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Fertighaus Tipps

37 Beiträge | 26.4.2016 - 14.8.2018
Liebe Forumsgemeinde,

wir sind mit unserer Genossenschaftswohnung mit Eigentumsoption nicht zufrieden und sind gerade am überlegen ob wir uns den Traum eines Hauses mit einem Fertighaus erfüllen wollen und können. Daher sind wir nach der Suche eines Hauses bei dem das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
Das Haus soll zweistöckig mit 120-140m2 Wohnfläche werden. Flach- oder Pultdach würde uns am besten gefallen. Es soll mindestens ein Niedrigenergie- Haus werden. Keller keiner. Wir würden höchstwahrscheinlich Belagsfertig oder eine Stufe darunter nehmen. Schlüsselfertig auf keinen Fall, da wir aus unserer aktuellen Wohnung einige hochwertige Möbel und Armaturen mit nehmen werden.

Wir haben uns auch in Kroatien und Slowenien umgeschaut, da dort die Häuser günstiger zu bekommen sind.

Ich habe die letzten Wochen intensiv das Internet durchgesucht um die unterschiedlichen Bauweisen der Fertighausanbieter zu verstehen und um die Kosten kalkulieren zu können.

Habe ein interessantes Unternehmen aus Kroatien (Domprojekt) welches in Holzriegelbauweise baut gefunden und bereits eine Preisliste für den Rohbau erhalten. Von der Qualität her soll Domprojekt das Beste sein, was aus Kroatien kommt und genauso gut wie die meisten österreichischen Fertighaus- Hersteller sein, jedoch um einiges günstiger. Hat jemand hier eventuell mit Domprojekt gebaut? Ich mache mir vor allem sorgen wegen der Garantie!

Bezüglich Holzriegelbauweise, da müsste ich mir mal Häuser in der Blauen Lagune anschauen, damit ich die Atmosphäre fühlen kann. Ist es in solch einem Haus im Vergleich zu einem massivem Ziegel- oder Holzhaus im Sommer wärmer?
Wäre es sinnvoller massiv bauen zu lassen? Welchen Vorteil hätte man damit?

Zu massiver Bauweise hätte ich folgende Unternehmen gefunden:
-Maba Haus (Ziegelit)
-Romberger (Liapor)
-Malli (Ziegel)
-Carinthia Meisterwerkhaus (CLT Holz)
-Lesoteka Hise aus Slowenien (CLT und MHM)

Zu Maba und Romberger gibt es im Internet bereits einige Erfahrungen. Welchen Hersteller würdet ihr rein vom Baustoff her bevorzugen?

Zu Malli kann ich nicht viel finden. Gibt es hier eventuell jemand der mit Malli gebaut hat oder kann jemand was zur Qualität sagen?

Die Preise von Carinthia Meisterwerkhaus hören sich ganz gut an. Doch hierzu kann ich rein gar nichts im Internet finden. Keine Referenzen etc. Hat jemand mit Carinthia Meisterwerkhaus gebaut? Wie sind die Erfahrungen?

Lesoteka Hise ist ein noch junges Unternehmen aus Slowenien. Die Homepage schaut gut aus und sie haben auch bereits in Österreich gebaut. Eine Preisliste für Österreich habe ich bereits erhalten, um einiges günstiger als ein massives Holzhaus über einen österrichischen Hersteller. Die Frage ist nur, wie es sich mit der Garantie darstellt und vor allem ob das junge Unternehmen noch lange auf dem Markt bleiben wird. Hat jemand mit Lesoteka in Österreich gebaut oder kann jemand ein anderes Unternehmen aus Slowenien empfehlen?

lg Sedimagic


 
21.5.2016 7:24
noch eine Variante
Wir haben mit www.pichler-haus.at gebaut. Die hatten, den für uns besten Wandaufbau.

Abwicklung und alles weitere ist zur Besten Zufriedenheit gelaufen.
5.6.2016 15:30
Ich würde mir jede Leistung ganz genau anbieten lassen. Am besten wirklich gleich mit den Podukten welche verarbeitet werden damit man im Nachhinein nicht unnötig diskutieren muss.
30.1.2017 13:43
Hi

Habt ihr euch schon entschieden @sedimagic ?

