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Bewässerungsanlage...noch zeitgemäß?

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  •  querty
  •   Gold-Award
29.5. - 5.6.2026
45 Antworten | 16 Autoren 45
45
Hallo,
nachdem es jetzt wieder heißt wird und wenig Regnet, muss man Blumen und Sträucher gießen...oder verdorren lassen, das selbige mit Gras. Bisher habe ich 2 Stunden min. jeden 3. Tag im Garten alles manuell gegossen, also Schlauch herumziehen, gießen und wichtig: Schlauch auch wieder weg, damit der Mährobotter fahren kann.

Spannend ist das nicht, deshalb spiele ich mit dem Geanken einer automatischen Bewässerungsanlage. Andrerseits denke ich mir, in Zeiten wo man Wasser sparen soll, ist das noch sinnvoll? Oder sollte man zuvor eine Zisterne machen mit k.A. 5000l - leider in der Bauphase nicht gemacht - dort irgendwie das Regenwasser sammeln (wird auch aufwändig) und dann dieses zum gießen mit der Beregnungsanlage verwenden?

Also meine Überlegungen sind:
- Überhaupt eine automatische Bewässerung?
- Wenn ja, davor unbedingt eine Zisterne machen?

Alles verdorren lassen ist halt auch nichts so schön, besonders wenn Pflanzen dann wirklich eingehen, Gras wäre noch verkfraftbar, toll ists natürlich auch nicht, wenn die Kinder statt am Rasen auf verdorrtem Boden spielen dürfen. Gießen mit Wasser von der Leitung ist auf Dauer sehr kostenintensiv...und auch fraglich, ob das überhaupt noch erlaubt sein wird in Zukunft, wenn man Wasser sparen muss.

Was sind eure Gedanken dazu?

  •  Benji
  •   Gold-Award
29.5.2026  (#1)
Danke für dein Beitrag! Diese Gedanken beschäftigen mich auch schon seit einiger Zeit...

Bei mir sind die Sträucher / Bäume gsd einigermaßen robust, denen macht die Trockenheit bisher wenig aus. Das Hochbeet muss so oder so gegossen werden, und das möchte ich auch nicht missen, hat was von Meditation und "Freude am Wachsen" für mich.

Der Rasen leidet halt... bzw. in meinem Fall die paar Gräser zwischen dem Unkraut emoji

Wenn ich Zeit und Lust habe, stelle ich den Viereck-Regner auf, Wasser kommt aus meinem Schlagbrunnen (was bin ich froh dass ich mir die Arbeit vor 15 Jahren angetan habe!) und der Strom für die Pumpe von der PV. Konkurriert halt (wie bei dir) mit dem Robert emoji

(automatische) Bewässerung habe ich keine (bis auf mein Tomatenbeet an der Hauswand), und möchte ich eigentlich auch keine haben.

Ich denke man sollte zur Kenntnis nehmen, dass ein Garten heute (und in den nächsten Jahrzehnten) einfach anders funktionieren wird müssen als ein Garten vor 20 Jahren. Klimawandel ist Fakt, und Bewässerung ist meiner Meinung nach der falsche Weg (Bekämpfung von Symtomen). Ich versuche meinen (kleinen) Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten; und was den Garten betrifft, setze ich auf Pflanzen die damit klarkommen. Wenn etwas eingeht, weil es mit der Trockenheit nciht klar kommt, wird es durch etwas ersetzt, das mit der Trockenheit besser zurechtkommt.

Das ist aber mein ganz persönlicher Zugang, YMMV.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
29.5.2026  (#2)
Ich hab eine 17m³ Zisterne, welche mir ungefähr die Hälfte meines Wasserbedarfs spart - nur für WC und WaMa wohlgemerkt. Rasen gegossen hab ich damit quasi noch nie, höchstens der Hochbehälter fürs Hochbeet wird damit nachgefüllt (Tröpfchenbewässerung).

Bei der diesjährigen Frühjahrstrockenheit bringen aber auch 30m³ Zisterne nix, wenn es halt nie (nennenswert) regnet. So war auch meine Zisterne im April für einen Monat leer - damit dann den Rasen zu bewässern ist unmöglich.

Ich achte halt auf das, was ich beeinflussen kann: Vor Hitzeperioden lass ich das Gras vom Rasenrobi höher stehen, damit es nicht so leicht austrocknet. Unkraut hilft anscheinend auch. 🤪

Wie gesagt, ich hatte heuer nie gegossen, mein Nachbar oft - merke aber nicht wirklich einen Unterschied.

