Fertighaus (hartl haus) schall dringt durch wie nix
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Wie ist denn der Wandaufbau? Bei Schall gilt halt: nur viel (Maße) hilft viel.... Wie nah sind denn die Bahn/Straße/andere Lärmquellen? Lärmschutzfenster (ab Rw 38dB) hilft halt nix, wenn die Wand durch Körperschall alles überträgt. |
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wobei man sagen muss, dass unser Haus mit 50er Ziegel und viel Fensterfläche sehr sehr laut ist. Auch hier ist es leider ähnlich... |
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50er Ziegel hat halt auch nicht viel Masse. In so einem Fall würde ich mit Objektziegeln und einer vorgesetzten Fassade aus Holzfaserdämmung arbeiten. Oder Ortbetonwände. |
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Wir haben eine gestopften 38er Ziegel und der ist deutlich leiser als der 50er. |
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Schwierig. Wir haben einen normalen Aufbau, 25er Ziegel + 20cm WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem], Haus steht nur 3m von der Strasse weg, keine Lärmschutzverglasung. Auch bei uns hörst du dumpf Gespräche durch bei Spaziergängern, Fahrzeuge sowieso. Flugzeuge etc hört man innen auch. Ich denke also, das ist eher im "normalen" Rahmen? Fertigteilhäuser von Freunden sind jedenfalls innen viel hellhöriger als unseres, von Aussen kann ich den Unterschied nicht beurteilen. Massivbeton-Bauweise und mehr Abstand denke ich hätten geholfen, bei uns aber egal da es idR so ruhig ist, dass man einen Stecknadelkopf fallen hört nach 10 Uhr. |
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ja natürlich, ein 50er Ziegel (heute) hat ja auch keine Masse. Und normale 3fach Verglasung hat halt auch nur 35dB max und ist noch lange kein Lärmschutzfenster. Ist es auch, deswegen würde mich der Wandaufbau interessieren. Typische Wände mit ~40cm Ziegel liegen da irgendwo bei ~50 dB. Da pfeift der Schall immer bei den Fenstern rein. Es ist auch ein zeitliches Phänomen: früher waren Ziegel schwerer mit weniger Kammern (und damit effizienter beim Schallschutz), heute optimiert man eher auf Wärmedämmung (und damit Hohlräume und weniger Masse). Wir haben ein 79er Haus saniert und überall 42dB Schallschutzfenster verbaut. Wir hören den Bagger im Garten ein bissl durch, ansonsten garnix. |
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Ich überlege gerade für unseren Neubau die Phonestar Platten im Schlafzimmer. Das könnte ja theoretisch eine Möglichkeit sein, wenn ihr für den Schallschutz etwas nachrüsten wollt. Einmal das Zimmer des Juniors und dann hört man ja, wie sich der Lärm eindämmen lässt. |
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So leid es mir tut, das wirst du nicht mehr in der Griff bekommen. Das wichtigste beim schallschutz ist die Lage vom Haus und innerhalb des Hauses die Lage der Zimmer. Wenn ich Geräusch empfindlich bin werde ich immer was hören da muss ich das wo bauen wo wenig aussenlärm ist. Ich zb bin sehr unempflindlich meine parntnerin nicht. Wir hatten mal die Diskussion bzgl unserer alten Wohnung. Sie meinte es war immer laut weil wer drüber getrampelt hat ich hab das nicht mal mitbekommen sie wachte teilweise in der Nacht auf. Wohnen jetzt in seiner ruhigen Straße. Ich wohnte früher als Kind neben dem Zug und bin jetzt noch oft dort und bekomme das nicht mit. ich würde aber nicht behaupten das ich schlecht höre manche Leute blenden einfach viel aus und manche sind se hr aufmerksam |
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Darf ich mich hier anschließen, wie gut ist ein Wand-Schallschutz von 52 dB im Alltag? Wir überlegen auch ein Fertighaus zu bauen und die von uns präferierten Wandaufbauten haben 52 dB Schallschutz. |
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Das kommt halt drauf an: - Lage Haus - Lage Lärmquelle - reine Wand oder mit Fenster - Größe Fenster - Empfindlichkeiten - etc Neben der Autobahn wenn ein schwerer LKW vorbeifährt in der Nacht mit Pegeln um 75dB bei einer reinen Wand kommen ~23dB durch. Wenn da eine HST HST [Hebeschiebetür] verbaut ist mit Rw ~ 38 (Aufpreis da Schallschutzfenster/Tür), dann liegt der R'res,w schon nicht mehr bei 52 sondern eher bei 40 oder weniger dB. Dann rauschen da halt >= 35 dB durch und das kann schon laut werden. Wenn da eine 30er Zone ist und Spitzen von vielleicht 45dB auftreten wird alles egal sein. |
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Schallschutz ist sehr viel komplexer als +/-... da würde ich eine kompetente Beratung beim Bauphysiker suchen... |
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Klar, meine Beispiele sollten ja eben auch genau das zeigen: es gibt sehr viele Faktoren, welche das alles beeinflussen und diese muss man vorher abklären. Wenn man diese dann hat, ist es aber auch "nur" +/-. Ist ja auch normativ so festgehalten im zB VDI 2719 oder den für Österreich relevanten ÖNORMen B8115-1 bis 5 |
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Schall ist grundsätzlich eine logarithmische Skala. Dann die Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen verschiedenen Verkehrsfrequenzen etc... Es ist wirklich kein einfaches Thema. Ich hab immerhin Bauingenieurwesen studiert, aber bei Schall verstehe ich heite noch nur "Bahnhof" wenn es um konkrete Berechnungen geht. Falls die Baustoffindustrie es geschafft hat, dieses äußerst komplexe Thema auf Widerstandswerte herubterzubrechen, ok. Aber die Realität ist wie gesagt viel viel komplexer. |
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Richtig, und deswegen ist es weniger kompliziert als die Leute glauben. Der Log bügelt halt viel weg. Und die A-Bewertung auch. Frequenzbezogen ist es unglaublich komplex - für die 0815 Anwendung ala "ich als Privatperson möchte halbwegs guten Schallschutz im Haus haben" hilft vor allem Masse und da sind die Rw bzw R'resW ausreichend. Mach das schon ein paar Jährchen, auch als SV. |
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