die Finanzierung läge bei ca. 1.300 € monatlich.

Im April 2025 haben wir begonnen, uns nach Häusern umzusehen. Nach einigen Besichtigungen hatten wir auch einen Termin bei unserer Hausbank, um grundsätzlich abzuklären, ob eine Finanzierung überhaupt möglich wäre. Damals wurde uns gesagt, dass unsere Eigenmittel noch zu gering seien. Das war uns aufgrund der KIM-Verordnung grundsätzlich bewusst, aber fragen kostet bekanntlich nichts :)

Im März 2025 hatten wir rund 8.000 € Eigenmittel auf dem Sparkonto, mittlerweile sind es etwa 16.000 € (wenn ich den einen oder anderen Tausender als Puffer wegalsse). Die Beraterin meinte damals, da es sich um unser erstes Eigenheim handelt und unser gemeinsames Einkommen (damals noch 5.300 € netto) grundsätzlich ausreichend wäre, sollen wir uns wieder melden, sobald wir ein passendes Objekt gefunden haben. Unser Plan war daher zunächst, weiter Eigenmittel anzusparen.

Da die Frage gerne aufkommt: Leider können wir nicht auf finanzielle Unterstützung aus der Familie zurückgreifen. Wir sind auf uns allein gestellt und eher diejenigen, die anderen helfen, als umgekehrt.

Nun hat sich eine interessante Gelegenheit ergeben. Eine Bekannte verkauft ihr Haus, weil sie aufgrund ihres Hobbys mehr Platz benötigt. Das Haus würde uns sehr gut gefallen. Allerdings liegt der Kaufpreis bei 370.000 €, also 70.000 € über unserem ursprünglich geplanten Budget. Sie ist uns beim Preis bereits deutlich entgegengekommen. Leider haben wir von dem Verkauf erst paar Tage später erfahren, nachdem sie den Vertrag mit dem Makler unterzeichnet hat, somit fällte zusätzlich die Maklerprovision an.

Da wir bisher keinerlei Erfahrung mit Immobilienfinanzierungen haben, möchten wir euch um eure Einschätzung bitten: Glaubt ihr, dass unter diesen Voraussetzungen eine Finanzierung überhaupt realistisch ist, oder müssen wir eher mit einer Absage rechnen? Wie würdet ihr unsere Chancen einschätzen?

Wir wissen, dass wir bei einem persönlichen Beratungsgespräch vermutlich bessere Konditionen erhalten würden. Trotzdem haben wir online bei unserer Ersten Hausbank einmal eine Beispielrechnung gemacht, um ein Gefühl für die aktuellen Zinsen zu bekommen. Dabei wurden im Kreditrechner bei 15 Jahren Fixzins rund 4,6 % Effektivzins und eine monatliche Rate von etwa 1.700 € berechnet. Das ist im Vergleich realtiv hoch, im letzten Jahr lagen die Angebote noch bei etwa 3,5 %.

Zum Vergleich haben wir auch bei der Bank Austria gerechnet. Dort kamen wir auf etwa 3,7 % Effektivzins bei 10 Jahren Fixzins und einer monatlichen Rate von rund 1.570 €. Das wären immerhin rund 130 € weniger pro Monat. Unser Wunsch wäre allerdings weiterhin eine Rate mehr in Richtung 1.300-1400€

Wie realistisch ist es aktuell, noch bessere Zinssätze zu bekommen? Hat jemand in einer ähnlichen Situation kürzlich Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen und Erfahrungen!

  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
23.7.2026  (#41)

zitat..
thez schrieb:

──────..
Farmag schrieb:

Was seid ihr alle für Sparefroh? Wenn man quer durch Forum ließt, sieht man Autos um 50.000 aufwärts, Häuser die etwas mehr als ein Butterbrot kosten und Urlaube ab 10.000 aufwärts. Und dann kommen Beiträge wie hier wo man auf alles Verzichten soll.