Ziemlich intelligenzbefreit finde ich auch die Rasengießaktionen am brütend heißen Nachmittag. Denn dann verdunstet sowieso gleich mal die Hälfte.
Die beste Zeit zum Gießen wäre so um 04-05:00 früh, da ist der Boden noch am kühlsten.

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
29.5.2026  (#3)
Das Gute ist: wenn man auf den "perfekten Rasen" verzichtet dann ist es kein (wirkliches) Problem und die Kinder spielen auch nicht auf verdorrtem irgendwas. 

Meine Rasen ist nicht existent (sowas nennt man hierzulande Wiese ;)) und einmal täglich fährt der Roboter (auf 5 cm) drüber. Die schönste/Grünste Stelle ist da, wo der Klee sich angesiedelt hat. Und das einzige was von mir radikal umgebracht wird sind dinge die pieksen (Disteln/Brennesseln). Ist aber den ganzen Sommer über grün. Und abgesehen von irgendwelchen unregelmäßigen Wasserspielerein der Kinder auch ungegossen. 
Bei mir wird nur das Hochbeet gegossen (hier denk ich über automatisierung nach aber das liegt noch in der Zukunft - mit Ollas, Perlschlauch und Co kann man durchaus auch hier Wasser sparen. Und im Zweifelsfall Bäume/Büsche in ihrem ersten Sommer.

Ich glaube, dass das die einzige Zukunftsfähige Version eines Gartens ist, Zisterne hin oder her.


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  •  Benji
  •   Gold-Award
29.5.2026  (#4)

zitat..
ds50 schrieb: Vor Hitzeperioden lass ich das Gras vom Rasenrobi höher stehen

mach ich nicht nur vor Hitzeperioden, sondern generell im Sommer - "der Rasen beschattet sich selbst"

zitat..
ds50 schrieb: Die beste Zeit zum Gießen wäre so um 04-05:00

korrekt, aber: Rasen sollte selten (1x pro Woche) dann aber gründlich bewässert werden (Spatenprobe - Wasser sollte mindestens 10 cm "einsickern") und das erreichst du halt in einer Stunde nicht, bei mir 3-4 Stunden.

Die eine Stunde in der Früh ist sogar kontraproduktiv: Rasen stellt fest "oh, ganz oben ist es feucht" und bildet keine tiefen Wurzeln aus.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
29.5.2026  (#5)
Ich versteh den Sinn einer Bewässerungsanlage nicht

Ja ich hab einen Ring mim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] verlegt, damit ich überall Wassersteckdosen hab bzw wir mim Elternhaus eine Verbindung für Wasser haben (haben 2 Schachtbrunnen, falls einer leer läuft, oder falls mal eine Zuleitung abgerissen wird kann inzwischen Wasser vom anderen Haus kommen)

Ich brauch aktuell viel Wasser, weil die Bagger den Baustellengarten planiert haben und ich Gras anbaue auf 2500qm, das liefern die Brunnen großteils, Leitung nehm ich nur, damit ich 4 Beregner statt 3 laufen lassen kann, sonst dauert es ewig

Ansonsten gießen wir nur Topfpflanzen, oder wenn was im selben Jahr gepflanzt wurde und das Hochbeet, alles andere muss selbst zurechtkommen, ansonsten stirbt es und wird ersetzt

Rasen hab ich letztes Jahr schon stellenweise erneuert, das Zeug wurzelt zum Teil 1m tief, hab ich gemerkt als ich ein paar größere Bäume gepflanzt hab, das wächst auch bei der aktuellen Trockenheit wie blöd und will mindestens wöchentlich gemäht werden, davor wars ne Unkrautwiese, die war im Sommer immer sehr knusprig 
Flachwurzler bei den Bäumen gibt's keine mehr, die haben die Wiese klarerweise auch getrocknet
Liguster wurde im Frühjahr gepflanzt gemeinsam mit Buche und Feldahorn als Hecke, joa survival of the fittest heißts, Liguster tot da Flachwurzler und keine extra Portion Wasser, die anderen beiden Arten haben überlebt, also werde ich umsatteln 

Man muss sich selbst und den Garten der Zeit anpassen sonst verschwindet beides mit der Zeit

