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Entlüften von Wandheizungen

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2.6. - 9.6.2021
45 Beiträge | 6 Autoren 45
Beim Umstellen auf Kühlen (da ändere ich einige Einstellungen am Verteiler) habe ich versuchsweise die WT-Pumpe auf 100% hochgesetzt, um zu sehen, ob der Durchfluss noch passt (bei Standardeinstellung ist der Durchfluss der Kreise zu gering, um an den Topmetern etwas zu sehen).

Aufgefallen sind mir dabei, dass einige der Wandheizungs- bzw. Deckenheizungskreise keinen erkennbaren Durchsatz gebracht haben.

Ich habe dann einen der vier Verteiler (OG) und damit ca. 45% der Fläche weggeschaltet, was den Pumpendruck im Rest entsprechend erhöht hat. Damit ließen sich zwei der betroffenen Kreise wieder anfahren (vermutlich hing nur das Topmeter), aber zugleich gab es an den Verteilern im DG deutliche Geräusche (Gluckern am Verteiler und den frei liegenden Rohren), was deutlich auf Luft im System hinweist.

Ich frage mich, wie man das am sinnvollsten entlüftet. Ich kann mit der WT-Pumpe ordentlich Wasser durchpumpen und das auch auf wenige Kreise konzentrieren, so dass das hohe Strömungsgeschwindigkeiten erzeugen dürfte, aber ich frage mich, ob man damit wirklich Luft aus dem DG (!) soweit rausgespült bekommt, dass sie beim automatischen Entlüfter (im KG) ankommt. Im WH-Kreis selbst wird das sicher gehen (und die Luft dann in den Verteiler schieben), aber bekomme ich die Luft in den Keller mitgerissen? Die Steigleitungen sind 35er Cu-Rohre, da dürfte also auch bei Pumpenvollgas kein nennenswerter Durchfluss entstehen.

Oder hat der Installateur hier einen automatischen Entlüfter am DG-Verteiler vergessen?

Besonderes Problem ist, dass die Kreise des DG-Verteilers ÜBER dem Verteiler liegen (3 Kreise Dachschrägenheizung, 2 offen liegende Kreise unter Dachabseiten - im Gegensatz zu einer FBH, deren Rohre ja üblicherweise unter dem Verteiler liegen). Das Gluckern klingt für mich so, als hätte sich Luft im "Balken" des Verteilers angesammelt. Man könnte natürlich versuchen, über den seitlichen Anschluss die Luft per Hand abzulassen, aber das ist natürlich nur sinnvoll, wenn es tatsächlich dazu kommt, dass die Luft sich da sammelt. 

Was denkt ihr?

Die ganze Anlage hat 28 Kreise, davon 11 im EG, 12 im OG und 1 + 4 im DG (siehe Bilder). Die Anbindung ist CU, und zwar 35 bis zum OG, danach dann 22 zu den beiden DG-Verteilern.

Die Heizung funktionierte im Winter gut, allerdings ist das DG überdimensioniert, so dass ein oder zwei nicht oder nur teilweise mitlaufende Kreise eher nicht auffallen würden. Sicher ist, dass ein Kreis (der, der alleine an dem einen fotografierten Verteiler angeschlossen ist) bei der Kühlung nicht mitkühlt und zuletzt auch nicht mitgeheizt hat. Da ist also vermutlich wirklich Luft drin.

Bilder der Verteiler (nicht wundern... das DG ist noch Rohbau und die "fliegenden" Leitungen sind in der Abseite als Zuführung zu den Dachschrägen darüber):


Entlüften von Wandheizungen


Entlüften von Wandheizungen

 
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2.6.2021 (#1)
Ich würde den HKV absperren und über die Füllstutzen jeden einzelnen Kreis mit destilliertem Wasser spülen. Dabei zwei Schäuche in einen 25 Liter Kanister mit destilliertem Stecken und im Vorlauf eine Pumpe dazwischen, immer die anderen Kreise beidseitig schließen. Hat bei mir eigentlich ganz gut funktioniert.
2.6.2021 (#2)
auf dauer vielleicht noch ne luftfalle oben auf den rücklauf?
aber erstmal abwarten ob das regelmäßig auftaucht.

meine verteiler haben noch einen manuellen entlüfter. bei stillstand hoffe ich dort luft ablassen zu können.

da sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, gelegentlich alles zu checken.
gruß 
2.6.2021 (#3)


JanRi schrieb: Oder hat der Installateur hier einen automatischen Entlüfter am DG-Verteiler vergessen?

