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Heizungserneuerung Innenstadt Wohnung

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14.10. - 27.12.2021
10 Antworten | 8 Autoren 10
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Liebe Community,

ich werde nächstes Frühjahr meine Wohnung sanieren und im Zuge dessen denke ich auch über eine Heizungserneuerung nach. 

Infos zur Wohnung:
Innenstadtlage
Mehrparteienhaus mit 4 Stockwerken, insg. 10 Wohnungen, Baujahr 1955
meine Wohnung befindet sich im 4.Stock, darüber befindet sich Dachboden
Wohnung hat ca. 120m^2, Fassade ist nicht (gut) gedämmt, Fenster sind relativ neu
derzeit wird mittels Gasetagenheizung geheizt (alte Gastherme und alte Heizkörper) und Warmwasser mittels Boiler

mein Anliegen: 
Ich möchte weg vom Gas und entweder mittels Fernwärme oder Wärmepumpe in Kombination mit einer Fußboden- oder Deckenheizung heizen. Fernwärme soll demnächst ins Haus gelegt werden, allerdings soll Fernwärme ja sehr teuer sein? und den Boiler bräuchte ich dann auch noch zusätzlich fürs Warmwasser und kühlen kann man damit auch nicht...

Meine Frage ist nun, ob es irgendeine sinnvolle Lösung mittels Wärmepumpe gibt? Idealerweise sollte die auch gleichzeitig Warmwasser erzeugen und im Sommer kühlen :D

Danke!

14.10.2021 ( #1)
Lässt sich mit den anderen Parteien was machen?

14.10.2021 ( #2)
gute Frage, aber 10 Parteien auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen wahrscheinlich eher schwierig. 

14.10.2021 ( #3)
Ich hatte eine sehr ähnliche Situation wie Du
Innenstadt - Denkmalgeschützes Altbauhaus mit 8 Partein - Wohnung im 3ten letzten Stock , darüber Dachboden.

Alte Gastherme :o(( - Jeder hat gesagt es geht nur eine andere Gastherme (ohne Brennwert) wegen Kaminsituation. Fernwärme etc nicht möglich 

Ich hab eine Terrasse dabei und hab wirklich alles umgerissen :o) 
Jetzt hab ich eine LWPLWP [Luftwärmepumpe] von Daikin Altherma (9kW) (super Leise im Normalbetrieb) - hab mich viel mit Schallschutz beschäftigt und meinen Händler zur Weissglut gebracht weill die keine Werte liefern konnten. 
LWPLWP [Luftwärmepumpe]-Inneneinheit im Bad statt der Gastherme verbaut , diese LWPLWP [Luftwärmepumpe] heizt die Wohnung + über ein 3-Wege-Mischventil , angesteuert von der Steuerung der LWPLWP [Luftwärmepumpe] auch einen 120Liter Warmwassser-Boiler (geht auch zur Not mit einem 3kW Heizstab) 
Da kein Platz war für LWPLWP [Luftwärmepumpe]-Inneneinheit und Boiler und jeder gesagt hat im Vorfeld das es sowieso nicht ging, war die Motivation umso größer. Der Boiler sitzt jetzt auf 4m Höhe über der LWPLWP [Luftwärmepumpe]-Inneneinheit - haha 
Und weil ich jetzt quasi alles mit Strom betreibe (auch die Klima) - hab ich noch eine Balkon-PV-Anlage gebaut um einen gewissen Teil meines Bedarfs abzudecken.

Bei mir hat halt die Terrasse super geholfen für die Ausseneinheiten der LWPLWP [Luftwärmepumpe] bzw Klima 






15.10.2021 ( #4)
Ich würde mit der Hausverwaltung abklären, ob es überhaupt möglich ist, auf eine andere Heizform als jene des gesamten Hauses umzusteigen. Heizkostenabrechnungen sind meines Wissens ja gesetzlich geregelt und - ich glaube - 1/3 des Gesamtverbrauchs des Hauses wird auf m2 umgelegt und abgerechnet, völlig unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch. Bleiben diese Fixkosten dann trotzdem?

Weiters würde ich mir das mit der Fernwärme gut überlegen. Wenn die schon ins Haus kommt, ist ein Großteil der Installationskosten ja schon gedeckt. Wir hätten damals 15-20k nur für die Zuleitung bezahlt und haben daher davon Abstand genommen. Die variablen Kosten sind relativ hoch bei Fernwärme, dann zahlt man auch einen Teil fix, aber dafür hast keine Investitionskosten, keine Sorgen, keine Wartung, und trotzdem das gute Gefühl, nachhaltig zu heizen (davon gehe ich mal aus).


Solarbuddys schrieb: LWPLWP [Luftwärmepumpe] von Daikin Altherma (9kW)

Wir haben auch so ein Ding (BJ 2017), und das ist bei uns nicht gerade leise... eher das Gegenteil... Darf ich fragen, wie du das so leise kriegst?

15.10.2021 ( #5)


OneRocket schrieb:

Ich würde mit der Hausverwaltung abklären, ob es überhaupt möglich ist, auf eine andere Heizform als jene des gesamten Hauses umzusteigen. Heizkostenabrechnungen sind meines Wissens ja gesetzlich geregelt und - ich glaube - 1/3 des Gesamtverbrauchs des Hauses wird auf m2 umgelegt und abgerechnet, völlig unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch. Bleiben diese Fixkosten dann trotzdem?

Das sind die Allgemeinkosten (Stiegenhaus, Kellerräume, etcc )selbiges beim Licht. Das zahlst du grundsätzlich dann immer diekt/indirekt mit über die BK-Vorschreibung 
Wobei mir gerade auffällt dass wir im Haus gar keine aktiven Heizkörper oder so hätten in besagten Räumen ..hmmmm 



OneRocket schrieb:

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Solarbuddys schrieb: LWPLWP [Luftwärmepumpe] von Daikin Altherma (9kW)
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Wir haben auch so ein Ding (BJ 2017), und das ist bei uns nicht gerade leise... eher das Gegenteil... Darf ich fragen, wie du das so leise kriegst?

