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6kw Pv Anlage in Kombination mit LWP (wie steuern)

55 Beiträge | 8.10. - 11.10.2019
Hallo Leute

Ich habe gerade eine 6,3kw Pv Anlage auf das Dach bekommen und überlege mir wie ich das am vernünftigsten Steuern kann um die Wärmepumpe mehr unter Tags laufen zu lassen wenn möglich.
WW mach ist immer schon von 10.30h bis 21.30h wo es nach dem Duschen noch mal leich nach ladet auf 44° Normal Temperatur 47° 
WW Speicher ist der Geenwater 

Ich habe es letztes Jahr schon mal versucht wo wir erst den ersten Winter im Haus waren die WP über die Nacht zu sperren was man aber schon gemerkt hat an der Fußböden das die kälter waren und die Gm sind auch auf teils über -1000 Gm gefallen.
Außenputz war aber auch noch keiner am Haus aber das Haus ist mit 50er Ziegel gemauert.
Heuer ist auch der Außenputz mit 4cm Steinwolle drauf was sicherlich auch minimal besser ist.

Derzeit habe ich die Filterzeit auf 48h und 12° gestellt mit der Kurve 3 und -1 was so ca. 22° im Haus sind 
Die Heizung ist auch seit ca. einer Woche an und läuft fast nur in der Nacht 
Wie kann man das ändern um den Stromverbrauch mehr an den Tag zu bringen wo die Pv Anlage was bringt?

Was ich auch nicht gefunden habe bei den Technischen Daten was die 2120/12er LWP an Strom so braucht von 25Hz- 85Hz 
Stromwandler hat mir der Elektriker leider nicht verbaut

Wenn ich unter Verdichtermodul EB101 im Uplink schaue zeigt es mir die Werte an die letzten Tage 
44HZ -> 2kw 
50HZ -> 2,2kw 
78Hz -> 4kw WW machen 

Manche schreiben da im Forum das die Modulierenden Pumpen im unteren Bereich nur 2-300W brauchen.


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8.10.2019 11:38
Am einfachsten ist du nützt die SG-Eingänge deiner WP-Pumpe.
Ob es bei KNV/Nibe ansonsten schon ein funktierendes PV-Modul gibt ist mir nicht bekannt.
Hast du ansonsten intelligente Haustechnik oder bei der PV-Anlage ein Smart-Meter mit Schaltausgängen etc.? Irgendwie muss die WP ja Bescheid bekommen...
8.10.2019 12:00
Über den Fonius Smart Meter habe ich mich auch schon erkundigt was aber laut meinem PV Mann und Montagefirma sich nicht auszahlt. (Kostenpunkt ca. 230,- + Montage Elektriker)
Habe auch mit einem Fronius Mitarbeiter gesprochen der es auch hat in Kombination mit einer Wärmepumpe und auch meinte die Top Lösung ist es nicht da man da auch nur einen Einschaltbefehl bekommt und da in der Software einfach eine Mindestlaufzeit eingeben kann.

So gesehen das Ww kann ich auch über die Zeit steuern und auch die Wärmepumpe wenn gewünscht.

Wie man es am besten macht ist halt die Frage?

Für mich ist es auch nicht wichtig ja jetzt jeden Euro raus zu holen sonden nur um es halbwegs einzustelen.

Es gibt ja sicherlich mehr Leute die eine LWP und Pv haben.

8.10.2019 12:15
Ich habe meine PV auch erst ganz frisch und habe momentan mal eine Nachtabsenkung eingestellt um damit die LWP tendenziell eher am Tag laufen zu lassen. 
Wie gut das funktioniert kann ich aber erst in ein paar Monaten sagen...