Ich würde den auf alle Fälle noch setzen. Es ist einfach ein Unding wenn die Luft zum Entweichen in den Keller muss.


2.6.2021 (#4)


berhan schrieb: Ich würde den HKV absperren und über die Füllstutzen jeden einzelnen Kreis mit destilliertem Wasser spülen.

Das müsste mangels Pumpe der Heizungsbauer machen... aber dann kann er auch gleich den Entlüfter mitbringen


cacer schrieb: meine verteiler haben noch einen manuellen entlüfter. bei stillstand hoffe ich dort luft ablassen zu können.


Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man das mit dem Ding am jeweils rechten Ende des Verteilers nicht auch hinbekommen würde. Kennt jemand dieses Modell?


taliesin schrieb: Ich würde den auf alle Fälle noch setzen.

Ob das wohl auch am rechten Ende des Verteilers geht oder muss der zwischen Anbindung und Verteiler? In jedem Fall braucht es zwei Stück, denn die beiden DG-Verteiler sind über ein T-Stück angebunden und gleich weit oben. Die dürften also beide Luft sammeln, was das Gluckern auch bestätigt.

Was haltet ihr von der Idee, die Luft mit der WT-Pumpe aus den WH zu schieben? Es gibt in den beiden unteren Etagen noch zwei WH, wobei die im OG-Bad aktuell selbst bei 100% keinen Durchfluss am Topmeter anzeigt. Da die Wand aber kühler wird als die anderen (Kühlmodus...), gehe ich davon aus, dass da vermutlich nur das Topmeter klemmt. Mit starkem Durchfluss, der sich auf diese WH konzentriert, sollte man aber eigentlich hören, ob da Luft drin ist. Wenn man es schafft, eventuell vorhandene Luft mit der WT-Pumpe aus den Kreisen zu schieben, dann sollte sie es entweder in den Keller zum Entlüfter schaffen oder wahrscheinlicher über die Steigleitungen nach oben in die beiden DG-Verteiler. Damit könnte man die Entlüftungsaktion auf diese begrenzen.

Im DG würde das Luft rausschieben aus den WH vermutlich nichts bringen, solange sie nicht aus dem Verteiler raus kann - das ist klar. Falls man sie auf der rechten Seite manuell ablassen könnte, sähe das natürlich schon anders aus.
2.6.2021 (#5)


JanRi schrieb: Das müsste mangels Pumpe der Heizungsbauer machen... aber dann kann er auch gleich den Entlüfter mitbringen

Ein Bohrmaschinenpumpe reicht aus, kostet keine 30 Euro.
3.6.2021 (#6)


JanRi schrieb: Ob das wohl auch am rechten Ende des Verteilers geht oder muss der zwischen Anbindung und Verteiler?

Wo ist gar nicht so wichtig, dort wo das meiste Wasser vorbeikommt, idealerweise langsam und horizontal strömt und möglichst hoch sitzt, damit ist die Luftblasenabscheidung optimal.

Typ. sitzen die Entlüfter nach dem Steigstrang im Vorlauf, bei Flächenheizungen ist der Temperaturunterschied aber minimal, also fast egal.
3.6.2021 (#7)


taliesin schrieb: dort wo das meiste Wasser vorbeikommt

Also in meinem Fall an den beiden DG-Verteilern NICHT am rechten (toten) Ende, weil da gar kein Wasser vorbeikommt, sondern links, wo die Steigleitungen angebunden sind.

