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Peakshaving Strategie (Fronius/BYD/Homeassistant) - Seite 3 teilen

4.10. -5.10.2026    54 Antworten    17 Autoren 54 2026-10-05T17:02:31+02:00    1 Empfehlungen
     
Zusammenfassung
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  •  MPP33
04.10.2026
55
Hallo zusammen,

Langsam kommt die Weihnachtsdeko in die Geschäftsregale, es ist also Zeit sich auf 2027 vorzubereiten.

Was für eine Logik fahrt ihr zum peakshaving? Ggf. auch mit kritischem Blick darauf was die Hardware dazu sagt.

Mein Setup ist 12kWp, Fronius Gen24 10kW und BYD HVM 11kWh (mit dem kleinen Nachteil, dass der am Fronius nur 4,6kW liefern/laden kann).
Bisher plump eigenständig am laufen, nur selten mal im  Winter etwas Reserve hochgesetzt und in HA über die Fronius Integration rein lesend.

Dazu ist der WR WR [Wechselrichter] in Homeassistant über Modbus in HA integriert.
Das hier hat mir sehr geholfen:
https://www.libe.net/en/byd-modbus

In Vorbereitung hab ich mir die historischen Daten aus 2 Jahren angeschaut, einerseits im Portal vom Netzbetreiber, andererseits den Wert aus dem Fronius Smartmeter (aufbereitet in 15min Balken in Grafana).
Dabei meine Erkenntnis: Wir haben Spitzen bis 5-6kW, allerdings erstrecken die sich nur über kurze Zeitspannen.
Die übelste die ich gefunden habe ist eine 6kW Spitze gefolgt von 2x 4kW. Will ich die auf 2kW glattbügeln brauche ich also 4×0,25+2x0,25+2x0,25 = 1,5kWh (ca. 15% von meinem Akku)

Mein Ansatz (Details dazu weiter unten):
- Helfer der mir den aktuellen 15min Stand anzeigt
- Helfer der mir daraus den Höchstwert im laufenden Monat speichert
- PV Vorhersage
- Ein Script das die Ladelogik auf den aktuellen Stand rücksetzt (derzeit 10% mit 5% eiserner Reserve um den Notstrom hochfahren zu können)
- Ein Script, das einen höheren variablen  Reservestand setzt

Die Idee:
Der erste Helfer mittelt mir dem aktuellen 15min Verbrauch, d.h. es wird nicht auf die abgelaufene Zeit gemittelt sondern immer aufs feste 15min Intervall.
Bedeutet plakativ: Eine Minute mit 7kW schießt den Wert nicht durch die Decke sofern der Bezug danach wieder seicht dahintümpelt. Er stellt also quasi das verbrauchte Budget an Energie dieser 15min dar.

Am Abend bei Sonnenuntergang soll mir eine Logik aus der PV Vorhersage das variable Entladelimit setzen.
Hintergedanke: Wenn ich schon weiß, dass ich morgen nix in den Akku bekomm lass ich ihn gleich garnicht unter 60% fallen und hab mehr Reserven für peakshaving das dann voraussichtlich öfter gebraucht wird.

Erreicht der Akku in der Nacht das Limit wird hart auf Netzbezug umgestellt. Der 15min Budgetzähler beginnt zu zählen.

Jetzt wird ein 15min Bezugslimit gesetzt - es ist ja die Rede von 2kW die man immer zahlen muss, diese würde ich also am Monatsanfang als Wunschziel heranziehen.
Jetzt käme der Monatshöchstwert ins Spiel, sollte man es mit peakshaving einmal für 15min nicht unter die 2kW schaffen ist das Kind ja schon in den Brunnen gefallen und man kann die Grenze entsprechend hochsetzen um die ganze Anlage nicht mit nutzlosem peakshaving zu quälen.

Zuletzt beobachtet eine Automatisierung den 15min Budgetzähler und reagiert sobald dieser in die Nähe der gesetzten Grenze kommt (z.B. 1,8kW bei Ziel max. 2kW)
Wird die Grenze überschritten löst es das Script aus mit dem die Entladegrenze auf das absolute Minimum gesetzt wird (10%), der Akku fährt mit voller Leistung rein und sorgt so bis zum Ablauf der aktuellen 15min Periode für 0 Netzbezug.
Am Ende der 15min wird wieder rückgesetzt auf das höhere Limit, ein neues Intervall beginnt mit 100% Netzbezug in der Hoffnung, dass man unter dem 2kW Limit bleibt - wenn nicht geht das Spiel von vorne los.

