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Peakshaving Strategie (Fronius/BYD/Homeassistant) teilen

4.10. -5.10.2026    54 Antworten    17 Autoren 54 2026-10-05T17:02:31+02:00    1 Empfehlungen
     
Zusammenfassung
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  •  MPP33
04.10.2026
55
Hallo zusammen,

Langsam kommt die Weihnachtsdeko in die Geschäftsregale, es ist also Zeit sich auf 2027 vorzubereiten.

Was für eine Logik fahrt ihr zum peakshaving? Ggf. auch mit kritischem Blick darauf was die Hardware dazu sagt.

Mein Setup ist 12kWp, Fronius Gen24 10kW und BYD HVM 11kWh (mit dem kleinen Nachteil, dass der am Fronius nur 4,6kW liefern/laden kann).
Bisher plump eigenständig am laufen, nur selten mal im  Winter etwas Reserve hochgesetzt und in HA über die Fronius Integration rein lesend.

Dazu ist der WR WR [Wechselrichter] in Homeassistant über Modbus in HA integriert.
Das hier hat mir sehr geholfen:
https://www.libe.net/en/byd-modbus

In Vorbereitung hab ich mir die historischen Daten aus 2 Jahren angeschaut, einerseits im Portal vom Netzbetreiber, andererseits den Wert aus dem Fronius Smartmeter (aufbereitet in 15min Balken in Grafana).
Dabei meine Erkenntnis: Wir haben Spitzen bis 5-6kW, allerdings erstrecken die sich nur über kurze Zeitspannen.
Die übelste die ich gefunden habe ist eine 6kW Spitze gefolgt von 2x 4kW. Will ich die auf 2kW glattbügeln brauche ich also 4×0,25+2x0,25+2x0,25 = 1,5kWh (ca. 15% von meinem Akku)

Mein Ansatz (Details dazu weiter unten):
- Helfer der mir den aktuellen 15min Stand anzeigt
- Helfer der mir daraus den Höchstwert im laufenden Monat speichert
- PV Vorhersage
- Ein Script das die Ladelogik auf den aktuellen Stand rücksetzt (derzeit 10% mit 5% eiserner Reserve um den Notstrom hochfahren zu können)
- Ein Script, das einen höheren variablen  Reservestand setzt

Die Idee:
Der erste Helfer mittelt mir dem aktuellen 15min Verbrauch, d.h. es wird nicht auf die abgelaufene Zeit gemittelt sondern immer aufs feste 15min Intervall.
Bedeutet plakativ: Eine Minute mit 7kW schießt den Wert nicht durch die Decke sofern der Bezug danach wieder seicht dahintümpelt. Er stellt also quasi das verbrauchte Budget an Energie dieser 15min dar.

Am Abend bei Sonnenuntergang soll mir eine Logik aus der PV Vorhersage das variable Entladelimit setzen.
Hintergedanke: Wenn ich schon weiß, dass ich morgen nix in den Akku bekomm lass ich ihn gleich garnicht unter 60% fallen und hab mehr Reserven für peakshaving das dann voraussichtlich öfter gebraucht wird.

Erreicht der Akku in der Nacht das Limit wird hart auf Netzbezug umgestellt. Der 15min Budgetzähler beginnt zu zählen.

Jetzt wird ein 15min Bezugslimit gesetzt - es ist ja die Rede von 2kW die man immer zahlen muss, diese würde ich also am Monatsanfang als Wunschziel heranziehen.
Jetzt käme der Monatshöchstwert ins Spiel, sollte man es mit peakshaving einmal für 15min nicht unter die 2kW schaffen ist das Kind ja schon in den Brunnen gefallen und man kann die Grenze entsprechend hochsetzen um die ganze Anlage nicht mit nutzlosem peakshaving zu quälen.

Zuletzt beobachtet eine Automatisierung den 15min Budgetzähler und reagiert sobald dieser in die Nähe der gesetzten Grenze kommt (z.B. 1,8kW bei Ziel max. 2kW)
Wird die Grenze überschritten löst es das Script aus mit dem die Entladegrenze auf das absolute Minimum gesetzt wird (10%), der Akku fährt mit voller Leistung rein und sorgt so bis zum Ablauf der aktuellen 15min Periode für 0 Netzbezug.
Am Ende der 15min wird wieder rückgesetzt auf das höhere Limit, ein neues Intervall beginnt mit 100% Netzbezug in der Hoffnung, dass man unter dem 2kW Limit bleibt - wenn nicht geht das Spiel von vorne los.