Es gibt auch noch die Firma Domusplus aus Zagreb, scheint mir auch gleich seriös zu sein und hat ebenfalls viele Referenzen auch im Ausland.

Ich befinde mich momentan in der gleichen Situation wie ihr :)

LG
30.1.2017 14:26
@Dino

wir haben uns noch nicht entschieden da wir noch immer auf Grundstückssuche sind.

Domusplus kennen wir auch. Die haben hier in Österreich in Villach eine "Vertretung" die Firma Alfabau: www.alfabau.at

Wo wollt ihr bauen?

lg
1.2.2017 8:51
Wir wollen in der Nähe von Klagenfurt bauen, haben schon das Grundstück.

Ja mit alfabau habe ich schon Kontakt gehabt, aber die sind mir sehr unseriös. Angebot bis heute keines, nur unseriöse Telefonate. Habe direkt von DOMUSPLUS aus Zagreb ein Angebot erhalten, dieses ist fast gleich mit dem Angebot von DOMPROJEKT.

Nun stellt sich mir die gleiche Frage wie euch auch schon in dem anderen Thread:
Wie viel kostet es noch, diesen HOHEN ROHBAU von DOMPROJEKT bewohnbar zu machen :)

Spart man sich da wirklich etwas ein im Vergleich zum Massivhaus, oder kommt man im Prinzip auf das gleiche.

Für mich steht Domprojekt aus dem Grund noch im Raum, weil es 1. schneller fertig wäre (=Einzugsbereit, da 2. Kind unterwegs) und 2. nur wenn es auch günstiger wäre als wenn man massiv baut.

6.2.2018 15:08
Hallo,
gibt es noch ein update von Euch, welcheN Partner ihr am Ende des Tages gewählt habt und warum?
6.2.2018 20:08
Ich hab mein Blockhaus von Leonwood aus Deutschland. Die hatten meiner Meinung nach viel Erfahrung mit Rundstammhäusern.
7.2.2018 6:37
Jetzt mal ehrlich, um welche Preisunterschiede geht es den da?

Da du auf der ersten Seite am Anfang von Maba geschrieben hast.
Das willst du nicht bezahlen, selbst wenn sie noch EFH bauen würden.

Wir haben ein Maba und es war, wie ich finde nicht teuer.
Als wir eingezogen sind waren wir 320k los.
Aber da war auch die PV Anlage schon bezahlt, also Haus 311k oder so.
Aber mit Keller, inkl. Heizung alles war fertig.
Möbel rein und einziehen.
Dafür aber keine bauchschmerzen ob es was wird und wie es mir Garantie aussieht.

Bei Preisen um 200k bei Slowenischen anbietern,würde ich die Seite von Malli ansehen.
https://www.malli-haus.at/fertighaus/pult-147/

147m² mit Pult und kostet je nach Ausbaustufe 165-230k.
Aber rechne noch die Bodenplatte mit ca. 25-30k dazu, weil die seltens in der Preisen drin ist.

Wenn du paar Taler mehr hast, nimm gleich ein Keller.
Denn wenn du eine Bodenplatte nimmst kostet es 25-30k , und bei Keller zahlst 50k+ (je nach fertigstellungsstufe)
Hast aber nahezu ein Stockwerk mehr für wenig Aupreis.

Ansprechspartner ist dann auch Deutschsprachig und Service ist auch da.
Je weiter weg die Firma von deinem Haus ist, umso mehr ist es denen wurscht.
Aber ist ja eure Entscheidung.
Es gibt so viel Angebot, und wenn du eh schon Beführtungen hast, dann lass die Finger von.
Entweder passt das Bauchgefühl oder nicht.

Ein Rat.
Geld ist nicht alles.
Gib lieber paar Taler mehr aus und du hast FRIEDEN.
Und wenn du beim Hausbau sparst, wirst eventuell Nerven- und Anwaltskosten haben, dass du eh aufs gleiche kommst, als es gleich anständig zu machen.
7.2.2018 10:36


BoZm schrieb:
Ein Rat.
Geld ist nicht alles.
Gib lieber paar Taler mehr aus und du hast FRIEDEN.
Und wenn du beim Hausbau sparst, wirst eventuell Nerven- und Anwaltskosten haben, dass du eh aufs gleiche kommst, als es gleich anständig zu machen.


