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Rückstauklappe notwendig oder sinnvoll ?

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
3.6.2026
17 Antworten | 8 Autoren 17
17
Guten Morgen,

wir machen nächste Woche den Kanal. Dabei stellt sich nun die Frage ob mit oder ohne Rückstauklappe.

Das Haus steht auf einer Hanglage, Kanalanschluss erfolgt talseitig ca. 45m entfernt und ca. 5 Höhenmeter unterhalb. Die Rückstauebene dürfte dann ja ca. 4m unterhalb (GOK Straße unterhalb zu OK FF ) sein.

Der Wassermeister der Gemeinde meinte, er würde trotzdem eine RS-Klappe empfehlen, falls sie putzen und einen Überdruck erzeugen. RS-Klappe für fäkalienhaltige Abwasser kostet aber schnell mal an die 600-700€ oder gibt es gar nur elektrisch. Streng genommen sind gar nur die elektrischen (Typ 3) normgerecht. Ob das für die Versicherung im Fall der Fälle relevant ist, kann ich nicht einschätzen.

Wie seht ihr das? 

Danke & LG
Tobi

  •  Berndi
  •   Silber-Award
3.6.2026 7:30  (#1)
Unbedingt mit Klappe! Damit hältst du z.B. die Kanalratten fern - und die sind fast überall.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
3.6.2026 7:39  (#2)

zitat..
Berndi schrieb:

Unbedingt mit Klappe! Damit hältst du z.B. die Kanalratten fern - und die sind fast überall.

Guter Punkt, hatte ich gar nicht am Radar, danke!


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
3.6.2026 7:53  (#3)
Die Rückstaueben ist meistens der nächste Deckel OBERHALB vom Kanalanschluss. Wenn die Straße wo der Anschluss ist halbwegs steil ist, kann das überraschend hoch liegen
Die HL Doppelte Rückstauklappe kann man auf elektrisch umrüsten falls es nötig ist. Die mechanische muss man halt allr paar Monate reinigen.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
3.6.2026 8:03  (#4)

zitat..
MalcolmX schrieb:

Die Rückstaueben ist meistens der nächste Deckel OBERHALB vom Kanalanschluss. Wenn die Straße wo der Anschluss ist halbwegs steil ist, kann das überraschend hoch liegen.

... weil dort im Zweifel das Wasser rausschießt? Das wären immer noch ca. 2,5 Höhenmeter. Das Argument mit Ratten hat mich aber schon überzeugt. Denke wir werden das Kessel-System mit Rückstauschacht oder PE-Schacht machen, dann sparen wir uns auch den Betonschacht, das ist deutlich einfacher und günstiger.


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  •  Akani
3.6.2026 8:21  (#5)
Würde dir hier die FA Kessel empfehlen.
Hier den grundkörper mit mechanischen klappen vorrüsten und wenn gewollt die motorische Klappe nachrüsten.
Staufix SWA 150, später dann
Umrüstsatz Staufix FKA
Separat gibt's dann auch Rattenschutzklappen die sind aus VA

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
3.6.2026 8:42  (#6)
Perfekt, danke dir @Akani! Habs beim Händler bereits so angefragt. Dann werden wir mal fix das Elektro-Leerrohr mit zum Schacht legen :-D Geplant ist das zwar erstmal nicht, aber wer weiß, was kommt. 

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
Produkt-Tipp 3.6.2026 8:49  (#7)
Hutter Lechner hat auch umrüstung  und V2a Klappen. Und du kriegst sie in AT AT [Außentemperatur] leichter.
Ich hab auch ein Leerrohr hingelegt...

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
3.6.2026 8:56  (#8)

zitat..
MalcolmX schrieb:

Hutter Lechner hat auch umrüstung  und V2a Klappen. Und du kriegst sie in AT AT [Außentemperatur] leichter.
Ich hab auch ein Leerrohr hingelegt...

Ja, die kosten aber auch ein Vermögen. Kaufen unser ganzes Material bei gallis.at, der ist fachlich deutlich kompetenter als Lagerhaus und co und dazu noch sehr günstig + hat Material auf Lager. Über den bin ich erst auf das Kessel-System und die PE-Schächte gekommen (Betonschächte haben interessanterweise überall 2-3 Wochen Lieferzeit).

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Hallo TobiK,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Rückstauklappe notwendig oder sinnvoll ?

  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award
3.6.2026 9:13  (#9)

zitat..
TobiK schrieb: Das Haus steht auf einer Hanglage, Kanalanschluss erfolgt talseitig ca. 45m entfernt und ca. 5 Höhenmeter unterhalb.

Geht sich das mit dem max. Gefälle vom Kanal aus? Ich denke max. 5% sind gefordert.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
3.6.2026 9:18  (#10)

zitat..
Ziegelrot schrieb:

──────..
TobiK schrieb: Das Haus steht auf einer Hanglage, Kanalanschluss erfolgt talseitig ca. 45m entfernt und ca. 5 Höhenmeter unterhalb.
───────────────

Geht sich das mit dem max. Gefälle vom Kanal aus? Ich denke max. 5% sind gefordert.

