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Intelligente Innenanstriche - Erfahrungen

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  •  Blahova
22.1. - 31.1.2026
20 Antworten | 10 Autoren 20
20
Hallo zusammen,
ich beschäftige mich aktuell mit intelligenten Innenanstrichen mit isolierenden Eigenschaften (z. B. gegen Schimmel, Kondenswasser oder zur Verbesserung des Raumklimas).
Mich würde interessieren:
  • Hat jemand von euch praktische Erfahrungen mit solchen Beschichtungen?
  • Welche Produkte oder Systeme haben sich bei euch bewährt – und warum?
  • Gibt es Dinge, auf die man bei der Anwendung besonders achten sollte?
Vielen Dank im Voraus für eure Einschätzungen und Tipps!

  •  ds50
  •   Gold-Award
22.1.2026  (#1)
Ich hab Lehmputz und (dadurch?) keine Probleme mit Kondenswasser oder Schimmel. Das Raumklima, insbesondere die Geruchsneutralisation, ist sehr angenehm, aber zur Verbesserung des Raumklimas hilft in Wirklichkeit nur eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]. Denn CO2 bekommst du mit keinem einzigen Anstrich weg.

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  •  Blahova
22.1.2026  (#2)
Bei uns schimmeln die Ecken in den Räumen, obwohl wir regelmäßig lüften. Deshalb überlegen wir, einen intelligenten Innenanstrich einzusetzen, über den man im Zusammenhang mit Raumklima und Energieeinsparung immer wieder liest.
Mich würde interessieren, ob jemand damit bereits eigene Erfahrungen gesammelt hat und ob sich ein solcher Anstrich im Alltag tatsächlich bewährt.

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  •  rocko567
22.1.2026  (#3)
ich kann mir nicht vorstellen, dass ein anstrich ohne grundlegend auf das problem einzugehen etwas bringt.

schimmel in den raumecken wird wohl auf wärmebrücken in kombination mit zu wenig heizen und lüften zu tun haben.
wie ist eure rel. LF. %?

ich weiß nicht ob kalk als intelligent zählt. aber das wär so das einzige was ich mir einreden lassen würde als "intelligenter" anstrich.
Kalkputz nimmt feuchte auf und gibt sie wieder ab - und der hoher pH-Wert (über 12)  schafft eine schimmelhemmende umgebung....

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  •  ds50
  •   Gold-Award
22.1.2026  (#4)

zitat..
Blahova schrieb: Bei uns schimmeln die Ecken in den Räumen, obwohl wir regelmäßig lüften.

Die schimmeln, weil anscheinend regelmäßig hier der Taupunkt unterschritten wird, was zwei Ursachen hat:

1.) zu kalte Oberflächentemperaturen im Eck
2.) zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum

ad 1.) Höhere Oberflächentemperaturen erhält man durch (Außen-)Dämmung oder auch mehr Heizen. Auch zielgerichtete Erwärmung der kritischen Stellen führt physikalisch zum Ziel, wenn auch praktisch und energetisch meist nicht zielführend.
Falls Innendämmung angedacht ist, dann hier bitte unbedingt aufpassen und nur mit richtigem Material (z.B. Kalziumsilikatplatten) und Ausführung arbeiten!

ad 2.) "Regelmäßig Lüften" ist relativ und kann in vielen Fällen trotz subjektiv empfundener Häufigkeit schlicht zu wenig sein. Hier hilft ein Hygrometer in Verbindung mit einem Thermometer, um die absolute Feuchtigkeit im Raum festzustellen.


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  •  Blahova
22.1.2026  (#5)
Die Luftfeuchtigkeit liegt bei uns bei etwa 80 %, außerdem wohnen wir auf der Nordseite eines Tals.
Kalk kann man sicher auch als eine Art „intelligenten“ Anstrich sehen – zumindest ist er seit vielen Jahren erprobt 🙂. Mir scheint jedoch, dass sich die Technik in diesem Bereich weiterentwickelt hat.
Ich habe gehört, dass diese neueren Beschichtungen sich an der Wandoberfläche spürbar wärmer anfühlen sollen, wodurch Wärmebrücken und Schimmelbildung reduziert werden könnten. Außerdem wird teilweise auch ein Effekt gegen sommerliche Überhitzung erwähnt, da sie auf einem mikroisolierenden Prinzip basieren.
Vielleicht findet sich ja jemand, der damit bereits praktische Erfahrungen gesammelt hat. Auf jeden Fall vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen.**


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  •  christoph1703
22.1.2026  (#6)

zitat..
ds50 schrieb: "Regelmäßig Lüften" ist relativ und kann in vielen Fällen trotz subjektiv empfundener Häufigkeit schlicht zu wenig sein. Hier hilft ein Hygrometer in Verbindung mit einem Thermometer, um die absolute Feuchtigkeit im Raum festzustellen.