Viel Wasser kommt da oben ohnehin nicht vorbei, aber vermutlich einiges an Luft (zumindest dem Geräusch nach).



berhan schrieb: Ein Bohrmaschinenpumpe reicht aus, kostet keine 30 Euro.


Das wäre in der Tat eine sinnvolle Investition


3.6.2021 (#8)
ich würd in den sauren Apfel beißen, und an den Verteilern Entlüfter anbringen (lassen?!)
Sonst hast du das Spiel vielleicht öfter und ärgerst dich jedesmal wieder.

ist eh komisch, dass auf den schwarzen Füllstutzen da keine Entlüftungsmöglichkeit integriert ist?!

nach kurzer Google-Suche:
das sieht aus wie ein Viessmann HKV:
https://www.heizungsdiscount24.de/fussbodenheizung/viessmann-edelstahl-heizkreisverteiler-fuer-5-heizkreise-mit-dfa-laenge-390mm.html

Da steht dabei, dass die Endstücke auch fürs Entlüften seien?! Denke eher die meinen Entlüften mittels Spülen?! Oder was sind das für weiße Pfropfen/Deckeln? Kann man die entfernen oder vielleicht draufdrücken oder sowas?

3.6.2021 (#9)


taliesin schrieb: Typ. sitzen die Entlüfter nach dem Steigstrang im Vorlauf,

Oops das war natürlich falsch, kurz vor dem Fallstrang, dort bewegen sich die Luftblasen durch den Auftrieb langsamer als das Wasser.

http://www.bosy-online.de/Luftabscheider.htm


JanRi schrieb: sondern links, wo die Steigleitungen angebunden sind.

Ich kann deine Anordnung aus den Bildern nicht nachvollziehen, aber ich denke du hast alle Infos um das selbst zu entscheiden.
3.6.2021 (#10)
kann man nicht per adapter einen entlüfter auf einen ungenutzten abgang am verteiler im DG anstatt dem ventil anschrauben? das wäre die einfachste variante.
der würde nach rausdrücken der luft aus den kreisen bei stillstand alles ablassen, was wieder über die rücklauf steigleitung hochperlt. 
oder so lufttöpfe ala @dyarne über den ersten bogen vor dem verteiler im DG.

das hilft aber nur für die luft, welche man nicht mit der WT-pumpe bis runter zur WP gedrückt bekommt.

wenn neue luft ins system kommt wird die wieder in manchen kreisen zwischengelagert und man müsste erneut nachspülen(entlüften).

wo kommt die luft überhaupt her?
noch restentgasung des wassers oder wurde nochmal geöffnet oder war der anlagendruck zu gering (kann ich mir bei dir nicht vorstellen ;D )?
3.6.2021 (#11)


Pedaaa schrieb: Da steht dabei, dass die Endstücke auch fürs Entlüften seien?! Denke eher die meinen Entlüften mittels Spülen?!

So sieht es wohl aus. Die Anleitung der HKV schweigt sich dazu aus (die Dinger scheinen laut Anleitung ein Eigenprodukt des Großhändlers G.U.T. zu sein).



Pedaaa schrieb: Oder was sind das für weiße Pfropfen/Deckeln? Kann man die entfernen oder vielleicht draufdrücken oder sowas?


Sieht aus wie Stopfen, unter denen man was festmachen könnte. Im Detail sehen die Dinger so aus:


Entlüften von Wandheizungen

Ich will da aber nicht wahllos dran drehen, um keine Überflutung zu produzieren. Kennt jemand dieses Modell? Kann man da "Luft ablassen" oder sind die nur zum normalen Spülen?