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Der Pensionsrechner spuckt quasi mit 35J schon Maximalpension aus wenn das Gehalt gleich bleibt da in der Höchstbemessungsgrundlage. Deswegen ist es mir nicht so wichtig ein großes Portfolio aufzubauen damit ich das Geld dann in der Pension verprassen kann.

Das halte ich persönlich (in ähnlichem Alter und ähnlicher Situation) für sehr kurz gedacht. 
In meinen Augen ist unsere Politik aktuell viel zu schwach um das Pensionssystem von einem Umlage- zu einem Kapitalmarktsystem umzuwandeln. Das wiederum bedeutet für uns, dass zukünftig viel zu wenig im Topf für uns ist. 
Den Zuschuss, welcher jetzt bereits von Nöten ist, wird man sich auch nicht mehr leisten können. 

Dann sind und werden wir entweder sehr lange arbeiten müssen oder sind auf private Vorsorgen angewiesen. Für mich ist zweiteres die realistische Antwort und wenn es sich nicht ergibt dann haben wir ein super Portfolio mit guten Zuschussrenditen zur Pension. 

Hier nichts zu machen und einfach alles auszugeben was man hat, halte ich für einen Bauchfleck mit Ansage (und massivem Sudern wenns dann soweit ist ;))


1
  •  brabsi
  •   Bronze-Award
23.7.2026  (#42)
Die Höchstpension is ja sowieso eine Augenauswischerei mit ~4k4 brutto.

Wenn man der Höchstbemessungsgrubdlage entsprechend verdient hat, wird man damit eher nicht zufrieden sein

1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
23.7.2026  (#43)

zitat..
Hausbau24 schrieb: Häuslbäuer verschulden sich mit knapp 70% der Gesamtkosten

Dass Wohnkredite einen zu Beginn größeren Teil der Gesamtkosten abdecken, ist naturgemäß nicht überraschend. Über die jeweilige Schuldentragfähigkeit sagt das jedoch nichts aus.

Die Situation diesbezüglich sieht hierzulande alles andere als schlecht aus (unabhängig der geposteten Forumsmeinungen, die für ein Allgemeinbild natürlich keinesfalls repräsentativ sind), wie beispielsweise der Internationale Währungsfonds erst 2023 bescheinigte:

"Nur ein Drittel der privaten Haushalte ist verschuldet; Hypothekarschulden bei einkommensstarken Haushalten konzentriert
Daten des Houshold Finance and Consumption Survey (HFCS) zeigen, dass mehr als zwei Drittel der österreichischen Haushalte (67,3 %) keine Schulden haben. Der Mittelwert der Haushalte mit Schulden beträgt ca. 57.000 EUR. Bei niedrigen Verbindlichkeiten handelt es sich in erster Linie um unbesicherte Kredite oder in wenigen Fällen um fast abbezahlte besicherte Kredite. Hohe Schuldenbeträge spiegeln hauptsächlich Hypothekendarlehen in verschiedenen Phasen der Rückzahlung wider und konzentrieren sich auf einkommensstarke Haushalte. 28 % der einkommensstärksten Haushalte (oberstes Einkommensquartil) haben ausstehende Hypothekarkredite, aber nur 5 % der einkommensschwachen Haushalte (unterstes Einkommensquartil).


Hohe Risikotragfähigkeit der Haushalte im Ländervergleich
Österreich weist im internationalen Vergleich sowohl eine niedrige Debt-to-Income Ratio (AT: 34 %, EA: 71 %, DE: 45 %) als auch eine niedrige Debt-Service-to Income Ratio (AT: 7,6 %, EA: 13,4, DE: 9,7) aus.
Der IWF (2023) stellt fest, dass der Anteil vulnerabler Haushalte (Haushalte, bei denen Basiszahlungen inkl. Haus-/Betriebskosten und Kreditrückzahlungen mehr als 70 % des Einkommens ausmachen) in Österreich besonders niedrig ist. Mit einem Anteil von rund 20 % beim Quantil mit niedrigen Einkommen und nahezu null beim mittleren und hohen Einkommensquantil zählt Österreich bei allen Einkommensklassen zu den stabilsten Ländern in Europa. Die hohe Schuldentragfähigkeit der einkommensstärksten Haushalte, die die überwiegende Mehrheit der Wohnbaukredite in Österreich halten, signalisiert eine geringe Gefahr stark steigender Kreditausfallraten bzw. lässt auch in Krisenzeiten im Vergleich zu anderen Ländern ein starkes Ansteigen von Notverkäufen als unwahrscheinlich erscheinen."

