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Wiener Netze 15-Minuten Intervall opt-in gefallen - Seite 2

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  •  mi2ke
  •   Bronze-Award
31.3. - 2.4.2026
27 Antworten | 16 Autoren 27
27
Hallo Gemeinde,
heute kam ein Brief von den Wiener Netzen - ich werde auf 15-Minuten Messung umgestellt. Die freiwillige Opt-in Variante entfällt. Es wird auf Paragraph 54 Absatz 2 ElWG verwiesen.
Gibt es einen Weg heraus aus der Datenüberwachung?

  •  christoph1703
2.4.2026 10:11  (#21)

zitat..
mi2ke schrieb: Die Analyse der Spitzen und Intervalle lässt Rückschlüsse auf Austattung, Gewohnheiten und Anwesenheiten zu.
Ich brauch das nicht

Du bist nicht der einzige. Dein Netzbetreiber braucht das auch nicht. Die Auswertung würde Geld kosten und keinen Nutzen bringen, da die Daten nicht verwendet werden können.


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  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
2.4.2026 11:08  (#22)

zitat..
mi2ke schrieb:
So abwegig ist die Fragestellung nicht - mithilfe 15 Minuten Telemetriedaten lässt sich ein schönes Kundenprofil ausarbeiten. .... Ich brauch das nicht, aber so wie es aussieht bin ich der einzige der dem verlorengegangenen Opt-in Wahl nachweint.

Wie vor 20 Jahren in Europa die Smartmeter eingeführt wurden, gab es die heiße Diskussion auf europäischer Ebene, was das "richtige" Ausleseintervall ist. Es reichte von 1 Sekunde (um das Netz aktiv steuern zu können) zu 1x im Jahr remote auslesen können (um die Kosten des Auslesens zu reduzieren). In Übereinstimmung mit allen europäischen Datenschützern wurden 15 min als Kompromiss gefunden, der die datenschutzrechtlichen Bedenken der "Kundenprofilierung" mit den volkswirtschaftlichen Vorteilen der besseren Netzplanung, Betrieb und damit notwendigen Investitionen der Monopolebene des Energiemarkets abdeckte.

Wenn du Bedenken wegen Telemetriedaten hast, empfehle ich die Artikelserie der NY Times zum Thema Datenschutz im Internet (war ca. 2018-2019).

Durch die Benutzung eines Smartphones werden Profil- und Bewegungsdaten im Durchschnitt an 10.000 Datenfirmen weitergeleitet. Die einfache Nebenwirkung durch auktionsbasierte Werbenetzwerke. 

https://www.nytimes.com/interactive/2019/12/19/opinion/location-tracking-cell-phone.html

Wenn du wissen willst, wie oft du in deinem Wohnzimmer im linken Teil gesessen bist und wie oft im rechten Teil, bzw wie oft du im letzten Monat mit der Strassenbahn gefahren bist, kannst du das über Google Takeout runterladen.

Zur Klarstellung: Datenschutz ist in Europa kein absolutes Recht sondern ein Grundrecht, daß in Abwägung zu anderer Rechten anzuwenden ist. Durch die rechtliche relevante Definition, daß Energiesicherheit für Alle jetzt von "überragendem öffentlichen Interesse" ist, wurde diese Balance an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. 

Du kannst dir auch die Stellungnahme des Justizministeriums zum ElWG anschauen, das auf 10+ Seiten die datenschutzrechtlichen Komponenten des ElWG Entwurfes kommentiert hat, die dann in die finale Fassung eingeflossen sind.

zitat..
christoph1703 schrieb:
Dein Netzbetreiber braucht das auch nicht. Die Auswertung würde Geld kosten und keinen Nutzen bringen, da die Daten nicht verwendet werden können.

Das ist in § 57 des ElWG geregelt:

_aktuell/20260402934532.png


_aktuell/20260402589832.png


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  •  tekov
2.4.2026 13:19  (#23)

zitat..
Lu1994 schrieb

Wie gesagt dein ISP weiß deutlich mehr über dich, mit jedem Smartphone wirst getracked auch wenn GPS deaktiviert ist, geht innerhalb einer Funkzelle ziemlich genau und mim Festnetzanschluss wird dein ganzer Traffic über die Infrastruktur Dritter geblasen, sei es ISP oder VPN Anbieter, die können nachvollziehen ob jemand Zuhause ist, ob du schläfst etc, sich in dem Kontext über Stromnetzbetreiber zu echauffieren erscheint mir wie ein moderner Don Quijote sofern man nicht eben alle bereits existierenden Überwachungsmöglichkeiten eliminiert hat

Das kann ich so unterschreiben.

Ich arbeite aktuell noch bei einem ISP.

Dort kann jeder Kundenbetreuer auf sämtliche Daten zugreifen und auswerten.
Bankdaten, Unterschrift, sämtliche persönliche Daten die abgefragt worden sind, MAC Adresse, IP Adresse, WLAN Passwörter, auslesen welche Gerät aktiv angeschlossen sind, welche es waren, Zugriff auf den Router usw usf.

Man sieht welche Geräte aktiv verbunden sind, welche Geschwindigkeiten aufgebaut sind usw.
(Smartphones, Tablet, PC, Wallbox...)

Darauf angesprochen, reagiert die Chef Etage ziemlich allergisch, wenn ich das so ausdrücken darf.

Unterschrieben hat das kein einziger Kunde, wird aber trotzdem so praktiziert.