Vollste Zustimmung! 
11.2.2018 21:26


BoZm schrieb: Gib lieber paar Taler mehr aus und du hast FRIEDEN.


Es hat aber nicht jeder 320k zur Verfügung.
Manche wollen auch selbst (mit-)arbeiten.
Anständig muß nicht gleichbedeutend mit teuer sein.

Ich schreibs eh oft hier, Es kommt immer drauf an, was man möchte...

lg Wolfgang
11.2.2018 21:51
Gar nicht so weit weg von uns wurde auch ein slowenisches Haus aufgestellt mit Ostarbeitern, die bei einer österreichischen Firma waren. Haus war sofort ein totaler Sanierungsfall, noch vor Einzug. Die Firma was aufgestellt hat, ist im Konkurs, daher bleiben die Besitzer auf den Sanierungskosten sitzen. Wurde dann von einer reelen Firma saniert. Haben lange Arbeit gehabt damit, wird wohl teuer kommen das billige Haus! Steht in der Einschicht, habe es mal gesehen von der Weite, vom Anschein her recht schön. Hat aber den ersten Winter nur mit vielen Schäden überlebt.
Gibt mehrere Fertighausausbaustufen. Ausbauhaus- Belagsfertig- Schlüsselfertig- und dann noch eine teure Stufe,- fertiges Haus!
28.2.2018 13:48
Keinen Keller ist unvorstellbar, außer du hast ein riesiges Gebäude als Abstellplatz!
28.2.2018 21:51
Ich muss sagen, ich finde es ziemlich mutig, wenn sich jemand in Österreich ein Haus von einer Firma aus Slowenien, Kroatien etc. bauen lässt:
1. Für so ein Projekt sind viele Besprechungen notwendig, und zwar von der Planung über die Auftragserteilung und Bemusterung bis hin zur Umsetzung. Das kann nur funktionieren, wenn diese Firma auch in Österreich möglichst in der Nähe einen Sitz und Personal hat.
2. Wenn es Probleme/Mängel/Reklamationen gibt, dann ist es noch viel wichtiger, dass die Firma und das verantwortliche Personal in der Nähe sind. 
3. Im worst case ist der Gerichtsstandort immer jener des Beklagten, also in Kroatien/Slowenien/etc. - je nachdem. Dann wird's wirklich schlimm, angefangen von den noch viel höheren Anwaltskosten, die anfallen und zuerst selber in Vorleistung gebracht werden müssen. Wie viel Verlass auf die Gerichte bzw. deren Urteilsfindung (insbesondere gegenüber ausländischen Klägern) in unseren südlichen und östlichen Nachbarländern ist, darf man auch zumindest in Frage stellen. Man bräuchte sich unter diesen Voraussetzungen nicht zu wundern, wenn das auch Auswirkungen darauf hätte, wie so eine Firma mit Mängel, Reklamationen und Unstimmigkeiten umgeht.
4. Der Tipp mit dem Bausachverständigen ist sicher gut, aber ich glaube, dass die Mehrkosten für diesen den Preisvorteil vermutlich ziemlich aufwiegen. 
5. Wie sieht es um die Baustandards bei unseren südlichen und östlichen Nachbarn aus? Sind die bereit als auch fähig, in Österreich nach ÖNORM zu bauen?

Für MICH wäre es schon allein aus diesen paar Gründen undenkbar, ein Projekt in der Größenordnung "Hausbau" an eine Firma mit Sitz im Ausland zu vergeben. Klar hat nicht jeder Beträge in der Größenordnung X fürs Hausbauen zur Verfügung. Aber bevor ich ein unter Umständen schwer bis gar nicht kalkulierbares Risiko (= mehrere 100.000 € futsch für ein mangelhaftes oder gar unbrauchbares Haus) eingehe, baue ich entweder kleiner, später oder gar nicht.
28.2.2018 22:29
Ist ein klassischer Fall,  in meinem vorigen Beitrag, obwohl von Anfang an die Finanzen gar nicht so eine Rolle gespielt hätten. Aber es war halt billig. (Vorerst )
2.3.2018 14:10


kraweuschuasta schrieb: Es hat aber nicht jeder 320k zur Verfügung.