https://www.oenb.at/Presse/thema-im-fokus/2023/trendwende-am-immobilienmarkt-in-oesterreich.html

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  •  thez
23.7.2026  (#44)

zitat..
Hausbau24 schrieb:

Hier nichts zu machen und einfach alles auszugeben was man hat, halte ich für einen Bauchfleck mit Ansage (und massivem Sudern wenns dann soweit ist ;))

Ich sage nicht alles auszugeben was man hat, aber eben auch zu leben und eben keine Sparquote von 50% mein Leben lang zu fahren damit ich dann in der heiligen, so sehr ersehnten Pension dann Geld zum verprassen habe.

Ja natürlich ist das Pensisionssystem zu unsicher und keiner garantiert dir, dass du noch etwas bekommst in 30J, andererseits höre ich diese Drohung schon mein ganzes Leben lang (bin 34J alt) und bis jetzt ist noch gar nichts passiert.

Wieviele Leute kennst du die 50-60% ihres Arbeitsleben in den Top 5% verdient haben und dann im Alter Geldprobleme haben? Ich kenn keinen. Da gibts eher das Problem, dass die Leute nicht wissen wohin mit dem Geld und es dann ihren Kindern/Enkeln schenken. Ja es gibt Leute die in die Altersarmut schlittern - jeden Tag aber da sind entweder massive Schicksalsschläge dahinter oder eben geringes Einkommen, fehlende Pensionszeiten (vorallem für Frauen). Wer immer gut verdient hat, kann sich gar nicht so blöd anstellen mit 65J ohne was da zu stehen. Und ja ich verlasse mich auf ein gewisses Erbe (nicht als Bargeld, aber aus Häusern). Wenn ich mit 65J da stehe und keine Pension bekomme verkaufe ich halt das geerbte Haus und Grund an Speckgürtel um 500k€ (heutige Kaufkraft) und dann werde ich es wohl über die Runden schaffen.

Es kann natürlich auch eure Prophezeiung aufgehen, das Pensionssystem stürzt zusammen und ich falle mit 65J von 6k netto auf 1k Pension zurück. Dann wäre es ohne Assets oder erspartes vermutlich ein großes Problem.

Was ich meine ist ein gesunder Mixe aus sparen & konsumieren. Ich verstehe einfach diese große Angst die alle haben nicht vor dem Pensionssystem Crash oder der großen Armut im Alter. Wer nicht komplett der Lifestyle Inflation verfällt sollte eigentlich ohne Schulden, Kinder erwachsen etc. mit 2000€ im Alter durchkommen. Wenn ich mir so ansehe wie wenig meine Großeltern immer ausgegeben haben?
Ja die Zeiten haben sich geändert, heute fahren viele Pensionisten denens gut geht gerne viel auf Urlaubd und erleben Dinge. Andererseits warum, das alles in die Pension verschieben? Ich sags ganz ehrlich, wer weiß ob ich noch 30J lebe, die Welt noch 30J die ist die wir heute kennen (Krieg, Klimawandel). Da ists doch gscheiter jetzt die Urlaube und Erlebnisse zu machen bevor man sich sein ganzes Leben lang danach sehnt und dann mit 60J mit Krebs diagnostiziert wird. Ich kann beide seiten verstehen: Pensionsvorsorge vs. YOLO aber der Mittelweg ist vermutlich gscheit weil keiner weiß was passieren wird.
Defacto ist diese Pensionsvorsorge halt schon so ein Boomer Thema.

