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Was eignet sich als "Not"-Heizung im geschlossenen Raum

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7.5. - 11.5.2022
55 Antworten | 19 Autoren 55
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Liebes Forum!

Da ja derzeit Liefer- und reparaturzeiten sehr lange sein können und dies wohl auch noch den nächsten Winter so sein wird, frage ich mich, was sich als Notheizung eignen würde, wenn die eigentliche Heizung einige Tage ausfallen würde.

Für Gaskanonen spricht der geringe Anschaffungspreis, aber das Problem sehe ich bei der Abgasentsorgung, weil es sich ja um geschlossene Räume handeln würde.

Welche Vorschläge hat das Forum?
Rahmenbedingungen:
Verwendung Innenraum
Brennstoff soll lagerbar sein (also nicht Strom)
möglichst nicht zu teuer, da es ja nur eine Übergangslösung ist

7.5.2022 ( #1)
Für wie wahrscheinlich hältst du einen Heizungsausfall bei gleichzeitigem tagelangen Stromausfall in deiner Gegend? Eher unwahrscheinlich, oder?

Von daher würde ich auf E-Heizer setzen - billig, sicher und nehmen nicht viel Platz weg.

Wenn ein gleichzeitiger Stromausfall möglich ist, dann halt noch ein Aggregat dazu. Die gibt es auch mit Gasbetrieb - da ist die Langzeitlagerung des Brennstoffs unkritischer als bei Benzin oder Diesel. Dass das Aggregat draußen laufen muss, ist dabei natürlich klar.

Eine Gasheizkanone im Innenraum ohne passendes Abgassystem halte ich für eine ganz schlechte Idee.

Letztlich steht und fällt das alles mit der Heizlast, um die es geht. Ein paar kW (Neubau) sind auf diese Weise kein Thema, einige Dutzend kW (Zelt oder Schloss oder so) hingegen schon.

8.5.2022 ( #2)
Wenn dein Nick Programm ist, du also noch in der Hausplanung bist, würde ich auf jeden Fall einen Kaminofen zentral setzen.
Das war bis vor ein paar Jahren noch schlicht verpönt, aber die Zeiten haben sich geändert. Somit wird nicht nur romantischem Feuerschauen entsprochen sondern ein echter Mehrwert als Backup bei einem Heizungstotalausfall geschaffen.
Unser Spartherm mit 4 KW hat inkl. Schiedlkamin überschaubar gekostet.

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8.5.2022 ( #3)
Wenn du noch in der Planung bist würde ich einen Kaminofen so zentral wie möglich setzen. So haben es wir auch gemacht.

Edit: speeeedcat war schneller 😁. Wir haben es gleich wie speeeedcat gelöst und wir wurden auch "schief" von allen angeschaut warum wir einen Kaminofen wollen. (Alle sagten, was das kostet, rechnet sich nie, Dreck,........) 



8.5.2022 ( #4)
Ich verweigere einen Kamin/Ofen. Wofür. Nimmt Platz weg, braucht es nur im Worstcase. Dann gehts auch mit einer EcoFlow Delta (Batterie mobil mit App) mit Solarmdulen, oder noch besser einer ersatzstromfähigen PV Anlage mit Speicher. Die braucht auch keinen Rauchfangkehrer.

Kamine sind imho so antiquiert wie Verbrenner, aber das darf eh jeder für sich entscheiden. Manchen geht es ja um die "Behaglichkeit".

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8.5.2022 ( #5)




ein kaminofen ist ein konzept aus dem letzten jahrhundert. nachdem bauherren&-frauen naturgemäß retrospektiv aus der eigenen geschichte planen sehen wir kaninöfen immer noch viel zu oft...

...in der praxis dann meist als teuerstes möbelstück, ich habe planungsseitig pyromanen begleitet, die ihn dann gerade 3-mal ausprobiert haben...

besser wäre die 10.000,- in eine wohnraumlüftung zu stecken, das ist aus technsich, biologischer, bauphysikalischer sicht eine sinnvolle & notwendige komponente von neuen effizienten häusern.

für den längerdauernden stromausfall empfehle ich
- lastabwurf
- tischfeuer
- e-mobil mit v2h-funktionalität

ein zeitgemäßer neubau verliert unbewohnt und unbeheizt im winter typisch 1° pro tag...

8.5.2022 ( #6)
KWLKWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] ist ja eh vorhanden.

Der Spartherm-Einsatz hat inkl. Montage 3K gekostet, Schiedl weiß i jetzt nimmer,
sicher aber gesamt weit weg von 10K.


Leider vergisst du in deiner Laborberechnung das Wohlfühlgefühl - unabhängig vom Backup wie zb. Tischfeuer. Das würde mir meine bessere Hälfte ohnedies nicht sanktionieren.