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  •  Akani
29.5.2026  (#6)
Bin ich froh keine Zistern sondern nen Tiefbrunnen mit 20mtr.
Der trocknet nicht aus, regen egal und war günstiger wie Zisterne.
Wir bewässert aber auchalles mit der Hand. 1x die Woche Rasen weilder schon arg trocken ist aktuell.
Ansonsten nur Hochbeete täglich und Büsche auch nur 1x die Woche

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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
29.5.2026  (#7)
Wenn die Zisterne, egal wie groß, voll ist, brauchst du nicht bewässern. Umgekehrt leert dir eine Bewässerungsanlage flott die Zisterne. Es werden ja so 30-35mm pro Woche empfohlen, bei 250m² sind das knapp 9m³. Da sind die Beete und Sträucher noch nicht dabei.

Ein hübscher Garten kostet halt und eine automatische Bewässerung ist was feines.

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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
29.5.2026  (#8)

zitat..
querty schrieb: wenn die Kinder statt am Rasen auf verdorrtem Boden spielen dürfen

Wir hatten einen Garten 1000qm  Garten mit Mehrparteinhaus. Nach viel Diskussionen gab es das Experiment: Wiese wachsen lassen und nur ein paar Wege mähen. Zweimal im Jahr mit der Sense.

Kinder fanden es super. Blumen pflücken; Bienen sind höher, weil die Blüten höher sind; Decke und man liegt gemütlich.

Erwachsene fanden es auch nett und einige waren überrascht. Die Wege haben den Garten mehr strukturiert und sah irgendwie schöner aus. Gießen war nicht mehr nötig und das regelmäßige mähen fiel auch weg.
Nach dem mähen war dann allerdings alles für eine Woche braun. Da wurde gegossen und wurde wieder grün.

Gescheitert ist das ganze an dem einen Pensionistenpaar. Sie wollte grüne Wiese. Er hat schon immer jeden morgen gegossen und alle paar Wochen gemäht...

Es muss sich noch einiges in so manchem Kopf ändern und das Lebensmittel Wasser ist zu billig. 




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  •  christoph1703
29.5.2026  (#9)

zitat..
Dirm schrieb: Wiese wachsen lassen und nur ein paar Wege mähen.

So haben wir das auch vor. Plus ein paar Flächen zum Spielen oder Liegen. Mit Roboter müsste man da doch auch so einen angenehmen Flauschteppich hinbekommen, oder?


zitat..
Dirm schrieb: Es muss sich noch einiges in so manchem Kopf ändern und das Lebensmittel Wasser ist zu billig.

Definitiv 👍


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
29.5.2026  (#10)

zitat..
Dirm schrieb:

──────..
querty schrieb: wenn die Kinder statt am Rasen auf verdorrtem Boden spielen dürfen
───────────────

Wir hatten einen Garten 1000qm  Garten mit Mehrparteinhaus. Nach viel Diskussionen gab es das Experiment: Wiese wachsen lassen und nur ein paar Wege mähen. Zweimal im Jahr mit der Sense.

Kinder fanden es super. Blumen pflücken; Bienen sind höher, weil die Blüten höher sind; Decke und man liegt gemütlich.

Erwachsene fanden es auch nett und einige waren überrascht. Die Wege haben den Garten mehr strukturiert und sah irgendwie schöner aus. Gießen war nicht mehr nötig und das regelmäßige mähen fiel auch weg.
Nach dem mähen war dann allerdings alles für eine Woche braun. Da wurde gegossen und wurde wieder grün.

Gescheitert ist das ganze an dem einen Pensionistenpaar. Sie wollte grüne Wiese. Er hat schon immer jeden morgen gegossen und alle paar Wochen gemäht...

Es muss sich noch einiges in so manchem Kopf ändern und das Lebensmittel Wasser ist zu billig.

Du vergisst aber auch Themen wie Zecken, würde ich das Gras wachsen lassen wäre das eine Brutstätte, das hab ich jetzt vorm planieren wieder gesehen


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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
30.5.2026  (#11)

zitat..
christoph1703 schrieb: angenehmen Flauschteppich hinbekommen

Das weiß ich nicht. Vermutlich eher düngen. Sonst wächst Klee & Co ganz nieder und du hast die Bienen unter den Füßen.

zitat..
Lu1994 schrieb: Zecken, würde ich das Gras wachsen lassen wäre das eine Brutstätte,

Hm das weiß ich auch nicht, aber wir waren als Kinder viel auf "Gstetten" unterwegs (mangels eigenem Garten) und waren auch nicht voll Zecken. Außer die wurden in den letzten 20 Jahren mehr.