Meine Schwiegereltern reden die ganze Zeit davon und ich frag mich von was alle Angst haben. Sitzen im abbezahlten Haus (guter Zustand), haben relativ gut verdient das gesamte Leben und etwas gespart (keine 500k€ Portfolios) aber sicherlich 50-100k auf der Kante und gehen in 8 Jahren in Pension. Jammern voll wie schlimm es nicht wird, und dass sie jetzt ordentlich sparen müssen noch damit sie ja genügend Geld haben.


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  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
23.7.2026  (#45)

zitat..
LiConsult schrieb:

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Hausbau24 schrieb: Häuslbäuer verschulden sich mit knapp 70% der Gesamtkosten
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Dass Wohnkredite einen zu Beginn größeren Teil der Gesamtkosten abdecken, ist naturgemäß nicht überraschend. Über die jeweilige Schuldentragfähigkeit sagt das jedoch nichts aus.

Die Situation diesbezüglich sieht hierzulande alles andere als schlecht aus (unabhängig der geposteten Forumsmeinungen, die für ein Allgemeinbild natürlich keinesfalls repräsentativ sind), wie beispielsweise der Internationale Währungsfonds erst 2023 bescheinigte:

"Nur ein Drittel der privaten Haushalte ist verschuldet; Hypothekarschulden bei einkommensstarken Haushalten konzentriert
Daten des Houshold Finance and Consumption Survey (HFCS) zeigen, dass mehr als zwei Drittel der österreichischen Haushalte (67,3 %) keine Schulden haben. Der Mittelwert der Haushalte mit Schulden beträgt ca. 57.000 EUR. Bei niedrigen Verbindlichkeiten handelt es sich in erster Linie um unbesicherte Kredite oder in wenigen Fällen um fast abbezahlte besicherte Kredite. Hohe Schuldenbeträge spiegeln hauptsächlich Hypothekendarlehen in verschiedenen Phasen der Rückzahlung wider und konzentrieren sich auf einkommensstarke Haushalte. 28 % der einkommensstärksten Haushalte (oberstes Einkommensquartil) haben ausstehende Hypothekarkredite, aber nur 5 % der einkommensschwachen Haushalte (unterstes Einkommensquartil).

Hohe Risikotragfähigkeit der Haushalte im Ländervergleich
Österreich weist im internationalen Vergleich sowohl eine niedrige Debt-to-Income Ratio (AT: 34 %, EA: 71 %, DE: 45 %) als auch eine niedrige Debt-Service-to Income Ratio (AT: 7,6 %, EA: 13,4, DE: 9,7) aus.
Der IWF (2023) stellt fest, dass der Anteil vulnerabler Haushalte (Haushalte, bei denen Basiszahlungen inkl. Haus-/Betriebskosten und Kreditrückzahlungen mehr als 70 % des Einkommens ausmachen) in Österreich besonders niedrig ist. Mit einem Anteil von rund 20 % beim Quantil mit niedrigen Einkommen und nahezu null beim mittleren und hohen Einkommensquantil zählt Österreich bei allen Einkommensklassen zu den stabilsten Ländern in Europa. Die hohe Schuldentragfähigkeit der einkommensstärksten Haushalte, die die überwiegende Mehrheit der Wohnbaukredite in Österreich halten, signalisiert eine geringe Gefahr stark steigender Kreditausfallraten bzw. lässt auch in Krisenzeiten im Vergleich zu anderen Ländern ein starkes Ansteigen von Notverkäufen als unwahrscheinlich erscheinen."

https://www.oenb.at/Presse/thema-im-fokus/2023/trendwende-am-immobilienmarkt-in-oesterreich.html

Ich widersprech dir hier auch nicht, nur hab ich von Häuslbauern gesprochen und die OENB spricht von Schulden bei Haushalten - dass jemand der zur Miete lebt nicht 500 TEUR Schulden hat / haben sollte, ist denk ich klar. 

