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Was eignet sich als "Not"-Heizung im geschlossenen Raum

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7.5. - 3.7.2022
56 Antworten | 19 Autoren 56
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Liebes Forum!

Da ja derzeit Liefer- und reparaturzeiten sehr lange sein können und dies wohl auch noch den nächsten Winter so sein wird, frage ich mich, was sich als Notheizung eignen würde, wenn die eigentliche Heizung einige Tage ausfallen würde.

Für Gaskanonen spricht der geringe Anschaffungspreis, aber das Problem sehe ich bei der Abgasentsorgung, weil es sich ja um geschlossene Räume handeln würde.

Welche Vorschläge hat das Forum?
Rahmenbedingungen:
Verwendung Innenraum
Brennstoff soll lagerbar sein (also nicht Strom)
möglichst nicht zu teuer, da es ja nur eine Übergangslösung ist

10.5.2022 ( #41)


MalcolmX schrieb:

Ich denke kochen kann man sowieso zur Not immer mit Gas, das ist kein Problem. Und vor einem abstrakten Szenario wo wir einen kompletten Stromausfall über mehr als 1 Woche haben mach ich mir nicht wahnsinnig viel Sorgen ehrlich gesagt...

Ich jetzt auch nicht mehr. Hab eine Motorsäge, Wald und einen Holzofen 😜




10.5.2022 ( #42)
Kamin hätte uns 6000€ netto gekostet... das wären mit Steuer und Ofen locker 10k€ gewesen. Aber das Thema hatten wir ja nun schon zahlreiche Male. Mit eigenem Wald würde ich es mir vielleicht auch überlegen... so, komplett uninteressant. 

10.5.2022 ( #43)
Es wäre schön mal interessant ob jetzt ein Heizungsausfall oder Blackout Thema ist. Ich glaube dazu haben wir noch keine Antwort oder hab ichs überlesen?
Wie groß ist der Raum?
Reden wir hier von einem kleinen 15qm Wohnzimmer oder einer 50+qm  Wohnküche?
Kommt etwas was mit Strom betrieben wird überhaupt in Frage? 
Sind ja schon etliche Vorschläge gekommen, zu manchen aber kein Kommentar. 
Fragen über Fragen....

10.5.2022 ( #44)
Vor allem muss man sich mal bewusst machen ob es ums Heizen geht oder um normale Verbraucher.

Ich kann mir auch eine Ecoflow hinstellen, die mit solar auch im Winter laden und dann betreiben. Sauberen Sinus kann die auch. Kühlschrank und Co gerettet.
Heizen mit Heizlüfter + Decken...

Reicht im Neubau sicherlich für den Worst case.

Aber was nützt es, wenn Wasser fehlt, Lebensmittel fehlen und auch sonstige Dienstleistungen fehlen?

Mit einer Stromlösung, die autark funktioniert, kommt man mMn immer noch am weitesten.


10.5.2022 ( #45)
es handelt sich jedoch nicht um einen Neubau, sondern fast 3 Jahrzehnte alt! Temperaturverlust ca. 2 Grad / Tag, wenn es draußen sehr kalt ist.

Bzgl Szenario auf das vorbereitet werden soll: Gas- und Strommangellage oder Ausfall

Bzgl. Stromaggregat: mir ist klar, dass man das öfters mal starten muss und den Treibstoff tauschen, genau das wäre aber die Frage, der Öltank auf den ich zugreifen könnte, hat normal Heizöl extraleicht, welches bis zu 1,5 Jahre alt sein kann. Weiters: ist nicht auch die Lagerung des Aggregats mit den paar Litern, die drinnen sind ebenfalls problematisch. Keller kann ich mir dafür nicht vorstellen (Geruch usw.), im Garten wäre es aber im Sommer starker wärme ausgesetzt, wenn ichs zb im Geräteschrank lagere, der heizt sich ja ordentlich auf. Und dann ist immer noch ungeklärt, ob man es mit Heizöl betreiben kann. Also quasi Initialladung Diesel und im Ernstfall dann mit Heizöl nachtanken.

10.5.2022 ( #46)
Dann fällt mir wirklich nur ein (Kraftstoffgetriebenes) Notstromaggregat ein, das draußen stehen kann und wo du den Strom dann nutzen kannst. 
Damit können dann die wesentlichsten Verbraucher zur Not bedient werden?


10.5.2022 ( #47)
Ja, schon, aber wie gesagt sind trotzdem noch Punkte bei diesem Konzept ungeklärt:
Lagerung des Aggregats?
Möglichkeit der Verwendung von Heizöl als Dieseltreibstoff?


10.5.2022 ( #48)
Bezüglich Lagerung und Heizöl als Diesel Ersatz wäre es am einfachsten wenn du direkt mal einen Hersteller kontaktierst. 
Wie groß sollte den das Aggregat sein? 

10.5.2022 ( #49)
Heizöl: Früher haben die Hersteller von größeren NEA explizit Diesel gefordert und kein Heizöl. Mittlerweile ist das ins Gegenteil gekippt, denn seit Diesel mit Biodiesel gemischt ist, ist Heizöl tatsächlich der bessere Brennstoff für die Geräte. Muss man nur klären, ob das erlaubt ist (in DE ist das der Fall, solange das Aggregat stationär betrieben wird).

