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4-5m Lehm und Sand - Gründungskosten - Seite 2

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  •  TobiK
24.3.2025 - 4.4.2026
40 Antworten | 11 Autoren 40
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Liebes Forum,

wir haben heute zwei Baggerschürfungen für das Bodengutachten machen lassen. Der Boden hat einen sehr hohen Lehmanteil. Die erste Schürfung hat nach ca. 2.5-3m eine Sandschicht hervorgebracht, die zweite durchgängig bis 4,5m Lehm. Vom Straßennievau wären das ca. 5-6m. Da macht ein Keller wohl sinn emoji Der Geologe sagte, dass man entweder den Boden um ca. 1,5m - 2m austauschen sollte oder wenn man 100% sicher sein will mit duktilen Pfählen gründen.

Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen: über welche Kosten spricht man da ganz grob, wenn man eine "fiktive Bodenplatte" um 10x10m annimmt (in die Richtung wirds eh gehen)?

Danke & LG,
Tobi

  •  TobiK
  •   Bronze-Award
8.5.2025  (#21)

zitat..
gandi schrieb:

Ich habe jetzt das Konzept für uns von unserem Geologen bekommen. Er hat zum Lastabtrag "Schneckenortbetonpfähle" gewählt, deren Tragfähigkeit auch ohne Bewehrung ausreichend hoch sei. Dabei wurden bei uns 44 Pfähle mit 60cm Durchmesser geplant, wobei es 2 Typen gibt (die Bodenplatte des Hauses ist 192m2 groß nachdem wir eingeschoßig bauen und es brauch noch zusätzliche Pfähle dort wo Steher für das über die Terrasse gehende Dachgeplant sind): entlang der Hauptachse des Satteldachs sollten sie 1m in den tragfähigen Grund reichen (insgesamt 5m tief in unserem Fall), die übrigen 0,5m (4,5m tief).

Jetzt bin ich schon gespannt, was so was kostet - wird sicher nicht billig...

Na servas, hab gerade mal gegoogled und bei Keller das Video gefunden. Sieht eher aus wie die Gründung für ein Hochhaus. Drücke euch die Daumen, dass es nicht allzu arg wird! Halte uns doch mal auf dem Laufenden emoji


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  •  TobiK
  •   Bronze-Award
6.6.2025  (#22)
Wollt ihr noch einmal kurz ein Update für ggf. Interessierte oder suchende geben: haben inzwischen Kosten Schätzungen für eine Bodenplatte von circa 140-150 m² über knapp 20.000 € brutto. Unternehmen ist das gleiche wie das von @brudax , allerdings müssen bei uns die Pfähle nicht so tief. Das Unternehmen agiert auf jeden Fall äußerst professionell und ist zumindest aus der Angebotsphase her sehr zu empfehlen


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  •  Blumenbau
8.9.2025  (#23)

zitat..
brudax schrieb:

@TobiK - bei uns gab es 2 Varianten die Bodenplatte mit Pfählen zu verbinden:
1. die Pfähle mittels Pfahlrost in Bodenplatte einzubinden (kosten- und zeitintensiver) oder - 2. dafür haben wir uns entschieden - die Pfähle auf ein Niveau zu bringen und darauf die Bodenplatte zu betonieren. Dafür war es dann natürlich erforderlich, zusätzlich lt. Statiker pro Pfahl Bewährung in die Bodenplatte einzubringen. Fotos gerne per PN wenn gewünscht!

hallo brudax,

haben wir auch sowas gedacht.
Wo baust du? könntest du auch die Bilder mitteilen?

LG


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
8.9.2025  (#24)
Nachdem wir nun weiter sind hier ein paar Details zur Gründung: wir werden auch die die Pfähle Kopfplatte abschließen und darauf die Bodenplatte betonieren. Laut Pfahlanbieter ist eine zusätzliche Bewährung nicht wirklich notwendig, wenn die Wandscheibe da drauf steht (in Stahlbeton). Statik steht aber noch aus.

