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Wärmepumpe EFH Neubau: Stiebel 6 kW vs. KNV 1,5–8 kW

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  •  waudl89
4.4. - 9.4.2026
22 Antworten | 12 Autoren 22
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Hallo zusammen,

ich bin absoluter Laie auf dem Gebiet und stehe aktuell vor der Entscheidung zwischen zwei Angeboten für mein EFH (Neubau, ca. 216 m2 Brutto-Grundfläche, Wohnfläche ca. 162 m2, FBH, 50er Ziegel, Heizlast laut Energieausweis ca. 6,6 kW).

Beide Varianten setzen auf Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Ringgrabenkollektor und jeweils auch mit Aktivierung (Kühlung über Betonkern).

---

Variante 1:

- Stiebel Eltron WPE-I 06 HK 230 (modulierend 1-6 kW)
- Ringgrabenkollektor: 300 m DN40 (1 Kreis)
- Warmwasser: Stiebel SBB 301 WP WP [Wärmepumpe] SOL (300 l)
- Pufferspeicher: Stiebel SBP 200 E (200 l) (aktuell noch Thema)
- Aktivierung geplant

---

Variante 2:

- KNV/Nibe S1156-08 (modulierend ca. 1,5–8 kW)
- Ringgrabenkollektor: 400 m (2×200 m, DN40)
- Warmwasser: 300 l Speicher mit 3,2 m² Register
- kein Pufferspeicher vorgesehen
- Betonkernaktivierung (~120 m²) + passive Kühlung

---

Was mich konkret interessiert:

1. Leistungsdimensionierung
   - Heizlast laut EA EA [Energieausweis]: ~6,6 kW
   - Variante 1: 6 kW WP WP [Wärmepumpe] → wirkt auf den ersten Blick knapp
   - Variante 2: bis 8 kW modulierend
   → Ist die 6 kW Auslegung in der Praxis sinnvoll (inkl. Warmwasser + Reserve)?
   → Oder ist etwas mehr Modulationsbereich langfristig die bessere Wahl?

---

2. Ringgrabenkollektor 300 m vs. 400 m
   - einmal 1×300 m, einmal 2×200 m
     → Wie stark merkt man das in der Praxis (Soletemperaturen, Effizienz)?
     → Ist 300 m bei ~6,5 kW Heizlast „Standard“ oder eher knapp?

---

3. Pufferspeicher bei FBH FBH [Fußbodenheizung] + modulierender WP WP [Wärmepumpe]
   - Variante 1 mit SBP 200 E (200 l) vorgesehen
   - Variante 2 ohne Puffer
   → überhaupt notwendig oder eher kontraproduktiv?

---

4. Aktivierung / Kühlung

→ wie groß ist der reale Komfortgewinn?

---

Mein Eindruck aktuell (als Laie):
Variante 2 wirkt etwas großzügiger ausgelegt (größerer RGK RGK [Ringgrabenkollektor], breitere Modulation, keine zusätzliche Hydraulik), Variante 1 eher knapp, aber vielleicht bewusst so gewählt.

Im Detail konnte ich mich mit den Installateuren noch nicht unterhalten, da Angebote über GU an mich herangetragen wurden.

Mich würde interessieren, wie ihr das aus der Praxis seht.

Danke euch!

  •  Gitsche
5.4.2026  (#1)
Mein Favorit wäre Variante 2 mit der Wärmepumpe von Variante 1, weil diese weiter runter moduliert. 

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  •  Akani
5.4.2026  (#2)
Die Stiebel, mit 400mtr RGK RGK [Ringgrabenkollektor]. Kein Puffer für Heizung.
BKT voll belegen, in Zonen verlegt, Flow 30 Auslegung beachten und Planer dafür suchen.
Lüftungsanlage nicht vergessen, äußerst wichtig
Wie wird das Dach? Ist der Beton oder ist das ein Dachstuhl?

1
  •  Hausbauer2025
5.4.2026  (#3)

zitat..
waudl89 schrieb: Mein Eindruck aktuell (als Laie):
Variante 2 wirkt etwas großzügiger ausgelegt (größerer RGK RGK [Ringgrabenkollektor], breitere Modulation, keine zusätzliche Hydraulik), Variante 1 eher knapp, aber vielleicht bewusst so gewählt.

