Hallo zusammen,
wir sind ein 35-jähriges Paar und machen uns zunehmend Gedanken über unsere Zukunft und möchten somit in ein Eigenheim investieren und uns damit langfristig etwas für das Alter aufbauen.
Unser gemeinsames Nettoeinkommen beträgt 5.900 € pro Monat. Wir sind beide seit vielen Jahren in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis. Zusätzlich laufen derzeit noch zwei Finanzierungen mit einer Gesamtbelastung von rund 600 € monatlich, die in den nächsten 3–4 Jahren vollständig abbezahlt sein werden.
Wir suchen nach einem freistehenden Haus bis ca. 300.000€. Wir haben keine großen Ansprüche, ein Haus mit ca. 70qm , zwei Schlafzimmern sowie einer Garage oder einem Carport würde uns völlig ausreichen. Wichtig wäre uns außerdem, dass es nicht weiter als etwa 50 km von Wien entfernt liegt. Unsere sweetspot für die Finanzierung läge bei ca. 1.300 € monatlich.
Im April 2025 haben wir begonnen, uns nach Häusern umzusehen. Nach einigen Besichtigungen hatten wir auch einen Termin bei unserer Hausbank, um grundsätzlich abzuklären, ob eine Finanzierung überhaupt möglich wäre. Damals wurde uns gesagt, dass unsere Eigenmittel noch zu gering seien. Das war uns aufgrund der KIM-Verordnung grundsätzlich bewusst, aber fragen kostet bekanntlich nichts :)
Im März 2025 hatten wir rund 8.000 € Eigenmittel auf dem Sparkonto, mittlerweile sind es etwa 16.000 € (wenn ich den einen oder anderen Tausender als Puffer wegalsse). Die Beraterin meinte damals, da es sich um unser erstes Eigenheim handelt und unser gemeinsames Einkommen (damals noch 5.300 € netto) grundsätzlich ausreichend wäre, sollen wir uns wieder melden, sobald wir ein passendes Objekt gefunden haben. Unser Plan war daher zunächst, weiter Eigenmittel anzusparen.
Da die Frage gerne aufkommt: Leider können wir nicht auf finanzielle Unterstützung aus der Familie zurückgreifen. Wir sind auf uns allein gestellt und eher diejenigen, die anderen helfen, als umgekehrt.
Nun hat sich eine interessante Gelegenheit ergeben. Eine Bekannte verkauft ihr Haus, weil sie aufgrund ihres Hobbys mehr Platz benötigt. Das Haus würde uns sehr gut gefallen. Allerdings liegt der Kaufpreis bei 370.000 €, also 70.000 € über unserem ursprünglich geplanten Budget. Sie ist uns beim Preis bereits deutlich entgegengekommen. Leider haben wir von dem Verkauf erst paar Tage später erfahren, nachdem sie den Vertrag mit dem Makler unterzeichnet hat, somit fällte zusätzlich die Maklerprovision an.
Da wir bisher keinerlei Erfahrung mit Immobilienfinanzierungen haben, möchten wir euch um eure Einschätzung bitten: Glaubt ihr, dass unter diesen Voraussetzungen eine Finanzierung überhaupt realistisch ist, oder müssen wir eher mit einer Absage rechnen? Wie würdet ihr unsere Chancen einschätzen?
Wir wissen, dass wir bei einem persönlichen Beratungsgespräch vermutlich bessere Konditionen erhalten würden. Trotzdem haben wir online bei unserer Ersten Hausbank einmal eine Beispielrechnung gemacht, um ein Gefühl für die aktuellen Zinsen zu bekommen. Dabei wurden im Kreditrechner bei 15 Jahren Fixzins rund 4,6 % Effektivzins und eine monatliche Rate von etwa 1.700 € berechnet. Das ist im Vergleich realtiv hoch, im letzten Jahr lagen die Angebote noch bei etwa 3,5 %.
Zum Vergleich haben wir auch bei der Bank Austria gerechnet. Dort kamen wir auf etwa 3,7 % Effektivzins bei 10 Jahren Fixzins und einer monatlichen Rate von rund 1.570 €. Das wären immerhin rund 130 € weniger pro Monat. Unser Wunsch wäre allerdings weiterhin eine Rate mehr in Richtung 1.300-1400€
Wie realistisch ist es aktuell, noch bessere Zinssätze zu bekommen? Hat jemand in einer ähnlichen Situation kürzlich Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen und Erfahrungen!