8.10.2019 12:49
Es gibt hier mehrere die eine PV und WP haben - die wenigsten haben es aber wirklich gesteuert.
Ich hab das "Glück" das ganze mit meinem Homeserver von KNX nebenbei laufen zu lassen da ich hier schon ein Monitoring der PV-Anlage habe und der WP direkt über ModBus eine Leistung und Erhöhung zuweisen kann.
Am einfachsten gehts aber sicher mit den Smart-Grid-Ready-Eingängen bzw. einfachen Binäreingängen.....
8.10.2019 13:22
Wir haben die WP mit der PV über SG-Ready verbunden. Wir haben jedoch von Fronius den SmartMeter weil es sonst ja keinen Sinn macht. Das System muss ja wissen wann gerade ein Stromüberschuss da ist damit die WP angesteuert werden kann.
Bei der WP wurde eingestellt dass bei einem Einschaltbefehl der PV-Anlage +1,5K geheizt wird und +9K Warmwasser produziert wird.
Das ganze läuft jetzt seit einigen Monaten und funktioniert recht gut (mit Warmwasserbereitung). Wie es jetzt zusätzlich mit dem Heizen ausschaut kann ich noch nicht sagen weil der Heizbetrieb witterungsbedingt noch nicht lange aktiv ist.
8.10.2019 14:44


ricer schrieb: Ich habe meine PV auch erst ganz frisch und habe momentan mal eine Nachtabsenkung eingestellt um damit die LWP tendenziell eher am Tag laufen zu lassen. 
Wie gut das funktioniert kann ich aber erst in ein paar Monaten sagen...

 
Meinst du unter zeitlicher Steuerung ->Heizung-> und davon bis eingeben und zusätzlich auf -1 

Was bringt das?
Fallen dadurch die Gm in der abends, Nacht wenn die Wp steht nicht so schnell?
Wenn die Absenkung am Vormittag aus ist müssten die ja momentan sehr schnell fallen oder?

Von wann bis wann hast du das eingegeben?
8.10.2019 14:58
Meistens fallen die Gm ab abends und je nach - eingestellter Gm schaltet die LWP ein was meist oder fast immer abends oder in der Nacht ist.

Man könnte die Wp auch einfach von z.B. von 4h -9h sperren wo die Gm danach meist über den einschaltwert gefallen sind im Winter
Wasser wir so immer gesperrt in der Nacht und unter Tags gemacht 
8.10.2019 15:34
Ja genau, einfach unter zeitlicher Steuerung einstellen. Das bewirkt im Grunde einfach, dass die berechnete Vorlauftemperatur sinkt, und damit die Gradminuten nicht oder eben langsamer fallen. 
Eingestellt ist das momentan auf -2 von 22:00 bis 06:00 Uhr.

Zu deiner Frage des Aufholheizens am Vormittag muss ich vielleicht noch dazu sagen dass ich eine on/off-LWP habe, also die kennt nur Vollgas...

Die Bude bei PV-Ertrag über den SG-Eingang generell zu überheizen, davon bin irgendwie noch nicht überzeugt. 
Ich habe zwar den Fronius Smartmeter, aber ich schaue mir diesen Winter mal die einfache Version über die Nachtabsenkung an, denn heizen muss ich sowieso, und dann mache ich das eben tendenziell eher am Tag wo die Chance für PV-Ertrag wohl höher ist als in der Nacht 
8.10.2019 15:55


ricer schrieb: Die Bude bei PV-Ertrag über den SG-Eingang generell zu überheizen, davon bin irgendwie noch nicht überzeugt. 

Von kostenlos heizen bis nicht überzeugt?
8.10.2019 16:00
Nein, weil´s halt nicht kostenlos ist. Es entgeht mir immerhin die Einspeisevergütung...
Außerdem will ich auch ökologisch erzeugten Strom nicht "sinnlos" verbraten sondern lieber einspeisen und damit den Strommix aufbessern.
8.10.2019 16:03


ricer schrieb: Außerdem will ich auch ökologisch erzeugten Strom nicht "sinnlos" verbraten sondern lieber einspeisen und damit den Strommix aufbessern.

Du meinst, in der Nacht den Strom zum Heizen kaufen ist ökologischer.
8.10.2019 16:14
Nein, sonst hätte ich wohl kaum eine Nachtabsenkung eingestellt... 

