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Bedenken bzgl. offenen Dachstuhl im Wohnbereich

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  •  RocoKiefa
29.1.2026
2 Antworten | 2 Autoren 2
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Servus,
wir haben unsere Hausplanung soweit fertig und hätten uns für einen offenen Dachstuhl mit sichtbaren Zangen im Küchen/Wohn/Essbereich entschieden (gelb markierter Bereich).
Die restlichen Räumen im OG haben eine Betondecke mit Betonkernaktivierung.

Anfangs habe ich mich sehr über diese Variante gefreut und wollte diesen offenen Dachstuhl unbedingt haben.
Je mehr ich mich jedoch mit anderen Dingen beschäftige, umso mehr zweifle ich diese Variante an.

meine Bedenken:
- Ausmalen in dieser Höhe wird eine Katastrophe (evt. Gerüst nötig?)
- Staub/Dreck auf den Zangen bleibt auf ewig liegen, da man ohne hohe Leiter nicht rankommt
- Beleuchtungen müssen auf der Schräge montiert werden / Hängeleuchten mit endlos langen Schnüren
- Dolby Atmos Surround-Sound im Wohnzimmer nicht sinnvoll möglich, weder über Deckenlautsprecher noch über Reflektion
- Heizung mittels Wärmepumpe und Tiefensonden: Wirkt sich der hohe Raum sehr stark negativ auf den Wärmebedarf aus?
- Habe über Konvektion/Zugluft beim Heizen von hohen Räumen gelesen. Kann das zum Problem werden? (zusätzlich steht ein Kachelofen als Raumtrenner zwischen WZ und Esstisch)

Bin echt am Überlegen den offenen Dachtstuhl auf eine normale Betondecke mit Raumhöhe 260cm zu ändern, da für mich irgendwie gerade die möglichen Nachteile überwiegen.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit so einem offenen Dachstuhl im Wohnbereich und mag mal seine Gedanken und Erfahrungen mit mir teilen? Evt. auch germe mit Fotos wie so höhe Wände in real wirken.
Würde mir sehr helfen, Vielen Dank!


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  •  Flo0502
29.1.2026 12:17  (#1)
Hi,
Ja wir haben auch so gebaut (2024 eingezogen). 
Grundsätzlich stimmen deine negativen Punkte. Rein rational spricht sehr wenig für den offenen Dachstuhl...
Wir würdens aber vermutlich trotzdem wieder machen
Entscheidende Punkte sind Beleuchtung, Heizen/Kühlen und Akkustik.
Wir hatten uns damals Kühldecken angesehen, aber uns dann für eine Monoklima entschieden (Stichwort Luftfeuchte, aber da findest du genug Infos im Forum :) )
Wir haben sonst rein FBH FBH [Fußbodenheizung] und das ist alleine grenzwertig, wir kompensieren das aber mit einem Schwedenofen (im Nachhinein hätte ich einfach eine Gibelmauer aktivieren sollen - das am besten mit den Heizungsplaner besprechen)
Da wir statisch 2 Holztragewerke gebraucht haben, konnten wir damit eine indirekte Beleuchtung realisieren. Für den Esstisch haben wir eine Hängeleuchte. (5m Abhängung)
Zusätzlich haben wir 2 Dachflächenfenster, die bringen sehr viel Licht in den Raum
Ich habe mich jzt etwas damit beschäftigt, einen Ventilator im Dachbereich nachzurüsten, damit müsste sich die Wärme besser verteilen im Wintermodus. Hier als Empfehlung, falls nicht vorab zumindest Strom vorzubereiten. 
Akkustikthema sind wir noch nicht angegangen, das kommt erst. (Hier vl direkt statt normalen rigibs, gleich akkustikplatten nehmen)
Lg

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  •  Panorama
  •   Silber-Award
29.1.2026 14:57  (#2)
Bei uns ist ca. 1/3 des OG offen. D.h. das Wohnzimmer ist offen, Schlafzimmer, Bad u. WC nicht. Der Grundriss ist mit deinem nahezu identisch. Unser Luftraum befindet sich entlang der blauen gestrichelten Linie.

Wir haben an der Giebelseite ein Fenster über 50 % der Giebelfläche (5 m hoch) bis in die Spitze des Giebels. Also sehr hell und großzügig. 

Würde ich es wieder machen? Nein, stattdessen würde ich in dem Bereich (wie im Bereich oberhalb Küche, Schlafzimmer, Bad u. WC) ein weiteres Schlafzimmer unterbringen. Dem praktischen Nutzen räume ich inzwischen eine höhere Priorität ein. In deinem Fall befindet sich über der Küche ebenfalls ein Luftraum. Das würde ich auf keinen Fall machen. Wir haben in der Küche keine Tür und empfinden das bereits als unpraktisch wg. Gerüche usw.

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