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... auch wir wollen es wissen :)

18 Beiträge | letzte Antwort 8.12.2018 | erstellt 6.12.2018
Einen schönen guten Tag in die Runde.

Nachdem ich in den letzten Monaten schon fleißig bei euch mitgelesen habe, bin ich unlängst diesem Forum beigetretten um auch meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Da ich (gemeinsam mit meiner besseren Hälfte) erst ganz am Anfang unseres anvisierten Bauprojekts stehe, werden meine Enträge vermutlich nicht unbedingt an Bau-Profis gerichtet, sondern hoffentlich vielmehr für Gleichgesinnte - die auch gerade dabei sind sich dem Thema Hausbau in großen Schritten zu nähern - von Interesse sein.

Dass wir eines Tages ein Haus von Grund auf errichten wollen, war nicht von Anfang an klar. Erst wollten wir ein schönes gebrauchets Haus unweit der Landeshauptstadt Graz kaufen. Schnell wurde jedoch klar, dass der Immobilienmarkt aktuell nicht wirklich viel hergiebt. Parallel dazu haben wir deswegen auch nach Grundstücken Ausschau gehalten. Doch auch diese Suche haben wir aus Mangel an schönen und leistbaren Grundstücken verworfen. Zum Glück hatten wir immer schon einen Backup-Plan: Back to the Roots - meine Eltern übertragen mir ein wirklich schönes Grundstück, dass aktuell gerade darauf wartet als Baugrund gewidmet zu werden ... und nach Graz sinds von dort auch gerade mal 25 Minuten.

Unsere nächsten Schritte sind grundsäztlich schon vordefiniert:
# Gespräche mit der Gemeinde zur Umwidmung und zu den Bauvorschriften
# Aufschließung des Grundstücks vorbereiten
# Jemanden finden, der uns ein schönes Haus entsprechend unserer Vorstellungen auf das Grundstück stellt.

Ja, es soll ein Fertigteilhaus werden - mit allen Vor- und Nachteilen, die man so hört und hier auch nachlesen kann. In diesem Zusammenhang haben wir uns bereits mit einigen Unternehmen getroffen - weitere Termine stehen aus. Hier mal eine kurze Übersicht:

Commod Haus: Tolles Konzept und baut auch bestimmt tolle Häuser. Letztendlich sind wir aber nicht ganz vom Konzept überzeugt, da die Häuser im Endeffekt garnicht so günstig sind wie oft dargestellt wurde und kein effizientes Heizsystem vorgesehen ist.

bHOME: Eine noch recht junges Unternehmen, die das Konzept der französischen PopUp Häuser nach Österreich gebracht haben. Leider aber nicht das, was wir tatsächlich gesucht haben - außerdem aufgrund der Entfernung ausgeschieden.

Griffer: Das Kärntner Unternehmen baut Häuser mit ungemein großem Wohlfühl-Faktor und Wow-Effekt. Unser Traumhaus hätten wir dort schon gefunden, ob wir es mit unserem Budget schaffen, wird sich in den nächsten Terminen zeigen. 

Haas: Wir hatten erst diese Woche ein gutes und nettes Gespräch mit einem Berater aus Graz. In der Grundausstattung des Hauses fehlten uns noch einige Elemente, um unseren Anforderungen gerecht zu werden. Aktuell wird gerade ein Angebot kalkuliert.

Lumar: Dabei handelt es sich um einen slowenischen "Premium-Anbieter" mit Sitz in Maribor. Wir waren bereits zu einem Treffen vor Ort in Maribor und haben einen guten Eindruck mit nach Hause genommen. Der nächste Termin wird in der Blauen Lagune in Wien stattfinden. 

Mit Malli, W*lf und ELK wollen wir auch noch Gespräche führen.

