Das klima:aktiv-Programm der österreichischen Bundesregierung soll dazu beitragen, den Co2-Ausstoß zu verringern und erneuerbare Energieträger stärker zu nutzen. Operativ wird das Programm von der Energieagentur (Austrian Energy Agency) getragen.
Im Rahmen dieses Programmes wurden auch Kriterien erstellt, mit denen die Nachhaltigkeit von Wohngebäuden beurteilt wird. Dieses Programm wird als klima:aktiv-Standard für Gebäude bezeichnet. Wohngebäude, die nach diesem Standard errichtet werden und mit dem klima:aktiv-Gebäudeausweis zertifiziert worden sind, dürfen als "klima:aktiv Haus" bezeichnet werden.
Interessant an diesem
Zertifikat ist der ganzheitlichere
Ansatz: Nicht nur der Energiebedarf beim
Betrieb des Gebäudes wird betrachtet,
sondern:
Planung inklusive Ausführung, Energie
samt Versorgung, Konstruktionsweise und
verwendete Baustoffe, Komfortaspekte und
Qualität der Raumluft. Für diese
Kriterien werden bis zu 1000 Punkten
vergeben. Über 700 Punkten erreicht man
das klima:aktiv haus, über 900 Punkten
das klima:aktiv Passivhaus. Anhand der
erreichten klima:aktiv-Punkte ist die
Gebäudequalität schnell beurteilbar.
Bei Planung und Ausführung wird nicht nur auf Ökologie und Energieeffizienz geachtet, sondern auch auf Barrierefreiheit, Reduzierung von Wärmebrücken und Luftdichtheit.
Beim Aspekt "Energie" wird der Gesamt-Primärenergiebedarf betrachtet. Es fließt also nicht nur die Heizenergie ein, sondern zusätzlich auch der Energiebedarf für Warmwasser und der Energieträger. Der Heizwärmebedarf von Klima:aktiv-Häusern liegt etwa 35% unter normalen Neubauten. Zusätzliche Punkte werden für umweltfreundliche Heizsysteme und Solaranlagen vergeben.
Weitere Punkte werden vergeben für den Ausschluss besonders klimaschädlicher Baustoffe und die Reduktion des Energiebedarfs bei der Herstellung des Gebäudes. Der Einsatz von Lüftungsanlagen ist in klima:aktiv-Häusern vorgesehen.
Webtipp: Das Programm "klima:aktiv" der österr. Bundesregierung