Auch wichtig: denkt daran, dass ihr eine Freigabe von einem Kampfmittelräum-Anbieter braucht. Abhängig von der Gegend kann das recht kostenintensiv werden. Wir dachten erst, dass bei uns nichts ist (keine strategische Relevanz), aber offensichtlich ist im 2. Weltkrieg ein Flugzeug bei uns entlang geflogen, was vermutlich einen Notabwurf aller Bomben gemacht hat - also schauts entsprechend wüst aus auf den Luftbildaufnahmen. Kostet dann mal schnell netto 3-4k EUR...

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  •  brudax
9.9.2025  (#25)
@Blumenbau  - Guten Morgen! Wir bauen in NÖ - Bezirk Melk. 
Fotos gerne per PN, wenn gewünscht!

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  •  Blumenbau
9.9.2025  (#26)

zitat..
TobiK schrieb:

Wollt ihr noch einmal kurz ein Update für ggf. Interessierte oder suchende geben: haben inzwischen Kosten Schätzungen für eine Bodenplatte von circa 140-150 m² über knapp 20.000 € brutto. Unternehmen ist das gleiche wie das von @brudax , allerdings müssen bei uns die Pfähle nicht so tief. Das Unternehmen agiert auf jeden Fall äußerst professionell und ist zumindest aus der Angebotsphase her sehr zu empfehlen

hallo @TobiK,

der Preis schaut sehr gut aus!
Darf ich fragen, welche Firma und welche Leistung (wie viele Pfähle, Bopla Stärke und Bewehrung etc) sind dabei?
Bitte auch per PN, ich kann meine Angebote auch mitteilen, aber die sind viel höher leider, zwischen 20k und 30k nur die Pfähle. Gleiche Fläche.

hallo @brudax ,

bitte, das was sehr hilfreich! wir bauen in OOE. Kann auch die Angebote mitteilen.


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
10.9.2025  (#27)

zitat..
Blumenbau schrieb:
Darf ich fragen, welche Firma und welche Leistung (wie viele Pfähle, Bopla Stärke und Bewehrung etc) sind dabei?
Bitte auch per PN, ich kann meine Angebote auch mitteilen, aber die sind viel höher leider, zwischen 20k und 30k nur die Pfähle. Gleiche Fläche.

Nur dass wir uns nicht missverstehen: brutto 20k sind die Pfähle emoji Bodenplatte bist nochmal bei ca. 100EUR/m2 netto, XPS10cm ca. 25EUR/m2 netto + Sauberkeitsschicht.

Die Pfahlpreise sind vom "bekannten Anbieter aus Ö" mit K (gleicher wie @brudax). Die anderen Anbieter sind aber vergleichbar. Baustelleneinrichtung ca. 9k, Pfahl ca. 45EUR ansetzen/Kopfplatte + 40EUR/Meter. Alles netto. Bei dem Anbieter habe ich ein sehr gutes Gefühl, fachlich wirklich erstklassig. Der andere große Anbieter mit B ist quasi genauso teuer, nur sind die Kosten anders verteilt. Privatbaustellen sind für die insgesamt nur Nebengeschäft ist mein Eindruck.

LG
tobi


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  •  Blumenbau
10.9.2025  (#28)
Danke @TobiK , jetzt ist klar. Die Preise die wir bekommen haben sind aber leider viel höher :/

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
11.9.2025  (#29)

zitat..
Blumenbau schrieb: Danke @TobiK , jetzt ist klar. Die Preise die wir bekommen haben sind aber leider viel höher :/

PN emoji


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
17.3.2026  (#30)
Die Pfähle wurden inzwischen eingebaut. Da ich überhaupt keine Idee davon hatte, wie das ausschaut, habe ich div. Videos gemacht und mal pragmatisch zusammengefügt:



Nach der Erfahrung würde ich dazu tendieren, eine Sauberkeitsschicht zu machen - beim nächsten Mal dann😁Die Beton-Überreste rinnen in doch nicht unerheblichem Maße aus den Pfählen beim abtrennen und aus dem Boden kommt ggf. eine Boden-Beton-Mischung heraus.

Es sind übrigens 25 Pfähle auf ca. 130m2 geworden. Die Pfähle sind "nur" zwischen 4-6m lang geworden, da war dann Schluss mit Rammen.