Es muss sich auch nicht jeder ins hohe Gras legen. War nur ein Beispiel, dass es mit weniger Bewässerung auch gehen kann. 

Aktuelle Nachbarin hat eine Bewässerung die jeden Abend 1 Stunde die Kirschlorbeeren wässert. Sind so kleine Sprühdüsen, da geht schon einiges raus. 100qm. Der Gärtner hat das halt mal so programmiert und die Schnecken freuts.
Auf der anderen Seite sprießt der Kirschlorbeer einfach ohne gießen...

Wir haben paar Sträucher und die überleben bis jetzt. Ist aber nichts anspruchsvolles dabei. Vorbesitzer haben recht praktisch gedacht. Mal schauen was wir da machen. 

Die Felder in der Gegend werden heuer mit mobilen Pumpen aus dem Bach gegossen. 100m nach der Kläranlage...




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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
30.5.2026  (#12)

zitat..
Dirm schrieb:

──────..
christoph1703 schrieb: angenehmen Flauschteppich hinbekommen
───────────────

Das weiß ich nicht. Vermutlich eher düngen. Sonst wächst Klee & Co ganz nieder und du hast die Bienen unter den Füßen.

──────..
Lu1994 schrieb: Zecken, würde ich das Gras wachsen lassen wäre das eine Brutstätte,
───────────────

Hm das weiß ich auch nicht, aber wir waren als Kinder viel auf "Gstetten" unterwegs (mangels eigenem Garten) und waren auch nicht voll Zecken. Außer die wurden in den letzten 20 Jahren mehr.

Laut Ages steigt die Zeckenpopulation massiv Dank Klimawandel, das ist nicht vergleichbar mit vor X Jahrzehnten, zumal ja jetzt noch eingeschleppte Zecken dazukommen 


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  •  christoph1703
30.5.2026  (#13)
Wird Zeit, dass wieder eine Borreliose-Impfung für Menschen zugelassen wird...
Dann ist das Problem auch keines mehr.

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  •  kernoel
  •   Gold-Award
30.5.2026  (#14)
Es gibt auch das Argument, man müsse den Rasen mähen, weil ja sonst so viele Bienen dort sitzen und das Kind könnte drauf steigen. 

Nicht meine Welt. 


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
30.5.2026  (#15)

zitat..
kernoel schrieb:

Es gibt auch das Argument, man müsse den Rasen mähen, weil ja sonst so viele Bienen dort sitzen und das Kind könnte drauf steigen. 

Nicht meine Welt.

Zwischen Bienenstich und Zeckenbiss ist hald schon ein Unterschied...


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  •  kernoel
  •   Gold-Award
30.5.2026  (#16)
Ist mir bewusst. 

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  •  melly210
  •   Gold-Award
30.5.2026  (#17)
Als Biologin: Das eigentliche Unding sind Rasenroboter die permanent mähen und die Vorstellung eines englischen Rasens. Stattdessen besser eine Naturwiese die hoch genug werden darf, daß Blumen blühen. Das ist wesentlich hitzeresistenter und viel, viel besser für sämtliche Insekten. Das dann nur paar Mal in der Saison mähen. Wenn mans unbedingt will, kann man ja direkt vor der Terrasse/Weg zum Pool kurzen Rasen machen und den Rest Wiese.

Die Bewässerungsanlage per se ist einfach nur ein Werkzeug. Es kommt drauf an wie man sie einstellt. Es können auch verschiedene Bereiche unterschiedlich eingestellt werden so daß man zb das Hochbeet täglich bewässert und die Wiese zb nur 1x die Woche.

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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
30.5.2026  (#18)

zitat..
kernoel schrieb: gibt auch das Argument, man müsse den Rasen mähen, weil ja sonst so viele Bienen dort sitzen und das Kind könnte drauf steigen. 

Also ehrlich: da unser Spiel Rasen mittlerweile zu 50% aus Klee besteht, wird dieser Teil des Gartens von mir auch regelmäßig gemäht, genau deshalb. Verstehe nicht, was daran schlimm sein soll, meinen Garten nach meinen Bedürfnissen zu gestalten. Gießen tun wir eigentlich nur die Jungpflanzen, die sichtlich schwer wachsen in der Hecke. Ansonsten haben wir nur Grobkörnigen Granitbruch mit Kräutern und Pflanzen aus dem Süden auf den Böschungen und Gießen nichts bis auf das Hochbett mit der Hand und unsere 2 Kübelpflanzen auf der Terrasse. ME ist das der einzige Weg, Sachen zu pflanzen die gut mit Trockenheit auskommen. 

