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Peakshaving Strategie (Fronius/BYD/Homeassistant) - Seite 2 teilen

4.10. -5.10.2026    50 Antworten    16 Autoren 50 2026-10-05T16:12:33+02:00
     
Zusammenfassung
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  •  MPP33
04.10.2026
50
Hallo zusammen,

Langsam kommt die Weihnachtsdeko in die Geschäftsregale, es ist also Zeit sich auf 2027 vorzubereiten.

Was für eine Logik fahrt ihr zum peakshaving? Ggf. auch mit kritischem Blick darauf was die Hardware dazu sagt.

Mein Setup ist 12kWp, Fronius Gen24 10kW und BYD HVM 11kWh (mit dem kleinen Nachteil, dass der am Fronius nur 4,6kW liefern/laden kann).
Bisher plump eigenständig am laufen, nur selten mal im  Winter etwas Reserve hochgesetzt und in HA über die Fronius Integration rein lesend.

Dazu ist der WR WR [Wechselrichter] in Homeassistant über Modbus in HA integriert.
Das hier hat mir sehr geholfen:
https://www.libe.net/en/byd-modbus

In Vorbereitung hab ich mir die historischen Daten aus 2 Jahren angeschaut, einerseits im Portal vom Netzbetreiber, andererseits den Wert aus dem Fronius Smartmeter (aufbereitet in 15min Balken in Grafana).
Dabei meine Erkenntnis: Wir haben Spitzen bis 5-6kW, allerdings erstrecken die sich nur über kurze Zeitspannen.
Die übelste die ich gefunden habe ist eine 6kW Spitze gefolgt von 2x 4kW. Will ich die auf 2kW glattbügeln brauche ich also 4×0,25+2x0,25+2x0,25 = 1,5kWh (ca. 15% von meinem Akku)

Mein Ansatz (Details dazu weiter unten):
- Helfer der mir den aktuellen 15min Stand anzeigt
- Helfer der mir daraus den Höchstwert im laufenden Monat speichert
- PV Vorhersage
- Ein Script das die Ladelogik auf den aktuellen Stand rücksetzt (derzeit 10% mit 5% eiserner Reserve um den Notstrom hochfahren zu können)
- Ein Script, das einen höheren variablen  Reservestand setzt

Die Idee:
Der erste Helfer mittelt mir dem aktuellen 15min Verbrauch, d.h. es wird nicht auf die abgelaufene Zeit gemittelt sondern immer aufs feste 15min Intervall.
Bedeutet plakativ: Eine Minute mit 7kW schießt den Wert nicht durch die Decke sofern der Bezug danach wieder seicht dahintümpelt. Er stellt also quasi das verbrauchte Budget an Energie dieser 15min dar.

Am Abend bei Sonnenuntergang soll mir eine Logik aus der PV Vorhersage das variable Entladelimit setzen.
Hintergedanke: Wenn ich schon weiß, dass ich morgen nix in den Akku bekomm lass ich ihn gleich garnicht unter 60% fallen und hab mehr Reserven für peakshaving das dann voraussichtlich öfter gebraucht wird.

Erreicht der Akku in der Nacht das Limit wird hart auf Netzbezug umgestellt. Der 15min Budgetzähler beginnt zu zählen.

Jetzt wird ein 15min Bezugslimit gesetzt - es ist ja die Rede von 2kW die man immer zahlen muss, diese würde ich also am Monatsanfang als Wunschziel heranziehen.
Jetzt käme der Monatshöchstwert ins Spiel, sollte man es mit peakshaving einmal für 15min nicht unter die 2kW schaffen ist das Kind ja schon in den Brunnen gefallen und man kann die Grenze entsprechend hochsetzen um die ganze Anlage nicht mit nutzlosem peakshaving zu quälen.

Zuletzt beobachtet eine Automatisierung den 15min Budgetzähler und reagiert sobald dieser in die Nähe der gesetzten Grenze kommt (z.B. 1,8kW bei Ziel max. 2kW)
Wird die Grenze überschritten löst es das Script aus mit dem die Entladegrenze auf das absolute Minimum gesetzt wird (10%), der Akku fährt mit voller Leistung rein und sorgt so bis zum Ablauf der aktuellen 15min Periode für 0 Netzbezug.
Am Ende der 15min wird wieder rückgesetzt auf das höhere Limit, ein neues Intervall beginnt mit 100% Netzbezug in der Hoffnung, dass man unter dem 2kW Limit bleibt - wenn nicht geht das Spiel von vorne los.

