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Zum Thema Peer2Peer Verträge ? - Seite 2 teilen

13.7. -9.9.2026    40 Antworten    14 Autoren 40 2026-09-09T00:57:52+02:00
     
Zusammenfassung
 1  2 
  •  Gawan
  •   Gold-Award
13.07.2026
40
Die kommen ja angeblich ab Oktober - gibt es da irgendwo schon nähere Infos dazu wie das funktionieren wird ?
Oder ein Portal zum anmelden oder irgendwas das dazu mehr Infos liefert ? Ich find irgendwie gar nix ...

Gestern hab ich die Info bekommen dass schon jetzt auch über einen Straßenverteiler an dem mehrere Nachbarn zusammengeschlossen sind eine art lokale EEG - gleich wie die GEA ohne Netzgebühren - möglich sein soll. Solange die gemeinsame Einheit hinter der nächsten Trafostation liegt - also perfekt für Nachbarn.
Weiß da zufällig jemand was darüber ?

lG
Gawan

  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
3.9.2026  (#21)

zitat..
Seppi67 schrieb:
OK, danke mal fürs Erste. Denke wir werden das mal versuchen. Sind max. 10 Teilnehmer.

Wenn die 10 Teilnehmer sich sehr gut verstehen und die Struktur stabil stehen bleibt, ist P2P recht interessant.

Bedenke, daß bei jeder Änderung der Teilnehmer, alle anderen schriftlich zustimmen müssen. Wenn Verbraucher ihre Teilnahmefaktoren ändern wollen, brauchen sie die Zustimmung der Erzeuger. Innerhalb einer Familie und engem Freundeskreis vermutlich kein Thema, bei "entfernteren" Zusammenstellungen kann es mühsam werden.

Jede vertragsrelevante Änderung muß den Netzbetreiber mitgeteilt werden.

Ist mehr "Fluidität" in der Gruppe, ist bei 10 Teilnehmern eine EG mit eigenem Rechtskörper (Verein) vermutlich die einfachere Organisationsform.


1
  •  El_aurare
3.9.2026  (#22)

zitat..
PVAndyE schrieb:


Da ich mich bisher relativ wenig mit diesem Thema beschäftigt habe, was bedeutet bei Zonen 4 und 5 die Reduktion der Netzgebühren um 28% bzw. 64%? Also aus was kommt das an?


1
  •  Berndi
  •   Silber-Award
3.9.2026  (#23)
Innerhalb Umspannwerk oder innerhalb Trafo.

1
  •  ck
3.9.2026  (#24)

zitat..
Berndi schrieb:

Innerhalb Umspannwerk oder innerhalb Trafo.

hätte ich grundsätzlich auch angenommen, aber laut Tabelle ist Trafo (Zone 3) -57%, Umspannwerk (4/5) -28% bzw -64%


1
  •  Berndi
  •   Silber-Award
3.9.2026  (#25)
Oha...

1
  •  El_aurare
3.9.2026  (#26)

zitat..
ck schrieb:

──────..
Berndi schrieb:

Innerhalb Umspannwerk oder innerhalb Trafo.
───────────────

hätte ich grundsätzlich auch angenommen, aber laut Tabelle ist Trafo (Zone 3) -57%, Umspannwerk (4/5) -28% bzw -64%

Genau darum gings mir - jetzt wäre natürlich interressant auf was sich das bzw. bezieht...


1
  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
3.9.2026  (#27)
Die 28 bzw 64% waren immer schon so. Neu ist Nahebereich 5, wenn ein Umspannwerk Endkunden in 2 Netzgebieten versorgt. Ich glaub Amstetten ist der Anlassfall.

1
  •  ck
3.9.2026  (#28)

zitat..
PVAndyE schrieb: Die 28 bzw 64% waren immer schon so.

Das ist schon klar, aber die Frage ist wann 25 bzw 64% zur Anwendung kommen...aber jetzt habe ich die Erklärung gefunden, es kommt auf die Netzebene an

2026/20260903748592.png
Quelle
https://energiegemeinschaften.gv.at/erneuerbare-energie-gemeinschaften-eeg/

1
  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
3.9.2026  (#29)

zitat..
ck schrieb:
Das ist schon klar, aber die Frage ist wann 25 bzw 64% zur Anwendung kommen...aber jetzt habe ich die Erklärung gefunden, es kommt auf die Netzebene an

Das mit den Netzebenen meinte ich mit "es war immer schon so".


