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Wärmepumpe: vollmodulierend vs. taktend

13.1.2017 - 11.1.2020
10 Beiträge | 5 Autoren
Liebe Forumsgemeinde,

Welche Wärmepumpe ist nun effizienter? Die vollmodulierende, sprich Drehzahlgesteuerte oder die "Standard-Variante" im taktenden On/Off-Betrieb:

Der Vorteile der taktenden ist lt. Installateur die längere Lebensdauer, welche ca. bei 25 Jahren ist und zusätzlich ist ja eine integrierte Kühlfunktion nur beim Standardgerät drin. Bei der Modulierenden muss ich mir das um ca. 3000€ zukaufen. (so zumindest die Infos vom Installateur)

So soll eine vollmodulierende WP nur eine Lebensdauer bei ca. 20 Jahren haben, klar ist man da etwas effizienter vom Energieverbrauch, nur zahlt sich das am Ende aus? Ich mein bei 20 Jahren Lebensdauer kann ich mir ja schon fast eine Luft-WP anschaffen und spar mir das ganze rumgegrabe usw...

LG Luky

 
 
13.1.2017 21:23
Dein Installateur hat scheinbar was gegen modulierende Wärmepumpen => nimm die taktende und lass Dir die 25 Jahre schriftlich geben 😉

Im Ernst ... die modulierende wird mehr Betriebsstunden laufen weik sie eben auch kleinere Leistungen kann - die ein/aus-WP hat dafür mehr Schaltzyklen, die sowohl Motor als auch Verdichter stärker belasten als konstanter Dauerlauf.

Ich würde mich für Variante 3 entscheiden: Anderer Installateur oder noch besser: Kältetechniker.

Ich hab übrigens eine ein/aus-WP, die rein über ein Raumthermostat gesteuert wird und derzeit genau einen Takt pro Tag macht. Die hält dann wohl 27,5 Jahre. Ist eine Erdwärmepumpe - ich wollte mir das ganze Rumgeblase sparen.
13.1.2017 21:35
Nachtrag: Das mit dem Kühlen dürfte er gar nicht verstanden haben ... das sollte nämlich stets passiv erfolgen, unter Umgehung des Verdichters - ist daher unabhängig von der Betriebsart der WP (ein/aus oder modulierend). LWPs können prinzipbedingt gar nicht passiv kühlen.
13.1.2017 21:53
Das PC Modul bei der Nibe/KNV kostet 800,- mehr und nenn mt sich 1155-06 PC. Bekommt er direkt vom Werk und braucht nix herumbauen.
Den Rest hat bereits 2Moose erwähnt.


13.1.2017 22:29


2moose schrieb: Im Ernst ... die modulierende wird mehr Betriebsstunden laufen weik sie eben auch kleinere Leistungen kann - die ein/aus-WP hat dafür mehr Schaltzyklen, die sowohl Motor als auch Verdichter stärker belasten als konstanter Dauerlauf.


d.h. im Endeffekt ist die "Lebenserwartung" beider WP im etwas wieder gleich?
Bzw. was kann ich mir für durchschnittliche Lebensdauer von Erd-WP und LP erwarten? (unbeachtet von den Geschichten die so mancher Heizi auftischt... )


2moose schrieb: Ich hab übrigens eine ein/aus-WP, die rein über ein Raumthermostat gesteuert wird und derzeit genau einen Takt pro Tag macht. Die hält dann wohl 27,5 Jahre. Ist eine Erdwärmepumpe - ich wollte mir das ganze Rumgeblase sparen.


Ist ein Takt pro Tag nicht viel zu wenig?


Richard3007 schrieb: Das PC Modul bei der Nibe/KNV kostet 800,- mehr und nenn mt sich 1155-06 PC. Bekommt er direkt vom Werk und braucht nix herumbauen.


Mir wurde das so beschrieben, als würde ich bei der Vollmodulierenden WP eine Extragerät, welches daneben hinkommt,(um besagte 3000€) brauchen um die Passivkühlung nutzen zu können.
Heißt das auch Vollmodulierende WP können mit einen Aufpreis von ca. 800€ die Passivkühlfunktion nutzen?
13.1.2017 22:55
Ja den ich habe diese!
13.1.2017 23:25
ähnlicher topic http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=43859
14.1.2017 7:23


Lukystrike schrieb: was kann ich mir für durchschnittliche Lebensdauer von Erd-WP und LP erwarten? (unbeachtet von den Geschichten die so mancher Heizi auftischt... )

Ich würd sagen, VOR 25 Jahren hat eine Wärmepumpe noch 25 Jahre gehalten 😉 Ne, da wirst Du - außer bei Deinem Heizi - keine konkreten Aussagen erhalten. Motor und Verdichter sind recht langlebig, es steckt aber auch viel Elektronik drin - wieder unabhängig von der Technologie => wenn da drin ein 5-Euro-Bauteil stirbt, hängts von den Menschen ab, die das reparieren ... ob sie reparieren können bzw. wollen oder gleich einen Totalschaden diagnostizieren.
Man kann die Lebenserwartung einer WP aber positiv beeinflussen .. indem man eine ein/aus-WP eben wenig schaltet (OHNE einen Puffer zu verwenden), indem man die Wärmequelle nicht zu knapp auslegt (je kälter die Quelle bzw. je größer die Temperatur-Differenz zwischen Quelle und Vorlauf ist, desto mehr plagt sich der Verdichter, desto mehr Strom, desto mehr Verschleiß), indem man keine hohen Vorlauftemperaturen fährt (mit 60 Grad auf Heizkörper losgehen, wie manche Hersteller werben, ist ne Garantie für wenig Effizienz und schnellen Tod). Daher brauchst an Installateur, der das gesamte System versteht und nicht bloss statt dem Ölbrenner eine WP hinstellt.

Unsere WP hat einen gekapselten Verdichter wie in einem größeren Kühlschrank, ein Standard-Bauteil, 700W elektrisch ... drum fürchte ich mich nicht vorm Ausfall weil das Trumm leicht beschaffbar ist. Die Elektronik ist ne andere Geschichte ... da wünsche ich dem Hersteller mal ein langes Leben 😊
14.1.2017 7:28


Lukystrike schrieb: Ist ein Takt pro Tag nicht viel zu wenig?

Nicht, wenn die Takte so aussehen (dazu muss die WP aber scharf auf den Bedarf ausgelegt sein):


Wärmepumpe: vollmodulierend vs. taktend
14.1.2017 7:34


Lukystrike schrieb: Mir wurde das so beschrieben, als würde ich bei der Vollmodulierenden WP eine Extragerät, welches daneben hinkommt,(um besagte 3000€) brauchen um die Passivkühlung nutzen zu können.

Unsere WP (Kompaktgerät) konnte das serienmäßig auch nicht ... wir haben mim Installateur dann bloss einen Wärmetauscher (von Sole auf Heizungsvorlauf) und Ventile nachgebaut, nen Regler dazu. Selbst wennst so wie wir das Rad neu erfindest, kommst ned auf 3.000,- Euro ... der hat die Zahl bloss bewusst so hoch angesetzt, damit Du erst gar keine Fragen mehr stellst. Die er nicht beantworten könnte.
11.1.2020 14:49
Können Sie mir bitte sagen, ob die Remkowärmepumpenmodelle vom Besitzer jederzeit neu einstellbar sind, je nachdem ob ich zu Hause bin oder auf Urlaub usw. möchte ich eine Wärmepumpe haben, die ich selbst jederzeit regeln kann und überlege gerade eine Anschaffung.



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