Unabhängig davon ist aber auch zu trockene Luft ein Gesundheitsrisiko. Die Temperatur in der Ecke zu messen gibt gleich direkt Aufschluss, ob es sich um ein bauliches Problem handelt oder ein Lüftungsproblem. Hygrometer sind aber generell eine gute Idee zur Überwachung.


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  •  christoph1703
22.1.2026  (#7)

zitat..
Blahova schrieb: Die Luftfeuchtigkeit liegt bei uns bei etwa 80 %,

Wie schaffst du bei den aktuellen Außentemperaturen bitte 80%? Wir kämpfen mit Luftbefeuchter und nassen Handtüchern, dass wir über 40% bleiben.

Da haben wir aber jedenfalls das Problem gefunden. 80% sind viel zu viel, egal zu welcher Jahreszeit. Zwischen 40 und 60% liegt der übliche Komfortbereich bei Raumtemperatur. Im Winter bei Schimmelproblemen würde ich mich eher an die 40% halten.

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  •  rocko567
22.1.2026  (#8)
gut, bei 80 % LF braucht man gar nicht über irgendwelche wandfarben weiternachden.
genau wi christoph schreibt.
wir haben derzeit im haus (altbau ungedämmt) 40-45 %. Mit viel duschen, gewand trocknen oder kochen kommen wir mal an die 50 %, aber einmal luftaustauschen, querlüften und wir sind wieder unten bei 40%.

80% ist viel zu viel!!


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  •  ds50
  •   Gold-Award
22.1.2026  (#9)

zitat..
Blahova schrieb: Die Luftfeuchtigkeit liegt bei uns bei etwa 80 %, außerdem wohnen wir auf der Nordseite eines Tals.

Kann aber auch ein random Außenluftfeuchtigkeitswert sein (welcher absolut nicht aussagekräftig ist).
Wenn es im Haus derzeit 80% hat, dann hilft der schönste Anstrich nichts.


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  •  cacer
  •   Gold-Award
22.1.2026  (#10)
mal sehen, wann hier jemand aufschlägt, der nur beste erfahrungen damit gemacht hat😇

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  •  Puitl
  •   Silber-Award
22.1.2026  (#11)
Für Mitleser hier nochmal meine Antwort aus dem gesperrten Doppel-Post, ansonsten merkt man eh schon das der TE Erfahrungen und keine Hilfe will 😉

"Klingt nach ner teuren Ausführung mit wenig Nutzen.  
Meine Empfehlung: Lehmputz (auch im Bad!)
Besteht aus Lehm & Sand, bindet große Mengen an Feuchtigkeit & gibt sie wieder ab, bindet Gerüche und wenn du mal wo ein Loch etc. hast kann dieses einfach wieder zugeschmirrt und übermalt werden.
 
Wenn du warme Oberflächen willst musst du auf Materialien mit weniger Dichte ausweichen, z.B. Holz.
 
Das dein recherchierter Putz Wärmeverluste reduziert wird schon sein, kann mir aber nicht vorstellen das der Effekt rießig ist und die Mehrkosten dieses speziellen Putzes wieder rein bringt!?
Beim Altbau dann lieber gleich eine neue Außendämmung und sonst gut durchdachte Innendämmung mit Holzweichfaser oder Kalziumsilikatplatten - gibt hier im Forum schon ein paar gute Fäden darüber."


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  •  rocko567
22.1.2026  (#12)

zitat..
cacer schrieb:

mal sehen, wann hier jemand aufschlägt, der nur beste erfahrungen damit gemacht hat😇

erinnert mich an thermoshield von früher, die sich dann umbenannt haben... ein schelm...


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  •  Markus98
22.1.2026  (#13)

zitat..
Blahova schrieb:

Die Luftfeuchtigkeit liegt bei uns bei etwa 80 %, außerdem wohnen wir auf der Nordseite eines Tals.

