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Wärmepumpe mit Heizkörper, Solar und Kombi-Hygienespeicher (Bestand) ?

   
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  •  RaBo76
16.12.2024 - 2.1.2026
8 Antworten | 4 Autoren 8
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Hallo, ich kenne eh die Meinung zu Pufferspeichern mit WP WP [Wärmepumpe] hier im Forum. Ich möchte meinen Fall aber trotzdem kurz zur Diskussion stellen, weil er in dieser Konstellation glaub ich noch nicht so vorgekommen ist (Sorry falls ich mich täusche).

In meinem Elternhaus soll nächstes Jahr die 17J. alte Gasheizung durch eine LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] ersetzt werden. Dort gibt es als Bestand einen 1000l Hygiene-Kombispeicher und eine Solaranlage. Die Gastherme ist zusätzlich zu den Brennstoffkosten in der jährlichen Wartung schon sehr teuer geworden und auch der Allgemeinzustand der Gasheizung ist nicht mehr der beste.
Im Grunde soll aber nur das Nötigste an Heizungserneuerung gemacht werden, damit nicht ein möglicher Komplettschaden der Gasheizung immer im Hinterkopf rumgeistert und ich will auch nicht den ganzen Bestand um- oder rausreißen.

Im Sommerhalbjahr macht die 8m² Solar das Warmwasser und im Okt, März und April trägt sie zur Heizung bei. An sonnigen Tagen kann sie tagsüber auch alleine das Haus heizen, daher möchte ich die Solaranlage eigentlich nicht grundsätzlich wegschmeißen, bis sie kaputt ist. Im Schema unten würde die WP WP [Wärmepumpe] Anforderung über die Regelung blockiert, wenn durch Solar im Puffer>VL Soll erreicht wird, sonst wird halt nur der Rücklauf erwärmt.

Nachdem es ein reines Heizkörpersystem ist, ist ja irgendeine Art WP WP [Wärmepumpe]-Pufferspeicher vorzusehen, weil sonst die Sache mit dem Abtauen nicht klappt. Einen zweiten RL RL [Rücklauf]-Reihenspeicher nur für die Heizung hinzustellen, möchte ich aus Platzgründen vermeiden. Es sind dort auch nur relativ dünne Heizkreisleitungen verlegt und schon deswegen würde ich mich nicht trauen den höheren Volumenstrom einer WP WP [Wärmepumpe] direkt auf die Heizkreise loszulassen (Geräusche). Daher soll die bestehende Grundfos Alpha HK-UWP auch bleiben.

Auf Basis von Hydraulikschemen mancher Hersteller habe ich versucht die Gegebenheiten in unser Heizungssystem zu übertragen. Durch die T-Stück-Anbindung des Puffers und der HK-Pumpe wird ein guter Teil des Volumenstroms abgesaugt, bevor er überhaupt den Puffer erreicht und nur der Überschuss kommt rein. Eine „Mischmaschine“ oder „Taktmaschine“ im normalen Heizbetrieb ist diese Methode nicht, weil das kann ich mit meiner eigenen ähnlichen LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] und meinem ähnlich angeschlossenen 500l Puffer gut beobachten. Das klappt überraschend gut und verhindert deutlich die häufig auftretenden Probleme mit der klassischen Parallelpufferanbindung.

Bei WW WW [Warmwasser]-Bereitung würde der HK Heizkreis über den Puffer weiterlaufen und zumindest nicht komplett auskühlen.

Schema-Idee (Solar, Kombipuffer, Heizkreise sind Bestand):

2024/20241216652841.png

Frage 1:
Eine Unwägbarkeit ist der Abtauvorgang, weil der würde voll in den unteren Speicherbereich reinfahren. Das Abtauen läuft (bei mir daheim) mit abgeschalteter Heizkreispumpe, weil ich nicht die Heizkörper abkühlen will. Hier wäre halt die Frage, ob die Schichttrennplatte ausreichend Schutz vor Verwirbelung vom WW WW [Warmwasser] Teil oben bieten würde?
An den Anschlüssen gibt es auch noch Prallbleche.
Eventuell könnte man den HZ-VL der WP WP [Wärmepumpe] an zwei Stellen reinführen (ein Anschluss gegenüber in gleicher Höhe wäre noch frei).

