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Beschichtung Estrich Garage

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  •  jakobneuh
10.2. - 12.2.2026
4 Antworten | 3 Autoren 4
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Hallo,
unser Bauvorhaben schreitet voran, gestern habe ich endlich (mit 4 Monaten Verzögerung) den Estrich in der Garage bekommen.
Verbaut wurde ein Zement mit der Festigkeitsklasse 42,5 der Firma Leube, mit Faserbewehrung. Außerdem haben wir eine Fußbodenheizung verlegt (soll nur zur Temperierung bzw zum frostfrei halten genutzt werden)
Nach de einbringen wurde der Estrich mit einer Maschine geglättet. 


Die Oberfläche sieht jetzt wirklich sehr gut aus, ist aber natürlich noch offenporig und nicht "spiegelglatt"


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Jetzt mache ich mir Gedanke um die passende Beschichtung.

Die "Standardbeschichtung" für diesen Fall wäre wahrscheinlich Epoxy; hat hier jemand Erfahrungen mit den Preisen?
Von einer Firma wurde mir bereits gesagt dass sie davor schleifen und Lunkerspachteln würden; das alleine kommt laut Angebot auf 3900€ für 50m². Das ist mir ehrlich gesagt zu viel.
Die Garage soll nicht zum täglichen Befahren mit Autos sein, höchstens im Sommer (Oldtimer) Hauptsächlich soll sie zum Schrauben, Schweißen und Holzarbeiten genutzt werden. 
Hier habe ich Bedenken bei Epoxy, dass sich der Flexstrahl und Schweißperlen ins Epoxy einbrennen. Eventuell wäre da eine andere BEschichtung besser geeginet? Ich habe den Bericht von Spekulatius gesehen, zum EasyGround System. Aber ob das in dem Fall besser hält.?
Ein anderer Punkt ist dass Epoxy wahrscheinlich sehr rutschig wäre, mit Sandeinstreuung aber wiederum schwer zu reinigen sein wird.
 
In meiner jetztigen Werkstatt habe ich eine Betonplatte, was von der Unempfindlichkeit her sehr angenehm ist. Öl etc. zieht einfach ein, macht zwar Flecken, die verblassen aber über die Jahre und stören mich persönlich nicht, ist ja eine Werkstatt. ein diffusionsoffener Aufbau ist hier also mMn gar nicht schlecht.
Einizg das ständige Sanden der Oberfläche ist sehr störend. nach dem kehren ist schon wieder alles staubig.
Wisst ihr ob das bei Estrich genauso schlimm ist wie bei Beton?
 
 

  •  Pit
  •   Bronze-Award
11.2.2026 10:08  (#1)

zitat..
jakobneuh schrieb: Von einer Firma wurde mir bereits gesagt dass sie davor schleifen und Lunkerspachteln würden; das alleine kommt laut Angebot auf 3900€ für 50m².

Preislich bewegst du dich bei einem Zementestrich-Untergrund bei etwa 3.500-4.000 EUR Brutto. Natürlich gibt's wie überall immer wieder Ausreißer.


zitat..
jakobneuh schrieb: Schweißperlen ins Epoxy einbrennen

Ja, das wird dir passieren, wenn du wirklich vor hast, auf einer Beschichtung zu schweißen...aber da gibt es auch Schutzmaßnahmen, wie Schweißmatten. Mit sowas kann man die Lebensdauer von Böden verlängern 😉


zitat..
jakobneuh schrieb: andere BEschichtung besser geeginet?

Es gibt verschiedene Beschichtungssysteme. Auch zementöse Beschichtungen. Diese wären auch gegen extrem hohe Temperaturen beständig. Werden jedoch in Garagen eher nicht eingesetzt (Dichtheit, chemische Beständigkeit etc.)


zitat..
jakobneuh schrieb: EasyGround System. Aber ob das in dem Fall besser hält.?

EasyGround ist eine Versiegelung und wird auf die Fläche gerollt. Eine Beschichtung wird gespachtelt und hat einen viel höheren Materialverbrauch (Materialstärke) und weitaus längere Haltbarkeit, somit auch qualitativ hochwertiger.


zitat..
jakobneuh schrieb: Ein anderer Punkt ist dass Epoxy wahrscheinlich sehr rutschig wäre, mit Sandeinstreuung aber wiederum schwer zu reinigen sein wird.

Das ist von den örtlichen Bedingungen und  der Raumnutzung abhängig. Es gibt verschiedene Oberflächen mit verschiedenen Rutschfestigkeitsklassen. Natürlich gilt: umso rauer der Boden, desto schwieriger/intensiver ist die Reinigung.


zitat..
jakobneuh schrieb: Wisst ihr ob das bei Estrich genauso schlimm ist wie bei Beton?

