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Balkonkraftwerk EVN

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21.11. - 25.11.2021
14 Beiträge | 4 Autoren 14
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Hallo Forumsmitglieder,

einen Frage: Bei der EVN sind ja Balkonkraftwerke bis 800W erlaubt, wenn man sie meldet.
Wenn ich bei Netz NOE eine Erzeugungsanlage melden will, kann ich einen Wechselrichter (der von der EVN freigegeben ist) auswählen der zb 1500W Leistung hat. Man muss vorher schon angeben, ob man eine Anlage über 800W oder unter 800W anmelden will. Das Auswahlfenster kommt wenn man eine Anlage unter 800W auswählt. Kenne mich jetzt nicht mehr aus.
Oder muss man nur sicherstellen das man nicht mehr als 800W ans Netz Liefert. Wenn man zb 100W Eigenverbrauch hat könnte man ja auch 900W PV Anlage haben.

Hat jemand damit Erfahrung?

MFG

 
 
22.11.2021 ( #1)
Nur wenn der Wechselrichter unter 800W hat gilt es als "Kleinstanlage" und man profitiert von einigen Vereinfachungen, Nachteil, wenn man etwas einspeist bekommt man nichts dafür.
22.11.2021 ( #2)


ck schrieb:

Nur wenn der Wechselrichter unter 800W hat gilt es als "Kleinstanlage" und man profitiert von einigen Vereinfachungen, Nachteil, wenn man etwas einspeist bekommt man nichts dafür.

Wieso soll man nichts bekommen wenn man einspeist ? 
Strom der ins Netz rausgeschickt wird wird auch vergütet vom jeweiligen "Käufer" (EVU, ÖMAG, easygreen, Kelag Strom, ..... egal wer den strom abkauft) 

Wechselrichter darf bei einem Balkonkraftwerk nicht mehr als die 800W Nennleistung haben.

Bei "normalen" Anlagen hängts ein bisschen vom EVU ab. z.b haben wir gerade ein 5,8kWp Anlage 1-phasig mit einem 3,68kWp-WR gemacht und musste in der Software ein Einspeiselimit von 3,5kW hinterlegen damit die Anlage freigegeben wurde.
23.11.2021 ( #3)
Nein bei einer "Kleinsterzeugungsanlage" wird keine Einspeisung vergütet, man hat auch keinen Einspeisevertrag und keinen Zählpunkt. Das EVU nimmt die Meldung nur zu Kenntnis. Im Prinzip kann man die Anlage einfach selbst in die Schuko Steckdose stecken (auch wenn einige behaupten dass das nicht sein darf)

"Balkonkraftwerke" sind für den Standbyverbrauch gedacht.

Netz NÖ schreibt dazu zB
 • Für die Kleinsterzeugungsanlage benötigen Sie keinen Stromabnahmevertrag, sie ist für die Abdeckung des Eigenverbrauches vorgesehen. Eine Abgeltung der allfällig ins öffentliche Netz eingespeisten Energie ist dann nicht vorgesehen.

Quelle https://www.netz-noe.at/Netz-Niederosterreich/Service/Okostromanlage-Portal/Kleinsterzeugungsanlagen-bis-0,8-kVA.aspx

Ist aber in ganz Österreich so.


23.11.2021 ( #4)


ck schrieb:

Ist aber in ganz Österreich so.

Also in OÖ wars zumindest letztes Jahr noch anders. Meldung wegen BKW an den EVU reicht oder man macht eine offizielle Anzeige/Anmeldung (kostet ja nichts) --> Netzzugangsbeleg
---> Einspeisepunkt --> 96,00EUR (Brutto) Zahlen für Einspeiseanlageninbetriebnahme
 
Und das 800W BKW wird verwendet für Eigenverbrauch und Einspeisevergütung.
EVU war Wels Strom, Einspeiseabnahme durch easygreen 
 
Wir hatten die Anlage aber nur 6 Monate im Testbetrieb. Balkonkraftwerkanlage rentiert sich nie, einfach als Hobby gedacht für Anwender.
23.11.2021 ( #5)
Ist in NÖ nicht anders wie in Oberösterreich, entweder als Kleinstanlage nur "melden" und keine Einspeisevergütung, oder Netzzugangsvertrag, aber dass der "nichts kostet" widerlegst du ja selbst, 96 EUR für Inbetriebnahme, dazu kommen die (jährlichen) Messentgelte, so rechnet sich das natürlich nicht.
Ein Balkonkrafterk kostet mit einem Modul steckerfertig mit 300W Wechselrichter unter 400 EUR und reduziert die Stromrechnung jährlich um etwa 50 EUR.