1
  •  optimizer
  •   Bronze-Award
3.9.2026  (#30)
verstehe ich das richtig, bei einer bestehender lokalen EEG muss eine Nahebereichs-ID hinterlegt werden?
aber ab wann ? ab den 01.10.26 ? wer führt die Änderung durch ? Danke

zitat..
PVAndyE schrieb:

──────..
ck schrieb:
Es ist richtig, dass P2P in mehreren Stufen ausgerollt wird, P2P regional (Umspannwerk) ist aber schon ab 1.10. dabei.
@PVAndyE hat mal irgendwo eine Übersicht reingestellt welcher Bereich ab wann startet, aber ich kann die Tabelle nicht finden.
───────────────

Zu Beginn gibt es die Modelle im Nahebereich 1, 3, 4 und 6.

Nahebereich 2 & 5 kommt im April 2027

Nahebereich 7 (BEG über mehrere Netzgebiete) kommt im Oktober 2027 

Es wird für alle der "Nahebereich" als neues Kriterium der Einstufung festgelegt.

Die 7 Ebenen sind fix, die Reduktion der Netzentgelte kann von der e_Control angepasst werden. Die angeführten % waren Arbeitshypothesen der Netzbetreiber im Feb 2026. e_Control wird die SNE-G-V und SNE-T-V im Oktober veröffentlichen (oder den Zeitpunkt der Einführung der leistungsbezogenen Netzentgelte nach hinten verschieben. Auf Wunsch der Netzbetreiber, die die kurze Umstellungszeit heftig monierten und sie in bestehende Verträge mit den Kunden mitten in der Heizsaison einwirken)

Und so werden die bestehenden EG Modelle angepasst:

 


1
  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
3.9.2026  (#31)

zitat..
optimizer schrieb:
verstehe ich das richtig, bei einer bestehender lokalen EEG muss eine Nahebereichs-ID hinterlegt werden?
aber ab wann ? ab den 01.10.26 ? wer führt die Änderung durch ? Danke

Das kann ich dir mit derzeitigem Wissensstand nicht wirklich sagen.
Meine Vermutung ist, daß die bestehenden GEAs , EEGs und BEGs "automatisch" diese Nahbereichskennzahl im EDA Portal oder beim VNB hinterlegt bekommen. Wie gesagt, ist nur meine Vermutung. Anbei weitere Screenshots.

2026/2026090329755.png


2026/20260903784654.png



2026/20260903353475.png



2026/20260903833869.png



2026/20260903872059.png



1
  •  ck
7.9.2026  (#32)
Wenn ich es richtig verstehe, dann wird eine BEG/EEG in der Energiezuteilung gegenüber P2P immer priorisiert, das kann Vorteile haben, aber auch Nachteile, das hatte ich bisher nicht bedacht.

1
  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
7.9.2026  (#33)

zitat..
ck schrieb:

Wenn ich es richtig verstehe, dann wird eine BEG/EEG in der Energiezuteilung gegenüber P2P immer priorisiert, das kann Vorteile haben, aber auch Nachteile, das hatte ich bisher nicht bedacht.

Wo liest du das heraus ?


1
  •  ck
8.9.2026  (#34)

zitat..
PVAndyE schrieb: Wo liest du das heraus ?

