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Schwarmwissen LWP vs. GW-WP

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  •  Biggsi
15.2. - 26.2.2026
74 Antworten | 24 Autoren 74
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Hallo nochmals,

nachdem wir nach einer hilfreichen Diskussion hier im Forum bereits den Weg Richtung Grundwasser-WP eingeschlagen hatten, hatten wir Besuch von einem (weiteren) Installateur.

Der meint, die neuen Modelle der LWP LWP [Luftwärmepumpe] (Monoblock) stehen den Leistungen und dem Energieverbrauch von zB. GW-WP nicht allzu viel nach und die Investitionskosten der WW WW [Warmwasser]-WP (inkl. Brunnen, etc) würden sich in unserem Leben wohl kaum amortisieren. Er selbst hätte in seinem sanierten Altbau eine solche LWP LWP [Luftwärmepumpe] (9kW glaub ich) jetzt verbaut und wäre mit Leistung und Energie-Verbrauch mehr als zufrieden (lt. seinen Aussagen auch kein Zuschalten des Heizstabes selbst bei den -12 Grad C, diesselbe Aussage habe ich auch schon von anderen Seiten gehört, offenbar gibt es Modelle, die die vorangegangenen Minus-Temperaturen gut meistern konnten).

Ich habe mich mit der Thematik LWP LWP [Luftwärmepumpe] vor 7 Jahren intensiv auseinandergesetzt und so wie ich als Laie das Prinzip damals verstanden hatte, war die LWP LWP [Luftwärmepumpe] für mich keine Option (habe dann in das damalige Haus eine GW-WP einbauen lassen, war auch sehr zufrieden, aber die Bedingungen waren dort für die Brunnen perfekt und die Technik der LWP LWP [Luftwärmepumpe] wohl noch nicht allzu ausgereift).

Was mich jetzt interessiert, wie groß sind die Unterschiede mit der aktuellen Technik wirklich? Und ist eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] aus heutiger Sicht durchaus eine Option, vor allem für Menschen wie mich, die sich mit der Technik der WP WP [Wärmepumpe] wohl nie so intensiv auseinander setzen können (und wollen) um jeden Cent rauszuholen, sondern nur eine halbwegs effiziente und am Ende des Tages halbwegs kostengünstige Heizung installieren möchten.

Hier noch die Eckpunkte aus meinem anderen Thread, als noch die GW-WP das Hauptthema war:

Ziegelmassivhaus, Bj 1975, tw. gedämmt, ca. 176 qm beheizte Fläche, EA vom Vorbesitzer aus 05/2025: Gebäude-Heizlast Abschätzung 13,2 kW, HWB 153,9 kWh/m2a, zwischenzeitilich haben wir die ganz alten Fenster getauscht (ca. 75 %)

Im OG wird weiter mit (erneuerten) Radiatoren geheizt, ausserdem gibt es einen großen Kachelofen.
Im EG wurden die Radiatoren (bis aufs VZ) entfernt und durch FBH FBH [Fußbodenheizung] ersetzt.

Bisher war eine Gasheizung in Betrieb
Plan wäre eine Grundwasser-WP mit Auslegung auf 8-10 kW

Vielen Dank schon mal für Euren Input!
PS: genaue Daten zu einem geplanten LWP LWP [Luftwärmepumpe]-Gerät bekomme ich noch und kann ich liefern, sofern die LWP LWP [Luftwärmepumpe] hier nicht vollkommen eingestampft wird.

  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
15.2.2026  (#1)
Nabend
Bin jetzt ka Heizungstechniker, aber aus meiner Erfahrung nach wird bei

zitat..
Biggsi schrieb: HWB 153,9 kWh/

Keine WP WP [Wärmepumpe] vernünftig (=wirtschaftlich)  zu betreiben sein.

Wenn irgendwie möglich, thermisch sanieren, neurn EAWEAW [Energieausweis] und dann ein vernünftiges Heizungskonzept.

Im aktuellen Zustand könnest mglw nur mit einer Hochtemperaturheizung heizen.

Lg


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  •  christoph1703
15.2.2026  (#2)

zitat..
kraweuschuasta schrieb: Bin jetzt ka Heizungstechniker, aber aus meiner Erfahrung nach wird bei
HWB 153,9 kWh/
Keine WP WP [Wärmepumpe] vernünftig (=wirtschaftlich) zu betreiben sein.

