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Woidpumpe - FBH Auslegung in die Realität/Räume umsetzen

68 Beiträge | letzte Antwort 19.11.2018 | erstellt 3.11.2017
Hallo zusammen,

Ich habe bisher meinen RGK und die Umsetzung im HTD Forum geplant (www.haustechnikdialog.de/Forum/t/191009/Grabenbauprojekt-EFH-Neubau-Bayerischer-Wald-Woidpumpe).

Nun habe ich durch skyme die raumweise Heizlastberechnung (für Deutschland nach DIN12831) durchführen lassen und auch eine FBHs Auslegung erstellen lassen.

Nun würde ich gerne diese Auslegung in einen Verlegeplan überführen. Wie stelle ich dass nun am besten an? Ich habe kein Auto CAD (noch kann ich damit umgehen), sondern halt nur einen Plan des Hauses. Was würdet ihr mir als Vorgehensweise (als Laie) empfehlen? Oder reicht diese Auslegung auf dem Papier um zu verlegen. (was ich nach den ganzen FBH in Perfektion Fäden hier im Forum bezweifle)

Vielen Dank im voraus.

VG Denis

 
8.11.2018 20:48
Vielen Dank für deinen Kommentar wuzi. 

Wuzi mich würde interessieren für was die DIN und ÖNorm gänzlich was anderes sagen wenn dann doch von den Estrich Legern 55 Grad vorgegeben wird? In den Normen steht ganz klar Funktionsheizen bis Auslegungstemperatur. Und das sind nun mal keine 55 Grad. (jedenfalls in keinem halbwegs modernen Neubau) 

Wir haben Zeit und keine Beschleuniger nur puren Zement Estrich mit CEM1 42,5N Portland Zement.

Wir haben den ganzen Winter um den Estrich sauber auszuheizen, wir müssen ihn also nicht auf Teufel komm raus trocken bekommen.
8.11.2018 22:07


wuzi93 schrieb: Natürlich ist das ein Grauß für die meisten WP


nein. da können durchaus manche 65° ohne heizstab.

ein graus ist es für den estrich...


wuzi93 schrieb: Die meisten dieser Programme sehen so aus: ...


wir schreiben 2018.
der zweite weltkrieg ist vorbei...
9.11.2018 9:15
Ich habe auch in erster Linie erst mal keine Angst um die WP (wie gesagt sie steht bei uns bis dahin noch nicht), aber vielmehr um den Estrich. Es macht für mich absolut keinen Sinn den Estrich um die Rohre mit 55 Grad zu weiten und danach im späteren Betrieb nie mehr an diese hohe Gradzahl zu kommen. Man geht nur ein Risiko von Rissen ein und die Wärmeübertragung an das Rohr ist danach wohl auch verschlechtert.

Mich ärgert auch hier mal wieder dass man sich die Sachen im Detail selbst anlesen muss und dass bei einem Gewerk was ja täglich x mal durchgeführt wird. (aber man soll ja nicht lesen, wie es einem die meisten Bauschaffenden immer weiß machen wollen... )

Danke dyarne für die Hinweise auf die Norm im anderen Faden. 


9.11.2018 10:06


denis schrieb:

Mich ärgert auch hier mal wieder dass man sich die Sachen im Detail selbst anlesen muss und dass bei einem Gewerk was ja täglich x mal durchgeführt wird. (aber man soll ja nicht lesen, wie es einem die meisten Bauschaffenden immer weiß machen wollen... )


Und wenn man dann seinen Input kundgetan hat, heißt das ja noch lange nicht das auch entsprechend umgesetzt wird. Da krieg ich immer die Krätze vor Begeisterung, nur Experten auf der Baustelle, aber leider das Expertenwissen nicht dabei. 

Und der Klassiker obendrauf „Ach Herr X, den Ärger vergessen Sie ganz schnell sobald Sie eingezogen sind.“

Privateeinspielung: Paging @dyarne 
9.11.2018 11:08


Wuzi mich würde interessieren für was die DIN und ÖNorm gänzlich was anderes sagen wenn dann doch von den Estrich Legern 55 Grad vorgegeben wird? In den Normen steht ganz klar Funktionsheizen bis Auslegungstemperatur. Und das sind nun mal keine 55 Grad. (jedenfalls in keinem halbwegs modernen Neubau)


Naja wie gleich nach der Auflistung geschrieben, haben wir sogut wie immer Beschleuniger, zu denen in der Norm steht, das die entsprechenden Angaben der Hersteller einzuhalten sind. Mir geht es halt auch darum anzumerken, dass 55°C kein erfundener Wert ist, sonder auch in der (technisch korrekten) Realität vorkommt.

