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Gelöst Wieviel Wasser braucht der Garten (Wasserkonzept mit Brunnen und Tank)

14 Beiträge | 9.5.2019 - 10.5.2019
Hallo, 

Wieviel Wasser braucht der Garten? Also wieviel Wasser pro m² / Woche oder Monat und wie viele Wochen / Monate im Jahr? Wasser kostet bei uns 1,72€ Brutto der m³ daher rechnet sichd die Bewässerung mit Eigenwasser erst ab großen Mengen. Im Internet habe ich 20l / Woche pro m² gefunden, das wären dann aber bei uns für die Monate April - Oktober 280m³ Wasser - und diese Zahl kommt mir etwas hoch vor. Also liebe Experten ich bitte um Input, da von dieser Zahl dann das weitere Vorgehen abhängt. Wenn es wirklich 280m³ sind, dann ist die Investition im 2 Jahr drinnen und ein nobrainder, wenn es aber nur 90m³ sind, dann rechnet sich der Aufwand frühestens in 10 Jahren (wer als Beitrag schreiben möchte, dass sich nicht immer alles rentieren muss, der wurde hiermit erhört - es ist mir bewusst). 

Wasserkonzept mit Brunnen und Tank?
Da ich gerade den Garten umgrabe wegen dem Pool, bin ich am überlegen gleich noch einen Schritt weiter zu gehen. Mal zu den Basisinformationen: Aktuell lassen wir das Regenwasser am Grund über Pipelife Drainagerohre versickern (das geht bei uns auch sehr gut da nach 1 Meter der Schotterboden kommt und das Grundwasser bei 2 Metern anfängt). Durch den Pool müssen wir eines der Rohre verlegen und da ist mir folgende Idee gekommen. 

Variante 1:
1. Schlagbrunnen erstellen um Grundwasser zur Gartenbewässerung zur Verfügung zu haben (Bagger ist da, gräbt auf 2M runter und ich schlage das Rohr noch 1 Meter rein - fertig)
2. Regenwassertank mit 2.000L (genug für täglichen Gartengebrauch) einbuddeln und an die neu zu verlegende Entwässerung anschließen um Regenwasser zu sammeln, Überlauf hinter dem Tank in ein Sickerbecken (2.000L Tank ist ja nicht riesig wenns mal ordentlich regnet). 
3. Alles verbinden: Regenwasser so es denn regnet geht in den Tank, in den Sommermonaten wenn nicht genug Regen da ist, fülle ich den Tank über den Brunnen auf, aus dem Tank ziehe ich das Wasser für die Gartenbewässerung (mit möglichkeit zum manuellen Umschalten, sollte das Grundwasser mal weg sein - eher unwahrscheinlich)

Variante 2:
1. Schlagbrunnen erstellen um Grundwasser zur Gartenbewässerung zur Verfügung zu haben (Bagger ist da, gräbt auf 2M runter und ich schlage das Rohr noch 1 Meter rein - fertig), Gartenwasser direkt aus Brunnen ziehen. 
2. Versicherungsschacht mit 3 Brunnenringen für das Regenwasser (landet ja eh wieder beim Brunnen) - fertig. 

Ist Variante 1 zuviel des Guten? Bei Variante 2 hätte ich die Sorgen, dass mir der Brunnen eventuell nicht genug Wasser liefert um die Regner voll zu befüllen, ausserdem kann ich das Wasser dann nicht so gut vorfiltern bevor es in die kleinen Düsen der automatischen Bewässerung gelangt. 

 
9.5.2019 13:25
Der m3 Wasser kostet 1,72euro... aber hast du auf die kanalgebühr vergessen, oder musst du sie für Gartenwasser nicht bezahlen...

In unserem Fall kommen dann nochmal knapp 4euro Kanalgebühr pro m3 dazu.
9.5.2019 14:51
Nein bin in NÖ, wir zahlen Kanal nach Hausfläche, daher ist wirklich nur die Gebühr pro m³ zu zahlen, die Basisgebühr zahle ich ja so oder so. Wäre der Kanal mit zu zahlen, dann wäre es wohl eindeutiger. 
9.5.2019 16:40
Also wenn es soviel regnet wie bei uns dann kannst Regenwasser Tank vergessen.