Frage 2:
Hat schon jemand mal die WW WW [Warmwasser]-Anbindung „nur unten“ so gemacht hat d.h. WW VL VL [Vorlauf] auf etwa RL RL [Rücklauf] Höhe ? (hab ich so in einem Solarfocus Schema so gesehen)
Hätte den Vorteil dass man hier evtl. schneller auf eine höhere Temperatur kommt und nicht erst den ganzen WW WW [Warmwasser]-Speicher durchmischen muss?
Die Spreizung kann man bei der angedachten WP WP [Wärmepumpe] für das Warmwasser erhöhen und damit den Volumenstrom senken. Außerdem würde ich mir die Anschlussverluste im WW WW [Warmwasser]-Bereich oben ersparen.
Das Solarregister oben ist für die Anbindung an eine WP WP [Wärmepumpe] zu klein.

Für sachdienliche Hinweise, Verbesserungen oder echte Erfahrungen wäre ich dankbar, vor allem was die WW WW [Warmwasser] Anbindung betrifft…
 

  •  Akani
17.12.2024  (#1)
Kombospeicher lass den Müll.
Puffer bei WP WP [Wärmepumpe] sowieso nicht parallel wenn dann in Serie.
Mit Puffer nur Als Entlademischer.
Mein Tip, Reis alles raus mach deine WP WP [Wärmepumpe] sauber ausgelegt und am Ende noch PV aufs Dach

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  •  RaBo76
20.1.2025  (#2)
In einem Hydraulikschema habe ich gesehen, dass beim Warmwasser wie in der Abbildung zu sehen, WW VL VL [Vorlauf] (Anschluss A) und RL RL [Rücklauf] auf gleicher Höhe an den Speicher gelegt wird.
Hätte eventuell den Vorteil dass man schneller höhere VL VL [Vorlauf] Temp für WW WW [Warmwasser] erreicht und man nicht den ganzen WW WW [Warmwasser] Speicherbereich durchmixt? Weiterer Vorteil kein verlustreicher Anschluss im obersten Speicherbereich.

2025/2025012031467.png
Hat das jemand so umgesetzt und funktioniert das oder doch lieber klassisch ganz oben rein (Anschluss B) und unten raus?

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
31.12.2025  (#3)
sehr schwierige aufgabenstellung, wundert mich nicht dass sich da niemand eine empfehlung geben getraut hat. ich bin da auch mehr als skeptisch, wäre aber sehr neugierig ob & wie du das umgesetzt hast, und wie es läuft...

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  •  RaBo76
1.1.2026  (#4)
Hallo @dyarne. Danke für die Rückfrage, im Grunde wurde der Heizungsumbau im Elternhaus fast so umgesetzt wie im Schema oben dargestellt. Nur beide Rückläufe (WP und HK) gehen nun direkt unten in den Puffer rein. Die Anlage läuft seit Mitte Oktober 25. 