Zur Heizölfrage hat sich sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geäußert:

https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Empfehlungen-nach-Angriffszielen/Hochverfuegbarkeit/Arbeitshilfen/LagerungBrennstoffeNEA/Lagerung_Brennstoffe_NEA_node.html

Da sind auch ein paar Studien verlinkt und die Empfehlung ist: "Nach neuen wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnissen sollte für die Betankung von Netzersatzanlagen (NEA) ausschließlich speziell additiviertes schwefelarmes Heizöl verwendet werden."

(der Motor muss das natürlich vertragen)

10.5.2022 ( #50)
Danke für die Links und Infos.

Ich denke so um die 2kw wären ausreichend. Ja habe auch schon mal vor ca. 2 Jahren bei einem Hersteller nachgefragt, der meinte eben im Diesel sind Zusatzstoffe, die der Motor braucht.

Ob es erlaubt ist, wäre mir im Ernstfall egal. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass da dann jemand kommt und die Farbe kontrolliert, dazu müsste er ja auf mein Grundstück.

11.5.2022 ( #51)
Wenn ich mir ein Notstromaggregat anschaffen würde würde ich den Treibstoff mit meinen Auto abgleichen. 
Somit kann ich den schon länger gelagerten Treibstoff ins Auto kippen und wieder frischen einlagern, noch dazu kann ich im Ernstfall entscheiden ob ich eher das Auto brauche und meinen gelagerten Treibstoff für das Aggregat fürs Auto verwende, oder umgekehrt...

Ich selber werde wenn der große PV Hype abnimmt, meine PV Anlage erweitern und mit Victron mein Haus inselfähig machen, ist für mich die bessere Investation als in ein Notstromaggregat.

11.5.2022 ( #52)
@hausplanung du solltest hier schon etwas Reserve vorhalten. Wenn das Aggregat zu klein ist wird die Last abgeworfen, also der Schütz macht auf.

Die Anlaufströme sind zum Teil sehr viel größer als der Strombedarf für den Dauerbetrieb. Speziell bei Wärmepumpen ist der Effekt recht heftig. 

11.5.2022 ( #53)


heinzi00 schrieb:

Wenn ich mir ein Notstromaggregat anschaffen würde würde ich den Treibstoff mit meinen Auto abgleichen. 
Somit kann ich den schon länger gelagerten Treibstoff ins Auto kippen und wieder frischen einlagern, noch dazu kann ich im Ernstfall entscheiden ob ich eher das Auto brauche und meinen gelagerten Treibstoff für das Aggregat fürs Auto verwende, oder umgekehrt...

Ich selber werde wenn der große PV Hype abnimmt, meine PV Anlage erweitern und mit Victron mein Haus inselfähig machen, ist für mich die bessere Investation als in ein Notstromaggregat.

Bin ich auch der Meinung, ein ordentliches Notstromaggregat kostet ähnlich viel wie eine Batterie. Damit hast du an sonnigen Tagen zumindest für einige Stunden Strom. Das Notstromaggregat steht ganzes Jahr doof rum und bringt nix - die Batterie bringt auch bei Normalbetrieb einen Nutzen. 

11.5.2022 ( #54)
So wie es heinzi geschrieben hat ist es doch die beste Lösung und ein 2 kw inverter Stromerzeuger kostet nicht die Welt und der Verbrauch hält sich auch in Grenzen. 

11.5.2022 ( #55)


SelbstGebaut schrieb: Die Anlaufströme sind zum Teil sehr viel größer als der Strombedarf für den Dauerbetrieb. Speziell bei Wärmepumpen ist der Effekt recht heftig. 

Bei On/Off ja... bei modernen Invertergeräten eher nicht. Bei meiner Nibe steht der Anlaufstrom noch nicht einmal im Datenblatt und sie fährt den Kompressor mit dem Inverter auch ganz sanft an. Da dürfte es also keine Probleme geben.

Hatte nicht vor einer Weile mal jemand ausprobiert, eine 1x55 an einem recht kleinen Inverter-Aggregat laufen zu lassen?

3.7.2022 13:57 ( #56)
bei den Ölheizlüftern gibt es solche mit indirekter Beheizung, sprich Abgas und Warmluft sind getrennt. Soweit ich es verstanden habe kann man diese für bewohnte, nicht gelüftete Räume verwenden, indem man sie entweder im Raum mit Abgasschlauch nach draußen oder im Freien mit Warmluftschlauch nach drinnen betreibt. Hat jemand Erfahrung damit? Ich denke drinnen betreiben hat den Vorteil, dass es effizienter ist, weil nur die Raumluft erwärmt werden muss, während draußen die kalte Luft erwärmt werden müsste. Und draußen bei Kälte das Ding evtl. gar nicht anspringt. Andererseits wäre draußen natürlich besser hinsichtlich Lärm, evtl. Geruch usw.

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