Siehst du da bei den Fensterscheiben noch raus? 🙃


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  •  rocko567
22.1.2026  (#14)

zitat..
Markus98 schrieb:

──────..
Blahova schrieb:

Die Luftfeuchtigkeit liegt bei uns bei etwa 80 %, außerdem wohnen wir auf der Nordseite eines Tals.
───────────────

Siehst du da bei den Fensterscheiben noch raus? 🙃


klar, das ganze kondensat ist ja in/auf den wänden... 
*duckundweg*


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  •  querty
  •   Gold-Award
22.1.2026  (#15)

zitat..
ds50 schrieb: Wenn es im Haus derzeit 80% hat

Also wenn das stimmt und du tatsächlich 80% LF hast, dann muss man dafür die Ursache feststellen und wenn es an der Dämmung liegt, hier etwas beheben.
Was hilftts denn, wenn die Wand nicht schimmelt, dafür aber alles andere...und das Klima ist ja wohl auch eher wie in einer Tropfsteinhöhle...ich hatte swas mal im Keller bei Wassereintritt durch den Lichtschacht.


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  •  Akani
24.1.2026  (#16)
Ich würde mal sagen wer es jetzt schafft 80% Luftfeucht zu erreichen, sollte anfangen zu lüften und zu heizen.
Wenn der Anstrich so gut is würd ich ihn außen streichen, ersetzt dann den Vollwärmeschutz wenn ma das....

zitat..
Blahova schrieb: Ich habe gehört, dass diese neueren Beschichtungen sich an der Wandoberfläche spürbar wärmer anfühlen sollen, wodurch Wärmebrücken und Schimmelbildung reduziert werden könnten. Außerdem wird teilweise auch ein Effekt gegen sommerliche Überhitzung erwähnt,

gelesen hat.
So einen riesen Werbequtsch kann ma keinen Glauben schenken.
Wären ja alle dumm die thermisch sanieren statt streichen

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  •  Blahova
30.1.2026  (#17)
Vielen Dank an alle für die wertvollen Ratschläge und Meinungen. Die Luftfeuchtigkeit ist jetzt im Winter geringer, weil geheizt wird, aktuell etwa 60 %.

Wir sind Pioniere! Wir haben uns entschieden und eine kleinere Packung eines tschechischen Produkts gekauft, das hier erhältlich ist. Es enthielt keinerlei fungizide Stoffe! Die Zusammensetzung des Anstrichs besteht jedoch aus Mikrosphären, die die Wärme zurück in den Raum reflektieren, wodurch die Oberfläche der Wand wärmer ist.
Vor dem Anstrich haben wir den Schimmel mit Essig entfernt, dann eine Grundierung aufgetragen und anschließend den eigentlichen Anstrich. Wir haben nur eine Wand gestrichen. Der Unterschied ist sofort spürbar – sie fühlt sich deutlich wärmer an als die Wand ohne Anstrich. Wir haben mit einem Infrarotthermometer gemessen: gestrichene Fläche 21 °C, Fläche mit dem ursprünglichen Anstrich 17 °C.  Ziemlich unglaublich! Aufgrund der neuen Wandtemperatur hoffen wir, dass keine Wärmebrücke entsteht und somit auch kein Schimmel mehr.
Ich melde mich  wieder und berichte, wie es aussieht.

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Hallo Blahova,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Intelligente Innenanstriche - Erfahrungen

  •  Fadergeschmack
30.1.2026  (#18)

zitat..
Blahova schrieb:

...Wir haben mit einem Infrarotthermometer gemessen: gestrichene Fläche 21 °C, Fläche mit dem ursprünglichen Anstrich 17 °C.  ...

Ist halt ziemlich nichts sagen wenn nicht die Variablen wie Außentemperatur, Verbrauch der Heizung, etc. Parallel aufgezeichnet wird.

Ist halt keine wissenschaftliche Herangehensweise um die (vermeintliche) Wirkung des Produkts zu beweisen.

Ein Schelm wer Böses denkt....
Wann wird das Produkt genannt um Verkäufe zu generieren? 


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  •  ds50
  •   Gold-Award
30.1.2026  (#19)

zitat..
Blahova schrieb: Wir haben mit einem Infrarotthermometer gemessen: gestrichene Fläche 21 °C, Fläche mit dem ursprünglichen Anstrich 17 °C. Ziemlich unglaublich! A

Also eine astreine Innendämmung. Dann viel Spaß, wenn die Wand hinter diesem Wunderanstrich noch weiter abkühlt. Ich hoffe, diese Farbe hat auch eine Sphäre für einen hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand, denn sonst blüht der Schimmel hinter dem Anstrich munter weiter. Anderseits sind Dispersionsfarben halt a bissl wenig feuchteregulierend, da rinnt es im Bad sicher so schön runter wie bei den Fliesen...

Muss echt ein angenehmes Wohnklima sein.


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  •  rocko567
31.1.2026  (#20)
das ist doch bullshit 😅
 der these dient doch nur dazu das produkt zu bewerben. 
jetzt sollen die leute fragen was das für ein produkt ist ... wetten?
und 60% luftfeuchtigkeit ist immer noch zu viel

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