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Feedback zu Heizungs- und Sanitärplanung durch Ingenieurbüro - EFH - Seite 2

   
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  •  BirnbauMax
20.12.2025 - 7.1.2026
22 Antworten | 9 Autoren 22
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Liebes Forum,

längere Zeit habe ich hier diverse Themen zu Heizungsauslegung und Sanitärplanung mitverfolgt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, worauf es ankommt.
Ich bin momentan mitten in der Rohbauphase und war das letzte Jahr sehr intensiv mit der Planung beschäftigt. 
Nachdem ich vorhabe, die Heizungs- und Sanitärinstallationen selbst durchzuführen, wollte ich mir zumindest bei der Planung professionelle Hilfe holen, damit ich mich mit der restlichen Planung etwas entlasten kann. 

Ich habe ein im Internet recht bekanntes deutsches Ingenieurbüro beauftragt. (h*****nn)
Vor Beauftragung war die Reaktionszeit recht rasch, und es wurden diverse Fragen zum Auftragsvolumen beantwortet. 

Das habe ich beauftragt:
  • Heizlastberechnung
  • Auslegung Fußbodenheizung + Verlegeplan + BKA
  • Rohrnetzplanung + Verlegeplan Heizung & Trinkwasser
  • Abwasserplanung
  • Durchbruchplanung

alles zusammen für 1.700 € Brutto - nach meiner Einschätzung und meinem vermeintlichen Aufwand in Selbstplanung gegenübergestellt sehr günstig.

Die Bearbeitung dauerte dann aber über 2 Monate, und ich musste bei der Durchbruchplanung dann selbst vorausgreifen, da der Rohbau beginnen sollte.
Erst nach mehrmaligen urgieren (Anrufe/ E-Mails) wurde dann mit der Bearbeitung gestartet. (Vor Vergabe war von 3 bis 4 Wochen die Rede).

Mit der Detaillierung bin ich so weit sehr zufrieden - es wurde sogar eine komplette Materialliste für die Sanitärinstallation erstellt - genau das gleiche Material werde ich vermutlich nicht verbauen, es gibt mir aber einen guten Anhaltspunkt.

Im Keller wurde mir nochmal darauf hingewiesen, dass ich eigentlich keine FBH FBH [Fußbodenheizung] benötige, ebenso dass die Position der (FBH/BKA) Verteiler ungünstig gelegen ist - da bin ich selbst schuld.
Den Kanal von der Küche wäre nach Büro ursprünglich in einem eigenen Strang zusammengefasst und aus dem Keller geführt worden, ich wollte nur weniger Wanddurchbrüche im Keller machen, weshalb ich nun das Abwasser der Küche an der Kellerdecke installiere (über der Sauna und im Vorratsraum auch nicht störend bzw. gut versteckbar) und mit dem Fallstrang von WC zusammenfasse

Nach Flow30 umzusetzen lehnt das Büro ab -  es würde z.B. nichts ausmachen, wenn die Stränge unterschiedlich lang wären, sofern der Abgleich richtig eingestellt wird. 
So habe ich im schlechtesten Kreis knappe 50 mbar Druckverlust (statt 30 nach Flow30) sowie mehr als 30 % Längenunterschied.

Im Keller ergeben die Berechnungen nun (wenig überraschend) eine Überdeckung. Da die Zieltemperatur im Keller jedoch bei 16 °C vorgegeben wurde, und der Hobbyraum notfalls auch als Büro umfunktioniert werden können soll, werde ich trotzdem eine FBH FBH [Fußbodenheizung] im Keller verlegen (kostet auch nicht viel, und könnte ich später nicht mehr sinnvoll nachrüsten).

Die Badezimmer sind bekanntlich die kritischsten Räume, die sogar trotz 5 cm Verlegeabstand noch unterdeckt bleiben. Da ich aber durch eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] auch die Überdeckung der restlichen Räume über die Badezimmer abführe, mache ich mir hier weniger Sorgen (zumal auch 24 °C Zieltemperatur in den Badezimmern vorgegeben wurden statt der sonst 22 °C in den Wohnräumen).

Aufgrund der teils sehr engen Verlegeabstände, werde ich ausschließlich Aluverbundrohre verwenden. Wegen der schlechten Verfügbarkeit von 17 mm Rohren verwende ich für die FBH FBH [Fußbodenheizung] 16 mm. 