Warmwasser:
Meine Sorge bzgl. dem Warmwasserbereich und der möglichen Verwirbelung durch den Heizbereich war unbegründet. Wie sich herausgestellt hat, ist die Trennplatte in meinem alten 1000l Kombispeicher vollflächig durchgehend und kein Lochblech oder sowas. Irgendwo muss es zwar eine Lücke von unten nach oben geben, die hat aber keinen Einfluss auf den WW WW [Warmwasser] Bereich.
Der WW WW [Warmwasser] Bereich ist 100% stabil egal was unten gerade passiert (z.B Abtauen).
Auch kann ich empfehlen, die Beheizung "von unten" also WW WW [Warmwasser] VL VL [Vorlauf] und WW WW [Warmwasser] RL RL [Rücklauf] auf niedriger Höhe zu machen, das funktioniert echt gut, zerstört die Schichtung nicht und es fällt der Verlust über den oberen heißen Anschluss weg. Auch kommt man schneller auf höhere VL VL [Vorlauf] Temperatur als wenn man den ganzen Speicherbereich umkrempelt.
Also etwas höhere Spreizung und dadurch niedrigere Pumpendrehzahl einstellen, dann funktioniert das ausgezeichnet. Das Konzept wollte der Insti aber nicht recht verstehen und hatte bei der IBN genau das Gegenteil eingestellt. Das war aber nur eine von vielen Fehleinstellungen vom Fachhandwerk.
Warmwasser wird seither 1x am Tag gemacht, dabei heizt die WP WP [Wärmepumpe] den 500l Bereich von 44° auf gut 48°C in gut 30 Minuten auf. Verbrauch im eher kalten nebeligen Dezember waren 29kWh Strom für 108kWh Warmwasser.

Solaranlage (8m²):
Ich habe die Steuerung der Solaranlage auch in die Heizungssteuerung übernommen und die alte Steuerung abgebaut. November bis Mitte Februar kann man sie bis auf ein paar Tage eher vergessen aber das war eh die letzten 20 Jahre auch schon immer so.
Die Solar kann bei Sonnenschein den gesamten Heizbetrieb übernehmen (Okt/März/April) oder zumindest den RL RL [Rücklauf] erwärmen, so dass die WP WP [Wärmepumpe] ihre Leistung auf das Minimum reduziert. Etwa 6 Monate im Jahr macht sie exklusiv das Warmwasser. Solange sie funktioniert, werde ich sie lassen. Geld würde ich aber keins mehr reinstecken, darum wollte ich beim Heizungsumbau Röhrl-Technisch auch nix an Solar, Puffer und Warmwasser verändern. Elektrisch hab ohnehin alles ich selber gemacht, weil ich mit der MTEC WP WP [Wärmepumpe] und deren Steuerplatinen gut vertraut bin.

Heizbetrieb:
Mein Elternhaus aus den 70ern hat zwar 3-fach verglaste Fenster und Dachboden-Deckendämmung aber da kein VWS schluckt es doch einiges an Heizleistung. Die WP WP [Wärmepumpe] ist für sehr milde Temperaturen aufgrund ihrer hohen Propan-Mindestleistung überdimensioniert aber sie soll halt auch bei Minusgraden VL VL [Vorlauf] Temp von 43° und mehr für die Heizkörper und WW WW [Warmwasser] bis 50° schaffen. Heizstab ist zwar da aber für mich ein psychologisches No-Go ohne PV.
Um den Puffereinfluss zu minimieren habe ich wiederum versucht die Volumenströme von WP WP [Wärmepumpe] und HK Pumpe zumindest für den Normalbetrieb in Einklang zu bringen. Auch das Konzept war dem Insti fremd und er hat das Gegenteil eingestellt.
Ergebnis war ein On/Off Maschine mit 25Min Ein und 30 Min aus. Die finden das anscheinend echt OK, weil sie mir meine Einstellungen schon zum zweiten mal per Fernwartung wieder umgestellt haben.
Beim Verbrauchsvergleich muss man halt schon eine sehr klare Trennlinie zwischen Neubau mit FBH FBH [Fußbodenheizung] auf 30° Niveau machen und Altbau mit HK über 40° mit LWP LWP [Luftwärmepumpe]. Im kalten nebeligen Nov+Dez wurden insgesamt 1351kWh Strom bei 6126kWh Wärme verheizt. Für die gesamte Heizsaison rechne ich mit etwa 3500kWh Strom bei gut 1000€ Heizkosten. Das ist die Hälfte von dem was die Gasheizung inkl. jährlicher Wartung schon gekostet hat. Da red ich noch gar nicht von kommenden Reparaturen an der 17J alten Gasheizung und dass die Raumtemperatur mit Gas niedriger war.
Abgesehen von den Abtauvorgängen ist die WP WP [Wärmepumpe] im Nov und Dez eigentlich durchgelaufen. Bei sehr milden AT AT [Außentemperatur] über +10°C läuft sie auch ein paar Stunden am Stück. Ich hab aber auch keine Panik vor dem ein oder anderen Takt.