Ein Brunnen ist ein Brunnen, aber die Wasserqualität ist z.b. bei unserem Brunnen nicht so super. Regenwasser hat viel bessere Qualität.


9.5.2019 19:27
Servus!
Rechnet sich beides nie
Bleibe beim normalen „Leitungswasser“. Wird nie was kaputt, brauchst keinen Strom und fährst selbst auf lange Sicht billiger und komfortabler. 
9.5.2019 21:21
nAbend,

Bevor ma einen Tip oder eine Tendenz in die Eine oder Andere Richtung gibt, wäre natürlich wichtig zu wissen, wieviel der zu erwartende Wasserverbrauch ausmachen könnt.

Wenn ich jetzt richtig zurückgerechnet hab, hast Du 2000 m2 Garten.

Was hast Du vor, wie der auschauen soll? Alles englischer Rollrasen, der täglich bewässert werden muss? Blumenwiese? Unkrautgstättn?
Kommt ein Gemüsegarten? Wie ist der durchschnittliche Niederschlag bei Dir?

Wozu an Regenwassertank, wenn Du eh recht leicht an an Brunnen kommst?
ICH würd den Brunnen gleich mit machen.

Hab eine Sicherschacht-Zisternen- Hybridlösung und bin froh, den Garten damit bewässern zu können - stichwort "gutes Gewissen"
Für den Gemüsegarten geht sichs fast immer aus, musste erst 1x bissl Leitungswasser dazunehmen für 10 Tage im Hochsommer.

Grundwasser ist bei uns in 16m Tiefe, das hat sich bis dato nicht ausgezahlt.

Was sich halt nicht mitn Sickerschacht ausgeht, ist die Rasen/Wiesen/Unkraut- bewüsserung, d.h. nachdem das Ganze nicht bewässert wird, ists mehr a Unkrautgstättn als richtiger Rasen, wobei ich persönlich keinen Anspruch an rasen habe, Blumenwiese reicht vollkommen.

lg Wolfgang
9.5.2019 23:39
Sind nur 560m2 die bewässert werden wollen, und ja der rasen muss grün sein. 

Keiner er eine Idee wieviel ihr so pro m2 im Garten verbraucht?
10.5.2019 7:05
Also wenn du selbst im Hochsommer einen Immergrünen Rasen willst, wirst mit jeder Zisterne nicht auskommen, just my 2 cents. Aber jeder, der gärtnert, ist dem Klimawandel sowieso schon beinhart ausgesetzt. D.h. jeder, der heute Haus baut, muss sich sowieso schon überlegen, wie man damit klarkommt (Was pflanze ich, muss es wirklich reiner Rasen sein? etc....).
10.5.2019 8:10


bloom schrieb: Sind nur 560m2 die bewässert werden wollen, und ja der rasen muss grün sein. 

Keiner er eine Idee wieviel ihr so pro m2 im Garten verbraucht?


Guten Morgen. 
Also, natürlich ist viel Wasser/Regen/Bewässerung gut für den Raden und lässt in schon satt grün werden und bleiben. 
Aber auch wichtig ist, dass du den rasen nicht zu kurz mähst. Außerdem solltest du „mulchen“, das heißt, den Rasenschnitt liegen lassen (speichert viel Feuchtigkeit) Regelmäßig düngen (organisch).

Ich habe einen Rasenmäher mit zusätzlichem Mulchmesser und mähe oft, aber nicht zu kurz. 3-4 mal wird organisch gedüngt. (Weniger als auf der Packung steht, dafür öfters). 
Nur im Hochsommer, wenn es einmal eine lange Trockenperiode hat, wird die Wiese (ca 300qm) gegossen. Vielleicht so 15-20mal pro Saison. Maximal. Eher weniger 
Wieviel wird man da verbrauchen? Jeweils 1m3 vielleicht. Sicher nicht mehr. 

Jetzt komplizierte (konservative) Rechnung: 
20x€1,7(für 1000L) ergibt........

nie im Leben rechnet sich da eine Zisterne, ein Brunnen.
10.5.2019 8:50
Hallo,

bin da bei viermax, Zisterne oder Brunnen wird sich nicht rechnen, es sei denn, die Wasserpreise steigen exorbitant.