Gedanken dazu:
- Auf diese Art kappe ich nicht die absoluten Spitzen, dafür wende ich nur die minimal nötige Energie auf um unter dem Limit zu bleiben.
- Das Netz sieht fast noch üblere Schwankungen als bisher da ich bei Verbrauchsspitzen im 15min Takt die Grundlast wegkappe.
- Die Anlage schaltet im Extremfall im 15m Takt ein/aus, manchmal wohl nur für Sekunden. Ist das dem WR WR [Wechselrichter]/Akku egal oder quält ihn das?
- sollte das Budget früh erreicht sein und bei aktivem Akku eine Spitze von über 4,8kW daherfliegen habe ich eine Überschreitung da dr Akku das nicht mehr auf 0 ausgebügelt bekommt. Daher muss hier fast 1,5...1,7kW als Limit gesetzt werden wenn 2kW das Ziel ist.
Hängt halt davon ab wie oft Spitzen in der Höhe anfallen - aus den Aufzeichnungen sind es 2-3 wovon vl. eine so fällt, dass man einmal ein Monat 1kW höher gestuft wird - also einmal Pech gehabt aber verkraftbar.

Würde mich interessieren was für eine Logik ihr euch einfallen lassen habt und wo die Vor/Nachteile liegen.

  •  Benji
  •   Gold-Award
4.10.2026 13:43  (#1)
Danke fürs Teilen deiner Ideen!

ich muss mich erst intensiver damit auseinandersetzen, aber ein paar Kommentare fallen mir ein:

a) ich würde nicht "aufgeben" wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sondern weiterlaufen lassen - so sammelst du Daten und Erfahrungen, und kannst ggf. auch (gefahrlos) mit anderen Logiken experimentieren

b) würde ich das 15-Minuten-Fenster "dynamisch" sehen, also nicht erst reagieren wenns kritisch wird, sondern die Leistung dynamisch rechnen bzw. vom aktuellen Stand nach zB 5 Minuten auf die 15 Miniuten reagieren. dann kannst schon früher "sanft" eingreifen.

Sehr hilfreich ist in jedem Fall ein "Lastprofil" des Hauses (zumindest der Grundlast) sowas habe ich GsD schon.

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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
4.10.2026 13:59  (#2)
Ich mach's ganz simpel, rund im die Uhr max. 3kW aus dem Netz ziehen, "Überschus" geht in die Batterie, "Zuschuss" kommt aus der Batterie.

Erster Test gestern, Auto mit Ladebegrenzung laden:


2026/20261004978950.png


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  •  thohem
4.10.2026 19:30  (#3)

zitat..
Benji schrieb: a) ich würde nicht "aufgeben" wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sondern weiterlaufen lassen - so sammelst du Daten und Erfahrungen, und kannst ggf. auch (gefahrlos) mit anderen Logiken experimentieren

Sicher ist es dann bereits vorbei mit dem günstigeren Tarif dieses Monat. Belastet nur unnötig den Akku


zitat..
MPP33 schrieb: Würde mich interessieren was für eine Logik ihr euch einfallen lassen habt und wo die Vor/Nachteile liegen.

Hab was ähnliches bereits laufen und bei mir fixe Stufen (min Soc, soc Floor den ich haben will jede Nacht, maximale Entladeleistung ins Netz) für jedes Monat. PV Prognose, aktueller SoC, Wetter der nächsten Tage, prognostizierter Verbrauch usw wird dann verwurstet und für den Winter ein minimaler Floor SoC der Batterie errechnet. Auch nachladen übers Netz wird berücksichtigt, mit maximal "2.99 kW minus Hausverbrauch". Einmal alle 2 Wochen versucht der cerbo die Batterie voll zu laden (Kombi aus max 2.99kW über Nacht ausm Netz plus pV Prognose der nächsten Tage).
Die maximale bisherige Leistung im Monat wird errechnet und mitgeschliffen, dann in derweil 3 Kategorien eingeteilt: K2 (maximale Spitze 2.99 kW), K3 (max. 3.99 kW) und K4 (4.99kW). Solange es theoretisch möglich ist in K2 zu bleiben, versucht er das. Wenn er drüber schießt und in K3 landet, dann versucht er erst gar nicht mehr die kleinen Spitzen abzufangen. 