Zum Ausheizen ohne Beschleuniger steht, wie du sagst, dass maximal die Auslegetemperatur zu verwenden ist. Weiters steht aber auch drinnen, dass Risse kraftschlüssig zu verschließen sind. Wenn du dich um die Größenunterschiede zwischen dem Rohr mit 55°C und 25°C/30°C (gerundent) sorgst (0,75mm/0,63mm), weiß ich nicht wie relevant das ist. Bei Gelegenheit frage ich einen Bauphysiker von einem Projekt wie der es sieht.

In Österreich würde ich dir jetzt sagen:
Grundsätzlich wirst du mit ihm einen Vertrag abgeschlossen haben, allgemein gilt beim Laien das die ÖNorm anzuwenden ist oder etwas besseres. Wodurch zwei Wege offen bleiben:
1) du setzt die schriftliche Ausheizanweisung vom Estrichleger fort und wenn es zu messbaren Differenzen kommt kannst du Ersatz fordern (was whs auf einen ewigen Prozess rauslaufen wird, da der Schaden seitens SV whs nicht sehr hoch eingeschätzt wird)
2) du bestehst schriftlich auf die ÖNorm. Das hätte in deinem Fall den Vorteil, dass du bekommst was du willst und eine Gewährleistung bleibt bestehen.
Einfach zu sagen: "Alles Deppen, ich mach wie ich will" würd ich dir nicht raten, da in unserem Recht immer wieder verankert ist, dass Fachleute Erfahrungswerte einbringen dürfen und der bei jeder Forderung sagen wird: "Ich hab ja gesagt, dass es so besser ist, er hat halt was anderes gemacht"


9.11.2018 11:28
Man kann es auch anders formulieren, egal was Du auch machst, keine Entscheidung wird Dich glücklich machen und am Ende zahlst Du drauf. Zur Not dann bei Anwalt&Gericht. Und mit viel viel Glück gewinnst Du einen Gutachter gegen Gutachter Prozess in der Hoffnung dass beim Beklagten noch was zu holen ist. 

Zum Thema Normen wage ich mir folgenden Hinweis zu erlauben. Es war aufch mal Norm dass Fenster aus einer Einzelscheibe bestanden haben. Hat sich zum Glück irgendwann geändert. Solche Änderungen dauern aber immer verhältnismäßig lange, da viele Protagonisten, die eine solche Änderung negativ betrifft, sich auch am Normungsprozess beteiligen. Die Heizlastberechnung mit ihren zu hohen Sicherheiten und zu hohen Heizmitteltemperaturen ist da sicher ein gutes Beispiel. Und weil die Norm so unsicher ist, dürfen die Experten noch eine Sicherheit drauf addieren, nicht dass es der Frau und den Kindern kalt wird.

aber lange Rede, kein Sinn. Es ist und bleibt zum Mäuse melken 

Aber kein Grund Trübsal zu blasen, das Wochenende ist schon ganz nah. Besser nicht zu tief in die Internetglotze schauen 
15.11.2018 22:36
Grüß euch,
ich habe heute mit einem bauphysiker/statiker kurz darüber gesprochen
seiner meinung ist dies eine gewisse glaubensfrage. er meinte, man sollte sich einfach an die norm halten wenn man sich nicht sicher ist. dort steht es niedergedruckt und ist eine anerkannte meinung. wobei er auch meint das ein aufheizen auf 55°C den estrich wenig interessiert. die meisten risse kommen rund um die 30°C und werden nur sichtbarer mit höhreren temperaturen. außerdem hat er oft das gefühl, dass die estrichleger gerne 55°C angeben, mit der hoffnung, dass dies nicht eingehalten werden, nur um sich bei streiterein rauszuwinden

bezüglich einem entstehenden holraum um die rohre, war seine aussage, dass dies zum vernachlässigen ist. einerseits entstehen diese nicht so einfach, auf grund der duktilität der werkstoffe sowie die haftwirkung des zementes. noch haben sie eine so dramatische wirkung, dass man es im betrieb merkt.
19.11.2018 19:45
Hallo wuzi93. 

Vielen Dank für das nochmalige nachhaken. 

Wir werden uns auch an die Norm halten.

Bezüglich der Hohlräume denke ich dass in dem Optimierungsbereich wo wir uns mit Ringgrabenkollektor und FBHs Auslegung hier im Forum bewegen, kann es durchaus einen Unterschied machen. Und es muss ja auch nicht zwingend sein, die Hohlräume zu erzeugen.

Wir werden also nicht in Richtung 55 Grad gehen, bei um die 35 Grad ist dann auf jeden Fall Schluss. Mehr macht auch nach größerer Recherche und vielen Gesprächen in den letzten Tagen keinen Sinn. Damit halten wir die Normen ein und übertreiben es nicht ohne weitere Not.



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