Naja, die Preise sind aber leider so.
Und gerade bei den Summen, die ein Hausbau verschlingt, sollte auf Gewährleistungen und Grantien sowie NORM geachtet werden.

Finde es immer interessant, wenn die Leute ein 25.000€ Auto kaufen und dann eine Kasko abschließen.
Beim Haus wird aber auf alle Sicherheiten verzichtet und lieber selbst gearbeitet etc.



kraweuschuasta schrieb: Manche wollen auch selbst (mit-)arbeiten.


Und genau da ziehen die Firmen, welchen du hilfst, gerne dann den Kopf aus der Schlinge und reden sich auf den "helfenden Bauherren" aus.



kraweuschuasta schrieb: Anständig muß nicht gleichbedeutend mit teuer sein.


Ehmm... Anständig ist aber mit Attesten, Gutachten, ....etc. verbunden.
Diese sind teuer. Somit ist Anständig teuer.
Ich bezeichne es eher als Sorgenfrei.



altehuette schrieb: Gar nicht so weit weg von uns wurde auch ein slowenisches Haus aufgestellt mit Ostarbeitern, die bei einer österreichischen Firma waren. Haus war sofort ein totaler Sanierungsfall, noch vor Einzug.


Da ist alles gesagt.


altehuette schrieb: Ist ein klassischer Fall,  in meinem vorigen Beitrag, obwohl von Anfang an die Finanzen gar nicht so eine Rolle gespielt hätten. Aber es war halt billig.


Da habens dann aber statt ein anständiges Haus zu bauen, vielleicht lieber 40k in ein Neuwagen gesteckt oder?
2.3.2018 19:02


BoZm schrieb: Da habens dann aber statt ein anständiges Haus zu bauen, vielleicht lieber 40k in ein Neuwagen gesteckt oder?


Glaub ich nicht, da es sich um einen Betrieb handelt, und es eher als Betriebswohngebäude genutzt werden sollte. Also kein klassischer Häuslbauer. Betrieb wird aber sonst recht erfolgreich geführt. Dienstfahrzeuge gibt es mehr, aber keine Aufwändigen.
14.8.2018 12:13
Hallo,

ich melde mich wieder nach einer längeren Zeit. In der Zwischenzeit habe ich viel über den Hausbau recherchiert und wir sind nun um einige Erkenntnisse reicher.

Wenn wir tatsächlich ein Haus bauen sollten, dann werden wir dies definitiv nicht mit einem Unternehmen aus Kroatien oder Slowenien machen. Man spart sich im Endeffekt gar nicht so viel, denn es kommen noch einige versteckte Kosten hinzu.

Die wichtigsten Gründe:
1. Garantieansprüche
2. Ansprechperson vor Ort: sowohl während der Planungszeit als auch nach dem Bau.
3. Bau nach ÖNORM
4. Man muss sich um gewisse Dinge selbst kümmern, die nicht im Preis enthalten sind, wie z.B.: Kran zum Aufbau des Hauses und Gerüst für die Fasade
5. Die Preisersparnis ist im Vergleich zu den ersten vier Punkten relativ gering

Die einzige für uns vernünftige Variante mit Sparpotential: Ausbauhaus von einem österreichischen Unternehmen bauen lassen. Die Fertigstellung jedoch mit Unternehmen aus Slowenien oder Kroatien, die meinen Familienkreis zugehören: Heizung, Elektrik, Maler, Bodenverlegung. Den Kern des Hauses, wie Wände, Dämmung, Dach, Fenstereinbau hat man von einer Baufirma aus Österreich und hier steck auch das größte Fehlerpotential. Hier kommen die meisten Bauschäden vor und eine Sanierung ist dann sehr teuer.

Wir sind nun auch etwas vernünftiger geworden, was es die Hausgröße anbetrifft. Uns würden zur Zeit locker 100m2 Wohnfläche reichen. Aber was macht man, wenn man z.B. in 10 Jahren ein weiteres Zimmer von 20m2 benötigt? Einen eventuellen Zubau heute schon einplanen? Zum Beispiel bei einem Bungalow einen möglichst leichten Ausbau des Obergeschosses einplanen?

Liebe Grüße



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