Also ich hab das Ding gleich neben meinem SZ-Fenster , darüber die Klima von Daikin (die hört mal noch weniger) 


LWPLWP [Luftwärmepumpe]-Ausseneinheit ist die ERGA06DVA
Inneneinheit die EHBH08D9W "Altherma 3" 

Es gibt auch Schallschutzhauben, brauch ich nicht - ich hab nur noch 2 Abdeckungen (schwarz) konstruiert damit die Geräte net so scheisse aussehen :o) 


Sorry aber AKTIV was gemacht hab ich nicht , ausser im Vorfeld alle db-Werte genauestens verglichen halt und mich dann für diese Baureihe entschieden.


Es gibt aber einen Nachtmodus(Flüstermodus) diesen kennst du ? Dann läuft das Ding nochmal leiser aber halt mit weniger Leistung. Aber Schall (Lärm) , wie auch Gerüche sind halt sehr oft personenbezogen. 










15.10.2021 ( #6)
wir hatten im frühjahr das gleiche thema.... blöderweise waren 2 heizungen von 10 parteien kaputt und keine fernwärme in der strasse (verlegen hätte ein vermögen gekostet und hat der rest nicht zugestimmt), kein platz für wärmepumpe (kein balkon, kein dachboden) umstieg auf andere gasheizung wg gemeinsamen kamin nicht möglich... uns blieb nur der austausch der therme durch ein neueres gerät. 

15.10.2021 ( #7)
vielen Dank für Eure Antworten!
sollten die anderen Parteien auch Interesse an einer neuen Heizung haben, wäre eventuell das System von Vaillant (geoTHERM mini) interessant. Hat damit jemand Erfahrung? Klingen tut das Ganze für mich jedenfalls wie die perfekte Lösung.

zur Warmwasseraufbereitung (2 Personen Haushalt):
derzeit hängt ein Elektro Boiler an der Wand im Badezimmer.
Kann ich mittels der Fernwärme Warmwasser erzeugen? Macht das Sinn?
Macht eine Warmwasser WPWP [Wärmepumpe] (z.B. Ariston Thermo) Sinn? oder ist der Elektro Boiler vorzuziehen?

Danke! :)

15.10.2021 ( #8)


OneRocket schrieb:

Die variablen Kosten sind relativ hoch bei Fernwärme, dann zahlt man auch einen Teil fix, aber dafür hast keine Investitionskosten, keine Sorgen, keine Wartung, und trotzdem das gute Gefühl, nachhaltig zu heizen (davon gehe ich mal aus).

Aktuell leider noch nicht. Da ist noch sehr viel Erdgas dabei ;)


norbsi123 schrieb:

Kann ich mittels der Fernwärme Warmwasser erzeugen? Macht das Sinn?

Ja klar, gerade bei Fernwärme machst du beides darüber. Kein extra Gerät fürs Warmwasser mehr notwendig. Ich würde aber Zirkualtionsleitungen vermeiden und eine Wohnungsstation verbauen.


24.12.2021 ( #9)
Habe selber ein ähnliches Thema wie der TE:
kleine Wohnung in Wien, 32 m2, Bj. ca. 1780, Raumhöhe 3,15 m, 1.Stock (darüber 1 Etage, dann ungenutzter Dachboden). Vor Sanierung wurde mittels Nachtspeicherheizung geheizt.

Innendämmung wurde an der Feuermauer gemacht, da beide betroffenen HV bzgl. WDVSWDVS [Wärmedämmverbundsystem] untätig/unwillig sind, aber Hofseite wird leider in absehbarer Zeit nicht gedämmt.
Neue Fenster m.3fach-Glas, FBHFBH [Fußbodenheizung]. Vorbereitet bereits mit Montageplatte für Gastherme.

Problem: die Kaminsanierer verlangen ein Vermögen - es käme inkl. Therme und Gasanschluss (Steigleitung neben Wohnungstüre!) auf ca 13T(!) €. Rohrlänge im Kamin wäre max. 12 m.
Um dieses Geld bekäme ich auch eine LWWPLWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe]. Über den dann nutzlosen Kamin könnte ich die Leitungen zum Dachboden legen und die WPWP [Wärmepumpe] dort installieren.

Frage: hat jemand Erfahrung mit rechtlichen Bestimmungen in Wien bzw, wie man eine Hausverwaltung "überzeugen" kann?

(Anm.: theoretisch könnte man die WPWP [Wärmepumpe] auch im Keller aufstellen. Allerdings ist die Leitungslegung dorthin umständlicher.)

Vielen Dank im Voraus

27.12.2021 ( #10)
@DOK: eine Kaminsnierung müsste normalerweise die HV zahlen. Trotzdem würde ich nicht auf Gas gehen, da aufgrund der kleinen Wohnungsgröße die vorgeschriebenen Wartungen u. Rauchfangkehrerkosten die Heizkosten nach oben treiben.
WPWP [Wärmepumpe] am Dachboden wird wahrscheinlich nicht gehen, da in Wien gerne die Dachböden ausgebaut werden, und auch der Wirkungsgrad da nicht so berauschend ist. Gleiches gilt für den Keller, da sich da ein Kaltluftsee bilden würde.
Am besten würde eine Klimaanlage an einer Außenwand funktionieren (lässt sich oft in Wien durchsetzen). Mittlerweile gibt es sehr leise Aussengeräte...
In Bad o. WC könnte man mit einem Heizlüfter die kältesten Tage überbrücken.



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