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Welche Angebote für Finanzierung einholen?

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7.5. - 8.5.2022
4 Antworten | 4 Autoren 4
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Hallo an alle :)

Wir sind in der Endphase des Einreichplans und warten nun auf das Angebot des Baumeisters. Dieser bietet (bis auf Fenster) belagsfertig an. Dh alle anderen Gewerke müssen wir selbst vergeben. Da wir natürlich für die Bankfinanzierung (in unserem Fall wäre es eine Zwischenfinanzierung unserer Wohnung plus ein langfristiger Kredit von zirka 150k) eine Gesamtsumme benötigen, stellt sich nun die Frage, wie man das am besten angeht. Dazu wäre ich für eure Hilfe/Tipps sehr dankbar. Meine konkreten Fragen wären:

1)Für welche Gewerke benötigt die Bank einen genauen Kostenvoranschlag? Haus wird wahrscheinlich erst Ende 2023 fertig gestellt (hoffentlich!) und daher ist es fraglich, ob Handwerker so weit in die Zukunft überhaupt Preise rausgeben? 

2) Für welche Kostenpunkte reicht evt. eine Schätzung? Ist beispielsweise für die Küche ein konkretes Angebot von einem  Möbelhaus oder Tischler erforderlich? Wie sieht es mit den Bodenbelägen aus?

3) In wie weit ist der Kredit gebunden? Könnte man zB die geplante Gartengestaltung aufschieben weil man das Geld für wichtigere Dinge benötigt?

4) Wieviel Prozent an Nebenkosten rechnet ihr so ein? Und wieviel Puffer für evt. Preissteigerungen etc?

5) Wann ist der beste Zeitpunkt die Finanzierung einzureichen? Muss ich abwarten bis ich alle Angebote aller Gewerke habe? Bzw. vielleicht entscheide ich mich ja dann im Endeffekt für einen anderen Installateur weil ich einen günstigeren gefunden habe? 

Sorry für die vielen Fragen und vielen Dank im Voraus für eure Hilfe ;)

7.5.2022 ( #1)
Wir haben letztes Jahr im Juli bei Bank Austria einen Kredit aufgenommen. Da waren sie bzgl. Kalkulation recht legere, ich habe ein Planungsexcel mit allen Gewerken erstellt und mal grob versucht mit Internetpreisen eine Kalkulation zu erstellen. Das war bereits mit den wahnsinnigen Corona-Preisen inkl. ca 10% für Unvorhergesehenes. Da hatten wir noch kein einziges Handwerker-Angebot. Bis jetzt ist die Kalkulation sehr solide, auch weil ich quasi alle Gewerke Ende letzten/Anfang dieses Jahres vergeben habe, noch vor dem Ukraine-Wahnsinn. .
Das Layout des Hauses habe ich mit My Sweet Home 3D erstellt, da waren wir von einer Entwurfsplanung beim Baumeister noch monateweit entfernt. War der Bank ebenfalls ausreichend.
Ich sende meine Rechnungen ein und bekommen nach Prüfung den Betrag überwiesen. Aber welches Gewerk du danach finanzierst, ist meiner Bank egal.
Deine Nebenkosten sind davon abhängig, ob du Grundstück bereits hast oder nicht, ob es aufgeschlossen ist, etc. Bei uns war der reine Kaufpreis des Grundstücks 150.000 - Grunderwerbssteuer, Banknebenkosten, Notar, Aufschließung, Wasser, Kanal, Strom, Kleinigkeiten knappe 60.000. ;)

7.5.2022 ( #2)
Captain America hat es schon gut auf den Punkt gebracht😊.

1. für keines. Eine explizite Kostenaufstellung bis Status bewohnfertig reicht.
2. Siehe 1
3. Ja, der Garten kann durchaus in den Nachrang rücken
4. Nebenkosten sind u.a. abhängig ob gekauft oder gebaut wird, ob das Grundstück ausgeschlossen ist oder nicht. Auf alle Fälle die Anschlussgebühren Strom und Wasser nicht vergessen. Als Puffer: 10% haben sich zumindest in der Vergangenheit bewährt.
5. Wenn die Kostenplanung steht (ob du dann Installateur X oder Y nimmst ist egal, sofern im Rahmen), dazu die Grundriss- und im besten Fall die Einreichplanung und eine Baubewilligung vorhanden sind, dann auf "Start"! 

Alles Gute!


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7.5.2022 ( #3)


Youlia223 schrieb: 1)Für welche Gewerke benötigt die Bank einen genauen Kostenvoranschlag? Haus wird wahrscheinlich erst Ende 2023 fertig gestellt (hoffentlich!) und daher ist es fraglich, ob Handwerker so weit in die Zukunft überhaupt Preise rausgeben?

idealerweise für jene Gewerke, die den Hauptteil der Errichtungskosten ausmachen. Es macht natürlich Sinn (und ist für die Einreichung auch wesentlich), eine Gesamtkostenaufstellung der zu erwartenden Kosten zu erstellen, damit die Bank diese mit ihren eigenen Werten auf Plausibilität prüfen kann.


Youlia223 schrieb: 2) Für welche Kostenpunkte reicht evt. eine Schätzung? Ist beispielsweise für die Küche ein konkretes Angebot von einem Möbelhaus oder Tischler erforderlich? Wie sieht es mit den Bodenbelägen aus?

Nein, ob die Küche jetzt 15k oder 20k kostet, oder die Böden 10k oder 15k ist irrelevant - siehe oben.


Youlia223 schrieb: 3) In wie weit ist der Kredit gebunden? Könnte man zB die geplante Gartengestaltung aufschieben weil man das Geld für wichtigere Dinge benötigt?

Die Bonitätszusagen sind für ein paar Wochen gültig, die Konditionenzusagen maximal sage ich jetzt mal 30 Tage (in diesen dynamischen Zeiten ohnehin).


Youlia223 schrieb: 5) Wann ist der beste Zeitpunkt die Finanzierung einzureichen? Muss ich abwarten bis ich alle Angebote aller Gewerke habe? Bzw. vielleicht entscheide ich mich ja dann im Endeffekt für einen anderen Installateur weil ich einen günstigeren gefunden habe?

Kommt drauf an, wann das Fremdkapital benötigt wird. Wie erwähnt: ob der Installateur A oder B oder die Küche C oder D dann zum Zug kommt, ist nicht relevant. Wichtig ist eine realistische Kostenkalkulation, die einen entsprechenden Puffer beinhaltet.


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8.5.2022 ( #4)
Vielen Dank für eure Antworten, das hilft mir enorm weiter! Ich habe mich schon monatelang recherchieren und Angebote (mind. 2-3 pro Gewerk) einholen und vergleichen gesehen, bis ich dann endlich die Finanzierung beantragen kann. Wohlwissend, dass dann die Konditionen (Vergaberichtlinien, Zinsen etc) schlechter aussehen.

Ich denke, wenn ich ein Angebot vom Baumeister habe (bietet quasi belagsfertig an bis auf ein paar Kleinigkeiten) und von ihm eine Kostenschätzung für Installateur und Elektriker, sollte das denke ich dann ausreichen? Evt. vielleicht noch ein Angebot für Fenster, weil es mich selbst interessiert, was da auf uns zukommt. Den Rest kann ich denke ich ganz gut abschätzen und würde eben alles in ein Excel packen..

Würde den Kredit noch gerne im Mai oder spätestens Anfang Juni beantragen, um mit ein bisschen Glück noch bessere Konditionen zu bekommen...



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