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Anschluss Beton an Sockel / Dichtschlämme

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5.10. - 6.10.2021
3 Beiträge | 2 Autoren 3
Hallo an Alle hier im Forum,

wir haben heuer die Fassade gemacht und haben ein Problem.
Die Betonierte Parkfläche war schon vor der Fassade da und hätte meiner Meinung nach eine Dichtschlämme auf der XPS Dämmung ev. Sinn gemacht?
Die alte Kellerwand inkl. Decke und erste Reihe Ziegel wurden mit Bitumen abgedichtet.
Darauf wurde das XPS bzw. im Sockelbereich Sockeldämmung mit Kleber ran geklebt.

Direkt an die Sockeldämmung wurde dann die Betonfläche im Freien hergestellt.
Hier gibt es auch ein Regenrigol wie in der Skizze dargestellt.
Die Fassadenfirma hat dann den Übergang Sockeldämmung auf Ziegel mit Gewebe gespachtelt danach kam 2cm Baumit Grundputz leicht drauf dieser wurde wieder mit Gewebe gespachtelt und da rauf kam SH Reibputz.

Die Fassadenfirma will nun 5cm über GOK eine Dichschlämme anbringen die meiner Frau und mir überhaupt nicht gefällt.
Nach Recherchen hier im Forum und Netz bin ich auch der Meinung, dass diese nichts mehr bringt, da er diese ja unter das Niveau ziehen müsste was aber gar nicht geht, da hier die Betonplatte schon das fertige Niveau ist?

Das Einzige was für mein Verstädnis an dieser Stelle Sinn macht - ist, dass man die Fuge zwischen Betonboden und Fassade dauerelastisch abdichtet?

Überall anders ist die Dichtschlämme ja sinnvoll, jedoch bei dieser konstellation denke ich bringt sie nichts mehr?

Bitte um Eure Ratschläge, Danke! LG

Anschluss Beton an Sockel / Dichtschlämme

 
 
6.10.2021 (#1)


tga1317 schrieb: Die Fassadenfirma will nun 5cm über GOK eine Dichschlämme anbringen die meiner Frau und mir überhaupt nicht gefällt.

Grundsätzlich schützt die Dichtschlämme den Putz vor kapillarem Wasser von unten. Die XPS-Platte hat kein Problem mit Wasser. Wenn also der Putz kurz vor der Betonfläche endet und am unteren Ende dann die Dichtschlämme aufgebracht wird, ist diese Abdichtung erreicht.

Optisch ist das sicher eher mäßig und eine Trennlage (Gleitebene) zwischen Beton und XPS wäre auch nicht verkehrt gewesen. So läuft man Gefahr, dass eine Setzung der Parkfläche das XPS samt Putz mitzieht und Risse auftreten. Das halte ich für das gröbere Problem.
6.10.2021 (#2)
Guten Morgen,
der Meinung ,dass die Dichtschlämme grundsätzlich vor kapillarem Wasser von unten schützt kann ich mich nicht anschließen.
Das Putzsystem muss geschützt werden,die Erfahrung hat gezeigt,dass das größte Schadenspotential im erdberührten und bis 5,0cm oberhalb der Geländekante besteht.
Beobachten sie es einfach selbst,heute regnets zu mindest in Oberösterreich,stellen sie sich zu diesem Bereich und beobachten sie!
Gruß Ott
6.10.2021 (#3)


HGOTT schrieb: Das Putzsystem muss geschützt werden

Wovor? Ich versteh's nicht. Dichtschlämme ist dicht, sogar bei negativem Druck (also von der Wand weg), also unterbindet es auch den kapillaren Wassertransport.

Der Putz selbst kann natürlich auch mehr oder weniger kapillaraktiv sein, das wirkt dann aber immer in beide Richtungen, d.h. bei hoher Kapillarität (perfekter Porengröße) zieht Wasser von außen tiefer (und schneller) ein und geht auch schneller wieder raus, je nach Witterung.


HGOTT schrieb: das größte Schadenspotential im erdberührten und bis 5,0cm oberhalb der Geländekante besteht.

Nur hier endet der Putz offensichtlich am Beton (=Geländekante), weil die Platte vor dem Verputzen gegossen wurde ...



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