Mir ging's da eher um's Resourcenschohnen, deswegen Zisterne mit 6m³. Die wird natürlich bei längerem trockenen Wetter gerne mal leer, bei Niederschlag aber recht zügig voll.

Des Weiteren ist das Giessen mit Regenwasser viiiel besser für' s Gewissen, und ab und an Autowaschen damit ist auch super, weil so gut wie kalkfrei (und keine Flecken).

Aber das Thema hatten wir schon mal, alles muss sich nicht rentieren oder rechnen, das ist zumindest meine Meinung ;).

Liebe Grüße, Alex
10.5.2019 8:55
Ich mähe 2x pro Woche mit Mulchmäher (der hat nichtmal einen Korb) also all diese Sachen mache ich schon ordentlich :) Bei uns ist es so, dass nach ca. 70cm Erdschicht der Schotterboden anfängt, Wasser geht also schnell durch den Boden durch. Damit die Wiese (wenn es nicht gerade so wie jetzt gerade ordentlich regnet) nicht total austrocknet und zum Stroh wird, muss ich aktuell mind. jeden zweiten Tag den Sprenger laufen lassen (ja die Werte was ich aktuell so an Wasser verbrauche habe ich in meine Berechnung mit eingebaut, ging mir ja eben um Erfahrungswerte von anderen Gartenbesitzern). 

Danke euch auf jeden Fall, es schein so als ob es sich nicht wirklich rentiert plastik im Garten zu versenken, auch wenn es ein spannendes Projekt wäre. 
10.5.2019 9:04


speeeedcat schrieb: Zisterne oder Brunnen wird sich nicht rechnen

 Kommt eher auf den Verbrauch an und wie der Brunnen ausgeführt werden muss - oder? 

Bei uns Grundwasser ab 1m, Brunnen wird also 3,5m tief gegraben, Schachtringe rein, fertig, dann noch eine Gardena Pumpe die alle 3 Jahre mal eingeht aber aufgrund von ZGONC Garantie getauscht wird...sind dann gesamt ca. 1000€ inkl. Bagger.

Wenn ich zB 100m³/a für den Garten verbrauche ist der Brunnen innerhalb von 6 Jahren herinnen...schneller als die PV 


10.5.2019 9:21
mal zu den 20l/m². Die halte ich schon für realistisch, wenn ich mich nicht in der Kommastelle vertan habe, wären das 2cm Wassersäule. Du darfst nur nicht davon ausgehen, dass man täglich bewässern muss. Ich würde das max 2x pro Woche machen.
10.5.2019 9:23
Jeder hat da seine eigene Rechnung und rechnet sich vielleicht seine Anlage „schön“. 
Ich sehe das mit dem Resourcenschonen so, dass das Wasser ja nicht verloren geht. Es wird dem Kreislauf zugeführt. Geht ja nicht in den Kanal und müßte dann sogar noch aufbereitet werden. Sagen wir mal so. 
Natürlich kann man sich die Pumpe regelmäßig auf Garantie austauschen lassen (das billige Gardena Zeugs hält eh nicht lange). Ob dieser regelmäßige Austausch resourcenschonder ist wage ich zu bezweifeln. Aber bitte, muss jeder selber entscheiden. 

Bei meinen ex Nachbarn habe ich gesehen, dass mit dem Brunnenwasser nicht jeder glücklich war. Das war so hart, dass man schon aufpassen musste, dass es wirklich nur auf die Wiese aufgebracht wurde. Je nach Wind spritzt es halt gerne mal auf die Hausfassade und die wurde nicht unbedingt schöner dadurch. 

Ich hatte im im alten Haus einen Wasserverbrauch von ca 180m3 pa. Inklusive Schwimmteichpflege. Jetzt sind es (ohne Teich/Pool) rund 150-160. 

In NÖ, wo der Kanal separat, pauschal bezahlt wird sehe ich einfach keine realistische Amortisation. 
10.5.2019 18:05


viermax schrieb: In NÖ, wo der Kanal separat, pauschal bezahlt wird sehe ich einfach keine realistische Amortisation. 



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