Ebenso wie jede andere Heizung. Man heizt halt komplett beim Fenster raus. Da könnte (und sollte) man durch eine anständige Dämmung deutlich sparen. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass eine WP WP [Wärmepumpe] trotzdem noch die sinnvollste Heizung ist.

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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
15.2.2026  (#3)
Hi

zitat..
christoph1703 schrieb: dass eine WP WP [Wärmepumpe] trotzdem noch die sinnvollste Heizung ist.

 A LWP LWP [Luftwärmepumpe] ?
*zweifel*
LG


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  •  Biggsi
15.2.2026  (#4)
Danke mal für die Antworten.

Also bezüglich thermischer Sanierung:
- wir haben zwischenzeitlich die gesamten ganz alten Fenster getauscht, ausserdem zwei Türen, die Eingang von aussen zu Heizraum und Werkstatt waren und auf "Durchzug" standen ebenfalls getauscht, da ist jetzt alles dicht
- etwa 30m2 (vormals Werkstatt und Hobbyraum), die unter einer Terrasse liegen, nach oben gedämmt
- und aufgrund der neuen FBH FBH [Fußbodenheizung] im fast gesamten EG den Fussbodenaufbau ja komplett neu gemacht und nach unten entsprechend gedämmt
- ausserdem die Wände zum direkt angrenzenden Nachbarn gedämmt

Keine Ahnung, wie viel das ausmacht, aber ich gehe davon aus, dass das schon einen gewissen Effekt hat.

Bezüglich der generellen Einschätzung WP WP [Wärmepumpe] gab es bisher noch von keiner Seite größere Einwände, es gibt hier ja auch schon einige Erfahrungswerte was das Heizen mit WP WP [Wärmepumpe] bei alten, teilsanierten Häusern und hohem Energiebedarf betrifft.

Die Frage ist nur, wie groß der Unterschied in der Effizienz der Monoblock-LWP im Vergleich zu zB. GW-WP ist und ob sich die hohen anfänglichen Investitionskosten rechnen.

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  •  sudo
15.2.2026  (#5)
Wie ist der Grundwasserstand?
Eine GW-WP macht am meisten mit einem Saugheber Sinn.

Mit GW bzw. generell Sole kannst halt auch (passiv) kühlen, auch wenn das in der Sanierung vielleicht weniger relevant ist. Außer du hast eine aktive Kühlung mittels Fancoils (quasi Klima mit besserer Effizienz).

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
15.2.2026  (#6)
Wie fast immer, ist die Antwort auf die frage: kommt drauf an...

Wenns wochenlang Minusgrade hat, wie diesen winter, ist die LWP LWP [Luftwärmepumpe] hslt irgendwo im bereich von gesamt-arbeitszahl 2 einzustufen.
Ich hatte bei mir mit saugheber-GWWP in dieser zeit Gesamt-AZ von ca 3,8 - Gebäude auch großteils ungedämmt aber mit neuen fenstern.

Würde sich der aufwand ohne förderung "rechnen"? 
Antwort: kommt drauf an wie lang man rechnet. Bis vor oder der nach dem ersten tausch der LWP LWP [Luftwärmepumpe]? Will man das brummende ding im garten haben? Fängt man eine nachbarschaftsfehde ein, wegen dem lärm?
Bei mir kam zur historisch einmaligen förderung auch noch der doppelnutzen als trinkwasserbrunnen dazu. Bei uns gibt es keine ortswasserleitung und ich konnte den schwindeligen schlagbrunnen endlich außer Betrieb nehmen.

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  •  pred
  •   Bronze-Award
16.2.2026  (#7)
Nachdem es aktuell mit den Förderungen zeittechnisch nicht so drängt würd ich zumindest 1 Jahr noch mit der Gasheizung schauen was tatsächlich an Energie (Wärmemengenzähler) benötigt wird und welche Vorlauftemperaturen benötigt werden.
Bzw. zumindest den Gasverbrauch der letzten Jahre hernehmen und nicht die Werte aus dem Energieausweis da bei den alten Gebäude da recht viel "geschätzt" und weniger dem tatsächlichem Ist-Stand entspricht.

Mein Haus (BJ1978) hat laut Energieausweis auch HWB > 170 (bei ~180m^2)
Ich wusste aber das ich selbst bei < -10°C mit ~150kWh erzeugter Wärme pro Tag auskomme. (Holzmenge pro Tag, bzw. erzeugte Wärmemenge)
Das hat dann die Entscheidung Richtung 7kw Wärmepumpe (Sole) erleichtert die dann auch nach der Sanierung gut passen wird.