8.5.2022 ( #7)
nein, das Haus ist schon fertig und schon fast 3 Jahrzehnte alt. Meiner Beobachtung verlieren ich pro Tag um die 1,5-2 Grad wenn es draußen echt kalt ist. Ja gedacht wäre es als Backup bei Strom- und Gasausfall, somit kommen die Elektroheizer (die ich eh auch habe) dafür nicht in Frage. Es ist nicht nötig, dass es wohlig warm wird, aber es sollte nicht unter 17 Grad fallen. Leistungsmäßig somit kein "Kraftwerk" nötig, ich schätze 4-10KW wären vollkommen ausreichend.

Nein kein Zelt oder Garage, sondern eben Wohnraum, wie funktioniert das mit einer Gaskanone / Ölkanone, wenn man sie wegen der Abgase draußen betreibt? Wie kommt dann die Wärme rein? Müsste man es nicht eher umgekehrt machen, also drinnen betreiben und mit Abgasschlauch hinausleiten?

8.5.2022 ( #8)


speeeedcat schrieb: Leider vergisst du in deiner Laborberechnung das Wohlfühlgefühl

Alex, das hat nix mit laborbetrachtung zu tun, sondern mit hunderten begleiteten bauvorhaben und rückmeldungen daraus. ein kaminofen ist im effizienten neubau in den seltensten fällen vernünftig zu betreiben.
ausnahmen wie bei dir bestätigen ja die regel...

häuser und autos brauchen keinen auspuff ...

8.5.2022 ( #9)
Wenn das Haus schon fertig ist, würde ich persönlich einen kleinen Werkstattofen in die Garage stellen falls das möglich ist? Diese Ofen sind in der Anschaffung nicht zu teuer. Ich habe so einen in der Fischerhütte und da schaffe ich im Winter auch 20 Grad Raumtemperatur. 

8.5.2022 ( #10)
Gas und Ölkanone brauchst Strom. Wäre bei dem totalausfall wie du ihn beschreibst nicht möglich. Wenn's aber nur um nen Heizungsausfall aber Strom da is gibt's die Teile auch mit Abgasanschluss aber dieser erst ab 20 - 30 Kw Leistung. Hatte so einen von Trotec zu Baustellenbeheizung im Winter

8.5.2022 ( #11)
Wie ist das mit dem Werkstattofen gemeint? Was nützt der in der Garage, wenn ich eigentlich das Haus heizen will?

Wieviel Strom braucht so ein Ding max.? Laufend oder nur zum Zünden?  600 Watt könnte ich aus USV bereitstellen, wenn man es nur zum Zünden braucht.

8.5.2022 ( #12)
Stell hald den Gasgriller rein, meiner hat über 25kW, da rechts eh wennst nur kurz aufdrehst und kochen kannst auch... 😅

Lüften darfst hald nicht vergessen...

8.5.2022 ( #13)


hausplanung schrieb: wie funktioniert das mit einer Gaskanone / Ölkanone, wenn man sie wegen der Abgase draußen betreibt?

Das funkioniert nicht. Für Betrieb mit Außenluft gibt es sog. Gasheizautomaten:
https://oranier.com/heizen/produkte/gasheizautomat/
Die kann man auch mit Flaschengas betreiben, das hatte ich 10 Jahre in unserem Anbau. Hab ich erst vor 3 Wochen abgebaut und verkauft.

8.5.2022 ( #14)
Hey Arnre,
alles gut🙂. Es ist eh nicht möglich beim TE.
Könnte das was sein? Hab das bei mir auf der Terrasse, im 1. Lockdown gekauft:
https://www.vasner.com/shop/de/vasner-heattower-stand-heizstrahler-2500-w-schwarz

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Hallo speeeedcat, schau mal hier im Shop nach, da siehst du Preise und wirst sicher auch fündig.
8.5.2022 ( #15)
Wenns ein kleiner Raum ist, und du nur die Angst vor einem Heizungsausfall (nicht Stromausfall - Stichwort Blackout) hat, dann wäre wohl ein normaler Heizlüfter oder Infrarotpaneel die interessante Lösung.

Aber wie @speeeedcat schon sagte, in Zeiten wie diesen würde ich ohnehin nie ohne Kamin/Ofen bauen. Ich weiß, das Haus steht schon, wollte das nur am Rande anmerken - lesen ja auch genug mit.
Wär für uns nie und nimmer in Frage gekommen (und ja wir haben auch eine KWLKWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]), alleine schon deswegen, wenn die Wärmepumpe mal ausfällt, bis der Heizungsmensch da ist kanns dauern, und dann muss vll noch irgendwas bestellt werden.... So kann es gleich mal sein, dass man 1 Woche ohne Heizung auskommen muss. Stell ich mir im Winter relativ unlustig vor. Mit Kaminofen ist es schlicht und einfach wurscht, frieren ist kein Thema,  und wie gesagt in Zeiten wie diesen, wo Blackout immer mehr zu Thema wird und die Stomnetzte ohnehin schon massiv überlastet sind, würd ich nichts anderes machen.
In der Übergangszeit wird bei uns ausschließlich mit Holz geheizt.
Ob verpönt oder nicht, in unserer Siedlung (alles Neubauten der letzten 6 Jahre) haben 90% einen Kamin und alle sind froh drüber. 