Gedanken dazu:
- Auf diese Art kappe ich nicht die absoluten Spitzen, dafür wende ich nur die minimal nötige Energie auf um unter dem Limit zu bleiben.
- Das Netz sieht fast noch üblere Schwankungen als bisher da ich bei Verbrauchsspitzen im 15min Takt die Grundlast wegkappe.
- Die Anlage schaltet im Extremfall im 15m Takt ein/aus, manchmal wohl nur für Sekunden. Ist das dem WR WR [Wechselrichter]/Akku egal oder quält ihn das?
- sollte das Budget früh erreicht sein und bei aktivem Akku eine Spitze von über 4,8kW daherfliegen habe ich eine Überschreitung da dr Akku das nicht mehr auf 0 ausgebügelt bekommt. Daher muss hier fast 1,5...1,7kW als Limit gesetzt werden wenn 2kW das Ziel ist.
Hängt halt davon ab wie oft Spitzen in der Höhe anfallen - aus den Aufzeichnungen sind es 2-3 wovon vl. eine so fällt, dass man einmal ein Monat 1kW höher gestuft wird - also einmal Pech gehabt aber verkraftbar.

Würde mich interessieren was für eine Logik ihr euch einfallen lassen habt und wo die Vor/Nachteile liegen.

  •  ck
5.10.2026 15:28  (#41)

zitat..
Magnum2 schrieb: Weil vorhin 8A/5.5kW für die Wallbox genannt wurden; damit (mit Ladeverlusten) wird nichteinmal ein kleiner Akku voll.

Komisch, wir haben 2 BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] im Haus (fahren 40 tkm im Jahr) und ich mache das seit einem Jahr, wäre mir noch nicht aufgefallen dass das nicht geht.

Bislang war ich noch nicht auf die 6h WiNAP reduziert (in Zukunft auch nicht), aber wenn abzüglich Ladeverlusten 6x5= 30 kWh im Akku ankommen reicht mir das.

Bislang hatte ich noch nie das Thema, dass ich mit Null % ankomnme und 5h später wieder 100% benötige.


1
  •  npalko
  •   Bronze-Award
5.10.2026 15:32  (#42)
Ist der Betrachtungsraum immer 1 Monat, oder das ganze Jahr? Weil wenns 1 Monat ist zahltman  33,82€/kw/Jahr, also Pro Monat 1/12 Davon? Oder zahlt man das ganze Jahr dann die Maximal Spitze aus dem Winter?

1
  •  ck
5.10.2026 15:37  (#43)
Monatsbetrachtung.

1
  •  npalko
  •   Bronze-Award
5.10.2026 15:44  (#44)
Dann gehts ja e um nichts, einfach unter 10kW bleiben, und im Dezember und Jänner halt jeweils 29€ zahle mit PV, dafür nichts den Rest des Jahres oder?

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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
5.10.2026 15:48  (#45)

zitat..
npalko schrieb: dafür nichts den Rest des Jahres oder?

Nein, mind. 20% deiner Anschlussleistung.

Bei 10kW
mind. 2kW*33,82/12 pro Monat

1
  •  npalko
  •   Bronze-Award
5.10.2026 15:50  (#46)
ok sorry, für die formulierung 2 x 2,9€ war für mich nichts den rest des jahres^^
 
aber so richtig so ich da noch nicht den drang peak shaving zu betreiben solange ich halt net Jänner bis Dezemeber mit 11kw Wallbox fahre.


1
  •  Benji
  •   Gold-Award
5.10.2026 16:00  (#47)

zitat..
PVAndyE schrieb: Ich warte mal ab, wie die flexiblen Tarife in Kombination mit den fixen Tarifen gestaltet werden.

Hmmm... da ist offensichtlich was an mir vorbeigegangen.
Hast du den einen oder anderen link für mich, zum Nachlesen? Danke!


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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
5.10.2026 16:08  (#48)

zitat..
thohem schrieb:

-20% auf den Arbeitspreis des Netznutzungsentgeltes. Bei grob 5cent also grob 1cent Ersparnis. 

Alles ohne Gewähr weil viele Fragen noch offen sind. Erst wenn man tatsächliche Zahlen und Praktiken auf dem Tisch liegen hat wird man wissen, wohin die Reise tatsächlich geht

OK, danke für die Klarstellung, das Wording ist wichtig. Ich habe mir mal die letzte Stromrechnung angesehen.

Netznutzung-Arbeitspreis Ende 2025 war bei mir 7,4000 Cent/kWh exkl. USt., bei 20% weniger würde ich mir 1,776 Cent/kWh sparen, ziehe ich 1000kWh in WiNAP, erspare ich mir 17,76€.

Leistungspreis bis 10kW soll bei 33,82€/kW/a liegen, ich nehme an ohne USt. Lade ich anstatt 10kW am Netzanschluss nur mit 6kW, würde mir das (10-6)*33,82/12*1.2=13,528€ in diesem Monat sparen.