Macht dann auch den Vergleich (einmalige Kosten vs. laufende Kosten) zwischen den Wärmepumpen leichter.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
16.2.2026  (#8)

zitat..
Biggsi schrieb: EA vom Vorbesitzer aus 05/2025: Gebäude-Heizlast Abschätzung 13,2 kW, HWB 153,9 kWh/m2a

Wenn das ein Verkaufs-EAWEAW [Energieausweis] ist, dann ist dieser oftmals das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist, wenn er von einem 60€ EAWEAW [Energieausweis]-Ersteller aus dem Internet (Stichwort "Ich kann Ihr Haus feinstofflich aus der Ferne erspüren" - Oder ich klopf halt irgendwelche Default-Werte rein, is ja eh wurscht) stammt. Viel aussagekräftiger wäre da der tatsächliche Verbrauch, welcher halt aufgrund deines neuen teilsanierten Setups noch nicht gegeben ist. Von dem her finde ich @pred s Vorschlag mit dem 1 Jahr warten auch sinnvoll. Dort kannst du auch gleichzeitig versuchen den WP WP [Wärmepumpe] Betrieb zu simulieren (Heizkreise abgeglichen mit hohem Durchfluss, so gut es geht, keine Nachtabsenkung, keine ERR ERR [Einzelraumregelung],...), um die max. VL Temps rauszubekommen.

zitat..
Biggsi schrieb: lt. seinen Aussagen auch kein Zuschalten des Heizstabes selbst bei den -12 Grad C

Spricht dann nicht für den Insti, denn offensichtlich hat er für seine eigene LWP LWP [Luftwärmepumpe] keine Bivalenzpunktauslegung durchgeführt (Vermutung).
Kannst dir ja von ihm die Verdichter-, VL- und RL RL [Rücklauf]-Kurven für das heurige neblige 0-5°C Wetter im Dezember zeigen lassen - Stichwort Abtauen 😜.

zitat..
Biggsi schrieb: genaue Daten zu einem geplanten LWP LWP [Luftwärmepumpe]-Gerät

Auch hier würde mich die Datenbasis interessieren. Denn für mich lese ich hier noch keine belastbare Heizlast des Hauses raus, da tu ich mir mit der Planung einer LWP LWP [Luftwärmepumpe] schwer, aber bitte.

zitat..
Was mich jetzt interessiert, wie groß sind die Unterschiede mit der aktuellen Technik wirklich?

Auch mit aktuellster Technik lässt sich Physik nicht bescheißen.

Bzgl. Abtauthematik gab es heuer sehr viele Threads, wo LWP LWP [Luftwärmepumpe] damit kämpften.

zitat..
Biggsi schrieb: und wäre mit Leistung und Energie-Verbrauch mehr als zufrieden

Dann kann er sicher reale Stromwerte von seperaten Hutschienenzählern den erzeugten Wärmemengen gegenüberstellen. Denn die Arbeitszahlen direkt in den WP WP [Wärmepumpe] berücksichtigen oft nur die Verdichterleistung und unterschlagen die verlorene Energie durch Pumpen oder auch durch Abtauen (!) komplett.

Aber im Gegenzug dazu würde ich den Installateur fragen, wo seine Gewinnspanne höher ist. Denn bei LWP LWP [Luftwärmepumpe] muss er sich nicht mit anderen Gewerken herumschlagen (Planung 😅, Erdbauer), und kann somit die höchste Marge lukrieren. (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. 😈)

Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich haben auch LWP LWP [Luftwärmepumpe] ihre Berechtigung, aber ich challenge gerne ihre Notwendigkeit. Wenn kein Saugheber bei dir möglich ist und/oder die Mehrkosten wirklich signifikant höher sind, dann könnte vielleicht auch LWP LWP [Luftwärmepumpe] Sinn machen. Ich kann dir nur keine Antwort darauf geben.