Hallo Waudl,

ich würde dich ersuchen die ersten paar Seiten deines EA EA [Energieausweis] hier zu posten, dann könnte man die WP WP [Wärmepumpe] anhand der HGT, NAT und Heizwärmebedarf besser dimensionieren.
Grundsätzlich sind die Leistungsangaben im EA EA [Energieausweis] ohne innere/solare Gewinne gerechnet - such mal hier im Forum, da wirst zu dem Thema fündig.

Spar dir den Pufferspeicher Stichwort Rücklaufanhebung/Mischerbetrieb (siehe Thread von Arne).

Die Decke (nehme an es handelt sich um typischen Stahlbeton 25cm) speichert/puffert dir ein vielfaches an Wärme als es der Pufferspeicher jemals könnte. (10x10m Haus ~60 Tonnen Beton..., Selbstregeleffekt etc.)
 
Schau, dass du die Heizung wie von Akandi erwähnt, hydraulisches ordentlich planen lässt.

Grüße,

1


  •  waudl89
5.4.2026  (#4)
Hallo,

danke schonmal für die raschen Antworten/Rückmeldungen. 
Richtig, die Decken im EG/OG sind aktuell mit 20 cm Stahlbeton geplant.

Anbei ein paar Daten aus dem Energieausweis, ich hoffe dort sind die hilfreichen Informationen dabei:

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Bezüglich eurer Vorschläge, eine kleine Zusammenfassung:
- Stiebel + 400 m RGK RGK [Ringgrabenkollektor] (Mix aus beiden Varianten)
- kein Puffer 
- BKA über die gesamten 160 m²
- Lüftung haben wir geplant, allerdings nur als Bedarfslüftung in den 2 Bädern. Eine Zentrallüftung wird sich budgetär nicht ausgehen.

Ich hätte noch ein paar Rückfragen:
- Stiebel + 400 m RGK RGK [Ringgrabenkollektor] wird von euch empfohlen, dann unbedingt in 2 Kreisen?
- Energieausweis wurde "einfach mal gerechnet", wenn die reale Heizlast eher bei  7 kW liegt, ergeben sich dann Probleme mit der 6 kW WP WP [Wärmepumpe]?
- Plant das jeder "Standardinstallateur" ordentlich oder muss ich dafür extra Geld in die Hand nehmen?
- Warmwasser Stiebel SBB 301 WP SOL (300 l) passt? Es gibt meiner Recherche nach ja noch einen 302.

Danke nochmals!

LG

1
  •  Hausbauer2025
5.4.2026  (#5)
Hallo Waudl,

bzgl. deinem Energieausweis - ein mittlere U-Wert von 0,30 für einen Neubau finde ich jetzt eher nicht so ideal. Den Ziegel den der EA EA [Energieausweis]-Rechner verwendet hat, ist ein Standart im Baubook (U-Wert 0,25...) - bitte schau einmal nach, welchen du tatsächlich bekommst, weil heutige Planziegel müssen meines Erachtens verputzt schon an die 0,18 schaffen. Eher 0,16. Das soll er dann korrigieren.

Finde es gut, dass du unter der Bodenplatte dämmst bzgl. Wärmebrücken. Ggf. könntest du noch auf Glassschaumschotter umsteigen (kostet meistens sogar etwas weniger als XPS) ist kapillarbrechend und dient super als Installationsebene - siehst eh wie der Baumeister reagiert. Du würdest dir auch die Frostschürze sparen.

Bei der Decke sind 2x15cm Styropor heute das Optimum bzgl. Kosten/Nutzen - würde dir aber ggf. raten auf 2x18cm zu gehen falls nicht zu teuer, dann schaffst idealerweise den 0,1 U-Wert. Frag nochmal nach, ob es eh 2x Lagen sind die kreuzweise verlegt werden, nicht nur eine (Fugen). Weil Dachbodenelemente sind meistens aus einem Guss mit einer 10mm Gipsfaserplatte draufgeklebt.

PV 1,5 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung]? Ist wohl ein Eingabefehler. Müsste den fGEE Wert noch verbessern. Keinen Speicher trotz Fördercall im April?