Zusammenfasstung (KI unterstützt)


Die Priorisierung ergibt sich aus der Verordnungspraxis der E-Control sowie den technischen Marktprozessen der Netzbetreiber (EDA-Plattform / EButilities).
An folgenden offiziellen Quellen und Richtlinien kannst du diese Regelung nachlesen und nachvollziehen:
1. Offizielle Plattform der Bundesregierung: Energiegemeinschaften.gv.at
Auf dem Portal der Österreichischen Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften wird unter den Spezifikationen der gemeinsamen Energienutzung (Abschnitt Marktprozesse & Datenmodell) erläutert, wie der Verteilnetzbetreiber Smart-Meter-Messdaten verarbeitet:
 
  • Prinzip: Gesetzlich geregelte Energiegemeinschaften (EEG/BEG nach EAG/ElWG) stellen für den Netzbetreiber eine organisierte juristische Rechtsperson im Bilanzgruppenmodell dar.
  • Kaskadenlogik: Bilanzgruppenrelevante Gemeinschaften (EEGs) haben im Datenverteilungsschlüssel des Netzbetreibers Systempriorität vor rein bilateralen Verträgen (P2P-Lieferbeziehungen zwischen Zählpunkten).
2. Technische Marktprozesse der Netzbetreiber (EButilities / EDA)  
Die Abwicklung aller Strommengen im 15-Minuten-Takt läuft in Österreich standardisiert über die EDA (Energiewirtschaftlicher Datenaustausch GmbH). In den Handbüchern der österreichischen Netzbetreiber (z. B. Netz NÖ, Wiener Netze, Netz Oberösterreich) zu den Marktprozessen Datenmodell Mehrfachteilnahme / Gemeinsame Energienutzung ist die Verrechnungskaskade definiert:
  • Lokaler Eigenverbrauch (Zählpunkt intern)
  • Energiegemeinschaften (EEG)
  • Bilaterale Lieferverträge / Peer-to-Peer (P2P)
  • Reststrom-Einspeisung / EVU (Bilanzgruppe)
  • 3. § 68 ElWG (Peer-to-Peer-Verträge) i.V.m. E-Control Systemnutzungsentgelte-Verordnung
    Im § 68 ElWG ist der Peer-to-Peer-Vertrag als Ergänzung zum bestehenden Netznutzungs- und Liefervertrag definiert.
     
    • Während eine EEG als vorrangiges Marktmodell direkt in der Bilanzgruppenverordnung verankert ist, greift der P2P-Vertrag laut den Richtlinien der Regulierungsbehörde E-Control verfahrenstechnisch nur auf die Energiemenge zu, die nach Abzug von Eigenverbrauch und bestehenden vorrangigen Zuteilungsvereinbarungen (wie EEGs) als freier Überschuss am Zählpunkt verbleibt.
    Zusammenfassender Tipp für die Praxis  
    Wenn du die Verträge bei deinem Netzbetreiber (z. B. im Kundenportal von Netz NÖ oder Wiener Netze) bzw. über eine Dienstleister-Plattform eintragen lässt, wird dir bei der Zuordnung deines Zählpunkts genau diese Priorisierung ("Verteilungsmodell") im Eingabemasken-Prozess der EDA angezeigt.


    1
    •  andreas82
    •   Bronze-Award
    8.9.2026  (#35)
    na ob das nicht wieder ein Gschichtl ist von der KI...

    1
    •  ck
    8.9.2026  (#36)
    Falls du inhaltliche Anmerkungen hast, kannst du ja etwas dazu schreiben.

    1
    •  andreas82
    •   Bronze-Award
    8.9.2026  (#37)
    wie schon im anderen Forum geschrieben hätte ich das noch nirgends gelesen, darum die Frage nach einer Quelle. wenn auch PVAndyE das zum ersten Mal hört dann bin ich mal skeptisch.

    1
    •  ck
    8.9.2026  (#38)

    zitat..
    andreas82 schrieb: na ob das nicht wieder ein Gschichtl ist von der KI...

    Du dürftest recht haben, ich hab versucht das nach zu vollziehen und das mit Gegenargumenten hinterfragt, jetzt behauptet die KI das Gegenteil (für P2P ist ein Teilnahmefaktor zu hinterlegen).

    Sorry, man muss verdammt aufpassen mit der KI.


    1
    •  PVAndyE
    •   Bronze-Award
    9.9.2026  (#39)

    zitat..
    ck schrieb:
    Sorry, man muss verdammt aufpassen mit der KI.

    Ja.