Ich habe einen gewissen Heizwärmebedarf, den ich mit der eingestellten Heizkurve recht genau abdecken kann. 
Mit der Nachtabsenkung verschiebe ich die Produktion dieses Bedarfes eben eher in den Bereich des Tages an dem PV-Ertrag zu erwarten ist. 

Überheize ich nun generell an PV-ertragsstarken Tagen stecke ich in Summe mehr Energie rein, denn ich kann ja nicht im Gegenzug die Heizkurve absenken, sonst passt´s an Tagen ohne PV-Ertrag nicht mehr. 

Jaja, ich weiß Speichermasse und Selbstregeleffekt hin und her...
8.10.2019 16:16


ricer schrieb: Jaja, ich weiß Speichermasse und Selbstregeleffekt hin und her...

Na dann weisst du ja, was als nächtes gekommen wäre.
8.10.2019 16:20
Na dann erklär mir doch bitte welchen Vorteil ich bei der SG-Ansteuerung zur Nachtabsenkung hätte (ist ernst gemeint, ich beschäftige mich ja selbst noch nicht so lange damit)
8.10.2019 16:54
Es passt schon, wenn du das mit der Nachtabsenkung so hinbekommst, das der Stromverbrauch am Tag stattfindet.

Es muss halt eine Wp verbaut sein, die auch in der Lage ist in den wenigen Stunden mit Licht, 
die nötige Energie ins Haus zu bringen.
Nicht diese Wärmepümpchen die nen ganzen Tag dafür brauchen und 15 Stunden im Winter den Strom kaufen müssen.

Der SG Eingang wäre für WW Produktion und fürs Überheizen.
Wenn du jetzt letzteres nicht machen möchtest, weil du die wenige Cent für den Überschuss haben möchtest, oder dir der österreichische Strommix am Herzen liegt, ist das aber auch okay.
8.10.2019 17:11
Eine SG-Ansteuerung die nur ein überheizen ermöglicht erscheint mich halt nicht so optimal.

Im Fall der FBH mag das noch (begrenzt) Sinn machen um die Produktion in den Tag zu verlegen. Das schaffe ich aber mit der Nachtabsenkungen genauso und das noch dazu besser an den tatsächlichen HWB anpassbar. 
Nur am Tag mit den wenigen Stunden an Licht zu heizen wird sowieso schwierig...

Im Fall von WW macht das für mich dann schon fast gar keinen Sinn mehr und geht am tatsächlichen Bedarf vorbei. 

Vielleicht komme ich aber auch nach dem ersten Winter zu einer anderen Erkenntnis.
8.10.2019 17:41


ricer schrieb: Nur am Tag mit den wenigen Stunden an Licht zu heizen wird sowieso schwierig...

Es gibt aber Wp Nutzer die an sonnigen Tagen (im Winter) die Heizung sogar runter fahren.
Da würde ich die Sinnhaftigkeit bei installierter Pv in Frage stellen.


ricer schrieb: Im Fall von WW macht das für mich dann schon fast gar keinen Sinn mehr und geht am tatsächlichen Bedarf vorbei.

Bedarf hin, Bedarf her.... WW brauchst jeden Tag.
Wennst es quasi kostenlos erzeugen kannst, sehe ich das als optimale Lösung.


ricer schrieb: Vielleicht komme ich aber auch nach dem ersten Winter zu einer anderen Erkenntnis.

Ich mache das schon 10 Jahre, das ich möglichst viel von meinem eigenen Strom verbrauche und möglichst wenig zukaufen muss.
Mag sein, das es nicht besonders effizient ist, wenn ich meinen Überschusstrom per E Heizstab in den WW Speicher lade, den Überschusstrom in einem Stromspeicher mit 20% Verlust für die Nacht zwischenspeichere, den Überschussstrom in E Auto besonders langsam lade(fast 21% Wirkungsgardverlust), damit die PV den ganzen Tag liefern kann und nicht einspeist.
Aber der Strom mit dem ich das mache kostet mich nix, also was solls.