Gedanken dazu:
- Auf diese Art kappe ich nicht die absoluten Spitzen, dafür wende ich nur die minimal nötige Energie auf um unter dem Limit zu bleiben.
- Das Netz sieht fast noch üblere Schwankungen als bisher da ich bei Verbrauchsspitzen im 15min Takt die Grundlast wegkappe.
- Die Anlage schaltet im Extremfall im 15m Takt ein/aus, manchmal wohl nur für Sekunden. Ist das dem WR WR [Wechselrichter]/Akku egal oder quält ihn das?
- sollte das Budget früh erreicht sein und bei aktivem Akku eine Spitze von über 4,8kW daherfliegen habe ich eine Überschreitung da dr Akku das nicht mehr auf 0 ausgebügelt bekommt. Daher muss hier fast 1,5...1,7kW als Limit gesetzt werden wenn 2kW das Ziel ist.
Hängt halt davon ab wie oft Spitzen in der Höhe anfallen - aus den Aufzeichnungen sind es 2-3 wovon vl. eine so fällt, dass man einmal ein Monat 1kW höher gestuft wird - also einmal Pech gehabt aber verkraftbar.

Würde mich interessieren was für eine Logik ihr euch einfallen lassen habt und wo die Vor/Nachteile liegen.

  •  gschnasl
5.10.2026 11:19  (#21)
Die cent pro kWh sind unabhängig vom kW 15 min Wert immer gleich (aber abhängig vom Netzbetreiber).
Über 10kW zahlt man laut derzeitigen Entwurf den doppelten Preis für  den Leistungsanteil.

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  •  ck
5.10.2026 11:20  (#22)

zitat..
grua schrieb: Kannst du das genauer erklären? Ich war ebenfalls der Meinung, dass zw. 2 und 10 kW (15 min Wert) ein fixer Preis ct/kWh zu bezahlen sein wird und über 10 kW dann mehr.

du zahlst pro kWh und pro kW!


2026/20261005453486.png

2026/20261005910905.png



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  •  ds50
  •   Gold-Award
5.10.2026 11:21  (#23)

zitat..
grua schrieb:

──────..
ck schrieb:

──────..
webwude schrieb:

Blöde Frage: ich meine gelesen zu haben, 2kW ist der Bodensatz und die nächste Stufe sei 10. Sprich über 2 bis 10 spiele keine Rolle. Lieg ich da falsch?
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Es spielt schon eine Rolle, zwischen 2 und 10 kW verläuft es linear.
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Kannst du das genauer erklären? Ich war ebenfalls der Meinung, dass zw. 2 und 10 kW (15 min Wert) ein fixer Preis ct/kWh zu bezahlen sein wird und über 10 kW dann mehr.

Du zahlst im Endausbau irgendwas um die 33€ pro kW und Jahr. Ab 10kW das Doppelte. 2kW sind mindestens zu zahlen.  + Arbeitspreis in kWh.

zitat..
MPP33 schrieb: Ich hätte es so verstanden, dass jedes angebrochene kW voll zu zahlen ist.

Nein, ist falsch. Bei 3,11kW zahlst du 3,11kW.

Sowas (hohe Spitze nur in 2 Wintermonaten) ist ok, aber übers ganze Jahr kann das teuer werden.

Und ich würde sehr wohl die Wallbox dynamisch begrenzen, damit der Geschirrspüler in der Nacht nicht einen höheren Peak verursacht.

Meines Erachtens nach ist die Wallbox der kritischste, aber auch am Besten zu steuernde Verbraucher.

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  •  ck
5.10.2026 11:31  (#24)

zitat..
ds50 schrieb: Meines Erachtens nach ist die Wallbox der kritischste, aber auch am Besten zu steuernde Verbraucher.

genau, wobei Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner sind meist auch ganz gut steuerbar (könnte sein dass meine Frau das anders sieht emoji ) Ceranfeld sehe ich hier eher als Problem

Gemini sagt zu den 15 Min Werten folgendes

2026/20261005756274.png


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  •  MPP33
5.10.2026 11:33  (#25)
28kWh und BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] sind halt eine andere Dimension und nachladen vom Speicher aus dem Netz will ich ja wenn möglich vermeiden.

Mein Ziel ist es im Fall, dass ich wenn ich nicht mehr genug eigenen Strom hab abzuriegeln und mit dem verbleibenden Rest zu haushalten.

An Schlechtwettertagen kommt tagsüber erfahrungsgemäß eh nicht genug runter um die volle Kapazität zu nutzen - und statt dann um den 0-Punkt zu pendeln lässt man halt den Akku anhand der Vorhersage 30...80% voll was eh ganz gut mit der Notwendigkeit des peakshaving zusammentrifft.