BTW:

zitat..
Biggsi schrieb: - ausserdem die Wände zum direkt angrenzenden Nachbarn gedämmt

Innendämmung? So etwas ist aber ziemlich anspruchsvoll bzgl. Schimmel... 😉

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  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
16.2.2026  (#9)

zitat..
ds50 schrieb:
Auch mit aktuellster Technik lässt sich Physik nicht bescheißen.
Bzgl. Abtauthematik gab es heuer sehr viele Threads, wo LWP LWP [Luftwärmepumpe] damit kämpften.
─────..
Biggsi schrieb: und wäre mit Leistung und Energie-Verbrauch mehr als zufrieden
───────────────
Dann kann er sicher reale Stromwerte von seperaten Hutschienenzählern den erzeugten Wärmemengen gegenüberstellen. Denn die Arbeitszahlen direkt in den WP WP [Wärmepumpe] berücksichtigen oft nur die Verdichterleistung und unterschlagen die verlorene Energie durch Pumpen oder auch durch Abtauen (!) komplett.

Aufbauend auf @ds50 's Kommentaren:
Ich bin einer der LWP LWP [Luftwärmepumpe] Besitzer, der sich dieses Thema notgedrungen genauer angesehen hat, bzw. ansieht. Zugegeben ein extremes Beispiel, welche Auswirkungen dieser Effekt haben kann. Der Hersteller hat mittlerweile meinen Fall dem Entwickler der WP WP [Wärmepumpe] auf den Tisch gelegt. Vermutlich gibt es bald eine Antwort dazu.

Zusammengefasst:
Die Anzahl der Abtauvorgänge hat eine massive Auswirkung auf die tatsächliche - für dich nutzbare - Leistung der LWP LWP [Luftwärmepumpe]. In meinem Fall lieferte die WP WP [Wärmepumpe] über einen Zeitraum von 2 Monaten (Dez/Jan) nur 60% der in den technischen Daten angegebenen Leistung. Im Februar hat sich das auf ca. 70% "verbessert".

Empfehlungen für dieses Thema:
1) Bei LWP LWP [Luftwärmepumpe] ist die klassische Empfehlung die LWP LWP [Luftwärmepumpe] "knapper" auszulegen riskant
2) Wenn die LWP LWP [Luftwärmepumpe] einen sehr großen Modulationsbereich hat, kann man sie auch größer auslegen, ohne am unteren Ende in taktende Probleme zu laufen
3) Sehr große Wärmetauscher und langsam laufende Ventilatoren sind besser als kleinere/kompakte Geräte.

Die Daten von gestern, dem 15. Feb 2026, mit einer 12 kW LWP LWP [Luftwärmepumpe] (jeder "Zacken" nach unten ist ein Abtauvorgang):


_aktuell/2026021669500.jpg

Dazu der Stromverbrauch

_aktuell/20260216339815.png
   
dazu das Histogram (Die Anzahl der 10 Sekunden Intervalle, auf welcher Leistung die LWP LWP [Luftwärmepumpe] lief)


_aktuell/20260216560757.png

Im Endergebnis:
Die 12 kW LWP LWP [Luftwärmepumpe] konnte an dem Tag mit durchschnittlich 8,45 kW ca. 69% ihrer angegebenen Leistung liefern, da sie nur 33% der Tageszeit über 12 kW produzierte. Der in der Hersteller App angegebene COP Wert von 4 war real (also nutzbar) nur 2,74.

Der Rest der Ursachen steht in meinem diesbezüglichen Thread.
https://www.energiesparhaus.at/forum-lwwp-abtauvorgaenge-monat/84777

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  •  HPPP
16.2.2026  (#10)

Zu den LWP LWP [Luftwärmepumpe] gibts es verschiedene Ausführungsqualitäten. Suche in YouTube unter:  "Ovum (vs. Lambda): Die ehrliche Wahrheit über die Weltrekord-Wärmepumpe!"

Da trennt sich der Spreu vom Weizen, es geht technisch wenn man will, kostet halt ne Kleinigkeit.
Interessant auch die Erwähnung zu Thema Abtauung zu obiger YT Video ab 05:40 -
"Während herkömmliche Wärmepumpen oft blind nach einem festen Zeitplan abtauen und so Energie verschwenden, verhindert die Ovum durch ihre riesigen Verdampfenflächen die Eisbildung physikalisch viel länger und startet den Prozess dank intelligenter Sensorik nur dann, wenn es wirklich nötig ist."

Zur GWP: Sinkt der Wasserspiegel oder versiegt dieser gar, was dann? 