Ich denke auch nicht, das das den Strommix beeinflusst.
Hier werden kaum die realen Zahlen(was jeder eingespeist hat) herangezogen, sondern pauschal gerechnet wird.
So viele Kwp in AT installiert, 30% davon verbraucht jeder selber der Rest ist im Netz verfügbar und kann als Ökostrom verkauft werden.

8.10.2019 18:10


New_Projekt schrieb: Mag sein, das es nicht besonders effizient ist, wenn ich meinen Überschusstrom per E Heizstab in den WW Speicher lade

Das ist z.B. für mich schon recht schwachsinnig wenn ich eine Wp habe 

Da gehe ich jetzt mal für den umbau von ca. 1000,- auf für alles komplett die nie und nimmer rein kommen.
Weiter wird der auch nicht ie über die Wp veredelt und man bekommt nicht mehr raus.

Zusätzlich geht es sich so auch meist nicht aus wenn die Waschmaschiene, Geschierspühler oder Licht eingeschaltet ist da alles zu der Zeit in den Heizstab geht.


New_Projekt schrieb: WW brauchst jeden Tag.
Wennst es quasi kostenlos erzeugen kannst, sehe ich das als optimale Lösung.


das kann ich auch wenn ich das auf den Tag verlege und in der Nacht sperre außer es kommt zu wenig runter das ist klar

8.10.2019 18:14


New_Projekt schrieb: Von kostenlos heizen bis nicht überzeugt?


Ist halt auch die Frage wie warm es so im Raum wird da an den Tagen wo viel runter kommt von der Pv wird so auch viel vorgeheizt.
Bei den Häusern wie ich es habe ist auch viel Gals und durch solare Gewinne hat man da auch gleich mal 24,5 Gard.
8.10.2019 18:24


505ps505 schrieb: durch solare Gewinne hat man da auch gleich mal 24,5 Gard.

für einige Stunden, sobald die Sonne weg ist, ist die Temp im Haus ganz schnell wieder runter.



505ps505 schrieb: Das ist z.B. für mich schon recht schwachsinnig wenn ich eine Wp habe 

Mit einer Wp hast nur einen sehr geringen Lastabwurf.
Bei meiner 10Kwp Pv kommen auch im Winter gleich mal 7 bis 8 Kw vom Dach.
Das halt nur für wenige Stunden.
Mit einer halbwegs potenten Wp kann vielleicht 2Kw direkt nutzen.
Der Rest geht als Überschuss ins Netz.
Mit einem Heizstab kann ich den Stromverbrauch punktgenau steuern.



505ps505 schrieb: Da gehe ich jetzt mal für den umbau von ca. 1000,- auf für alles komplett

niemals.
Einen Heizstab haben die meissten sowieso in Kombi mit einer Wp verbaut.
Der Rest wird vom Smart Home (KNX) gesteuert.
8.10.2019 20:24


New_Projekt schrieb: 
Es gibt aber Wp Nutzer die an sonnigen Tagen (im Winter) die Heizung sogar runter fahren.
Da würde ich die Sinnhaftigkeit bei installierter Pv in Frage stellen. 

Richtig, hatte ich letzten Winter probiert über den Einflussfaktor des Raumfühlers. Ist nun mit PV natürlich wieder deaktiviert.


New_Projekt schrieb: 
Bedarf hin, Bedarf her.... WW brauchst jeden Tag.
Wennst es quasi kostenlos erzeugen kannst, sehe ich das als optimale Lösung. 

Klar, das hab ich aber auch nicht geschrieben. Auch ich mache mein Warmwasser 1x pro Tag überwiegend mit PV-Strom. Du hast aber von einer Überhöhung über den SG-Eingang geschrieben. Finde ich recht sinnbefreit...

Zu Überschuss per E-Heizstab vernichten sag ich mal nix...
Natürlich hat es Einfluss auf den Strommix wenn PV-Strom nicht sinnlos verbraten sondern ins Netz gespeist wird. 
Meine PV-Anlage amortisiert sich hauptsächlich durch Überschusseinspeisung mit den "paar Cent" Vergütung.
So ganz nebenbei... 
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