Die Heizlast wurde auf knappe 4 kW ermittelt. (3,5kW wenn das Nachbarhaus mal nicht mehr stehen sollte, daher nehme ich 4 kW)
Einen Energieausweis musste ich in Österreich für die Einreichung zusätzlich erstellen. (wurde mit ArchiPhysik erstellt)
Dort wurde keine Heizlast direkt ermittelt, dafür ein Heizwärmebedarf von 7441 kWh/a (Auszug aus dem EA EA [Energieausweis] auch unten bei den Bildern dabei)

Empfohlen wurde mir vom Büro dieses Gerät:
Panasonic Aquarea LT/HP Monoblock-Wärmepumpe, 5 kW, Gen. J
https://www.immotecshop24.de/Panasonic-Aquarea-LT-HP-Monoblock-Waermepumpe-5-kW-Gen-J-230-V
- kommt ohne extra Innengerät aus und ist recht günstig.

Ich teile hier mal einen Auszug der Ergebnisse zur allgemeinen Diskussion, vielleicht überlegt auch der eine oder andere so eine Berechnung durchführen zu lassen. Es soll hier weder Werbung noch ein Schlechtreden des Ingenieurbüros sein, welches die Berechnungen erstellt hat - die Ergebnisse sind anonymisiert und sollen einer objektiven Diskussionsgrundlage dienen. Vielleicht fällt euch auch der eine oder andere Unfug hier auf, bevor ich mich an die Installation mache. (einen Teil der BKA BKA [Betonkernaktivierung] verlege ich in KW2).

FBH KG:

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FBH EG:

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FBH OG:

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BKA EG:

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BKA OG:

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Ergebnisstabelle FBH FBH [Fußbodenheizung] / BKA

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Ergebnisstabelle FBH FBH [Fußbodenheizung] / BKA - Übersicht

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Strangschema Heizung


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Strangschema Sanitär
(link pdf: http://digil.ink/l/6087C85rrL)

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Legende:


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Rohrnetzplanung KG:


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Rohrnetzplanung EG:

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Rohrnetzplanung OG:

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Ergbnisübersicht Heizlastberechnung:


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Energieausweis Ergebnis

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LG BirnbauMax

  •  dyarne
  •   Gold-Award
31.12.2025  (#21)

zitat..
BirnbauMax schrieb:

Danke für eure Rückmeldungen! 
Ich bin dann erstmal etwas schockiert - ich dachte bei dem Büro handelt es sich um ein langjährig bewährtes Ingenieursbüro - die Bewertungen waren auch sehr gut, und im Internet habe ich auch nichts Schlechtes über die gelesen 🤨
───────────────

wir haben schon dutzende planungen von der seite zur neuauslegung bekommen. die normheizlast paßt immer - kein wunder dort wird ja auch mit der forumstabelle aus dem htd-forum gearbeitet.

aber heizflächenauslegung ist immer mehr oder weniger unbrauchbar. standardsoftware nimmt immer den verlegeabstand fix und errechnet aus der raumweisen heizlast den volumenstrom. das war schon früher nicht optimal, aber seit modulation & variable wasserumlaufmengen standard sind funktioniert es schlicht nicht mehr.

flow30 hat daher den paradigmenwechsel vollzogen und nimmt die kreislänge fix und den verlegeabstand variabel. dieser hat nämlich nur 1/10 des einflußes auf die heizleistung gegenüber der fläche. nur so ist ein hydraulischer abgleich bei unterschiedlichen volumenströmen überhaupt machbar, weil der druckverlust nicht linear sondern exponentiell mit dem volumenstrom steigt.

der zweite punkt ist daß eine rein verlustbilanzierte heizlast im neubau nicht mehr funktioniert. die EN12831 ist daher in A auch nur für altbauten mit einem mittleren u-wert > 0,5W/m2K zulässig. dort spielen innere & solare gewinne eine untergeordnete rolle.

wir simulieren daher raumweise und füttern mit dem ergebnis den flowplanner. dort planen wir die kreislängen auf +/- 10% unterschied. manchmal auch weniger ... 😉

eine solche auslegung hat den hydraulischen abgleich schon per planung erledigt und kann daher voll offen ohne eingedrosselte kreise betrieben werden. die errechneten volumenströme der kreise sind am verteilerbalken real umsetzbar & ablesbar. dies ist das einzige hydraulische system das über alle betriebspunkte gleitend von übergangszeit zu typischem winter bis sibirischer woche stabil ist... 

https://www.energiesparhaus.at/forum-romsch-fbh-planung-verlegung/84488

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  •  BirnbauMax
7.1.2026 10:51  (#22)

zitat..
dyarne schrieb: wir haben schon dutzende planungen von der seite zur neuauslegung bekommen.

Ich habe dir nun einen Hilferuf geschickt. - ich hoffe, ihr könnt mir kurzfristig sagen, wie ich die BKA BKA [Betonkernaktivierung] vom EG anders verlegen soll. Der Rest ist dann nicht mehr so zeitkritisch. 




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