Ich habe gerade einen längeren Versuch mit 100% WT und abgedrehten Verteilern gemacht. Sämtliche Kreise im EG und OG waren und sind komplett luftfrei. Da haben wohl nur einige Topmeter geklemmt, bei ordentlich Durchfluss ging es dann problemlos. Im DG hat es ordentlich geblubbert, aber ich konnte auf diese Weise die Luft aus den Kreisen nahezu komplett rausspülen. Jetzt hört man nur noch Strömungsgeräusche (klar... volle Power auf gerade einmal 5 Kreise) und ganz selten eine Luftblase. Den Geräuschen nach hat die Pumpe es geschafft, die Luft tatsächlich nach unten mitzureissen, nur sehe ich da das nächste Problem:



taliesin schrieb: dort wo das meiste Wasser vorbeikommt


Nach meinem Verständnis ist der Entlüfter im Keller nicht richtig eingebaut. So sieht das aus:


Entlüften von Wandheizungen

Legende:
1: von der FBH
2: zur WP
3: zum MAG

Was fehlt, ist ein Hinweisschild, dass die mit viel Schwung von oben mitgerissene Luft an der Stelle bitte nach rechts zum Entlüfter abbiegen soll. Ich glaube nicht, dass sie das von selbst tun wird. In der WP selbst (F1155-6PC) gibt es laut Anleitung keinen Entlüfter.

Da es anscheinend möglich ist, die Luft aus den Kreisen selbst mit der WT-Pumpe herauszubefördern, müsste der Entlüfter an eine Stelle, an der das Wasser im Normalbetrieb vorbeikommt und die weit oben ist, richtig?



taliesin schrieb: Typ. sitzen die Entlüfter nach dem Steigstrang im Vorlauf,


Das würde für je einen Entlüfter VL-seitig vor den beiden DG-Verteilern sprechen. Horizontal strömt das Wasser da, aber nicht zwingend langsam (vor allem dann nicht, wenn nur dieser Verteiler läuft und die Pumpe auf 100% steht). Im Normalbetrieb, also mit allen vier Verteilern aktiv, ist der Durchfluss an der Stelle natürlich ziemlich gering.

Fun Fact am Rande: Mit einem aktiven Verteiler, an dem 9 der 12 Kreise offen sind, schafft die Anlage bei 100% WT 22 l/min. Das spricht sehr für die ziemlich überdimensionierte Anbindung, denn wir hatten ja schon Hydrauliken an der F1x55-6, die das im Normalbetrieb nicht erreicht haben.
3.6.2021 (#12)
Nachtrag:


JanRi schrieb: Kann man da "Luft ablassen" oder sind die nur zum normalen Spülen?

Letzteres.

Das schwarze Ding unten ist nur eine Kappe. Die kann man abdrehen. Das weisse rechts ist ein Ventil. Wenn man das ganz (!) vorsichtig aufdreht, kommt Wasser - ich habe das nach einem Tropfen sofort wieder zugedreht. Zum Luftablassen bei stehender Pumpe ist das ungeeignet, weil es nicht die höchste Stelle des Verteilers ist. 

Die Dinger sind also wirklich nur dazu da, um Spülschläuche anzuschließen. Wenn man einen Entlüfter verbauen will, muss der auf die andere Seite. Das wiederum dürfte platztechnisch herausfordernd werden.

Aber ehe ich da was plane, möchte ich eure Meinung zum Entlüfter im Keller abwarten.
3.6.2021 (#13)


JanRi schrieb: Das würde für je einen Entlüfter VL-seitig vor den beiden DG-Verteilern sprechen.

Achtung ich hab' mich da korrigiert!


JanRi schrieb: Was fehlt, ist ein Hinweisschild, dass die mit viel Schwung von oben mitgerissene Luft an der Stelle bitte nach rechts zum Entlüfter abbiegen soll.

Ja die Anordnung ist Schmarrn, wohl die einfachste Stelle verwendet.

Diese Kombidinger sind meist sowieso nicht ideal, weil der Überdruckablauf und die Entlüftung selten an der selben Stelle gut sind.

Hast du dich gefragt wo dein Überdruckwasser hingeht? Richtig freifliegend in den Technikraum!

Leider wieder mal alles sehr Standard. Normal muss ich meine übliche Litanei über Installateure loslassen, spar' ich mir jetzt.

Ich habe meine Entlüfter wie hier zu sehen angeordnet ... https://www.energiesparhaus.at/forum-raus-aus-dem-oel-rein-in-pellets-im-diy/58427_5#570687
3.6.2021 (#14)


taliesin schrieb: Achtung ich hab' mich da korrigiert!