Vielleicht ist ein Flächenkollektor oder Tiefenbohrung oder Ringgrabenkollektor doch langfristiger angedacht? Die Voraussetzungen hierfür müssen dann entsprechend gegeben sein. Gibt es das Grundstück nicht her, bleibt dann wohl eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] nicht aus, schliesst man Gas, Pellets etc. aus.
Dann bietet sich der Griff zu einer Mercedes LWP LWP [Luftwärmepumpe] an, wenn das Geldbörsel locker sitzt. 🧐

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  •  wd69
16.2.2026  (#11)
Das YouTube Video hab ich gestern auch gesehen und an den Thread von PVAndiE gedacht.. :D Und kann das insoweit bestätigen als meine Ovum gestern (15.) 3x und heute erst 1x abgetaut hat bei doch schwierigen Verhältnissen (heute -1 Grad und Schneefall). Die Außeneinheit ist aber wirklich recht groß.. 

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  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
16.2.2026  (#12)

zitat..
wd69 schrieb:

Das YouTube Video hab ich gestern auch gesehen und an den Thread von PVAndiE gedacht.. :D Und kann das insoweit bestätigen als meine Ovum gestern (15.) 3x und heute erst 1x abgetaut hat bei doch schwierigen Verhältnissen (heute -1 Grad und Schneefall). Die Außeneinheit ist aber wirklich recht groß..

Gestern hatte meine WP WP [Wärmepumpe] mit 30 Abtauvorgänge etwas mehr 😀

Jetzt kam gerade das Mail vom Hersteller: Das ist nach deren Ansicht normal.....


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  •  HPPP
16.2.2026  (#13)

@PVAndyE

vielleicht kannst du abschätzen bzw. errechnen, was diese Energievergeudung der doch massiven Abtauungen pro Winter in Euro ausmacht? Dann wärs interessant, welche Mehrkosten sich im Laufe der Lebensdauer dieser WP WP [Wärmepumpe] auftun.
Weil dieses Geld könnte man in Richtung andere Art einer WP WP [Wärmepumpe] oder gar anderer Heizungsart besser investieren...?

Da fördert der Staat effiziente Wärmepumpen, die es gar nicht sind?

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  •  berhan
  •   Gold-Award
16.2.2026  (#14)

zitat..
PVAndyE schrieb: Gestern hatte meine WP WP [Wärmepumpe] mit 30 Abtauvorgänge etwas mehr 😀

Jetzt kam gerade das Mail vom Hersteller: Das ist nach deren Ansicht normal.....

@PVAndyE deine WP WP [Wärmepumpe] ist eher nicht repräsentativ für LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] und schön langsam wäre es schon einmal interessant - nach immerhin 5 Seiten - wer den dein WP WP [Wärmepumpe] Hersteller ist und welche Hydraulik verbaut wurde. Wir warten gespannt.

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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
17.2.2026  (#15)
Ich stimme zu, dass man sich der Abtau-Problematik je nach Wohnort durchaus bewusst sein sollte - würde ich noch einmal neu anfangen, käme bei mir trotzdem nur eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] in Frage. Die kann die im Vergleich ständig steigenden Mitteltemperaturen besser nutzen und ist einfach flexibler sowohl im Bestand als auch Neubau. Ist auch ganz klar die Zukunft, Sole-WP sind eine Nische. Aber ich würde mich definitiv genauer mit der Wahl der WP WP [Wärmepumpe] auseinandersetzen, da es hier wirklich gigantische Unterschiede auch hinsichtlich Regelung, Monitoring, Lautstärke, Abtauprozess, etc gibt. Ich war im Bauprozess leider eher bei der "nimm die billigste, die Winter werden eh immer wärmer"-Mentalität.

Man sollte halt auch bedenken, dass ähnlich wie dem 1000-jährigen Hochwasser dies jener Winter war, der a) am wenigsten Sonnenstunden im Osten hatte und b) möglicherweise gesamt und der Jänner fix der kälteste seit 20- 30 Jahren war. Klar ist das ärgerlich (auch ich hatte so meine Probleme, aber eher, weil ich die Pumpe in der Nacht stark absenke und so in die unvorhergesehene Nebelzeit mit recht stark ausgekühltem Estrich gestartet bin, was dann halt schwierig zum aufholen ist wenn die Pumpe am Limit arbeitet), aber die letzten 10 Winter waren dann schon wieder deutlich LWP LWP [Luftwärmepumpe]-freundlicher.