Mit meinen Daten der letzten Jahre spart das ganze heiße 30€ pro Jahr in der Projektion, da ich keine 5kW Spitzen hatte. Mal schauen ob das stimmt. 


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  •  MPP33
4.10.2026 23:02  (#4)
Wenn im Monat einmal für 15min mehr als 2kW angefallen sind hat man ja quasi schon die Gebühren für 3kW (oder was auch immer angefallen ist).
Daher der mitgeloggte Monatshöchstwert der zu Monatsanfang immer auf 0 gesetzt wird - dann könnte man analysieren was im Vormonat schuld war und das in Zukunft vermeiden.
Man kann ja von den anfänglichen 1,8kW bei einer Überschreitung auf z.B. 2,5kW wechseln - verringert die Eingriffe spürbar, hat aber mehr Puffer zur 3kW Grenze damit die nicht auch noch fällt.

Ein zu frühes eingreifen birgt die Gefahr zu verschwenderisch mit dem raren PV Strom im Akku zu sein. Ziel wäre (träumen kann man ja...) ohne nachladen aus dem Netz zu arbeiten. Könnte mein Akku z.B. 9kW hätt ich keine Sorgen weil der alles glattbügelt. Eine Spitze über 4,8kW kurz vor Ablauf der 15min wäre halt der worst case. Vl. fällt mir noch was ein, ggf. einen live 5min Schnitt mitlaufen lassen und wenn der zu böse aussieht schon vorab etwas Strom aus dem Akku freigeben.

Spitzen von 5-6kW muss man ja schon fast bewusst herbeiführen (wir haben noch kein BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto]), ich glaube unsere 6-7kW Spitzen sind auch nur meinen Spielereien geschuldet weil ich bei Dunkelheit und Schneesturm den Akku mit 4,8kW voll gemacht hab während die Wärmepumpe mit ihren 1,5-1,6kW dahingerödelt ist - das würd ich dann ja nicht mehr brauchen da ich hoffe, dass die PV Vorhersage bei Mistwetter stimmt und mir die Automatisierung das Entladelimit auf z.B. 80% setzt.

@thohem wie machst du die Verbrauchsprognose? Einzige zuverlässige Variable die mir einfällt wäre die Außentemperatur die man mit der Grundlast der Wärmepumpe gleichsetzen und voraussagen kann. Alles andere ist stark situationsbedingt zwar immer wiederkehrend aber unregelmäßig (Wäsche, Geschirrspüler... Da haben wir keine zeitlich fixen Abläufe).

Sparen wirds derzeit nicht viel, aber bis 2030 geistern ja 33€/kW/Jahr durch die Gegend.

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  •  thohem
4.10.2026 23:23  (#5)

zitat..
MPP33 schrieb: @thohem wie machst du die Verbrauchsprognose? Einzige zuverlässige Variable die mir einfällt wäre die Außentemperatur die man mit der Grundlast der Wärmepumpe gleichsetzen und voraussagen kann. Alles andere ist stark situationsbedingt zwar immer wiederkehrend aber unregelmäßig (Wäsche, Geschirrspüler... Da haben wir keine zeitlich fixen Abläufe).

Außentemperatur im Vergleich mit den Daten der letzten Jahre. Ich nutze da immer min, max und avg Werte, dann passt das relativ gut. 

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  •  webwude
  •   Bronze-Award
5.10.2026 0:09  (#6)
Blöde Frage: ich meine gelesen zu haben, 2kW ist der Bodensatz und die nächste Stufe sei 10. Sprich über 2 bis 10 spiele keine Rolle. Lieg ich da falsch?

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  •  gschnasl
5.10.2026 3:01  (#7)

zitat..
webwude schrieb:

Blöde Frage: ich meine gelesen zu haben, 2kW ist der Bodensatz und die nächste Stufe sei 10. Sprich über 2 bis 10 spiele keine Rolle. Lieg ich da falsch?