Du meinst das hier:



taliesin schrieb: Oops das war natürlich falsch, kurz vor dem Fallstrang, dort bewegen sich die Luftblasen durch den Auftrieb langsamer als das Wasser.


Das wäre dann auf der RL-Seite der DG-Verteiler. Muss dann aber nicht alle Luft, die sich im System sammelt, erst durch die DG-Kreise durch, ehe sie abgeschieden werden kann? Deren Anbindungen gehen nach unten, es wird sich also im VL-Verteiler Luft sammeln, ehe sie durch die Kreise zum Entlüfter kommt. Oder habe ich da einen Gedankenfehler, weil das permanente Entlüften lediglich kleinste Blasen anfallen lässt, die dann gleich durch den Entlüfter gehen und es keine Rolle spielt, ob sie vorher noch durch einen Kreis laufen?



taliesin schrieb: Ja die Anordnung ist Schmarrn, wohl die einfachste Stelle verwendet.





taliesin schrieb: Hast du dich gefragt wo dein Überdruckwasser hingeht? Richtig freifliegend in den Technikraum!


Tatsächlich ist mir das bewusst, ich habe nur noch keine wirklich gute Idee gehabt. An die Dinger darf man ja keine Schläuche oder so anschließen, sondern müsste eine Art Auffangvorrichtung bauen. Das ist seit langem auf der Todo...



taliesin schrieb: Ich habe meine Entlüfter wie hier zu sehen angeordnet

Das sieht in der Tat deutlich schlauer aus. Soleseitig war mein HB auch schlau, aber eben nicht heizungsseitig.

Der RL geht etwa 3 m waagerecht an der Decke entlang, ehe er nach unten zur WP abbiegt. Da ist der Querschnitt sehr hoch (35er Cu) und das Wasser dürfte entsprechend langsam fließen. Das wäre dann doch eigentlich der perfekte Ort dafür, nicht wahr? Problem ist nur, dass zwischen Rohr und Decke nur ca. 10 cm sind (mit Volldämmung noch weniger, aber das ist für den Entlüfter ja egal). Da käme man sogar ziemlich gut dran, um den da einzubauen.

Verstehe ich dich richtig, dass du zusätzlich aber an den beiden DG-Strängen ebenfalls Entlüfter vorsehen würdest? Mein Versuch gerade eben hat gezeigt, dass ich die Luft tatsächlich aus dem DG rausspülen kann mit der WT-Pumpe, nur wird sie aktuell im System bleiben, weil sie den Entlüfter im Keller nicht finden wird. Wenn der hingegen nach 3m waagerechtem Rohr käme...
3.6.2021 (#15)
ich hab einen flamco smart eco microblasenabscheider am VL direkt nach der WP setzen lassen.
wenn so eine spülaktion luft bis unten mitreißt, wird sie direkt hinter der WP abgeschieden.

das problem mit der waagerechten 35er leitung unter der decke im RL direkt vor der WP habe ich auch.
da dort der Filterball sitzt, konnte ich eine luftblase die dort nicht weiter runter wollte, durch vorsichtiges, ruckartiges ansperren des filterballs bei 100%WT doch weiterjagen.


Entlüften von Wandheizungen
hier der gleiche quatsch mit dem entlüfter über dem MAG.
vermutlich, weil die kombi billiger ist als manometer und sicherheitsventil einzeln zu setzen.
3.6.2021 (#16)


JanRi schrieb: Oder habe ich da einen Gedankenfehler, weil das permanente Entlüften lediglich kleinste Blasen anfallen lässt, die dann gleich durch den Entlüfter gehen und es keine Rolle spielt, ob sie vorher noch durch einen Kreis laufen?

Im Prinzip ja, die automatischen Entlüfter arbeiten einfach immer. Man muss die auch öfter mal anschauen, weil hier der Sauerstoffgehalt im System am höchsten ist und die daher relativ stark korrodieren.