Hier noch ein kurzes Auszug zu unseren Anforderungen:
- 150 m2 Haus auf ein ebenes Grundstück
- kein Keller
- Satteldach (Vorschrift lt Gemeinde ist Satteldach oder Walmdach)
- Raumhöhe im EG > 165cm
- Holz-Decke mit sichtbaren Balken im EG
- Kunstoff-Alu oder noch besser Holz-Alu Fenster
- Raffstores mit E-Antrieb (dort wo es sinn macht)
- Heizung: Erdwärme mit Flächenkollektoren
- offenes Raumkonzept
- PV-Anlage oder zumindest Vorbereitung dafür
- möglichst ökologische Bausweise

Unsere finanzellen Möglichkeiten sind uns natürlich bekannt - die will ich hier aber nicht Preise geben. Grundsätzlich wollen wir schon noch aktuelle Winter-Aktionen nutzen, deshalb sind wir drauf und dran Termine zu vereinbaren - so sind wir zumindest mal im Gespräch.

In diesem Forum soll man ja nicht nur nehmen, sondern auch geben - darum werde ich euch in den nächsten Wochen auf jeden Fall am Laufenden halten. Fragen beantworte ich gerne - für Inputs und Hilfestellung bin ich sehr dankbar - auch konstruktive Kritik nehme ich gerne an.

LG

 
6.12.2018 19:57


chrilan schrieb: wollen wir schon noch aktuelle Winter-Aktionen nutzen


da würde mich interessieren, was das für winter-aktionen sind. wir haben 2015/2016 mit haas gebaut und die winterbauaktion war: vertragsunterzeichnung bis 30.9., fertige bodenplatte bis 31.12., lieferung haus bis im märz, bis spätestens 30.4.
die FTfirmen wollen ja damit erreichen, dass man eben nicht in der hauptsaison baut, also hauslieferung ab mai, sondern im winter.
6.12.2018 22:07
Ja ich bin auch schon gespannt. Kann ich gerne im Groben hier anführen, sobald ich mehr weiß. 

Bei Griffner gibts ja aktuell 10% auf L1 und jeweils 3% auf L2 und L3. Bei schlüsselfertiger Ausführung wäre das immerhin ein Rabatt von rund 7,5%.
Lumar hat momentan das Primus iEdition in Aktion.
Haas legt wohl die PV-Anlage oben drauf und angeblich gibts noch einen Weihnachts-Bonus.

Offenbar versucht man mit Hilfe der Aktion das nächste Jahr voll zu bekommen. Uns wurde auch schon teilweise zugesichert, dass wir die Konditionen auch dann bekommen, wenn wir heuer noch in die Verhandlungen gehen und die Entscheidung erst im nächsten Jahr fällt. 
7.12.2018 7:08
Wir waren auch von Gri***** Haus sehr angetan und haben gedacht, dieses Haus bauen wir.. Im Laufe der Zeit, wo die erste Euphorie sich beruhigt hat, haben wir uns überlegt, was wir tatsächlich von dem alles brauchen..
Schlussendlich ist es bei uns ein individueller Plan geworden, da wir schon gewollt haben, dass unser Haus, an unsere Wünsche, Bedürfnisse und auch finanzielle Möglichkeiten konzipiert ist.. Wir waren z. B. Oft im Musterhauspark in München etc. Ich glaube, dass man sich sehr einschränkt, wenn man sich auf ein bestimmtes Haus konzentriert.. Ich bin dafür, dass man sich überall umschaut, sich inspiereren lässt und für sich, dann das beste Haus nach eigenem Wünschen baut.. 


7.12.2018 7:58
Hallo,

...erinnert mich an den Beginn unserer Planung, wir haben uns auch alle FTH in der blauen Lagune mehrfach angesehen und dann eingeschränkt und ja, das Gr....er oder Ge...ck Haus hat uns auch sehr gut gefallen. ;)

Ich kenne es von Bekannten, welche dann ein solchen Haus nur etwas modifiziert haben und von einem BM "nachbauen" haben lassen und das war sogar günstiger, also würde ich mir trotzdem auch wenn ich FBH möchte zumindest mal ein Vergleichsangebot eines BM einholen.