Ja.
Alle ohne Leistungsmessung werden auf 10kW umgestellt, dabei werden aber immer 20% als Minimum verrechnet. 
Es zählt dann der höchste 15 Minutenwert pro Monat und es wird nicht abgerundet auf ganze kW wie bisher bei der Leistungsmessung bei Netz-NÖ. 
Für den 10 kW überschrittenen Wert muss dann der doppelte Betrag pro kW gezahlt werden.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
5.10.2026 5:29  (#8)
Ich hab gestern damit begonnen eine Peak-Shaving Strategie in Loxone zu implementieren. Mit meinem AC gekoppelten 1ph Victron Akku hüpf ich mit max. 3,6kW zwar nicht ganz so weit 😅, aber für's Gröbste soll's reichen.

Herzstück in Loxone ist der Lastmanager im Spitzenlastmodus (in den Eigenschaften auswählbar). Dieser rechnet automatisch für jedes 15Min. Fenster dynamisch das kW Budget bzw. das Delta aus, wieviel kW für die restliche Zeit noch anliegen müsste, um einen voreingestellten Durchschnitts- kW Wert noch zu treffen.

Weiters hab ich einen Schleppzeiger realisiert - dieser gibt den höchsten 15Min. Wert pro Monat aus und ist zugleich die neue Grenze (2kW Minimum).

Gesteuert wird Victron über Gridsetpoint, Ladeleistung und SoC_min.

Hauptunterscheidung des SoC_min Targets um 04:00 (erlaubtes Nachladefenster im WiNAP) ist die Ertragsprognose der PV, welche dank Globalstrahlungszahl für morgen (und übermorgen) via Meteo kostenfrei zugänglich ist. 
Wenn PV Prognose > Eigenverbrauch + Akku, dann SoC auf 5% (Sommerbetrieb).
Wenn PV Prognose < EV, dann SoC_min auf sagen wir 60%.
Dazwischen irgendwas dazwischen. 😅

EDIT: Sorry, hab die Überschrift nicht gut genug gelesen. 🫣😏

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  •  Radiation7386
5.10.2026 6:33  (#9)

zitat..
MPP33 schrieb:

Wenn im Monat einmal für 15min mehr als 2kW angefallen sind hat man ja quasi schon die Gebühren für 3kW (oder was auch immer angefallen ist).
Daher der mitgeloggte Monatshöchstwert der zu Monatsanfang immer auf 0 gesetzt wird - dann könnte man analysieren was im Vormonat schuld war und das in Zukunft vermeiden.
Man kann ja von den anfänglichen 1,8kW bei einer Überschreitung auf z.B. 2,5kW wechseln - verringert die Eingriffe spürbar, hat aber mehr Puffer zur 3kW Grenze damit die nicht auch noch fällt.

Ein zu frühes eingreifen birgt die Gefahr zu verschwenderisch mit dem raren PV Strom im Akku zu sein. Ziel wäre (träumen kann man ja...) ohne nachladen aus dem Netz zu arbeiten. Könnte mein Akku z.B. 9kW hätt ich keine Sorgen weil der alles glattbügelt. Eine Spitze über 4,8kW kurz vor Ablauf der 15min wäre halt der worst case. Vl. fällt mir noch was ein, ggf. einen live 5min Schnitt mitlaufen lassen und wenn der zu böse aussieht schon vorab etwas Strom aus dem Akku freigeben.

Spitzen von 5-6kW muss man ja schon fast bewusst herbeiführen (wir haben noch kein BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto]), ich glaube unsere 6-7kW Spitzen sind auch nur meinen Spielereien geschuldet weil ich bei Dunkelheit und Schneesturm den Akku mit 4,8kW voll gemacht hab während die Wärmepumpe mit ihren 1,5-1,6kW dahingerödelt ist - das würd ich dann ja nicht mehr brauchen da ich hoffe, dass die PV Vorhersage bei Mistwetter stimmt und mir die Automatisierung das Entladelimit auf z.B. 80% setzt.

@thohem wie machst du die Verbrauchsprognose? Einzige zuverlässige Variable die mir einfällt wäre die Außentemperatur die man mit der Grundlast der Wärmepumpe gleichsetzen und voraussagen kann. Alles andere ist stark situationsbedingt zwar immer wiederkehrend aber unregelmäßig (Wäsche, Geschirrspüler... Da haben wir keine zeitlich fixen Abläufe).

Sparen wirds derzeit nicht viel, aber bis 2030 geistern ja 33€/kW/Jahr durch die Gegend.

Im Gegensatz zur aktuellen Leistungsmessung wird ab kommenden Jahr nicht mehr gerundet. Der Peakwert soll auf Hunderstel genau abgerechnt werden. Grenzen mit ganzen kW gibt es dann so nicht mehr.