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  •  ABERG
  •   Bronze-Award
17.2.2026  (#16)

zitat..
hellsayer schrieb:

Man sollte halt auch bedenken, dass ähnlich wie dem 1000-jährigen Hochwasser dies jener Winter war, der a) am wenigsten Sonnenstunden im Osten hatte und b) möglicherweise gesamt und der Jänner fix der kälteste seit 20- 30 Jahren war. 

Also mit "fix" ist da gar nichts...😉

Im Osten (Marchfeld; Wien) waren seit 1995 insgesamt 9(!) Jänner kälter als 2026. Zuletzt 2017 sogar um 2,5K weniger als heuer (also -3,5°C Monatsmittelwert). Leider ist unser "Gefühl" kein gutes Messgerät!

Alle Daten sind von der GeoSphere (ehem. ZAMG) kstenlos zu bekommen.


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  •  Harri24
17.2.2026  (#17)
@Biggsi 
Den mit seiner LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] sehr zufriedenen Installateur würde ich zu seinen Monatsarbeitszahlen etc. detailliert ausfragen (Zahlen, Zahlen, ...). Das ist eine nützliche Referenz für eine Entscheidungsfindung. 

Bei einer LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] schwanken die Monatsarbeitszahlen naturgemäß stärker als bei einer Sole-WP. Ein schlechter Monat im Jahr ist kein Grund, das Konzept zu verteufeln. Wichtiger ist die JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl]. Im Frühjahr profitiert die LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] sofort von den steigenden Temperaturen. Die Sole-WP hat es in der Zeit nicht so gut.
Meine LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] hat bislang im Februar eine Arbeitszahl von 4,4 mit selbst gemessenem Stromverbrauch. Die aktuellen Temperaturen machen es möglich.
Aber es gibt klimatische Standorte und Häuser, da würde ich keine LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] empfehlen. Erst recht, wenn dann auch umfangreicher Warmwasserverbrauch gegeben ist. 
Und wenn man ein großes Grundstück und das nötige Kleingeld hat sollte man eine Sole-WP immer in Betracht zu ziehen.
Und wenn eine noch gut funktionierende Gasheizung oder Ölheizung ihren Dienst tut, sollte man sich keinen Stress machen. Insbesondere die LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] wird in den nächsten Jahren noch besser werden.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
17.2.2026  (#18)
Ist ja ein Diskussionsforum hier, deswegen mal mein Senf: 😉

zitat..
hellsayer schrieb: Ich war im Bauprozess leider eher bei der "nimm die billigste, die Winter werden eh immer wärmer"-Mentalität.

zitat..
hellsayer schrieb: Die kann die im Vergleich ständig steigenden Mitteltemperaturen besser nutzen

Ha - Da ist sie wieder, die "die Winter werden eh immer wärmer" - Falle. 😅
P.S.: Wenn der AMOC zusammenbricht, dann unterschreibe ich deine Aussage keinesfalls... ❄️

zitat..
hellsayer schrieb: und ist einfach flexibler sowohl im Bestand als auch Neubau.

Mein Kollege hat für die Genehmigung seiner LWP LWP [Luftwärmepumpe] 8 Monate gebraucht. Bei der Straße ging nicht, nordseitig zu nahe am Nachbar, südseitig wollte er nicht (Optik / Lärm), usw usf. 

Zu weit weg von der Hausmauer is blöd, innerhalb von 5m zur Grundstückgrenze is blöd, auf dem Dach is blöd, im Süden is blöd, unbeschattet is blöd, pfuh...
Flexibel klingt für mich anders. emoji

zitat..
hellsayer schrieb: Ist auch ganz klar die Zukunft, Sole-WP sind eine Nische.

Genau deswegen hat ein namhafter Premium WP WP [Wärmepumpe] Hersteller den Erdwärmeanteil seiner gesamten verkauften WP WP [Wärmepumpe] von 6 auf 30% gesteigert, und das nur innerhalb von 3 Jahren. Ein Schelm, wer daran denkt, dass der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] hier damit was zu tun hat... 😉

Fast alle BauherrInnen, die ich berate, sehen die Vorteile der Erdwärme (zumindest bei Neubauprojekten) und entscheiden sich auch dafür. Wenn man die Vorteile der Erdwärme nicht kennt, na dann nimmt man halt das Produkt, welches der Insti empfiehlt (vielleicht weil er da am meisten mitschneiden kann...).