Bei der plumpen Einstellung max. 3kW bügelt dir der Akku (unnötigerweise) jede momentane Spitze glatt und du musst die entsprechend aufgewendete Energie im worst case wieder aus dem Netz ziehen. Ob das unter Betrachtung der Wandelverluste so viel Sinn macht weiß ich nicht.

Grund zur nicht Verwendung einer fertigen Modbus Integration ist, dass mir grade eine solche inoffizielle Integration in die Suppe spuckt (LG Waschgeräte). Herstellerseitig wurde das interface zerschossen und damit funktioniert die Integration nicht mehr.

Aus dieser "Angst" heraus wollt ich mich nicht von einer Integration abhängig machen wenns verhältnismäßig einfach auf direktem Weg geht und idr. mehr Flexibilität bietet.

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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
5.10.2026 11:41  (#26)

zitat..
MPP33 schrieb: nachladen vom Speicher aus dem Netz will ich ja wenn möglich vermeiden.

Wie willst das in der PeakShaving-Zeit(Winter) verhindern? Soviel Strom hast da ja nicht.

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  •  MPP33
5.10.2026 11:59  (#27)
Wenn ich mir die Daten der letzten Jahre anschau ist das durchaus möglich.
Wie gesagt, wir haben kein BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] und eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung die auch bei -20° keine Späße wie elektrisches zuheizen anfängt.

In der Nacht haben wir wenig Grundlast. Selbst bei -20° waren wir da nicht über 2kW. Bis die Sonne aufgeht haben wir idr. eine Morgenspitze von Kaffeemaschine, Backofen für Brötchen o.Ä.
Zumindest die Spitzen über 3kW/15min sind seltener als gedacht.
Momentanspitzen über 3kW für Sekunden/Minuten dagegen häufig.
Die Waschmaschine zieht ja z.B. nur für 5min 2kW, dann ist das Wasser heiß und sie rödelt nur noch mit 500W vom Motor dahin.

Habs nicht vollständig analysiert aber wie eingangs erwähnt hätte ich in der Vergangenheit für die höchste je aufgetretene und sich über 45min erstreckende Spitze 1,5kWh gebraucht.

Ich würde also im Winter immer einen Sockel von 3kWh (ca. 35%) im Speicher lassen den ich ggf. zur besseren Nutzung des Speichers nur dann ganz in der Früh freigebe wenn mir die PV Vorhersage gut genug ist damit die Sonne den dann auch  wieder voll macht.

Peakshaving am Tag wird hoffentlich nur an Mistwettertagen nötig sein und da sollte mir die Logik dann am Vorabend 6-7kWh zurückhalten - und die Frau muss angewiesen werden mit der Wäsche auf die nächste Sonne zu warten.

Netzladen vom Akku glaube ich wird bis auf mehrtägiges Schlechtwetter oder Schnee auf der PV vermeidbar sein.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
5.10.2026 12:09  (#28)

zitat..
MPP33 schrieb: Bis die Sonne aufgeht

In Teilen Österreichs ist dies im Dezember 2025 über Wochen (!) nie passiert. Also, die Sonne war schon da, aber hinter Wolken ganz gut versteckt. emoji

Ich rede vom Peak Shaven eigentlich immer im Winter. Da muss der Speicher eben über einen gewissen SoC gehalten werden, um reines Peakshaven um einen definierten kW Wert für diesen Monat leisten zu können. Und bei 0 PV Leistung liegt das Nachladefenster des Speichers eben im WiNAP.
Wenn "genügend" PV tagsüber verfügbar ist, dann darf der Speicher aber auch nicht zu voll sein, um keinen Überschussstrom mehr aufnehmen zu können.

Für mich ist diese PV Vorhersage, um den SoC des Speichers um 04:00 früh (Ende des WiNAP Fensters) bestimmen zu können, ziemlich essentiell für meine Automatisierung.


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  •  MPP33
5.10.2026 12:31  (#29)
Hier einmal der vergangene Januar, oben die 15min Spitzen tatsächlich aus dem Netz gezogen, unten 15min Spitzen vom Gesamtverbrauch (im unteren ist die Y Achse falsch beschriftet, kopierfehler...)

2026/20261005182950.jpg

Wie man sieht bügeln PV und Akku generell schon viel platt.
Ich zähle insgesamt vl. 20-25 notwendige Regeleingriffe die sich selten auf mehr als 1h ausdehnen.

Wir sind zum Glück etwas höher und oft aus dem Nebel draußen wenn 5km weiter tagelang die Suppe hängt.