Wahnsinn ist jedoch die Entwicklung. Von 2009 22%: https://solidbau.at/artikel/wer-wie-viel-schulden-hat/ auf jetzt rund 60-70%. Der Trend ist gewaltig. 


zitat..
thez schrieb:

──────..
Hausbau24 schrieb:

Hier nichts zu machen und einfach alles auszugeben was man hat, halte ich für einen Bauchfleck mit Ansage (und massivem Sudern wenns dann soweit ist ;))
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Ich sage nicht alles auszugeben was man hat, aber eben auch zu leben und eben keine Sparquote von 50% mein Leben lang zu fahren damit ich dann in der heiligen, so sehr ersehnten Pension dann Geld zum verprassen habe.

Ja natürlich ist das Pensisionssystem zu unsicher und keiner garantiert dir, dass du noch etwas bekommst in 30J, andererseits höre ich diese Drohung schon mein ganzes Leben lang (bin 34J alt) und bis jetzt ist noch gar nichts passiert.

Wieviele Leute kennst du die 50-60% ihres Arbeitsleben in den Top 5% verdient haben und dann im Alter Geldprobleme haben? Ich kenn keinen. Da gibts eher das Problem, dass die Leute nicht wissen wohin mit dem Geld und es dann ihren Kindern/Enkeln schenken. Ja es gibt Leute die in die Altersarmut schlittern - jeden Tag aber da sind entweder massive Schicksalsschläge dahinter oder eben geringes Einkommen, fehlende Pensionszeiten (vorallem für Frauen). Wer immer gut verdient hat, kann sich gar nicht so blöd anstellen mit 65J ohne was da zu stehen. Und ja ich verlasse mich auf ein gewisses Erbe (nicht als Bargeld, aber aus Häusern). Wenn ich mit 65J da stehe und keine Pension bekomme verkaufe ich halt das geerbte Haus und Grund an Speckgürtel um 500k€ (heutige Kaufkraft) und dann werde ich es wohl über die Runden schaffen.

Es kann natürlich auch eure Prophezeiung aufgehen, das Pensionssystem stürzt zusammen und ich falle mit 65J von 6k netto auf 1k Pension zurück. Dann wäre es ohne Assets oder erspartes vermutlich ein großes Problem.

Was ich meine ist ein gesunder Mixe aus sparen & konsumieren.

Geb ich dir Recht, auch dass das Haus eine Sparform ist. 

Ich schrieb eh von 30% was aus meiner Sicht der Mix aus Leben und Sparen ist :)




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  •  melly210
  •   Gold-Award
23.7.2026  (#46)
Die Angst ums Pensionssystem hab ich persönlich auch nicht so. Im Prinzip wirds um 2030 rum am ärgsten sein von den Zuschüssen her, weil dann die ganzen Babyboomer in Pension sind. Aber so 20 Jahre später schauts dann viel besser aus, weil die Rate an Pensionisten im Vergleich zur Erwerbsbevölkerung wieder sinkt. Ergo: wenns die nächsten 10-20 Jahre nicht zusammenkracht, wird es das danach auch sehr wahrscheinlich nimmer. Nicht daß man alles verjubeln sollte, aber Untergangsszenarien seh ich da nicht.

1
  •  LiConsult
  •   Gold-Award
23.7.2026  (#47)
kommt halt drauf an aus welcher Perspektive man das sieht. Österreich hat mehr oder weniger Null-Kapitaldeckung zur Erfüllung der künftigen Ruhestandsansprüche - sowohl in absoluten Beträgen sowie auch im internationalen Vergleich. Die stetig steigenden Ansprüche müssen halt durch die diesbezüglich sich laufend erhöhende Steuerlast getragen werden - von "den Jungen" (die auch immer weniger werden).

2026/20260723515731.png

bzw.

2026/20260723405341.png

bzw.

2026/20260723195208.png


Die Lage kann durchaus als "prekär" eingestuft werden (und ist leider seit Jahrzehnten bekannt). Kein wirklich nachhaltiges System.