    Den Begriff "Kaskadenlogik" den deine KI erwähnte gibt es im Kontext von EGs in Österreich nicht. Ganz im Gegenteil. Viele derjenigen, die Mehrfachteilnahmen haben, hätten gerne eine kaskadierende Anordnung. Also zBsp alles abgeben, was in der GEA verbraucht wird, den restlichen Überschuss in eine lokale EG und den restüberschuss in eine BEG. Diese Kaskadierung gibt es aber nicht - der Grazer TU sei Dank.

    Es gibt auch keine "Handbücher" der Netzbetreiber zu EGs und wie sie abgerechnet werden. Zumindest nicht öffentlich. Die definitive Quelle sind die Marktprozessdefinitionen auf ebutilities.at

    Nachdem P2P eigene Kennungen in den Marktprozessen bekommen ("PPxxxxxx") ist die aktuelle Konvention, daß einer der Erzeuger in einem PP Konstrukt die "Identitätshoheit" der PP Gruppe ggü EDA  und VNB in Ermangelung eines eigenen Rechtskörpers vertreten muss.

    Da man auch zwischen P2P's Mehrfachteilnahme machen kann, funktioniert hier das gleiche Prinzip mit den Teilnahmefaktoren wie zwischen EGs, bzw. EGs und P2P. Mit einem wesentlichen Unterschied. Bei einer EG mit eigenem Rechtskörper kann der EG Administrator im EDA Portal die Teilnahmefaktoren der TN direkt verändern. Bei P2P passiert das über die Webseiten des VNB's des betroffenen Teilnehmers, da es die zentrale Instanz bei P2P ja nicht gibt.

    Die Teilnahmefaktoren (1-99%) erlauben keine Priorisierung zwischen den unterschiedlichen EG/P2P. Der Prozentsatz ist die relevante Gewichtung/Priorisierung. (Tipp: Man kann Teilnahmefaktoren auch innerhalb einer EG bzw P2P verwenden um Großerzeuger, bzw. Großverbraucher ggü den anderen Teilnehmern runterzugewichten)

    Ich kann mir vorstellen, daß die neuen P2P Modelle nur für kleine Gruppen einen überschaubaren administrativen Aufwand erlauben werden, zBsp Familien, bzw Unternehmensgruppen. Für breite Gruppierung in zBsp Gemeinden wird jede Änderung zu einem Massenverwaltungsthema der Verträge. Da dürften EGs mit Rechskörper es leichter haben.

    1
    •  PVAndyE
    •   Bronze-Award
    9.9.2026  (#40)

    zitat..
    ck schrieb:
    Sorry, man muss verdammt aufpassen mit der KI.

    Wenn ich einen Tipp geben darf:

    Starte bei "wichtigen" Themen eine zweite Instanz deines Lieblings-chatbots. Und füttere ihn mit deinem Prompt und der Antwort des ersten Chatbots und weise ihn an, diesen Text besonders kritisch zu analysieren und auf Faktentreue zu checken.  Damit fängt man den meisten Blödsinn ab.

    Tipp2:
    Man kann auch vieles automatisieren indem man AI Agents verwendet und entsprechende Loops/Graphs definiert. Ich lasse zum Beispiel 8 spezialisierte Agents zu einem bestimmten Thema regelmäßig ausschwärmen und mit ihrem "Fundus" zurückkommen. Dieses Material wird 2 Agents als Editoren vorgelegt. Der eine ist ein Optimist, der andere ein Skeptiker. Die beiden filtern aus und geben ihren jeweiligen Senf dazu. Dann wird das einem Analysten vorgelegt (der auf einem Frontier Modell läuft) um dieses Material zu analysieren, bewerten und zusammenzufassen. Dies wird 3 Reviewer Agents vorgelegt, einer fokussiert auf wirtschaftliche Belange, der zweite auf politische Aspekte und der dritte auf gesellschaftliche Auswirkungen. Je nach Feedback ist das Stück dann fertig oder es geht zurück an den Start bis das Team mit dem Output zufrieden ist. Erst dann wird es mir geschickt. Ist nicht viel Aufwand, wenn man sich einmal mit den Grundlagen beschäftigt hat.

    Es nimmt einem auch ganz viel "Arbeit" ab und spart sehr viel Zeit. Das ist sehr wichtig, wenn man ein Pensionist ist emoji

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