Letztlich ist es bei uns dann doch ein individuell geplantes Haus vom BM geworden, weil die meisten FTH eine andere Raumaufteilung haben als wir es wollten. Ich möchte dir hier sicher nichts ausreden und man spart sich mit dem FTH vermutlich viel Stress und Entscheidungen.
Ein Vergleichsangebot würde ich mir aber einholen.


chrilan schrieb: Raumhöhe im EG > 165cm


Ich nehme mal an, du meinst 265cm 
7.12.2018 8:12
Man muss nicht unbedingt zum Baumeister, wenn man ein FTH sich bauen lässt. Es genügt sich die Firmen auszusuchen, die solche Häuser bauen, um wenig Geld.. Wir haben total individuell geplant und steigen bei der Ausbaustufe "Außen fertig innen roh" um über 70 000 besser aus.. Und gebaut haben wir mit Massivholz CLT Holz von einer österreichischen Firma. 
Bei den bekannten Anbietern zahlt man in der ersten Linie den Namen und erst dann Qualität (meine  Meinung) .. Wenn man bereit ist und Geld dafür hat, OK. Wir haben uns entschieden, mit einer kleinen Firma zu bauen, die in der ersten Linie Qualität anbietet. Aber wenn man genug Geld hat, um den Namen zu zahlen, warum nicht.. 
7.12.2018 8:35
lass definitiv die finger von einem hersteller der seinen sitz nicht in österreich hat.
7.12.2018 8:50


chrilan schrieb: Uns wurde auch schon teilweise zugesichert, dass wir die Konditionen auch dann bekommen, wenn wir heuer noch in die Verhandlungen gehen und die Entscheidung erst im nächsten Jahr fällt. 


wenn dir das nur der verkäufer versprochen hat, lass dir das auf jeden fall schriftlich von der geschäftsleitung bestätigen. glaub mir, ich spreche aus erfahrung.
7.12.2018 9:10


paso schrieb: Man muss nicht unbedingt zum Baumeister, wenn man ein FTH sich bauen lässt


Natürlich muss man nicht. ;) Tatsächlich spart es sogar Zeit und Neven, wenn man das nicht macht, weil man dann ja wieder das Angebot des BM mit dem Angebot vom FTH Anbieter genau verlgeichen muss.
Gerade bei den höherpreisigen FTH Anbietern kann es sein, dass der BM dann günstiger ist und sobald man beginnt Dinge umzuplanen wirds bei den FTH Herstellern meist schnell teurer.
Wie gesagt: Ich möchte dir FTH sicher nicht ausreden, das o.g. war halt meine Erfahrung.
7.12.2018 9:23
Gab es eigentlich eine Frage?
7.12.2018 11:34
Vielen Dank für euer Feedback!


heislplaner schrieb: lass definitiv die finger von einem hersteller der seinen sitz nicht in österreich hat.


Lumar hat auch eine Firmen-Niederlassung in AT und eigentlich ein sehr gutes Standing in Slowenien. Grundsätzlich müssen wir auch erst mal schauen, was das Gespräch bringt.


querty schrieb: Ich nehme mal an, du meinst 265cm


Ja genau - 165 cm wäre wohl die Anforderung im Auenland gewesen. 


alpenzell schrieb: Gab es eigentlich eine Frage?


Frage hab ich tatsächlich keine dezitierte gestellt. Freu mich aber auf generelles Feedback zu unserer Vorgehensweise - so wie es auch bereits passiert ist.

Schönes WE euch allen
7.12.2018 13:37
niederlassung ist egal - du musst schauen wo der gerichtsstand ist.
ich würd sowieso zum individuellen planer und zum holzbauer geben. da gibts in den meisten regionen sehr gute kleinbetriebe wo du nicht den namen mitzahlst.
ich war schon mal bei führungen von wolf haus und vom kleinen regionalen fertighausbetrieb (mhaus).
da liegen qualitative welten dazwischen - flexibilität ist beim kleinen auch viel größer
7.12.2018 15:11


chrilan schrieb: - Heizung: Erdwärme mit Flächenkollektoren


welche anbieter bieten dir welche lösungen an?

sollte erdwärmelösung teurer angeboten als luftwärmelösung, wirst du hier gerne beraten, dass das nicht passiert
8.12.2018 11:00


heislplaner schrieb: lass definitiv die finger von einem hersteller der seinen sitz nicht in österreich hat.