Aber man sieht schön, 2 kleine Spitzen sind schuld, dass ich letzten Januar ca. 4,5kW gehabt hätte. Weitere 3 übersteigen die 3kW. Also im ganzen Monat genau 5 Regeleingriffe und 5,5€ gespart. :)
Auf die 2kW zu drücken wird da schon spannender.

Muss dem bei Gelegenheit auf den Grund gehen wie es zu der 7kW Spitze kam.
Ich glaub da hab ich mit dem Akku gespielt und mit 4,8kW aus dem Netz geladen. Das sollte man in Zukunft halt unterlassen weils potentiell gleich mal 10-15€ kostet.

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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
5.10.2026 13:24  (#30)
Ohne BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] würde ich mir das PeakShaving, glaub ich, nicht mal einrichten.

Ist ja für mich mit BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] schon die Frage, wie weit ich es von Forecasts abhängig machen werde, vermutlich nicht wirklich. Ich werde wohl noch einen SOC fürs Netzladen einrichten und laden während WiNAP bevorzugen (interessanter wären noch die flexiblen Zeiten).

Selbst wenn ich im Winter 6kW Spitzen hätte, wäre es aufs Jahr gesehen egal.

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  •  MPP33
5.10.2026 14:20  (#31)
Ich bin ja generell schon gespannt ob da noch was kommt hinsichtlich Nacht.

Die Slowenen klammern z.B. die Nachtstunden bei den leistungsbezogenen Gebühren aus, d.h. sie fördern, dass man Grundlast in den billigen Nachtstunden erzeugt indem man das Auto gezielt in der Zeit füllt.

Der WiNAP geht in die gleiche Richtung, aber was hilfts wenn man da dann im Gegenzug seitens Leistungspreis eine drüberbekommt.

Ich bezweifle aber stark, dass es sich rechnet nur wegen dem WiNAP den Hausakku zu laden, die Wandelverluste übersteigen wohl die recht magere Ersparnis.

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  •  thohem
5.10.2026 14:20  (#32)

zitat..
sir0x schrieb: laden während WiNAP bevorzugen

Ich weiß nicht recht, ob sich die 1cent Ersparnis lohnt. Würde bei mir jeden Tag um die 10-15cent bringen, also je Winter um die 10€....ich hab's auch mal drin, werd's aber beobachten 


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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
5.10.2026 14:30  (#33)

zitat..
MPP33 schrieb: Ich bezweifle aber stark, dass es sich rechnet nur wegen dem WiNAP den Hausakku zu laden, die Wandelverluste übersteigen wohl die recht magere Ersparnis.

Ich muss ja sowieso laden, da ich im Winter nicht genug Sonne (Nebel und Schnee am Dach) habe.

zitat..
thohem schrieb: Ich weiß nicht recht, ob sich die 1cent Ersparnis lohnt. Würde bei mir jeden Tag um die 10-15cent bringen, also je Winter um die 10€....ich hab's auch mal drin, werd's aber beobachten

20% wären bei mir ja schon 2c emoji (KärntenNetz 9,76c/kWh netto)

Aber unterm Strich reden wir, mit PV und Speicher, sowieso von kleinen Beträgen.

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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
5.10.2026 14:44  (#34)
Nachdem hier einige Wissende sind und ich ein ziemlich Unwissender, dazu noch ohne Akku, dafür aber mit einigen Stromhungrigen Verbrauchern (Sauna, 2*BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto], LWWP): wenn ich es richtig verstehe, sollte ich tunlichst die Wallbox auf etwa 10 Ampere fixieren, damit für andere Verbraucher etwas Raum bleibt bis 10kW peak/15 Min, korrekt? Wie gehe ich mit meiner Sauna um, die einfach während der Aufheizzeit immer 9kW zieht? Die kann ich auch nicht einfach wie eine Wallbox regulieren? Wie seht ihr das? Sauna nur dann einschalten, wenn die WP WP [Wärmepumpe] und sonst auch nix rennt? Danke und LG
PS: hat hier niemand eine Sauna? 🤪


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  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
5.10.2026 14:45  (#35)

zitat..
thohem schrieb:
──────..
sir0x schrieb: laden während WiNAP bevorzugen
───────────────
Ich weiß nicht recht, ob sich die 1cent Ersparnis lohnt. Würde bei mir jeden Tag um die 10-15cent bringen, also je Winter um die 10€....ich hab's auch mal drin, werd's aber beobachten

Ich warte mal ab, wie die flexiblen Tarife in Kombination mit den fixen Tarifen gestaltet werden.

Wenn diese 75% Reduktion der Netzgebühren ermöglichen, dann wäre das eine gute Kombination, in diesen Stunden den Strom von anderen Teilnehmern der BEG zu den (größeren) Verbrauchern zu schubsen. Werden die 75% sowohl für Arbeit als auch Leistung angesetzt werden ?
 