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  •  ck
5.10.2026 7:20  (#10)

zitat..
webwude schrieb:

Blöde Frage: ich meine gelesen zu haben, 2kW ist der Bodensatz und die nächste Stufe sei 10. Sprich über 2 bis 10 spiele keine Rolle. Lieg ich da falsch?

Es spielt schon eine Rolle, zwischen 2 und 10 kW verläuft es linear.


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  •  ck
5.10.2026 7:24  (#11)

zitat..
MPP33 schrieb: Würde mich interessieren was für eine Logik ihr euch einfallen lassen habt und wo die Vor/Nachteile liegen.

Ich limitiere die Wallbox statisch auf 8A/5,5 kW und lade die Autos nur in der Nacht (dann kann ich auch den WiNAP mitnehmen), die Wärmepumpe ist wärend der Zeit aus (auch einfach statisch über Nachabsenkung).

Damit komme ich mit ca 6 kW (im Winter) aus, das sollte reichen.


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  •  MPP33
5.10.2026 8:16  (#12)
Gerne nicht nur bezogen auf Fronius, einfach frei raus. Logik läsdt sich ja in HA recht frei nachbilden.

Ich hätte es so verstanden, dass jedes angebrochene kW voll zu zahlen ist. So hats mir zumindest der Arbeitskollege aus Slowenien erklärt wie das bei ihnen umgesetzt wurde. Wenn nicht dann muss die Logik halt entsprechend angepasst werden, dass im Fall einer einmaligen Überschreitung nicht noch eine Spitze höher kommt, also Limit im 0,01 Raster hochziehen.

Dinge wie "einfach max. 3kW zulassen" lassen halt viel Potential auf der Strecke weil es den 15min nur bedingt juckt wenn irgendwas für 20sek 10kW zieht. Bei einer statisch eingestellten Bezugsgrenze kommt ja bei jeder kleinen Spitze was aus dem Akku und er dürfte flott leer sein.

Aus dem gleichen Grund darf in den 15min nicht einfach der Mittelwert der angefallenen Daten gebildet werden sondern immer auf die vollen 15min.
Der erste Fall reagiert am Anfang der 15min sehr nervös und würde ständig ein eingreifen triggern obwohl nur die Kaffeemaschine für 10sek geheizt hat.
Bei 2kW/15min darf man alle 15min max. 0,5kW verbrauchen und da muss halt gerechnet werden wieviel davon schon weg ist ungeachtet der tatsächlichen Spitzen.

Bei einem BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] ist das halt so eine Sache, das erzeugt Grundlast über lange Zeit, somit kann man da eh nur diese Grundlast + Grundlast Haus + Spitzenkappung erreichen was bei 5kW laden bei mir wohl etwa 6-7kW Netzkosten bedeuten würde.
Umso interessanter wirds halt das BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] wirklich nur zu laden Wenn die Sonne grade 8-9kW reinschickt - aber auch da muss man aufpassen, dass eine Wolke nicht zu einer Bezugsspitze führt (der Akku kann ja nur 4,8kW liefern was mich etwas ärgert - aufstocken vom HVM rechnet sich glaub ich trotzdem noch nicht, jedes Modul mehr würde ja höhere Spannung und damit mehr lade/Entladeleistung bringen).

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  •  ck
5.10.2026 8:21  (#13)

zitat..
MPP33 schrieb: aber auch da muss man aufpassen, dass eine Wolke nicht zu einer Bezugsspitze führt

Das sollte aufgrund der 15 Min Betrachtung keine Rolle spielen.


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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
5.10.2026 8:48  (#14)

zitat..
MPP33 schrieb: Dinge wie "einfach max. 3kW zulassen" lassen halt viel Potential auf der Strecke weil es den 15min nur bedingt juckt wenn irgendwas für 20sek 10kW zieht. Bei einer statisch eingestellten Bezugsgrenze kommt ja bei jeder kleinen Spitze was aus dem Akku und er dürfte flott leer sein.

Kann dir nicht ganz folgen, das Ergebnis ist, dass ich max. 3kW Leistung ziehen werde. Da ich BEVs zu laden habe ist mir der einzelne 15-Min Wert egal, es darf keinen über 3kW geben.
Er wird auch nicht schnell leer (ich hab aber 28kWh), selbst wenn ich über einen längeren Zeitraum eine Hohe Leistung ziehe, so wird der Speicher ja gleich danach wieder geladen.