Und ad Zukunft: Eine Sole-WP tauscht du in 30 Jahren 1x, eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] 2x. Der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] ist übrigens für 100 Jahre ausgelegt. Ich wette, so lange hält nicht mal der Betonsockel der LWP LWP [Luftwärmepumpe]. 🤣

EDIT: Sorry für leichtes OT OT [Off Topic], es sollte hier ja um GW-WP gehen. Aber ganz so kann ich die Antworten hier für unbedarfte Mitleser auch nicht stehen lassen.

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  •  Harri24
17.2.2026  (#19)
Die Statistik in D widerlegt hellsayer eigentlich nicht.

_aktuell/20260217783187.png


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  •  ds50
  •   Gold-Award
17.2.2026  (#20)
Deutschland ist bei der Erdwärmequelle halt ein noch größeres Entwicklungsland als Österreich. Dort wird zwar jede Woche eine neue Voodoo Erdwärmequelle geboren (siehe Geocollect, oder "Energiezäune"), aber der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] ist ihnen gänzlich unbekannt.

Ich meine das ganz ernst: Für mich ist der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] der Gamechanger, der aufgrund seiner Einfachheit, Flexibilität und günstigen Kosten die Erdwärme erst wieder so richtig salonfähig macht. Lernen aber die Installateure nicht am WIFI STMK, deswegen verkauft man halt LWP LWP [Luftwärmepumpe]. Bringt auf lange Sicht (Lebensdauer) ja auch mehr Umsatz... 🤬

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  •  Markus98
17.2.2026  (#21)

zitat..
ds50 schrieb:

Deutschland ist bei der Erdwärmequelle halt ein noch größeres Entwicklungsland als Österreich. Dort wird zwar jede Woche eine neue Voodoo Erdwärmequelle geboren (siehe Geocollect, oder "Energiezäune"), aber der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] ist ihnen gänzlich unbekannt.

Ich meine das ganz ernst: Für mich ist der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] der Gamechanger, der aufgrund seiner Einfachheit, Flexibilität und günstigen Kosten die Erdwärme erst wieder so richtig salonfähig macht. Lernen aber die Installateure nicht am WIFI STMK, deswegen verkauft man halt LWP LWP [Luftwärmepumpe]. Bringt auf lange Sicht (Lebensdauer) ja auch mehr Umsatz... 🤬

Hab in einem Vortrag vom Energiesparkommissar (Carsten Herbert) mal die Aussage gehört, dass der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] in Deutschland noch nicht so verbreitet ist, weils noch keine DIN-Norm gibt.

Dass in Deutschland viel mehr Luftwärmepumpen montiert werden, hat den Hintergrund dass es in dem Gebiet viel mehr Hersteller gibt. Die Installateure kennen sich damit meist auch nicht aus, weil gut 90% auf Gas, Öl und Holzheizungen geschuld sind.

Bin gespannt wie sich die Zahlen in den nächsten Jahren verändern, Wärmepumpen sind nun klar auf der Nummer 1 der meist verbauten Heizungen. Dazu kommen jetzt immer mehr Hersteller mit R290 Solewärmepumpen die klein sind und sogar als Kaskaden aufgebaut sind und somit einen riesigen Modulationsbreich schaffen. Eine Fehldimensionierung wird damit nicht mehr möglich. Und bin gespannt, ob die Etagenwärmepumpen die ja Sole-Wärmepumpen sind, in die Statistik der Sole-Wärmepumpen gezählt werden oder eine neue Kategorie "Etagenwärmepumpen" geschaffen wird.

Und noch was zu JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] vs MAZ. Mit einer großen PV am Dach ist mir die JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] relativ egal. Den Oktober und einen großteil vom November konnte ich mit 30,6kWp und 9kWh netto abdecken, aber im Dezember und Jänner sah es um einiges schlechter aus. Da hatte die Solewärmepumpe einen großen Effizienzvorteil. Die MAZ war im Vergleich zum Nachbargebäude mit einer LWP LWP [Luftwärmepumpe] bei ca. 4,5 statt 3,0. Dabei brauchte ich aber etwas höhere Vorlauftemperaturen.

Die Stromeinsparungen im Sommer für die passive Kühlung ist mir auch relativ egal, dafür kann die passive Kühlung ohne Modulationseinschränkungen von quasi 0W weg kühlen und der Verdichter wird geschont bzw. läuft gemütlich im optimalen COP Fenster fürs Warmwasser. Mit meiner Hydraulik kann ich durchgehend passiv Kühlen und die Abwärme in Form von höheren Soletemperaturen für den Warmwassertakt nutzen.
 


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