Nein, wir machen mehrere Abstürze + Revisionsschächte. Mit viel Mühe würden wir auf 7% kommen, wir machens jetzt aber eher konservativ mit ca. 3-3,5%, da ja überall DN160 vorgeschrieben ist und auch bereits im UG unter der Platte verbaut sind. Im Nachhinein hätte ich wohl eher DN125 unter der Platte verbaut, Baumeister hat aber normgerecht gearbeitet😊


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  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award
3.6.2026 9:38  (#11)

zitat..
TobiK schrieb: wir machen mehrere Abstürze

haben wir auch gemacht, ist halt sehr hoher Aufwand
 

zitat..
TobiK schrieb: machens jetzt aber eher konservativ mit ca. 3-3,5%,

besser wäre sicher ca. 1%. Hauptstränge liegen bei ca. 0,5%


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  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award
3.6.2026 9:41  (#12)

zitat..
TobiK schrieb: da ja überall DN160 vorgeschrieben ist

soweit ich weiss ist es nur vorgeschrieben wenn keine hydraulische Berechnung vorliegt.
Sonst könnte man DN100 ausführen. Bei uns wurde auch DN160 verlegt, heute würde ich mit Berechnung sicherlich DN100 machen. Von der Hydraulik für EFH m.M.n. sicher besser.


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
3.6.2026 9:47  (#13)
Bei einem 160er hast Spielraum für Relining etc

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
3.6.2026 13:43  (#14)
also nicht dass ich experte wär aber, ich hab mal was beim nussbaum gehört und jetzt dann auch mal recherchiert was es da mit meiner Erinnerung so auf sich hat: 
Land NÖ: 
"Ein Rückstauverschluss darf nur zur Sicherung von selten verwendeten Ab-
laufstellen unterhalb der maßgeblichen Rückstauebene eingebaut werden,
sofern auf deren Benützung im Rückstaufall verzichtet werden kann und im
Schadenfall keine wesentlichen Sachwerte betroffen wären."
Land OÖ: 
Rückstauverschlüsse (z. B. automatische Absperrschieber, Absperrklappen etc.) sind nur bei untergeordneten Entwässerungsgegenständen (z. B. Gully, Bodenablauf) zulässig.

Also alles in Allem so wie ich das Les (eh abhängig vom Bundesland und  soweiter): du DARFST gar nicht das ganze Haus an so eine Rückstauklappe anschließen. Das heißt, irgendein Teil von deinem Haus wird automatisch verschmutzt falls die den Kanal mit Überdruck putzen... HÄ?
Und die Ratten kommen so und anders ins Haus weil ja eben nur der untergeodnete Teil des Hauses "gesichert" ist. Immer noch: HÄ?

Edit und nur um sicher zu stellen, dass ich richtig verstanden werde: der Wassermeister der Gemeinde verarscht dich (das stell ich mir vor, wie die ganzen Häuser ohne Rückstauklappe verschmutzt werden weil die nämlich schon länger als 20 Jahre da stehen)
Und die Ratten kommen so und anders. Oder nicht. ABer die Klappe macht da einen Schmarrn.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
3.6.2026 14:13  (#15)
@Thuata Ja, das war genau der Grund warum ich hier nachfrage. RS scheint jeder zu machen, und dann auch immer fürs ganze Haus an der Grundgrenze im Putzschacht.

Dass Handwerker oft keine Ahnung von dem haben, was sie tun bzw. eher warum sie es tun, wie sie es tun, ist ja leider auch nichts neues. Je nach Norm und Auslegung ist die mechanische Typ2-Klappe für Fäkalien ja auch nicht zulässig, da angeblich leicht(er) verstopft bei Klopapier und U-Booten - macht inzwischen trotzdem jeder. Auch normen sind oft übertrieben.

Ich habe keine praktische Erfahrung/Ahnung von dem Thema und muss jetzt aus 10-20 unterschiedlicher Meinung das Ergebnis herausdestillieren🙂


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  •  BirnbauMax
3.6.2026 14:21  (#16)
Bei mir liegt die Rückstauebene genau auf Straßenoberkante. Mein Kanalanschluss liegt bei mir im Keller auf -3m. Nachdem ich im Keller Waschmaschine und Kondensatablauf der KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] haben werde, war mir eine Rückstauklappe wichtig. 
Die Elektronische wäre mir aber zu teuer gewesen. Ich habe mich dann für Kessel-Rückstaudoppelverschluss Staufix DN 150 entschieden. 
Ist zwar nicht für fäkalienhaltiges Abwasser geeignet, aber besser als nichts. Notfalls kann ich die Klappen aus herausmontieren - dann ist es wir ein einfaches Putzstück. 
Einmal im Jahr muss ich ohnehin zur Kontrolle in den Schacht schauen - dann werde ich auch die Klappen reinigen. Aber durch das Gefälle sollte dort eigentlich nichts liegenbleiben. 
Zur Sicherheit werde ich im Keller bei den Abzweigern zu Waschmaschine und KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] aber nochmal eine kleine Rückstauklappe zur Redundanz setzen - die ist dann auch nur mit Grauwasser belastet. WC habe ich erst im EG und OG.

Sollte eine Überschwemmung absehbar sein, kann man die Klappe auch manuell schließen. 
Aufgrund der geringen Anschaffungskosten würde ich nicht darauf verzichten. 
Im Rückstaufall kannst du mit oder ohne Kalppe ohnehin nicht mehr wirklich aufs Klo^^
 

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  •  christoph1703
3.6.2026 14:37  (#17)
Der Grund für "nur untergeordnete Anschlüsse" und "nur unterhalb der Rückstauebene" liegt darin, dass die Klappe im geschlossenen Zustand in beide Richtungen dicht ist und sich Abwasser aus dem Haus nach innen rückstauen kann. Schlimmstenfalls sprudeln die Produkte aus dem WC im OG dann mit ordentlich Druck im EG aus der Duschrinne.
Deshalb nur das anschließen, was unterhalb der Rückstauebene liegt, dann kann man oben auch bei einem Rückstau von draußen noch aufs Klo gehen.

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