Da es nun ja mind. zwei Winter zum Finetuning (Netzbezug nur in einem gewissen SOC-Bereich, Uhrzeit/WiNAP) gibt, glaube ich, dass mein simpler Ansatz diesmal (im Gegensatz zu meinem damaligen Verhalten mit meinem dynamischen Strompreis) der bessere ist.

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  •  mike4001
5.10.2026 9:19  (#15)

zitat..
MPP33 schrieb:

Dazu ist der WR WR [Wechselrichter] in Homeassistant über Modbus in HA integriert.
Das hier hat mir sehr geholfen:
https://www.energiesparhaus.at/redirect.cshtml?q=https://www.libe.net/en/byd-modbus

Darf ich fragen warum das du nicht eine vorhandene Modbus Integration für HA verwendest?

https://github.com/Varitras/fronius_modbus

Das ganze manuell nachzubauen ist das ein immenser Aufwand und mach 0 Sinn emoji


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  •  brabsi
  •   Bronze-Award
5.10.2026 9:34  (#16)

zitat..
sir0x schrieb:

Ich mach's ganz simpel, rund im die Uhr max. 3kW aus dem Netz ziehen, "Überschus" geht in die Batterie, "Zuschuss" kommt aus der Batterie.

Erster Test gestern, Auto mit Ladebegrenzung laden:

kann man das so in evcc konfigurieren? wenn ja, wie??


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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
5.10.2026 10:03  (#17)

zitat..
brabsi schrieb:

──────..
sir0x schrieb:

Ich mach's ganz simpel, rund im die Uhr max. 3kW aus dem Netz ziehen, "Überschus" geht in die Batterie, "Zuschuss" kommt aus der Batterie.

Erster Test gestern, Auto mit Ladebegrenzung laden:
───────────────

kann man das so in evcc konfigurieren? wenn ja, wie??

Glaube nicht, dass das in evcc geht, mein Screenshot sollte nur das Verhalten zeigen (das zeigt mir evcc natürlich an)


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  •  brabsi
  •   Bronze-Award
5.10.2026 10:22  (#18)

zitat..
sir0x schrieb:

──────..
brabsi schrieb:

──────..
sir0x schrieb:

Ich mach's ganz simpel, rund im die Uhr max. 3kW aus dem Netz ziehen, "Überschus" geht in die Batterie, "Zuschuss" kommt aus der Batterie.

Erster Test gestern, Auto mit Ladebegrenzung laden:
───────────────

kann man das so in evcc konfigurieren? wenn ja, wie??
───────────────

Glaube nicht, dass das in evcc geht, mein Screenshot sollte nur das Verhalten zeigen (das zeigt mir evcc natürlich an)

und wie hast du das eingestellt??


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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
5.10.2026 10:43  (#19)

zitat..
brabsi schrieb:

──────..
sir0x schrieb:

Ich mach's ganz simpel, rund im die Uhr max. 3kW aus dem Netz ziehen, "Überschus" geht in die Batterie, "Zuschuss" kommt aus der Batterie.

Erster Test gestern, Auto mit Ladebegrenzung laden:
───────────────

kann man das so in evcc konfigurieren? wenn ja, wie??

ich verwende openHAB


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  •  grua
  •   Gold-Award
5.10.2026 11:12  (#20)

zitat..
ck schrieb:

──────..
webwude schrieb:

Blöde Frage: ich meine gelesen zu haben, 2kW ist der Bodensatz und die nächste Stufe sei 10. Sprich über 2 bis 10 spiele keine Rolle. Lieg ich da falsch?
───────────────

Es spielt schon eine Rolle, zwischen 2 und 10 kW verläuft es linear.

Kannst du das genauer erklären? Ich war ebenfalls der Meinung, dass zw. 2 und 10 kW (15 min Wert) ein fixer Preis ct/kWh zu bezahlen sein wird und über 10 kW dann mehr.


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  •  gschnasl
5.10.2026 11:19  (#21)
Die cent pro kWh sind unabhängig vom kW 15 min Wert immer gleich (aber abhängig vom Netzbetreiber).
Über 10kW zahlt man laut derzeitigen Entwurf den doppelten Preis für  den Leistungsanteil.

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