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Was und wieviel wird gefördert?

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22.11. - 23.11.2021
11 Beiträge | 10 Autoren 11
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Hallo,

ich und meine Verlobte sind 23 Jahre alt und möchten einen Altbau (70er) kaufen und sanieren.
Problem ist Eigenheime werden nicht billiger deshalb fühlen wir uns etwas unter Druck gesetzt.

Das Objekt der Begierde soll 250K kosten hat 340m², davon die Hälfte Keller soll aber zukünftig auch teilweise als Wohnraum genutzt werden.
Leider viel zu viel, wie eben überall.
Dabei ist wirklich beinahe alles zu machen. 
Keine Dämmung kaputte Holzfenster,
schlecht gedämmtes Dach, defekte Drainage usw.
Ich rechne mit min. 150K Sanierungskosten, wenn man alles selber macht.
Nun haben wir höchstens 40K Eigenkapital und möchte auf keinen Fall mehr als 300K Kredit aufnehmen.
Wie ihr seht geht diese Rechnung nicht ganz auf.
Deshalb möchte ich gerne wissen, was und wie viel man in so einem Fall maximal gefördert bekommt. Geplant wäre komplette Dämmung vom Fundament weg, überall Fußbodenheizung, neues Dach, neue Fenster und zusätzlich zur vorhandenen Ölheizung einen wasserführenden Tischherd.

In meiner Rechnung gibt es aber noch keinen Garten, die Einfahrt bleibt kaputt und der Ölbrenner ist auch noch nicht ausgetauscht.

Wie sieht das überhaupt aus, wenn man alles selber macht, es gibt dannja nur Rechnungen zum Material, geht da überhaupt was?

 
 
22.11.2021 ( #1)
Wichtigste Frage: welches Bundesland?
22.11.2021 ( #2)
Am besten in google Sanierungsförderung plus das Bundesland eingeben und sich dann mal alles 3x genau durchlesen.
Die Unterschiede sind gravierend.

Die 40k Eigenkapital geht im Endeffekt für die drumherum Kosten weg. Und mit 50k sanierst keinen 70er Jahre Bau, egal welches Bundesland bezüglich Förderung.

Mit 23 besteht in meinen Augen aber auch kein Druck. Hausbauen hat schon immer gekostet und Eile ist kein guter Ratgeber. Es bringt nix sich komplett zu übernehmen und unglücklich zu machen. Ich würd in dem Fall mal 5-10 Jahre warten und dann bauen.   
22.11.2021 ( #3)


Plermpel schrieb: Geplant wäre komplette Dämmung vom Fundament weg, überall Fußbodenheizung, neues Dach, neue Fenster und zusätzlich zur vorhandenen Ölheizung einen wasserführenden Tischherd.

Das ganze bei 340m² für 150k? Ihr solltet aufhören euch das schön zu rechnen, da werdet ihr niemals hinkommen. Neue FBH heißt auch neuer Bodenaufbau. Defekte Drainage heißt mögliche Wasserschäden. 

Wenn ihr schon das Heizsystem saniert solltet ihr wirklich gleich die Heizung mit tauschen, vor allem wenn es eine Ölheizung ist, bei der wir wissen, dass sie ein Ablaufdatum hat. Gerade der Heizungstausch wird ja gefördert. Photovoltaik plant ihr nicht, also wird euch noch die thermische Sanierung gefördert.

Ja nach Lage sind 340m² für 250k jetzt auch nicht wirklich viel. Vielleicht nach etwas kleinerem umschauen? Habt ihr zusätzlich irgendein Gewerbe oder "besonders viele" (nicht wertend gemeint, keine Ahnung wie ich das sonst ausdrücken soll :) ) Kinder geplant, dass ihr so viel Platz braucht? Wenn von diesen 340m² allein 170m² Keller sind, muss das ja eine riesige Hütte sein, Wärmedämmung hin oder her, sowas muss man sich auch mal erhalten können. 




22.11.2021 ( #4)
Stehen tut die Hütte in der Steiermark.
Lage ist bei weitem nix Besonderes, in einem Graben, weit weg vom Schuss.
Hinzuzufügen wäre noch, dass bei der Fläche auch zwei Garagen mit eingerechnet sind.
Im Endeffekt ist das dann nicht so viel.
Selber bauen ist bei uns keine Option, Grundstücke kosten bei uns um die 100€ pro m²
Ich würde das Haus gerne noch auf 200K runterhandeln, mal sehen, was noch geht.

Das mit dem Alter sehe ich anders, ich suche schon Häuser seit ich 19 bin. Man kann beobachten wie die Immobilien ununterbrochen teurer werden.
Wenn ich jetzt noch 10 Jahre warte, verschwende ich Tausende Euro für Miete und die gleiche Bude kostet dann 350K
22.11.2021 ( #5)
In 10 Jahren wird aber alleine das Gehalt auch um rund 25% steigen nur von der Inflation...