Hier die Erklärung für Oberösterreich 
https://www.netzooe.at/Strom/Hausanschluss/Strom-selbst-erzeugen
23.11.2021 ( #6)


ck schrieb:

oder Netzzugangsvertrag, aber dass der "nichts kostet" widerlegst du ja selbst, 96 EUR für Inbetriebnahme

Jein: 
Ich sehe den Netzzugangsbeleg eher kostenlos, kostet "nur"Zeit 
Die 96 EUR oder im Schnitt 120-140EUR Pauschalbeträge bei Privatanlagen kommen erst zum Tragen wenn die Anlage tatsächlich eingeschalten wird, respektive der EVU-Mitarbeiter offiziell abnimmt.

Die meisten Netzzugangsverträge haben ein Ablaufdatum (grob mal 12 Monate dann wollen die EVUs neue Anträge). Wenn diese verfallen dann zahlst Du auch keine Gebühren, also is aus meiner Sicht der Netzzugangsbeleg grundsätzlich kostenlos - aber die physische Abnahme vor Ort lassen sie sich halt bezahlen.😁
 
23.11.2021 ( #7)
Also ich hab ein Balkonkraftwerk mit 600W, habe einen Zählerpunkt zum einspeisen, bekomme die Einspeisung vergütet und habe keine Kosten.
Keine Ahnung was ihr meint.
23.11.2021 ( #8)




ck schrieb:

Wir hatten die Anlage aber nur 6 Monate im Testbetrieb. Balkonkraftwerkanlage rentiert sich nie, einfach als Hobby gedacht für Anwender.

Würde ich so auch ned sagen. Hab heuer mit meiner ca. 750kwh gemacht mit 650kwh Eigenverbrauch. Das sind so Daumen mal Pi 120€ Ersparnis
23.11.2021 ( #9)


Gotti84 schrieb:

Also ich hab ein Balkonkraftwerk mit 600W, habe einen Zählerpunkt zum einspeisen, bekomme die Einspeisung vergütet und habe keine Kosten.
Keine Ahnung was ihr meint.

Glaub da hat sich einiges geaendert bei den BKW bzw sind halt dann doch Unterschiede in den Bundeslaendern/EVUs
Welches Bundesland bist du ? 
24.11.2021 ( #10)
Niederösterreich 
24.11.2021 ( #11)


Solarbuddys schrieb:

Wir hatten die Anlage aber nur 6 Monate im Testbetrieb. Balkonkraftwerkanlage rentiert sich nie, einfach als Hobby gedacht für Anwender.

Sehe ich auch nicht so, aus meiner Sicht sind das eigentlich die wirtschaftlichsten PV-Anlagen und ich kann ehrlichgesagt nicht verstehen, warum nicht jeder  Hausbesitzer zumindest ein Balkonkraftwerk hat (wenn schon keine "richtige" PV-Anlage).

"Steckerfertige" Anlagen gibt es regelmäßig ab ca. 250-300 EUR (300W Wechselrichter, ca. 330 Wp)  bzw. ca. 500-550 EUR (600W Wechselrichter, ca 650 Wp). Die Unterkonstruktion kann kostengünstig selbst gemacht werden, wenn man das Ganze zB auf eine Gartenhütte montiert geht das je Modul für unter 50 EUR.

Gerade bei einer 300W Anlage kann man davon ausgehen, dass der Großteil der Erzeugung auch wirklich selbst verbraucht wird. Bei einem Strompreis von 20 ct/kWh (Tendenz: stark steigend). Wenn wir jetzt einen selbst genutzten Jahresertrag von 300 kWh ansetzen, "bringt" die Anlage jedes Jahr 60 EUR.  

Bei 350 EUR Anschaffungskosten inkl. Kleinmaterial hat sich die Anlage also nach 6 Jahren amortisiert, wenn noch Zahlungen an den Netzbetreiber dazukommen verlängert sich das halt entsprechend.