Der Beton staubt meines Empfindens etwas mehr, weil dieser eine feinere Zementschlämme an der Oberfläche hat.




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  •  jakobneuh
11.2.2026 11:41  (#2)
Hallo Pit,
danke für die Antwort.
 

zitat..
Pit schrieb: Preislich bewegst du dich bei einem Zementestrich-Untergrund bei etwa 3.500-4.000 EUR Brutto. Natürlich gibt's wie überall immer wieder Ausreißer.

Ist das ein Richtpreis für Epoxy- Beschichtung mit Randkeilspachtelung, oder ist das nur für die Vorbereitung?
Was würde eine matte Beschichtung etwa an Aufpreis kosten?

zitat..
Pit schrieb: Ja, das wird dir passieren, wenn du wirklich vor hast, auf einer Beschichtung zu schweißen...aber da gibt es auch Schutzmaßnahmen, wie Schweißmatten. Mit sowas kann man die Lebensdauer von Böden verlängern 😉

So kenne ich das von einem Freund der auch eine Epoxy- Beschichtung hat. Das funktioniert gut, und kann ich auch so machen; Ideal wäre halt wenn ich den Boden nicht extra abdecken muss. 


zitat..
Pit schrieb: Der Beton staubt meines Empfindens etwas mehr, weil dieser eine feinere Zementschlämme an der Oberfläche hat.

Also eine Beschichtung gehört wohl definitiv drauf wenn ich länger Freude haben will am neuen Boden.
Eine Beschichtung/ Imprägnierung die ich vor kurzem gefunden habe ist Silres BS6920 von Wacker:
https://www.wacker.com/h/de-at/silanmodifizierte-polymere/silres-bs-6920/p/000008013

Kennt das vielleicht wer von euch? Klingt eigentlich auch gut, aber ist halt nur eine sehr dünne Schicht und keine gespachtelte Beschichtung wie Pit sagt.
Würdet ihr den Boden noch schleifen lassen? Bei Epoxy ist das ja wahrscheinlich nicht mehr notwendig da die Schicht ja recht dick ist.
Wie wird eigentlich das Epoxy aufgetragen? Nicht per Rolle oder so sondern tatsächlich mit einer Spachtel? ISt das dann selbstnivellierend?
 


1
  •  Pit
  •   Bronze-Award
12.2.2026 7:26  (#3)

zitat..
jakobneuh schrieb: Richtpreis für Epoxy- Beschichtung mit Randkeilspachtelung

Ja, da sollten die Keile auch enthalten sein. Es kommt natürlich auch drauf an, welche Arbeiten noch zusätzlich anfallen. Dies dient mal als Richtpreis.


zitat..
jakobneuh schrieb: Silres BS6920 von Wacker:

Das ist eine Imprägnierung. Ist halt wieder was anderes...


zitat..
jakobneuh schrieb: Würdet ihr den Boden noch schleifen lassen?

Ja, das ist zwingend erforderlich und einer der wichtigsten Arbeitsschritte. Immerhin muss man eine Verbindung zum Untergrund schaffen. Deshalb das Anrauen der Oberfläche.


zitat..
jakobneuh schrieb: Wie wird eigentlich das Epoxy aufgetragen?

Die wird mit einer Spachtel aufgetragen.
Sie ist zwar selbstnivilierend im unmittelbaren Bereich, übernimmt jedoch das Gefälle und große Unebenheiten vom Untergrund.




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  •  Designo
12.2.2026 16:36  (#4)
Weil das gerade bei uns auch Thema ist: Wir bauen ein Haus an eine bestehende Beton-Doppelgarage mit betoniertem Boden. Die Personentür an der Seite ist warum auch immer 10cm höher als der Garagenboden in der Wand eingebaut worden. Da ich in 3 Wochen eh den Estrichleger im Haus habe, überlege ich, bei der Gelegenheit gleich in der Garage auch ca. 7cm Estrich einbringen zu lassen, um dann im Alter einen Stolperstein weniger in meinem Leben zu haben. Ich werde in der Garage nicht an Autos herumschrauben und mir ist ehrlich relativ wurscht, wie der Boden in den weiteren Jahren ausschaut. Es ist nur eine Garage, wo zwei Autos parken und Zeug gelagert wird. 

Kann ich den Estrich dann einfach so lassen, wie er ist? Oder soll/muss ich zumindest irgendeinen Anstrich aufbringen? Keine Ahnung, ob der sonst irgendwann zu bröseln anfängt oder sowas.... Danke!

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