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
17.3.2026  (#31)

zitat..
TobiK schrieb:

Die Pfähle wurden inzwischen eingebaut. Da ich überhaupt keine Idee davon hatte, wie das ausschaut, habe ich div. Videos gemacht und mal pragmatisch zusammengefügt:

Nach der Erfahrung würde ich dazu tendieren, eine Sauberkeitsschicht zu machen - beim nächsten Mal dann😁Die Beton-Überreste rinnen in doch nicht unerheblichem Maße aus den Pfählen beim abtrennen und aus dem Boden kommt ggf. eine Boden-Beton-Mischung heraus.

Es sind übrigens 25 Pfähle auf ca. 130m2 geworden. Die Pfähle sind "nur" zwischen 4-6m lang geworden, da war dann Schluss mit Rammen.

Will man wissen was die gekostet haben? 😖


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
17.3.2026  (#32)
Tausender pro Pfahl? Hätte ich mal grob veranschlagt...

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  •  christoph1703
17.3.2026  (#33)
Gibts eigentlich einen bestimmten Grund dafür, dass die Pfähle erst nach dem Rollschotter gekommen sind? Umgekehrt hätte man sich die Sauerei mit dem Beton sparen können 🤔

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
17.3.2026  (#34)
Zu den Kosten: man will das nicht wissen 😬
Baustelleneinrichtung ca. 9k EUR netto, dann pro Pfahl-Laufmeter 40EUR und pro Kopfplatte (=Pfahl) nochmal 45EUR netto. Insgesamt waren wir bei ca. 19k brutto. Wenn man sich aber anschaut, wie leicht der 24to-Bagger die Pfähle an der einen Seite vom Grund gar ohne Hydromeißel in den Boden geschoben hat und auf der anderen seite mit Hydromeißel kaum voran gekommen ist, scheint es ja berechtigt zu sein. Teilweise gabs sogar "Blasen" in 4-5m Tiefe, die dann mit Beton aufgefüllt wurden.

zitat..
christoph1703 schrieb: Gibts eigentlich einen bestimmten Grund dafür, dass die Pfähle erst nach dem Rollschotter gekommen sind? Umgekehrt hätte man sich die Sauerei mit dem Beton sparen können 🤔

Ja, ÖNORM. Laut ausführendem Unternehmen müssen die Pfähle vollständig in Beton eingebettet sein, wenn sie die Arbeiten abgeschlossen haben. Mit dem Schotter haben sie eine "Einbettung". Alternativ wäre das mit PVC/KG-Rohren gegangen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich gerne die Rohre beigestellt...

Der BM hat heute aber schon alles aufgeräumt, also konnte die Sauerei zumindest beseitigt werden.


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  •  Blumenbau
17.3.2026  (#35)
😅 wie schaffst du alles so gut und schnell zu dokumentieren?! 
ich werde alles nur in Pension vielleicht schaffen, habe auch ein paar interessanter Videos gemacht.
Ein Bild schaffe ich jetzt:


_aktuell/20260317307592.jpg

Interessanterweise unterscheiden sich unsere Kostenanteile, obwohl der Gesamtbetrag vergleichbar ist. Auch wir sind armer aber zufrieden: beim Verlegen der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] haben wir deutlich zwei Bodentypen festgestellt, und die ersten vier Meter sind bei uns auch fast ohne Rammen in den Boden gegangen.


Um ein Einsinken zu verhindern, benötigt der Bagger beim Arbeiten mit Schotter ein Arbeitsplanum. Bei uns war es beispielsweise eine 30-Tonnen-Maschine.


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
18.3.2026  (#36)
@Blumenbau hast du PVC-Rohre um die Pfähle? Bei uns haben sie "penibelst" darauf geachtet, dass die Pfähle vollständig einbetoniert sind, wegen Korrosionsschutz.

Außerdem haben wir ca. 10 Pfähle schräg gestellt wegen der leichten Hanglage und dem hangseitigen Erddruck sowie eisen aus den Pfahlköpfen rausstehen.

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  •  Blumenbau
19.3.2026  (#37)
Nein, kein PVC. Sind noch in frei, die werden mit den Pfahlrost Bewehrung betoniert.