8.5.2022 ( #16)
Darum macht man ja ersatzstromfähige Systeme... aber manchen sind Speicher ja zu teuer... der Kamin + Folgekosten kostet ja auch. Ist aber immer mehr eine Glaubensfrage. Leider.

8.5.2022 ( #17)
nAbend,
Wenn Rauchfang vorhanden, dann Oferl (welcher Art auch immer).
Wenn nicht, würd ich nur ein heizgerät mit abgas-rausführung nehmen, am ehesten noch ein Spiritus-Tischoferl. Auf keinen Fall Griller oder Heizkanone ohne abgasschlauch/rohr.
Und sicherheitshalber Kohenmonoxid und Dioxidmesser...
LG

8.5.2022 ( #18)
Der Kamin ist wohl mehr ein Statussymbol mittlerweile als, dass er wirklich einen Sinn hat. 
Wie Dyarne schon sagte ist er in den meisten Neubauten sowieso nur Deko. 

Wem es um Blackout / Heizungsausfall geht der ist mit einem Notstromaggregat und/oder Heimspeicher besser bedient und kanns auch ohne "Notfall" sinnvoll nutzen.

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8.5.2022 ( #19)


hausplanung schrieb: wie funktioniert das mit einer Gaskanone / Ölkanone, wenn man sie wegen der Abgase draußen betreibt? Wie kommt dann die Wärme rein? Müsste man es nicht eher umgekehrt machen, also drinnen betreiben und mit Abgasschlauch hinausleiten?

Ich bin mir sicher, dass der Aufwand, den du dafür betreiben musst, sich in keiner Weise gegenüber einem passenden Stromaggregat lohnt. Das kannst du irgendwo draußen hinstellen und gehst nur mit einem Kabel nach drinnen, wo du dann deine Raumheizgeräte (Belastbarkeit Kabel und Aggregat beachten) betreiben kannst, ohne ein Problem mit den Abgasen zu haben.

Es gibt Aggregate, die aus Campinggasflaschen laufen... kannst du sehr lange lagern.

Kamine usw. haben den riesigen Nachteil, dass sie "dank" Schornstein dauerhaft Kosten verursachen.

Wenn du es komfortabler haben willst: Splitklima. Die kannst du im Sommer ganz normal zum Kühlen nehmen und im Notfall läuft sie am Aggregat als Heizung. Vorteil: Aggregat kann viel schwächer gewählt werden als bei einer direktelektrischen Heizung.


8.5.2022 ( #20)
Danke mal für eure Hinweise.

Ja Elektrostrahler bzw. Infrarotstrahler hab ich eh, aber wenn, dann soll die Lösung ganz ohne externe Hilfe (Strom, Gas) laufen.

Die Sache mit dem Aggregat klingt für mich grundsätzlich eine interessante Lösung, aber ich frag mich, ob das von der Wirksamkeit nicht viel schlechter ist, weil ja der Treibstoff zuerst in Strom und dann in Wärme umgesetzt werden muss. Jetzt wären mir natürlich die Wirkungsgrade bei so Notlösungen hinsichtlich Budget usw. egal, aber ich müsste dann ja auch umsomehr Treibstoff einlagern.
Dazu kommt noch, dass ich gehört habe, diese Aggregate laufen gar nicht immer so toll, wenn man sie monatelang stehen gelassen hat, eine Heizkanone kommt mir da simpler vor.

An einem sehr kalten Tag bräuchte ich wohl 80kwh, wenn ich mich nicht verrechne, wären das ca. 7kg Flüssiggas, sprich so eine Camping/Grillflasche pro Tag. Wären dann in Summe etwas viel, wenn man davon ausgeht, dass sie hoffentlich nie gebraucht werden. Die kann ich in der Menge auch nicht "weggrillen".

Ölbasis wäre interessanter (egal ob Stromaggregat oder Heizkanone), weil ich da Zugriff auf einen großen Tank mit Heizöl Extraleicht hätte. Allerdings hab ich gehört, dass Dieselaggregate dieses nicht wollen, weil Heizöl Extraleicht doch etwas anderes, als nur gefärbter Diesel sei (Zusatzstoffe im Diesel usw.)

Beim Stromaggregat kommt noch dazu, dass die meines Wissens ab 2kw Leistung recht teuer werden.

8.5.2022 ( #21)
Naja wenn du eine Ölheizung hast, wäre es nicht sinnvoll mit einem Aggregat einfach die Ölheizung + Umwälzpumpe zu versorgen und fertig?
Bzw. ist es jetzt ein Blackout Thema oder ein (Öl)-Heizung fällt aus Thema?


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