Bzgl. Heizlast hast du über 4200 Heizgradtage was sich positiv auf die Volllaststunden und folglich auf die benötigte Heizleistung der WP WP [Wärmepumpe] auswirkt. Wenn der EA EA [Energieausweis] noch Richtung Ziegel richtig gestellt wird, denke ich, dass du sicher unter 10.000 kWh landen wirst. Würde Dir empfehlen, diesen zu prüfen (Ziegel) bzw. lass dir eine Variante mit KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]/WRG rechnen oder nur den Heizwärmebedarf bei dieser Variante übermitteln. Aus den bisher übermittelten Daten wird dir die Stiebel WPE06-Maschine sicher reichen. Lass dir aber am besten die Quelle/WP vom Planungsbüro Komposch wie weiter unten erwähnt auslegen.

BKA unbedingt auf beiden Geschossen legen lassen und damit heizen/kühlen - kostet vielleicht 1500-2000€ Material und etwas Arbeitszeit, zahlt sich aber Richtung Speichermasse und Vorlauftemperaturen (Effizienz) signifikant aus. Der EA EA [Energieausweis]-Rechner müsste die Flächenheizung noch in der Software deklarieren.

Die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] für dein EFH wird dir auf die Fläche vielleicht schätzungsweise €9.000 Material kosten. Ich würde es mir an deiner Stelle schon noch überlegen im Neubau und wo anders sparen. Leitwolf oder Lüftung Schmid kann ich dir da empfehlen. Mit der Wärmerückgewinnung der Wohnraumlüftung verbessert sich folglich auch wieder dein Energieausweis/Heizwärmebedarf je nach Luftwechselrate um ca. 20% ggf. noch mehr.

Die Hydraulik plant im EFH kein Installateur erfahrungsgemäß in der Praxis, viele legen nach Gefühl und fixen Verlegeabständen. Leider gibt es dann Kombinationen von sehr kurzen und sehr langen Kreisen, dies wirkt sich sehr negativ auf die Gesamthydraulik aus. 
Am besten du nimmst Kontakt mit dem Planungsbüro Komposch auf, die helfen dir da sicher weiter bzgl. Flow30. Viel wichtiger ist aber, dass vorher der EA EA [Energieausweis] stimmt = Planungsinstrument :)

Warmwasserspeicher den Greenwater von KNV wenn preislich für dich OK.

Grüße,

3
  •  Akani
5.4.2026  (#6)
Für die Lüftung als Tip. Fragt mal bei Leitwolf.at an. Hier sind auch swlbsteinbau möglich.
Auf KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] würde ich nicht verzichten. Wir müssen nachrüsten.
Und devinitiv, die kleine 6er Stiebel reicht devinitiv aus, zur Not wenn du Angst hast nimmst die nicht Gedeckelte 8er. Gleiche Komponenten, minleistung bleibt gleich

1
  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
6.4.2026  (#7)

zitat..
waudl89 schrieb: Eine Zentrallüftung wird sich budgetär nicht ausgehen.


zitat..
waudl89 schrieb: (Neubau, ca. 216 m2 Brutto-Grundfläche, Wohnfläche ca. 162 m2

Das passt aber irgendwie nicht zusammen. Du baust ein nicht kleines Haus und hast dann kein Budget für vernünftige Luft im Haus?

Ein Neubau ist im Vergleich zum Altbau luftdicht, ansonsten hast du einen Baumangel. D.h. im Gegensatz zum Altbau kommt nur durch Lüften frische Luft ins Haus. Im Prinzip funktioniert das schon, wenn man entweder zu zweit auf 160m2 wohnt und keine Innentüren hat, oder nachts alle 2 Stunden stoßlüftet. Zumindest in der Heizzeit und im Hochsommer. Dazwischen kann man meinetwegen mit offenem Fenster schlafen.

Ich habe es schon an anderer Stelle hier im Forum geschrieben: Du und deine potentielle Familie wirst in deinem teuren Neubau ohne KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] eine deutlich schlechtere Luftqualität im Vergleich zum Altbau haben.

Da würde ich mir definitiv nochmal Gedanken ums Budget machen. Falls es wirklich daran scheitert: wie wäre es zum Beispiel mit günstigeren Fenstern? Und in der allergrößten Not BKA BKA [Betonkernaktivierung] und RGK RGK [Ringgrabenkollektor] streichen.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
6.4.2026  (#8)

zitat..
luxmoo schrieb: Und in der allergrößten Not BKA BKA [Betonkernaktivierung] und RGK RGK [Ringgrabenkollektor] streichen.