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  •  thez
23.7.2026  (#48)
Wie gesagt, ich warte noch immer darauf, dass sich was ändert seit bald 14 Jahren im Berufsleben.
Wenn ich auf einmal dann nicht meine versprochenen 5100€ brutto Pension (Stand heute Pensionskonto 17900€) mit 65J bekomme dann würd ich auch gerne nicht weniger an SV Beiträgen zahlen emoji  

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  •  sudo
23.7.2026  (#49)

zitat..
thez schrieb: versprochenen 5100€ brutto Pension

Wer verspricht dir 5100€ brutto Pension?


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  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
23.7.2026  (#50)

zitat..
thez schrieb:

Wie gesagt, ich warte noch immer darauf, dass sich was ändert seit bald 14 Jahren im Berufsleben.
Wenn ich auf einmal dann nicht meine versprochenen 5100€ brutto Pension (Stand heute Pensionskonto 17900€) mit 65J bekomme dann würd ich auch gerne nicht weniger an SV Beiträgen zahlen

Da musst eh noch richtig Gas geben beim Einzahlen. 5100€ brutto in 30 Jahren is ah Schaß! Bei uns gehen jetzt Leute Chemische Industrie mit Verwendungsgruppe 4a-5 in Pension und haben 70k im Pensionskonto.


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  •  thez
23.7.2026  (#51)

zitat..
sudo schrieb:

Wer verspricht dir 5100€ brutto Pension?

Versprechen tuts mir keiner - aber ich verlass mich halt auf den Wert den ich in "MeinSV" sehe und vertraue dem Generationenvertrag emoji

zitat..
Zwosti schrieb:

Da musst eh noch richtig Gas geben beim Einzahlen. 5100€ brutto in 30 Jahren is ah Schaß! Bei uns gehen jetzt Leute Chemische Industrie mit Verwendungsgruppe 4a-5 in Pension und haben 70k im Pensionskonto.

Du hast das System schon verstanden oder? Das ist aus heutiger Kaufkraft, wie der Betrag in 30 Jahren aussieht kann dir keiner sagen da keiner die Anpassung der Inflation kennt.
Ich persönlich glaube nicht, dass 17900€ am Pensionskonto mit 34J schlecht ist aber bitte emoji Ich zahl seit Jahren maximal Bemessungsgrundlage. Also mehr Zuwachs pro Jahr geht eh nicht.

Vielleicht bin ja auch ich der Depp und verstehs nicht emoji

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  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
23.7.2026  (#52)

zitat..
thez schrieb:

──────..
sudo schrieb:

Wer verspricht dir 5100€ brutto Pension?
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Versprechen tuts mir keiner - aber ich verlass mich halt auf den Wert den ich in "MeinSV" sehe und vertraue dem Generationenvertrag

──────..
Zwosti schrieb:

Da musst eh noch richtig Gas geben beim Einzahlen. 5100€ brutto in 30 Jahren is ah Schaß! Bei uns gehen jetzt Leute Chemische Industrie mit Verwendungsgruppe 4a-5 in Pension und haben 70k im Pensionskonto.
───────────────

Du hast das System schon verstanden oder? Das ist aus heutiger Kaufkraft, wie der Betrag in 30 Jahren aussieht kann dir keiner sagen da keiner die Anpassung der Inflation kennt.

Ich persönlich glaube nicht, dass 17900€ am Pensionskonto mit 34J schlecht ist aber bitte Ich zahl seit Jahren maximal Bemessungsgrundlage. Also mehr Zuwachs pro Jahr geht eh nicht.

Ich habe es verstanden, ja. Maximal hin oder her, dir gehen halt einfach gleich einmal 10 Jahre ab gegenüber von jemanden der schon mit 15 Jahren angefangen hat einzuzahlen. 