So weit ich verstanden habe, gegen Korrosion ist auf alle Fälle die Betonsorte entscheidend. Vielleicht deswegen hast du höhere Kosten pro lfm: was für Beton hast du bekommen? habt ihr Grundwasser?

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
19.3.2026  (#38)

zitat..
Blumenbau schrieb:

Nein, kein PVC. Sind noch in frei, die werden mit den Pfahlrost Bewehrung betoniert.

So weit ich verstanden habe, gegen Korrosion ist auf alle Fälle die Betonsorte entscheidend. Vielleicht deswegen hast du höhere Kosten pro lfm: was für Beton hast du bekommen? habt ihr Grundwasser?

Nein, wir haben kein Grundwasser. Beton ist immer der Gleiche bei Keller, irgendeine Sondermischung mit sehr kleiner Körnung (0/4er). Die Pfähle rosten sehr schnell, da sie aus Gusseisen sind. Laut Norm müssen sie wohl entweder in PVC-Rohre einbetoniert werden oder in Schotter, damit sie vollständig von Beton umschlossen sind. Wir werden wohl den gleichen Rohrhersteller haben, in Europa gibt es nur TRM (+ ein Wettbewerber aus Asien, den hier aber wohl niemand ernstzunehmendes verbaut).

Die Statik hat bei uns vorgegeben, dass die BoPla auf den Kopfplatten aufliegt und die schrägen Pfähle mit einem Bewehrungseisen in der BoPla-Bewehrung verankert werden. Soweit ich weiß ist kein Pfahlrost vorgesehen und die Innenwände vom Keller können wir jetzt doch Mauern (statt Ortbeton).

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  •  Blumenbau
20.3.2026  (#39)


_aktuell/20260320139151.jpg


_aktuell/20260320682509.jpg

Ja, die Pfähle sind TRM. Ich habe mich eine Muffe als Briefbeschwerer genommen, schauen wir mal, wie lange sie hält.
Sobald sie voll gerostet ist, wird es Zeit, das Haus zu verkaufen 😉


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Hallo TobiK,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: 4-5m Lehm und Sand - Gründungskosten

  •  TobiK
  •   Silber-Award
4.4.2026  (#40)
So, die Keller-Fundamentplatte wurde gestern gegossen. Da es bei der Bewehrung doch einige Unterschiede zur klassischen Fundament/Bodenplatte gibt, hier ein paar weitere Fotos.
Die Baufirma, Betonpumpenfahrer und Mischwagenfahrer haben alle stark gestaunt über die Menge an Stahl. Man könnte fast sagen, unsere Platte besteht aus Stahl mit einem Schuß Beton😀


_aktuell/20260404277455.jpg
 

Auf 135m2 betonierte Fläche haben wir etwas über 4 Tonnen Bewehrung. Zusätzlich zur regulären Bewehrung wurden Schöck Bolen und eine AQ100-Matte über den Pfählen verbaut:


_aktuell/20260404107048.jpg


_aktuell/20260404635285.jpg


Die Bewehrung wurde für mein Empfinden sehr sauber eingebaut, beim Fugenblech haben sie auch sauber und normgerecht überlappt und auf meine Frage, wie sie die Pfähle einbetonieren wollen, haben sie sich auch darüber Gedanken gemacht. Die Dämmung ist per Anforderung 10cm um die Pfähle herum ausgespart und in diesen Bereich muss Beton als Korrosionsschutz eingefüllt werden. Da die Bewehrung über den Pfählen recht heftig ist, hat der Baumeister extra einen Mini-Flaschenrüttler organisiert und statt 16/32 Korn im Beton nur 16er bestellt. Beim Betonieren wurden dann erst alle Pfahllöcher aufgefüllt und verdichtet.

So schauen die Löcher aus:

_aktuell/20260404457867.jpg





Die Mannschaft war zu fünft, mit weniger Personen wäre das super stressig geworden. Wir waren wirklich beeindruckt, die Pumpe stand etwas über 2 Stunden und in der Zeit haben wir 6 Fuhren Beton bekommen. Pünktlich vor Ostern ist die Platte fertig geworden und wir sind weiterhin voll im Plan (zeitlich und von den Kosten).


_aktuell/20260404704309.jpg


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