Wobei man sich beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] verglichen zur LWP LWP [Luftwärmepumpe] nicht wirklich was spart, vor allem nicht über 30 Jahre gesehen. 😜

Und nicht vergessen: Die Kombi KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] mit Entfeuchtung, BKA und RGK RGK [Ringgrabenkollektor] spart dir die Klimaanlage ein, bei ungleich höherem Komfort und gleichzeitig niedrigsten Energiekosten.

1
  •  waudl89
6.4.2026  (#9)
Ich habe mich ehrlich gesagt nicht wirklich mit der Möglichkeit einer Lüftung beschäftigt.
Das akute Thema ist zuerst einmal die Pumpe + Zubehör und die Variante des RGK RGK [Ringgrabenkollektor]. Die Grabungsarbeiten beginnen Mitte Mai und deswegen drängt hier die Zeit.

Ich werde mich bezüglich Lüftung allerdings nochmal mit dem Baumeister unterhalten.
Ich glaube ich brauche niemandem der aktuell ein Haus bauen will oder gerade hat zu sagen, dass das Budget immer eng ist bei den Preisen 😅. Aus den 9000 € Material für die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] werden inkl. Arbeit usw. sicher schnell mal 20 k€. Das Budget muss man erst mal freischaufeln.

Noch mal zur Pumpe:
Also die Stiebel 6 + 400 m RGK RGK [Ringgrabenkollektor] in zwei Kreisen ist nicht verkehrt und die Pumpe "gleichwertig" zur KNV? Und Stiebel + KNV Greenwater 300/200 ist auch kein Thema? Da habe ich ja erst wieder 200 l Buffer?
Ich habe auch mal eine Anfrage an das Planungsbüro bezüglich Angebot geschrieben.

1
  •  Gast-Karl
  •   Gold-Award
6.4.2026  (#10)
Ein Neubau ohne KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] ist eine Fehlplanung. Wenn der Grundriss des Hauses annähernd KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-freundlich ist (offene Bauweise...) könntest Du auch eine Minimalvariante einer zentralen KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] machen (Bsp nur eine Zuluft im EG, Abluft in der Küche, im OG Zuluft nur in den Schlafräumen, eine Abluft im Bad). Materialkosten mit 150er Spirorohren <5 k€ (mit Zehnder Q350). Kann auch sehr einfach selbst verlegt werden. Dadurch sinkt auch der HWB des Hauses.
Generell finde ich einen HWB von über 10700 kWh/a bei 493m² Hüllfläche extrem hoch (wahrscheinlich dem 50er Ziegel geschuldet). Ich habe bei ähnlicher Hüllfläche 6300 kWh/a.
Leider spart ihr in den Details am falschen Platz (Bsp. Dachbodendämmung nur WLG 039. WLG 030 oder besser würde nur einen geringen Aufpreis kosten). Meine Dachdämmung hat z.B. WLG 018 (Pultdach).
Wärmerückgewinnung bei der Dusche würde auch den WW WW [Warmwasser]-Heizbedarf um die Hälfte reduzieren...
1,5 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] PV ist auch mikrig...
Bei geringem Budget würde ich die BKA BKA [Betonkernaktivierung] weglassen, wenn du sie nicht selbst verlegen kannst. Früher oder später wirst du ohnehin bei einer Klimaanlage zur Entfeuchtung landen. Da reicht ein Gerät im OG am Gang und das kann auch zuheizen, wenn es im Winter einmal knapp werden sollte -> deshalb die kleinst-mögliche WP WP [Wärmepumpe] nehmen.

1
  •  christoph1703
6.4.2026  (#11)

zitat..
waudl89 schrieb: Also die Stiebel 6 + 400 m RGK RGK [Ringgrabenkollektor] in zwei Kreisen ist nicht verkehrt

Stiebel 6 (oder 8, falls du mehr Leistung willst, baugleich) ist sicher eine gute Wahl. RGK reicht ein Kreis.


1
  •  Akani
6.4.2026  (#12)
Also KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] mit Eibau würde ich mal mit15 K planen, wäre 7,5m2 an Fläche gespart, dann klapts auch mit der Technik 

1
  •  Hausbauer2025
6.4.2026  (#13)

zitat..
waudl89 schrieb: Ich werde mich bezüglich Lüftung allerdings nochmal mit dem Baumeister unterhalten.
Ich glaube ich brauche niemandem der aktuell ein Haus bauen will oder gerade hat zu sagen, dass das Budget immer eng ist bei den Preisen 😅. Aus den 9000 € Material für die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] werden inkl. Arbeit usw. sicher schnell mal 20 k€. Das Budget muss man erst mal freischaufeln.