Richtig!
Gar nicht soweit weg von uns, gab es einen Fall, wo nach einem Jahr schon total saniert werden musste, weil das Haus die Schneemeng nicht derpackt hat. Saniert hat um teures Geld dann eine heimische Firma, weil die Errichterfirma nicht mehr existent war.
8.12.2018 20:31


altehuette schrieb:

Richtig!


Lumar ist bei uns vorwiegend aus anderen Gründen wohl nicht mehr im Rennen.
Danke aber auf jeden Fall für eure Hinweise!


brink schrieb:

welche anbieter bieten dir welche lösungen an?


Erdwärme gibt es bei Haas wohl in der Standard-Ausführung. Es fehlen wohl "nur" noch die Erdarbeiten. Luft-Wärme-Pumpe könnte ich zum selben Preis auch haben, wenn ich unbedingt möchte. 
Andere Anbieter sind nicht unbedingt pro Erdwärmepumpe - agumentiert wird immer mit den hohen Kosten für Erdarbeiten. Hast du eine Idee, mit welchen Kosten man hier in etwa rechnen muss? 
8.12.2018 20:58
Im Fall eines Ringgrabenkollektors fällt aufgrund seiner Form vergleichsweise wenig Aushub an. Wenn der Graben vor dem Aushub für Keller/Bodenplatte erledigt wird, verbleibt der Aushub in der Mitte, braucht also nicht weggeführt zu werden = Kostenersparnis. Nach dem Verlegen des Kollektors wird gleich wieder verfüllt. 
Bei einem großen Bagger ist das Ausheben und Verfüllen in (höchstens) einem Tag erledigt, die Kosten sind sehr überschaubar.
8.12.2018 21:35


chrilan schrieb: Andere Anbieter sind nicht unbedingt pro Erdwärmepumpe - agumentiert wird immer mit den hohen Kosten für Erdarbeiten


eben deshalb meine frage
üblicherweise wird es so gemacht: haus wird gebaut, es liegt dann unglaublich viel zeugs am grundstück. und dann werden kollektoren verlegt. kein platz. der aushub muss eventuell verführt werden, nach dem verlegen erde wieder hergebracht werden. kollektorrohre werden noch dazu eingesandet - extra anlieferung von sand. das wird insgesamt teuer, weil einfach urviel zeit verplempert wird.
das geht aber auch ganz einfach. wie vardi schreibt, werden die kollektoren vor dem hausbau verlegt. es wird nicht zentral eine fläche ausgehoben, sondern ein ring rundum die grunstücksgrenzen - weniger aushub, in der mitte platz für zwischenlagerung. rohrmaterial pe-rc (resistant to cracks) - ist minimal teurer und kann ohne sandbettung verlegt werden. dauert normalerweise einen halben tag zum ausheben und verlegen.
also unbedingt den kollektor vor hausbau verlegen. und eindeutige empfehlung für erdwärme 2.0 -> https://www.energiesparhaus.at/forum-unterschiede-rgk-zu-flachkollektor/48436
8.12.2018 22:30
Vielen Dank für die Info - finde ich schon sehr spannend. Ich hab mich zu diesem Thema vorab schon informiert und werde mich jetzt noch tiefer reinlesen. Der Herr von Haas hat im Gespräch nicht unbedingt sattelfest gewirkt, als ich ihm darauf angesprochen habe. Bei anderen Anbeitern will man wie bereits erwähnt eher von Erdwärme abraten. Wenn die Kosten im Rahen bleiben, würde ich aber trotzdem gerne eine Erdwärmeanlage verbauen.
Ich halte euch am Laufenden.


8.12.2018 22:34


chrilan schrieb: Wenn die Kosten im Rahen bleiben, würde ich aber trotzdem gerne eine Erdwärmeanlage verbauen.


Wenn du es geschickt angehst, dir hier im Forum Unterstützung holst, werden sie das ... wir Vardis haben's ausprobiert 
Viel Erfolg!



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