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  •  thez
23.7.2026  (#53)

zitat..
Zwosti schrieb:

──────..
thez schrieb:

──────..
sudo schrieb:

Wer verspricht dir 5100€ brutto Pension?
───────────────

Versprechen tuts mir keiner - aber ich verlass mich halt auf den Wert den ich in "MeinSV" sehe und vertraue dem Generationenvertrag

──────..
Zwosti schrieb:

Da musst eh noch richtig Gas geben beim Einzahlen. 5100€ brutto in 30 Jahren is ah Schaß! Bei uns gehen jetzt Leute Chemische Industrie mit Verwendungsgruppe 4a-5 in Pension und haben 70k im Pensionskonto.
───────────────

Du hast das System schon verstanden oder? Das ist aus heutiger Kaufkraft, wie der Betrag in 30 Jahren aussieht kann dir keiner sagen da keiner die Anpassung der Inflation kennt.

Ich persönlich glaube nicht, dass 17900€ am Pensionskonto mit 34J schlecht ist aber bitte Ich zahl seit Jahren maximal Bemessungsgrundlage. Also mehr Zuwachs pro Jahr geht eh nicht.
───────────────

Ich habe es verstanden, ja. Maximal hin oder her, dir gehen halt einfach gleich einmal 10 Jahre ab gegenüber von jemanden der schon mit 15 Jahren angefangen hat einzuzahlen.

Ich glaube du hast sehr wenig Ahnung was ein schlechtes, normales und gutes  "Pensionskonto" heutzutage ist. Rechne mir mal vor wie jemand der mit 15J (Lehre) zu arbeiten anfängt soviel mehr haben soll als jemand der mit 20J zu arbeiten anfängt. 
Kann ja jeder mal sein Pensionskontowert inkl. Alter posten und dann sehen wir was gut oder schlecht ist. Gibt auf Reddit dazu einen Thread sogar wo so ein Vergleich mal gestartet wurde...


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  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
23.7.2026  (#54)

zitat..
thez schrieb:

──────..
Zwosti schrieb:

──────..
thez schrieb:

──────..
sudo schrieb:

Wer verspricht dir 5100€ brutto Pension?
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Versprechen tuts mir keiner - aber ich verlass mich halt auf den Wert den ich in "MeinSV" sehe und vertraue dem Generationenvertrag

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Zwosti schrieb:

Da musst eh noch richtig Gas geben beim Einzahlen. 5100€ brutto in 30 Jahren is ah Schaß! Bei uns gehen jetzt Leute Chemische Industrie mit Verwendungsgruppe 4a-5 in Pension und haben 70k im Pensionskonto.
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Du hast das System schon verstanden oder? Das ist aus heutiger Kaufkraft, wie der Betrag in 30 Jahren aussieht kann dir keiner sagen da keiner die Anpassung der Inflation kennt.

Ich persönlich glaube nicht, dass 17900€ am Pensionskonto mit 34J schlecht ist aber bitte Ich zahl seit Jahren maximal Bemessungsgrundlage. Also mehr Zuwachs pro Jahr geht eh nicht.
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Ich habe es verstanden, ja. Maximal hin oder her, dir gehen halt einfach gleich einmal 10 Jahre ab gegenüber von jemanden der schon mit 15 Jahren angefangen hat einzuzahlen.
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Ich glaube du hast sehr wenig Ahnung was ein schlechtes, normales und gutes  "Pensionskonto" heutzutage ist. Rechne mir mal vor wie jemand der mit 15J (Lehre) zu arbeiten anfängt soviel mehr haben soll als jemand der mit 20J zu arbeiten anfängt. 

Kann ja jeder mal sein Pensionskontowert inkl. Alter posten und dann sehen wir was gut oder schlecht ist. Gibt auf Reddit dazu einen Thread sogar wo so ein Vergleich mal gestartet wurde...

Bei mir ist mehr drin wie bei dir und ich bin auch kein schwer Verdiener und 38 Jahre. Ich habe auch Kollegen die haben eine Lehre gemacht, sind so alt wie du und haben einige Tausender mehr im Pensionskonto als ich...