Die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] kannst du dir eigentlich selbst installieren, da ist nicht viel dabei. Am besten du fragst unverbindlich bei Leitwolf oder Lüftung Schmid bzgl. Planung an - der Baumeister wird dir eine in die Decke gegossene Variante anbieten. Wird das Haus über GU umgesetzt?


zitat..
Gast-Karl schrieb: Dachbodendämmung nur WLG 039. WLG 030 oder besser würde nur einen geringen Aufpreis kosten

Kann ich so nicht bestätigen. WLG40 und WLG035 sind vielleicht noch ähnlich. Aber bei WLG030 wird es schon kostspieliger - ich habe aktuell die Angebote von Bachl, Austrotherm, Swisspor etc. pp. liegen. Bin aber bei dir, WLG035 könnte man zumindest schon umsetzen.


zitat..
waudl89 schrieb: Da habe ich ja erst wieder 200 l Buffer?

Der Greenwater ist kein Pufferspeicher - such mal im Forum, gibt einige Topics dazu.
Die 8er WPE kostet Liste ca. 1000€ ohne MwSt. mehr, denke die kleine tuts allemal. 

Wie gesagt, würde vor der Planung von Flow30 etc. den Energieausweis noch richtigstellen lassen - zumindest Ziegel und eine Variante mit KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] rechnen lassen. 

Grüße,


1
  •  waudl89
6.4.2026  (#14)
Danke nochmals für den Input.

zitat..
Hausbauer2025 schrieb: Wird das Haus über GU umgesetzt?

Genau, wir bauen mit einem GU.


zitat..
Hausbauer2025 schrieb: Am besten du fragst unverbindlich bei Leitwolf oder Lüftung Schmid bzgl. Planung an - der Baumeister wird dir eine in die Decke gegossene Variante anbieten.

Werde ich machen, jetzt habe ich wirklich ein schlechtes Gefühl ohne KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]...
Bin auch gespannt was der GU hier in der Schublade hat.


zitat..
Hausbauer2025 schrieb: Der Greenwater ist kein Pufferspeicher - such mal im Forum, gibt einige Topics dazu.

Dann habe ich wohl etwas falsch verstanden, werde nochmals recherchieren. Bezüglich Kombi Stiebel und KNV muss ich mir keine Gedanken machen oder?
LG


1
  •  mariof
  •   Bronze-Award
6.4.2026  (#15)
Dem gu musst 150% klar kommunizieren was du willst. Hoffe er setzt dss dann auch so um. Oder halt aus dem gu rausnehmen. 

1
  •  christoph1703
6.4.2026  (#16)

zitat..
waudl89 schrieb: Bin auch gespannt was der GU hier in der Schublade hat.

Ich ahne nichts Gutes... Aber vielleicht gibts ja auch GU, die wissen was sie tun 🙂


1
  •  dyarne
  •   Gold-Award
7.4.2026  (#17)
du stehst damit sicher nicht alleine solche angebote nur schwer bewerten/vergleichen zu können. du bist hier schon sehr gut beraten, ich möchte nur noch ein paar anmerkungen aus planersicht anhängen...

zitat..
waudl89 schrieb: ich bin absoluter Laie auf dem Gebiet und stehe aktuell vor der Entscheidung zwischen zwei Angeboten für mein EFH (Neubau, ca. 216 m2 Brutto-Grundfläche, Wohnfläche ca. 162 m2, FBH, 50er Ziegel, Heizlast laut Energieausweis ca. 6,6 kW).

zitat..
waudl89 schrieb: Beide Varianten setzen auf Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Ringgrabenkollektor und jeweils auch mit Aktivierung (Kühlung über Betonkern).

ich versuche das ganze in 3 themen aufzuteilen: 

1) heizlast
die normheizlast rechnet häuser
- ohne bewohner
- ohne anschluß ans stromnetz und
- mit allen 4 wänden nach norden
...also mehr oder weniger unrealistisch.