Es geht in erster Linie um geringe Geschwindigkeiten, weil es dann der Auftrieb schafft die Blasen in den Topf zu treiben, sonst werden die immer im Wasserstrom mitgerissen.


JanRi schrieb: Wenn der hingegen nach 3m waagerechtem Rohr käme...

Sehe ich auch so. Du solltest einen Platz wählen wo du es auch gut kontrollieren kannst.


JanRi schrieb: An die Dinger darf man ja keine Schläuche oder so anschließen

Das würde ich nicht ganz so ernst nehmen, es geht in erster Linie darum, dass der Schlauch keinen Gegendruck produziert, wenn das Wasser da bei 3bar (oder auch mehr) rausgedonnert kommt. D.h. wenn der Querschnitt ausreichend ist und kein direktes Knie eingebaut ist, reicht da ein 25er Rippenschlauch (so wie bei meinem Pelletsofen).

Hab das bei mir getestet

Den Schlauch gut festmachen ...


3.6.2021 (#17)


taliesin schrieb: Das würde ich nicht ganz so ernst nehmen, es geht in erster Linie darum, dass der Schlauch keinen Gegendruck produziert, wenn das Wasser da bei 3bar (oder auch mehr) rausgedonnert kommt. D.h. wenn der Querschnitt ausreichend ist und kein direktes Knie eingebaut ist, reicht da ein 25er Rippenschlauch (so wie bei meinem Pelletsofen).

Wobei bei einer WP ist das eigentlich wurscht, mehr wie 60°C schafft eine WP eh nicht und daher sollte der Druck nie so hoch ansteigen können damit das Sicherheitsventil auslöst. Das einzige was mir einfällt wäre die Sperre des Ausgleichsgefäß. Und nachdem bei JanRi das Sicherheitsventil im Rücklauf hängt, sollte sich dabei keiner verletzen. Würde das mit dem fehlenden Rohr in diesem Fall nicht überbewerten (bei einem Kessel sieht die Situation natürlich anders aus). Ich habe mir auch Gedanke gemacht ob ich das Sicherheitventil am Abfluss anschließe. Nachdem der Siphon aber sicher austrocknet wird, jedoch wieder verworfen.

Edit: OK, das Frischwasser könnte bei einem schadhaften Wärmetauscher ins Heizwasser drücken, wäre dann eine ziemlich Sauerei. Mit Bodenablauf im TR geht es auch wieder.
3.6.2021 (#18)


taliesin schrieb: Es geht in erster Linie um geringe Geschwindigkeiten, weil es dann der Auftrieb schafft die Blasen in den Topf zu treiben, sonst werden die immer im Wasserstrom mitgerissen.

Bei 100% WT (27 l/min) dürfte das Wasser im 35er Cu-Rohr (Innendurchmesser 32) mit 0,56 m/s fliessen. Das ist schon ganz schön viel... ob das noch als "geringe Geschwindigkeit" durchgeht?

Normalbetrieb ist bei mir 12-14 l/min, also etwa die halbe Fließgeschwindigkeit, aber zum Spülen braucht man vermutlich schon Vollgas. Wobei... wenn ich nur die beiden DG-Verteiler offen habe, dann lande ich bei 100% auch bei etwa 15 l/min, also um die 25-30 cm/s.

Zu schnell?

Bei knapp 3m waagerechtem Rohr vor der potentiellen Entlüftereinbauposition könnte man ja hoffen, dass die Blasen dann "oben" im Rohr sind und den Abzweig zum Entlüfter schaffen.



taliesin schrieb: Du solltest einen Platz wählen wo du es auch gut kontrollieren kannst.


Das ginge da. Frage ist nur, ob 10 cm vom Rohr bis zur Decke ausreichen.