Offene Fragen:

1) Welche einmaligen Kosten fallen für die flexiblen Bezugsrechte an? Wie wird die monatliche "Grundgebühr" aussehen?

2) Kann man die 10 kW "fix" Grenze runtersetzen ? zBsp auf 5 kW und den Rest "flexibel" ? Dann würden die Leistungsspitzen für den Bezug halt in diese Zeit verlegt werden.

3) Wie kompliziert werden die NB die Zeitfenster gestalten ? Mindestens 2x 4 Stunden pro Tag müssen sie sein, wo der flexible Teil nicht zur Verfügung steht. Oder gehen sie den Weg, daß sie jeden Tag um 6 Uhr die Zeitfenster und den %-Satz für den Folgetag bekanntgeben werden ?

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  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
5.10.2026 14:59  (#36)

zitat..
hellsayer schrieb:
PS: hat hier niemand eine Sauna? 🤪

Ja, hab ich. Und eine Batterie, die den abendlichen Saunabesuch zur Gänze abfängt.
Der Verbrauch und die Menge fallen netztechnisch nicht weiter auf (solange die Batterie geladen ist)
 


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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
5.10.2026 15:07  (#37)

zitat..
MPP33 schrieb:

Der WiNAP geht in die gleiche Richtung, aber was hilfts wenn man da dann im Gegenzug seitens Leistungspreis eine drüberbekommt.

Ich kann das derzeit gar nicht einschätzen wo der Sweetspot liegen könnte. Mit WiNAP gibt es ein 6h Zeitfenster, wo Netzgebühren 20% reduziert sind, ergibt ungefähr -10% auf den Strompreis. Dafür die leistungsabhängigen Netzgebühren je kW.

Weil vorhin 8A/5.5kW für die Wallbox genannt wurden; damit (mit Ladeverlusten) wird nichteinmal ein kleiner Akku voll. Also besser außerhalb der WiNAP Zeit mit geringer Leistung zu höheren Strompreisen weiterladen, oder doch mehr Leistung, wenn auch nicht volle 11kW, und den reduzierten Strompreis nutzen?




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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
5.10.2026 15:17  (#38)

zitat..
Magnum2 schrieb: Weil vorhin 8A/5.5kW für die Wallbox genannt wurden; damit (mit Ladeverlusten) wird nichteinmal ein kleiner Akku voll.

verstehe auch die 8A nicht. 12A gehen ja auch noch, das wären 8,3kW. Reicht für die Nacht doch, wenn die WP WP [Wärmepumpe] zB aus ist oder nicht so viel Last zieht. Mit 8A fadisiert sich mein BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] ziemlich lange, da reichen die 6h nie aus.

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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
5.10.2026 15:19  (#39)

zitat..
PVAndyE schrieb: Ja, hab ich. Und eine Batterie, die den abendlichen Saunabesuch zur Gänze abfängt.

Und die ist im Dezember voll? Und die kann 9kW Entladeleistung? Coole Sache. Meine ca. 18kWp am Flachdach schaffen ein paar Stunden die WP WP [Wärmepumpe] und das Haus zu unterstützen, das wars. Da würde in den Akku 0 reingehen zwischen Dezember und Jänner (letztes Jahr war da noch durchgehend Nebel, nicht eine Sonnenstunde).


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  •  thohem
5.10.2026 15:21  (#40)

zitat..
Magnum2 schrieb: wo Netzgebühren 20% reduziert sind

-20% auf den Arbeitspreis des Netznutzungsentgeltes. Bei grob 5cent also grob 1cent Ersparnis. 

Alles ohne Gewähr weil viele Fragen noch offen sind. Erst wenn man tatsächliche Zahlen und Praktiken auf dem Tisch liegen hat wird man wissen, wohin die Reise tatsächlich geht


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  •  ck
5.10.2026 15:28  (#41)

zitat..
Magnum2 schrieb: Weil vorhin 8A/5.5kW für die Wallbox genannt wurden; damit (mit Ladeverlusten) wird nichteinmal ein kleiner Akku voll.

Komisch, wir haben 2 BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] im Haus (fahren 40 tkm im Jahr) und ich mache das seit einem Jahr, wäre mir noch nicht aufgefallen dass das nicht geht.

Bislang war ich noch nicht auf die 6h WiNAP reduziert (in Zukunft auch nicht), aber wenn abzüglich Ladeverlusten 6x5= 30 kWh im Akku ankommen reicht mir das.

Bislang hatte ich noch nie das Thema, dass ich mit Null % ankomnme und 5h später wieder 100% benötige.


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