daher ist es bei neubauten wichtig die mit einem zweiten, realistischeren ansatz zu bewerten - einer simulation. hier gehen auch kompaktheit, standort, solare architektur ein.
das ergebnis ist typisch 10-40% niedriger als bei der rein verlustbasierten berechnung.

ob dein haus jetzt eher 10 oder eher 40% unter der normheizlast liegt sagt dir eben die simulation genau deines hauses an deinem standort.

die normheizlast schaut nur den theoretisch schlechtesten tag (normaußentemperatur) an, die simulation schaut auch darauf ob dein standort eher nebelig oder eher sonnig ist, ob die orientierung deiner fenster dies nutzen kann und vor allem wie lange der winter an deinem standort dauert: eher 80 tage oder eher 130 tage...

bei dir würde die simulation richtung 5kw heizlast deuten...

2) wärmepumpe:

zitat..
waudl89 schrieb: - Heizlast laut EA EA [Energieausweis]: ~6,6 kW
- Variante 1: 6 kW WP WP [Wärmepumpe] → wirkt auf den ersten Blick knapp - Variante 2: bis 8 kW modulierend
→ Ist die 6 kW Auslegung in der Praxis sinnvoll (inkl. Warmwasser + Reserve)?
→ Oder ist etwas mehr Modulationsbereich langfristig die bessere Wahl?


die wärmepumpen kann man heute nicht mehr nur nach 'namen' beurteilen, sondeen nur  mehr nach leistunsgkurven. hier wird einfach zuviel getrickst.

hier die beiden geräte im direkten vergleich...


_aktuell/20260407741318.jpg
hier siehst du daß die die 1,5kw bei (theoretischen) -10° soletemperatur erreicht - also ein theoretischer prüfstandsextremwert ohne jede relevanz für die praxis...


_aktuell/2026040757933.jpg
hier siehst du echte 1kw mindestleistung bei 0° soletemperatur.

bei 0° sole-ein steht es also hier 2 kw zu 1 kw mindestleistung,
im herbst bei 15° sole-ein steht es 3 kw zu 1,5 kw mindestleistung
die untere modulationsgrenze ist also real doppelt so hoch.

hier ein extrembeispiel wie es schnell man mit einer nicht passend dimensionierten wp aus dem modulationsfenster fallen kann...


_aktuell/20260407845090.jpg

3) RingGrabenKollektor:

zitat..
waudl89 schrieb: Ringgrabenkollektor 300 m vs. 400 m
→ Wie stark merkt man das in der Praxis (Soletemperaturen, Effizienz)?
→ Ist 300 m bei ~6,5 kW Heizlast „Standard“ oder eher knapp?

die hydraulik ist ein baustein im system, somit kann man das nicht pauschal beurteilen.
wir planen immer die kostenoptimale lösung, die quelle (RingGraben) wird nach dem heizwärmebedarf (per simulation) nach kwh ausgelegt, die rohrhydraulik nach der wärmepumpe (leistung) nach kw.

außerdem spielen noch bodenverhältnisse und platzverhältnisse rein.
- ein kurzer graben auf lehmigem boden verlangt eine kürzere hydraulik
- ein langer graben auf einem steinigen boden verlangt eine längere hydraulik

wir brauchen die rohrhydraulik als freiheitsgrad in der planung - definitiv festgelegtt wird diese durch uns im laufe der planung.

eine 8kw wp braucht zwingend da40x400m oder 2x da32x300
eine 6kw wp braucht da40x300 oder da40x400

du kannst deinem installateur sagen daß er die RGK RGK [Ringgrabenkollektor]-planung zu uns schickt. wir stehen prinzipiell jedem installateur im land als backoffice zur verfügung... 

du erkennst das dann an unserem logo als wasserzeichen auf der RGK RGK [Ringgrabenkollektor]-planung... 