Hmm. Weiß noch immer nicht was ich priorisieren sollte. Ich denke, ich stelle mal mein Wallbox-Lastmanagement auf 8kW am Hausanschluss und fertig. 7kW wäre vielleicht besser, aber ich mag keine Primzahlen 🤣, und 6kW inkl. WP werden möglicherweise zuwenig sein.

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  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
5.10.2026 16:09  (#49)

zitat..
hellsayer schrieb:
──────..
PVAndyE schrieb: Ja, hab ich. Und eine Batterie, die den abendlichen Saunabesuch zur Gänze abfängt.
───────────────
Und die ist im Dezember voll? Und die kann 9kW Entladeleistung? Coole Sache. 

Sie wird nicht immer voll, aber recht oft. Im Jahr sind es ca. 300 volle Zyklen.
Im Sommer täglich, im Winter halt weniger oft.

Ich habe aus dem Grund 2 hybride WR WR [Wechselrichter] (2x Gen24 12.0) , an denen jeweils eigene Batterien hängen und die in Summe 21 kW Lade/Entladeleistung zusammenbringen. Ein gemütlicher Saunagang verbraucht ca. 20 kWh.

Das war die SoC Kurve der Anlage im letzten Winter

2026/20261005591745.png


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  •  ck
5.10.2026 16:12  (#50)

zitat..
Magnum2 schrieb: eistungspreis bis 10kW soll bei 33,82€/kW/a liegen,

Aber nicht 2027, sondern erst nach 3 Jahren, für 2027 hat die e-Control 19 EUR/kWh in den Raum gestellt.


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  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
5.10.2026 16:36  (#51)

zitat..
Benji schrieb:
──────..
PVAndyE schrieb: Ich warte mal ab, wie die flexiblen Tarife in Kombination mit den fixen Tarifen gestaltet werden.
───────────────
Hmmm... da ist offensichtlich was an mir vorbeigegangen.
Hast du den einen oder anderen link für mich, zum Nachlesen? Danke!

Bitte nicht mit SNAP und WiNAP verwechseln ....


2026/20261005516182.png



2026/20261005665464.png



2026/20261005792628.png



 

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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
5.10.2026 16:53  (#52)

zitat..
ck schrieb:

Bislang war ich noch nicht auf die 6h WiNAP reduziert (in Zukunft auch nicht), aber wenn abzüglich Ladeverlusten 6x5= 30 kWh im Akku ankommen reicht mir das.

Wenn man öfter ansteckt wird es wohl reichen, wäre aber ein Komfortverlust täglich anstecken zu müssen. Ich denke, ich limitiere auf 8kW Hausanschluss, gebe die Wallboxladung um 22 Uhr frei, wird das Auto innerhalb der WiNAP-Zeit voll, dann schön, wenn nicht dann darf das Auto auch danach noch fertigladen bis 9 Uhr. Länger kann ich nicht einstellen, aber dann würde das Vorheizen des Autos in der Früh noch über Kabel erfolgen.

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  •  ck
5.10.2026 17:00  (#53)

zitat..
Magnum2 schrieb: Wenn man öfter ansteckt wird es wohl reichen, wäre aber ein Komfortverlust täglich anstecken zu müssen.

Ich fahre seit 6 Jahren elektrisch und stecke IMMER an wenn das Auto zu Hause steht, was soll daran ein Komfortverlust sein?


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  •  Oesterreicher
  •   Bronze-Award
5.10.2026 17:02  (#54)

zitat..
PVAndyE schrieb:

Bitte nicht mit SNAP und WiNAP verwechseln ....

Also stelle ich meinen Anschluss um auf 2KW fix und 8KW flexibel. Habe ich 16 Stunden am Tag 10KW zur Verfügung, zahle dafür aber nur für 4KW. Im Sommer hängt man mit PV sowieso am unteren Limit und zahlt sicher nur für 2KW.

Im Winter je nach Verbraucher könnte man so 4KW bezahlen obwohl man 16 Stunden 10 KW hat. Geht man auf den WiNAP kann man so auf die kWh nochmal 20% sparen, also in der Zeit den Akku laden.

Statt also ungefähr 10KW Leistung bei ca. 4 Monaten * 33€ = 110€ wären das dann 4KW Leistung bei 4 Monaten *33€ = 44€. 66€ gespart. Dafür aber nur 16 Stunden lang 10KW gegenüber 24 Stunden lang 10KW. Zudem kommt dann das Entgelt für die Steuerbox vom Netzbetreiber dazu. Also ich würds dann einfach laufen lassen, so geizig ich auch bin. 
Dazu die Verluste des Akkus jedes Mal laden/entladen wenn man in den abgeschalteten/reduzierten Zeiten mit dem Akku ausgleichen muss. 


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