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  •  webwude
  •   Bronze-Award
2.4.2026 16:24  (#24)

zitat..
tekov schrieb:

──────..
Lu1994 schrieb

Wie gesagt dein ISP weiß deutlich mehr über dich, mit jedem Smartphone wirst getracked auch wenn GPS deaktiviert ist, geht innerhalb einer Funkzelle ziemlich genau und mim Festnetzanschluss wird dein ganzer Traffic über die Infrastruktur Dritter geblasen, sei es ISP oder VPN Anbieter, die können nachvollziehen ob jemand Zuhause ist, ob du schläfst etc, sich in dem Kontext über Stromnetzbetreiber zu echauffieren erscheint mir wie ein moderner Don Quijote sofern man nicht eben alle bereits existierenden Überwachungsmöglichkeiten eliminiert hat
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Das kann ich so unterschreiben.

Ich arbeite aktuell noch bei einem ISP.

Dort kann jeder Kundenbetreuer auf sämtliche Daten zugreifen und auswerten.
Bankdaten, Unterschrift, sämtliche persönliche Daten die abgefragt worden sind, MAC Adresse, IP Adresse, WLAN Passwörter, auslesen welche Gerät aktiv angeschlossen sind, welche es waren, Zugriff auf den Router usw usf.

Man sieht welche Geräte aktiv verbunden sind, welche Geschwindigkeiten aufgebaut sind usw.
(Smartphones, Tablet, PC, Wallbox...)

Darauf angesprochen, reagiert die Chef Etage ziemlich allergisch, wenn ich das so ausdrücken darf.

Unterschrieben hat das kein einziger Kunde, wird aber trotzdem so praktiziert.

WLAN Passwörter und welche Geräte geht aber nur mit dem Zwangs-Router des ISP? Wenn ich meinen eigenen Router benutze und das Modem oder was auch immer den Zugang herstellt einfach als Passthrough oder Gateway benutze, wie soll dann der ISP das auswerten. Gehe ich noch weiter und betreibe meinen eigenen DNS und DHCP, sieht der ISP außer dem Traffic meiner Ansicht nach nichts.


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  •  mi2ke
  •   Bronze-Award
2.4.2026 16:34  (#25)
Ich war nicht auf die Diskussion aus welche Daten ein ISP (berechtigter- oder unberechtigterweise) für die Erbringung seiner Dienstleistung braucht aus. Das hier ist auch nicht das LTE-Forum. Die Berichte von @­tekov lösen dennoch ein gewisses Schaudern in mir aus.

Jedenfalls geht es in in diesem Forum aber nur um den Wegfall des opt-ins zum 15-Minuten Intervall. 

Danke @PVAndyE für die insights zu den Hintergründen und den Diskussionen die bezüglich Datenschutz hier stattgefunden haben. 

Es scheint als ist es nun eben eine weitere Firma mehr die Daten über mich vorrätig halten darf und ich mich dem mit Verweis auf das Allgemeinwohl wohl oder übel zu fügen habe.

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  •  tekov
2.4.2026 16:49  (#26)

zitat..
webwude schrieb:

WLAN Passwörter und welche Geräte geht aber nur mit dem Zwangs-Router des ISP? Wenn ich meinen eigenen Router benutze und das Modem oder was auch immer den Zugang herstellt einfach als Passthrough oder Gateway benutze, wie soll dann der ISP das auswerten. Gehe ich noch weiter und betreibe meinen eigenen DNS und DHCP, sieht der ISP außer dem Traffic meiner Ansicht nach nichts.

Das Modem ist bei den FTTH Kunden im Bridge Modus.

AVM Geräte, diverse Modelle.

Die Router sind nicht auf den ISP gebrandet, sondern Out of the Box mit TR69 ausgestattet.

Dadurch bezieht die Box die Einstellungen die "wir" vorgeben.
Mit einem standardisierten Passwort, kann dann jeder Mitarbeiter auf die Box zugreifen, und sieht natürlich genau das gleiche wie der User selbst.

In der internen GUI sieht man aber auch ohne Zugriff auf die Box bereits den WLAN Namen und das PW.

Bei anderen Herstellern hat mir das mal ein Kollege gezeigt, das es auch auf TP Link Geräten funktioniert.

Aus der Erfahrung heraus, wie immer sind wir hier eine Bubble, der 0815 Standard User steckt den Router an, loggt sich ein und aus.
DNS, oder die Funktion dahinter ist den meisten ein Fremdwort.

Sorry für das off topic :)

@mi2ke 

Ich finde es wichtig darüber zu sprechen, und verstehe die Bedenken 👍🏻

Es wird aber auf Dauer keine Möglichkeit geben sich da dagegen zu stemmen, und man muss fairer Weise auch die Vorteile davon sehen


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
2.4.2026 23:25  (#27)
Sorry für die blöde Frage, aber woher soll die Box im Bridge Mode irgendwelche WiFi-PSKs, Client IPs, Hostnames, etc. sehen? Bridge Mode bei Magenta heißt, dass ich nur ein Device dran hängen kann und dahinter sind dann meine Devices. Da kann ein Router vom ISP nichts sehen und garantiert nicht PSKs von irgendwelchen WiFis.

Aus meiner Sicht befeuert das nur irgendwelche Aluhut-Diskussionen, die sich inhaltlich technisch nicht begründen lassen. 

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