An den DG-Verteilern wäre es auch gut zu kontrollieren, aber das Schadpotential bei einer Undichtheit ist wesentlich höher (viel Holz drum herum, aber andererseits können da nur ein paar Liter kommen und nicht alles, was in der Anlage ist). Zudem kommt da nicht alles Wasser vorbei, sondern nur das zum DG. Die Beobachtung zeigt aber, dass die aktuelle Hydraulik über kurz oder lang (3 Jahre) dazu neigt, die Luft nach da oben zu schieben.

Aktuell habe ich sie "umverteilt", aber vermutlich wird sie sich da wieder sammeln, weil ja noch das Hinweisschild zum Entlüfter des HB fehlt.

Gehen müsste also beides... nur... was ist besser?

Die Steigleitungen sind jeweils so gebaut, dass die Verteiler EG und OG per T-Stück seitlich abgehen. Ich würde vermuten, dass das dazu beiträgt, dass die Luft im VL lieber den Weg nach oben als den zur Seite nimmt. Ganz oben endet die Steigleitung unter dem Fußboden des DG in einem T-Stück, von dem aus es dann seitlich zu den beiden DG-Verteilern (einer je Seite) geht, die dann wiederum etwa einen halben Meter höher liegen.


taliesin schrieb: Das würde ich nicht ganz so ernst nehmen, es geht in erster Linie darum, dass der Schlauch keinen Gegendruck produziert, wenn das Wasser da bei 3bar (oder auch mehr) rausgedonnert kommt. D.h. wenn der Querschnitt ausreichend ist und kein direktes Knie eingebaut ist, reicht da ein 25er Rippenschlauch (so wie bei meinem Pelletsofen).

Ich müsste da schon ein paar Meter dranhängen, ehe ich das in einen Abfluss führen kann (entweder in den Nachbarraum oder nach oben in die Abstellkammer). Andererseits dürfte es seiner Funktion nachkommen können, solange der Gegendruck deutlich kleiner bleibt als diese 3 Bar.



berhan schrieb: Wobei bei einer WP ist das eigentlich wurscht, mehr wie 60°C schafft eine WP eh nicht und daher sollte der Druck nie so hoch ansteigen können damit das Sicherheitsventil auslöst.

Vergiss meinen PV-Zuheizer nicht. Bislang hat er nie mehr als 50C im Friwapuffer geschafft, aber 60 könnten auch mal möglich sein.



berhan schrieb: Edit: OK, das Frischwasser könnte bei einem schadhaften Wärmetauscher ins Heizwasser drücken, wäre dann eine ziemlich Sauerei.


Genau das ist der Punkt, weswegen ich darüber nachdenke. Wenn der Friwa-WT kaputt geht, dann kommt quasi endlos Wasser.



berhan schrieb: Mit Bodenablauf im TR geht es auch wieder.


Genau der fehlt aber leider. Der TR ist deutlich (!) unter der Rückstauebene. Genaugenommen ist etwa die Decke des TR die Rückstauebene. Wenn ich das Wasser in den Nachbarraum führe, dann würde es via Waschbecken in der Hebeanlage der WM landen. Das ist auch nicht so toll. Dann lieber eine Etage nach oben ins Waschbecken, wobei sich natürlich die Frage stellt, ob so ein üblicher Waschbeckenablauf mit den hier anfallenden Mengen klar kommt.
3.6.2021 (#19)


JanRi schrieb: Das ginge da. Frage ist nur, ob 10 cm vom Rohr bis zur Decke ausreichen.

Das geht sich mit einem 08/15-Teil aus, knapp aber doch.
3.6.2021 (#20)
luftfalle oder abscheider vor den VL&RL-balken im DG
3.6.2021 (#21)


cacer schrieb: luftfalle oder abscheider vor den VL&RL-balken im DG

Das wären vier Stück... also vier potentielle Schwachstellen. 

Warum VL und RL? Sollte nicht je eins ausreichen?

Ganz einfach ist das da oben auch nicht zu montieren. Die Steigleitungen sind nicht mehr verlegbar und die Verteiler haben nach rechts kaum noch Platz, da dann ein Sparren kommt, den man natürlich nicht absägen kann. Im RL dürfte es noch am ehesten passen (siehe Bilder im ersten Posting).
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