4
  •  dyarne
  •   Gold-Award
7.4.2026  (#18)

zitat..
waudl89 schrieb:
Anbei ein paar Daten aus dem Energieausweis, ich hoffe dort sind die hilfreichen Informationen dabei:

zitat..
waudl89 schrieb: - Variante 1: 6 kW WP WP [Wärmepumpe] → wirkt auf den ersten Blick knapp
- Variante 2: bis 8 kW modulierend
→ Ist die 6 kW Auslegung in der Praxis sinnvoll (inkl. Warmwasser + Reserve)?
→ Oder ist etwas mehr Modulationsbereich langfristig die bessere Wahl?

reserven brauchst du nur bei einem wochenendhaus, das regelmäßig von 0 weg aufgeheizt wird. ein wohnhaus wird den winter über durchgeheizt.

dein energieausweis spricht von 11.000kwh heizwärmebedarf. bei 4500 heizstunden über den winter ist das eine durchschnittliche heizlast von 2,4kw.

diese sollte mitten im modulationsfenster liegen. bei der ersten maschine ist das nicht gegeben. darum bringt der hersteller auch demnächst eine 5kw wp heraus. bei der zweiten maschine paßt das perfekt...


1
  •  waudl89
8.4.2026  (#19)
Danke für deine ausführliche Antwort, ich werde noch etwas Zeit brauchen das alles zu erfassen. Vor allem das Lesen der beiden WP WP [Wärmepumpe] Diagramme macht mir Probleme (obwohl ich Ingenieur bin 😅).

zitat..
dyarne schrieb: die wärmepumpen kann man heute nicht mehr nur nach 'namen' beurteilen, sondeen nur  mehr nach leistunsgkurven. hier wird einfach zuviel getrickst.

hier die beiden geräte im direkten vergleich...

Mich verwirren bei er KNV die zwei Kurven pro Farbe und bei der Stiebel ist auf der x-Achse vermutlich die Temperatur aufgetragen oder?

Der dritte Graph zeigt, dass die Linke Pumpe in dem von dir vorgeschlagenen Fenster arbeitet und die rechte von der Leistung her falsch dimensioniert ist oder (< 50% der typischen Heizlast)?

zitat..
dyarne schrieb: diese sollte mitten im modulationsfenster liegen. bei der ersten maschine ist das nicht gegeben. darum bringt der hersteller auch demnächst eine 5kw wp heraus. bei der zweiten maschine paßt das perfekt...

Hier bin ich mir nicht ganz sicher, in meinem Post ist WP1 die Stiebel und WP2 die KNV. Wenn ich soweit alles richtig verstanden habe beziehst du dich aber auf diese Aussage von dir:

zitat..
dyarne schrieb: eine 8kw wp braucht zwingend da40x400m oder 2x da32x300
eine 6kw wp braucht da40x300 oder da40x400

KNV = WP1 & Stiebel = WP2: Also liegt die Stiebel perfekt im gewünschten Bereich und die KNV ziemlich weit außerhalb oder?

Auf alle Fälle danke nochmal!!!


1
  •  wuschi
  •   Bronze-Award
8.4.2026  (#20)

zitat..
waudl89 schrieb: Mich verwirren bei er KNV die zwei Kurven pro Farbe und bei der Stiebel ist auf der x-Achse vermutlich die Temperatur aufgetragen oder?

Bei beiden diagramm ist auf x die eintrittstemperatur der wärmequelle (=sole) aufgetragen. Beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] liegt der bei ca. 15°C anfang der heizperiode und fällt dann halt je nach wärmebedarf richtung 5°C, oder 0°C oder bei manchen auch leicht ins minus.

Blau = unter Modulationsgrenze bei theoretischen vorlauftemperatur von 35 bzw 55°C
Rot = obere Modulationsgrenze bei 35 und 55 °C Vorlauf

zitat..
dyarne schrieb:
hier siehst du daß die die 1,5kw bei (theoretischen) -10° soletemperatur erreicht - also ein theoretischer prüfstandsextremwert ohne jede relevanz für die praxis...

Im herbst hast also 15 °C sole und hättest aber gern eine kleine mindestleistung der WP WP [Wärmepumpe] (läuft im idealfall auch am anfang der heizperiode schon lange zeit durch). Da ist die nibe s1156 eben für neubauten eine schlechte wahl.

 

zitat..
waudl89 schrieb: Der dritte Graph zeigt..

,dass die wp links perfekt dimensioniert ist und durchläuft während die wp rechts öfter mal ausgeht (verdichter drehtzahl geht auf null) obwohl es zum teil sogar Minusgrade hat. Die zacken mach oben sind vermutlich WW WW [Warmwasser]-bereitung.

1
  •  gandi
8.4.2026  (#21)
Jetzt stellt sich die Frage: wo findet man solche Leistungsdiagramme zum Vergleich?

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