Selbst im "worst" case (sinkende Strompreise, hohe Anschaffungskosten,...) ergibt das Ganze eine Jahresrendite von deutlich (!!!) über 10 % und ist in der aktuellen Situation (Zinsen, Risiko) die mit Sicherheit beste Möglichkeit Geld anzulegen.

Wenn ich bei Förderrichtlinien mitrden dürfte würde ich Balkonkraftwerke zu 100% fördern und dafür halt kontrollieren dass die Anlagen nach 5 Jahren auch wirklich noch da sind - wirtschaftlich und aus Netzsicht (Erzeugung dort wo auch der Verbrauch ist) kann man mE Fördergelder nicht besser einsetzen...
25.11.2021 ( #12)


Gotti84 schrieb:

Also ich hab ein Balkonkraftwerk mit 600W, habe einen Zählerpunkt zum einspeisen, bekomme die Einspeisung vergütet und habe keine Kosten.
Keine Ahnung was ihr meint.


Du hast schon eine Anlage? Dann wundert mich deine Eingangsfrage.

Ich hab versucht es einfach zu erklären und auch jede Menge Infos verlinkt, versuche es nochmals ganz einfach:

Bei einer Kleinstanlage unter 800W Wechselrichternennleistung hat man ein Wahlrecht:
1) kein Einspeisevertrag, keine Kosten (weder bei Anmeldung noch laufend), nur Meldeverpflichtung, Anschluss ohne Elektriker möglich, keine Einspeisevergütung

2) mit Einspeisevertrag, meist mit Kosten verbunden (variieren je nach Netzbetreiber)

Du hast anscheinen Option 2 gewählt, da ist es grundsätzlich dann egal ob du 800W oder 1000W hast, du nutzt die Erleichterungen für Kleinstanlagen ohnehin nicht, es wundert mich nur dass du weder bei der Anmeldung noch laufend (Messentgelte) Kosten hast.
25.11.2021 ( #13)


Solarbuddys schrieb:

Gotti84 schrieb:

Also ich hab ein Balkonkraftwerk mit 600W, habe einen Zählerpunkt zum einspeisen, bekomme die Einspeisung vergütet und habe keine Kosten.
Keine Ahnung was ihr meint.
Glaub da hat sich einiges geaendert bei den BKW bzw sind halt dann doch Unterschiede in den Bundeslaendern/EVUs
Welches Bundesland bist du ?

Nein, weder hat sich in den letzten Jahren etwas geändert, noch gibt es Unterschiede bei den Bundesländern es gilt immer die "TOR" in Österreich.
https://www.e-control.at/recht/marktregeln/tor

Unterschiede gibt es lediglich je nach Netzbetreiber welche Anforderungen und Kosten es gibt wenn man nicht für eine "Kleinstanlage ohne Vertrag" optiert.
25.11.2021 ( #14)


ck schrieb:

Gotti84 schrieb:

Also ich hab ein Balkonkraftwerk mit 600W, habe einen Zählerpunkt zum einspeisen, bekomme die Einspeisung vergütet und habe keine Kosten.
Keine Ahnung was ihr meint.

Du hast schon eine Anlage? Dann wundert mich deine Eingangsfrage.

Ich hab versucht es einfach zu erklären und auch jede Menge Infos verlinkt, versuche es nochmals ganz einfach:

Bei einer Kleinstanlage unter 800W Wechselrichternennleistung hat man ein Wahlrecht:
1) kein Einspeisevertrag, keine Kosten (weder bei Anmeldung noch laufend), nur Meldeverpflichtung, Anschluss ohne Elektriker möglich, keine Einspeisevergütung

2) mit Einspeisevertrag, meist mit Kosten verbunden (variieren je nach Netzbetreiber)

Du hast anscheinen Option 2 gewählt, da ist es grundsätzlich dann egal ob du 800W oder 1000W hast, du nutzt die Erleichterungen für Kleinstanlagen ohnehin nicht, es wundert mich nur dass du weder bei der Anmeldung noch laufend (Messentgelte) Kosten hast.

Es ist eben nicht egal ob 800W oder 1000W, eine 800W muss ich nur anmelden, alles drüber muss vom Elektriker abgenommen werden. Uninteressant ob Einspeisung oder nicht.
Übrigens hab ich als Stromanbieter nicht die EVN sonder Awattar. Vielleicht mach das den Unterschied.
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