Bewässerungsanlage würde ich keine planen, wozu. Die Zisterne vom Nachbarn ist auch fast immer leer, bringt sich den Aufwand nicht wenn da nicht Grundwasser, Brunnen und Co Speisen. Wir sind so sehr zufrieden und haben im Jahr zu 4. mit Pool voll Befüllung (22m3, die im Frühjahr vergossen werden) ca. 100m3 Gesamtverbrauch.

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  •  Dambull
30.5.2026  (#19)
Wenns um Bäume/Sträucher/Pflanzbeete geht kann eine Bewässerungsanlage mit Tropfschlauch der in der Erde liegt Wasser gesparrt werden.

Auch im Rasen: manuell wird selten im idealen Zeitfenster (morgens vielleicht so bis 06.00) bewässert. auch wird Manuell meines Erachtens oft auch falsch bewässert. Zu früh, wenn noch Feuchtigkeit im Boden ist. Zu kleine Gaben pro Einheit und zu kurzes Intervall. (Meine subjektive Feststellung wenn ich mein näheres Umfeld beobachte). Auch bei diesen Punkten könnte eine intelligente Anlage Verbesserung bringen

Ich bin bin übrigens überzeugt, dass Rasen auch in Zukunft noch seine Berechtigung im Hausgarten hat. Keine andere Gartengestaltung ist so Polyvalent nutzbar - gerade wenn Kids da sind.

um die Frage im Titel zu beantworten: ja, meines Erachtens ist ein Bewässerungsanlage je länger desto mehr zeitgemäss

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  •  melly210
  •   Gold-Award
30.5.2026  (#20)
@hellsayer "schlimm" ist der falsche Ausdruck finde ich. Die Sache ist die: Naturgärten sind in Zeiten von Intensivlandwirtschaft, Flächenfraß und Klimawandel wirklich wichtige Refugien für heimische Pflanzen und Insekten geworden. Sie sind unter den biodiversesten Flecken die wir haben. Ist zb auch hier nachzulesen: https://kleingaerten-biologische-vielfalt.de/forschung-zur-biologischen-vielfalt-in-kleingaerten/

Logisch ist niemand gezwungen einen Naturgarten zu haben, und ich verstehe auch, daß Manche skeptisch sind, weil sie das von früher so kennen mit Thujen/Lorbeer und reinem englischen Rasen, oder weil sie Angst vor Bienen oder Zecken haben.

Ich finde am Wichtigsten ist, daß man sich der Problematik bewusst ist und weiß welche Dinge gut für die Natur sind und welche nicht, damit man diesen Faktor in seine Entscheidungen mit einbeziehen kann. Vielleicht mag Jemand nicht alle Aspekte von einem Naturgarten umsetzen, aber Manche doch, oder man macht einen Teil des Gartens zum Naturgarten und einen anderen Teil nicht. Man kann Gärten ja leicht zonieren. 

Und: nur als Praxiserfahrung zum Thema Naturwiese und Kind: wir haben reine, blühende Naturwiese und das im verzeckten Wien in einem Garten der vor Bienen nur so brummt. Mein Sohn ist jetzt 11 und er hat sich noch nie eine Zecke geholt im Garten. Nicht ein Mal. Einen Bienenstich hatte er ein einziges Mal, und da nur weil er mutwillig draufgeteten ist weil er wissen wollte wie das ist. No comment zu der Aktion 😅 Er hat übrigens mehrere Anläufe gebraucht bis ihn wirklich eine gestochen hat.

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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
30.5.2026  (#21)

zitat..
melly210 schrieb: Die Sache ist die: Naturgärten sind in Zeiten von Intensivlandwirtschaft, Flächenfraß und Klimawandel wirklich wichtige Refugien

Schon klar, auch wir haben eine Blumen Wiese die gar nicht gemäht wird. Die ca. 80m2 Spielwiese wird jedoch für Spiel und Spaß gepflegt, heißt einmal die Woche händisch gemäht. Und wir hatten letztes Jahr, wo der der Klee schon so gewachsen ist, bei jedem Kind mehrere Bienenstiche, da wir auch immer barfuß unterwegs sind.

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