Das man so eine alte Hütte um 150k€ saniert ist meistens eher Wunschdenken. Der Vorteil bei einer Sanierung ist halt das man es Stück für Stück machen kann...
22.11.2021 ( #6)


Plermpel schrieb: Ich rechne mit min. 150K Sanierungskosten

Also wenn du nicht vom Fach bist, würde ich hier einen Fachmann hinzuziehen der die Sanierungskosten schätzt, weil 150k€ sind bei einem Haus schnell weg und wenn man danach in einem halb fertigen Haus lebt hat man auch keine große Freude daran.
Beispiel: Ist das Mauerwerk in Ordnung od. komplett durchfeuchtet und im Keller schimmelt es schon?
22.11.2021 ( #7)
Ich denke es kommt darauf an was ihr wollt.

Es halbwegs sinnvoll bewohnbar machen - daher trocken muss es sein, zumindest neues Dach, neue Fenster, Dämmung und neue Heizung. Ölheizung Neu ist ein Unsinn, weil lang wird man die nicht mehr haben dürfen. Wennst mit Fussbodenheizung anfängst führt eins zum anderen weil wennst Böden und Estrich mal rausreist kannst eigentlich auch gleich die Wasserleitungen machen. Elektrik gehört vermutlich auch gemacht,  weil wenn schon überall Dreck ist ....

Das ist das Problem. Man kann schon halbwegs günstig das nötigste machen, ala Rigipspplatten drüber und geht schon. Aber wenn man sich da nicht konsequent dran hält und dann auch ohne Fussbodenheizung etc zufrieden ist führt eines zum anderen und die Sanierung kostet genauso viel wie ein Neubau. 

Und noch punkto Förderungen. Viele sind ja im Endeffekt ein günstiger Kredit und muss man ja auch zurückzahlen. Man bekommt jedenfalls bei keiner 100k plus geschenkt. Das höchste der Gefühle ist sowas wie der Sanierungsscheck. Aber da muss man ja auch erstmal die Anforderungen erfüllen, damitst die 6000 Euro bekommst. 
22.11.2021 ( #8)
Förderungen in der Steiermark kenne ich nicht, hab aber dieses Jahr bei unserem 1970er Haus (145m² Wohnfläche, rd. 90m² verbaute Grundfläche) das Dach neu eindecken lassen, die Fassade ordentlich dämmen lassen und die Ölheizung auf eine Pellets Anlage umbauen lassen. Dazu kommt noch Dämmung von der oberen und der unteren Geschoßdecke. 
Gezahlt haben wir inkl. dem ganzen Kleinzeug, das man ständig noch nebenher vom Baumarkt holt 82.000,- . Durch Eigenleistung haben wir uns rund 10.000,- erspart. Gerechnet haben wir mit "großzügig" kalkulierten (da gab´s schon Angebote) 75.000,-. 

Es sind zwar auch Dinge gemacht worden, die so nicht eingeplant waren (Leerrohre zu den Fenstern wo Rolläden sind/hin kommen könnten, manche Dinge hochwertiger ausgeführt, oder zusätzliche Dinge, die man entweder direkt mit macht, oder nie wieder,.....).
Förderungen mit Einmalzahlungen (nicht zurück zu zahlen) in OÖ gibt es für die Energiespar Maßnahmen (Dämmung), die Strukturerhaltung (neues Dach) und die Heizung inkl. Raus aus dem Öl vom Staat bekommen wir maximal etwa 20.000,- an Förderungen, was ich für nicht gerade wenig halte, aber in deinem Fall den Braten auch nicht fett macht falls die Steiermark ähnliche Summen auszahlt.
 
22.11.2021 ( #9)
Boah, wenn da nur irgend eine Kleinigkeit auftaucht mit dem nicht gerechnet wurde kann das ganz schön schief gehen. Du brauchst unbedingt jemanden der den Zustand vom Haus beurteilen kann... Und wenn du von Anfang an nur halbherzig alles sanierst, wird dich das irgendwann übel einholen. Im Prinzip müsstest du sagen zurück zum Rohbau und dann alles neu. Elektro, Sanitär, Fenster, Dach, Dämmung, usw. Entsorgung der Baustoffe (z.b. eternit) nicht unterschätzen. 
23.11.2021 ( #10)
+1 für holt euch unbedingt jemanden unabhängigen der das Projekt ohne "Rosa Brille" betrachtet. Wir alle kennen den Zustand nicht, aber deinen Worten nach klingt das auch für mich nach einem Ding der Unmöglichkeit mit den 150k auszukommen.

Nehmt es als gutgemeinte Ratschläge. Alle Sanierungs-Projekte meiner Bekannten sind kostenmäßig früher oder später aus dem Ruder gelaufen. Einfach aus dem Grund, da man zu Beginn nicht alles im Detail kennt und nicht in jede Wand/Dämmung reinbohrt.

Auch wenn du bereits eine Weile suchst, mit 23 bauen heutzutage die wenigsten. Mit mehr Eigenkapital bekommst du auch bessere Kreditkonditionen was sich im Lauf der Zeit auch wieder auszahlt.
23.11.2021 ( #11)
(und ich persönlich würde keinen wasserführenden Herd einbauen. Der Effizienzgewinn ist überschaubar, aber die Kosten empfindlich höher (Hydraulik), und bei Stromausfall ziemlich sicher nicht nutzbar. Tischherd stand alone begrüße ich allerdings.)


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