1
  •  brabsi
  •   Bronze-Award
23.7.2026  (#55)
34899€ mit 44 jahren

und ich bin ehrlich - ich habe KEINE ahnung, was mir dieser wert sagen soll

1
  •  sudo
23.7.2026  (#56)
 

zitat..
Zwosti schrieb: Bei mir ist mehr drin wie bei dir und ich bin auch kein schwer Verdiener und 38 Jahre. Ich habe auch Kollegen die haben eine Lehre gemacht, sind so alt wie du und haben einige Tausender mehr im Pensionskonto als ich...


In 4 Jahren kommen bei @thez ca 7k€ dazu.
Vermutlich wird er bis zur Pension >= Höchstbemessungsgrundlage verdienen, jemand der Lehre gemacht hat, zahlt zwar schon länger ein, wenn der aber jetzt noch unter der Höchstbemessungsgrundlage verdient, bleibt das vermutlich auch so, außer man verändert sich beruflich.
Bei mir siehts auch sehr gut aus, höheres Gehalt ändert an der Pension nichts.


1
  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
23.7.2026  (#57)

zitat..
brabsi schrieb:

34899€ mit 44 jahren

und ich bin ehrlich - ich habe KEINE ahnung, was mir dieser wert sagen soll

Fiktiv hast halt ca 2,5k Brutto Pensionsanspruch wenn du nix mehr einzahlst und erst mit 65 Jahren gehst.


1
  •  thez
23.7.2026  (#58)

zitat..
Zwosti schrieb:

Bei mir ist mehr drin wie bei dir und ich bin auch kein schwer Verdiener und 38 Jahre. Ich habe auch Kollegen die haben eine Lehre gemacht, sind so alt wie du und haben einige Tausender mehr im Pensionskonto als ich.

Du kennst also alle Pensionskonten von Kollegen/Freunden auswendig? emoji
Post den Screenshot aus deinem Konto :)
Bei mir kommen ca. 2600€ pro Jahr dazu, also mit 38J dann 28k€ - wenn ichs auf 65J hochextrapoliere um die 100k wenn die Steigerung pro Jahr linear bleibt.

2026/20260723200664.png


1
  •  thohem
23.7.2026  (#59)
Für die ganze Diskussion "Wer hat das dickste Pensionskonto" könnte man auch einen eigenen Thread machen. Hier interessiert es niemanden.

1
  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
23.7.2026  (#60)

zitat..
thez schrieb:

──────..
Zwosti schrieb:

Bei mir ist mehr drin wie bei dir und ich bin auch kein schwer Verdiener und 38 Jahre. Ich habe auch Kollegen die haben eine Lehre gemacht, sind so alt wie du und haben einige Tausender mehr im Pensionskonto als ich.
───────────────

Du kennst also alle Pensionskonten von Kollegen/Freunden auswendig?
Post den Screenshot aus deinem Konto :)

Bei mir kommen ca. 2600€ pro Jahr dazu, also mit 38J dann 28k€ - wenn ichs auf 65J hochextrapoliere um die 100k wenn die Steigerung pro Jahr linear bleibt.

Und weiter


2026/20260723192972.jpg


Keine Ahnung was es bringt, ich will nur zum Ausdruck bringen, dass das Pensionskonto einfach ein Mist ist und man sich nicht darauf verlassen soll. Lieber noch zusätzlich Vorsorgen mit einem fetten Depot.


1
  •  thez
23.7.2026  (#61)
Es eh komplett Offtopic aber es war halt eine blöde Ansage gewesen.
Du bist also 4 Jahre älter und hast genau 2k€ (1 Beitragsjahr) mehr am Konto? Kannst dir eh selbst ausrechnen den Rest emoji  
Du meintest also:

zitat..
Zwosti schrieb:

Da müssen WIR noch richtig Gas geben beim Einzahlen.

 
Wie gesagt mir ist der Wert eigentlich auch egal - aber gibt man ihn heute in den Rechner ein sieht man schon wohin sich eine möglich Pension entwickeln kann. Bei 3,5k netto (aus heutiger) Sicht brauch ich persönlich kein zusätzliches Geld.

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