Fazit:
Meine Mutter hat's nun deutlich wärmer im Haus, die Kosten für's Heizen werden sich in Summe halbieren und ich kann den Krempel endlich von der Ferne aus betreuen.
Etwas unterschätzt habe ich jedoch das Wärmeabgabesystem. Einen HK hatte ich zwar ausgetauscht und vergrößert aber eigentlich sollten noch mehrere folgen. Das würde die VL VL [Vorlauf] etwas drücken können. Aber da kommt gleich wieder das Thema Heizungsrohrverlegung und das Zumauern der blöden HK Nischen auf usw...🤯...
Ich glaub darüber soll sich dann der Nachbesitzer der Hütte Gedanken machen.

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
1.1.2026  (#5)
danke vielmals für den ausführlcihe bericht und gratulation zum ergebnis. so etwas kann man halt nur umsetzen wenn man auch die betriebsparameter hinterher ins richtige fenster schraubt, und das ist halt auch individuell nach wärmepumpe, hydraulik, speicher, etc...

interessant daß sich die installateure gegen die 'low-flow' ansätze wehren, weil nur so funktioniert ihre denke von laden/entladen/schichten, wenn überhaupt.

@fernwartung alá m-tec, ja, das scheint noch eindeutig auf der dunklein seite der macht zu liegen. hab deine beratung/unterstützung gelesen bei der der primäre kreis 3-mal soviel geschaufelt hat wie der sekundäre, aber vom technischen support durchgewunken wurde. schade wenn hersteller die fernwartung nicht zum eigenen erkenntnisgewinn nutzen...

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  •  Zwosti
  •   Bronze-Award
1.1.2026  (#6)
Was war der jährliche Gasverbrauch und wieviel KW hat die neue WP WP [Wärmepumpe]?
War das schon eine Gasheizung mit Rückgewinnung?

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  •  RaBo76
2.1.2026  (#7)

zitat..
Zwosti schrieb:

Was war der jährliche Gasverbrauch und wieviel KW hat die neue WP WP [Wärmepumpe]?
War das schon eine Gasheizung mit Rückgewinnung?

Es war ein Hoval Brennwertgerät mit einem Jahresverbrauch um die 14.000kWh. Dies aber mit gut 1° weniger Raumtemperatur.
Die MTec AHPA412 WP WP [Wärmepumpe] gibt einen theoretischen Leistungsbereich im Datenblatt von 4-12kW an. Sämtliche relevanten Betriebspunkte im Datenblatt liegen aber irgendwo zwischen 4 und 8 kW. Pdesign wird mit 9kW angegeben. Über 10kW kann man ohnehin nur in der SW freischalten, dann entspricht sie aber nicht mehr den Normen.
Such dir was aus wieviel kW sie nun hat.
Die WP WP [Wärmepumpe] wäre für einen Neubau mit FBH FBH [Fußbodenheizung] denkbar ungeeignet...


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  •  Akani
2.1.2026  (#8)

zitat..
RaBo76 schrieb: Such dir was aus wieviel kW sie nun hat.
Die WP WP [Wärmepumpe] wäre für einen Neubau mit FBH FBH [Fußbodenheizung] denkbar ungeeignet..

Kommt drauf an. Wenn genug Speichermasse vorhanden und du über Zeitprogramm nur unter Tags die Energie ins Haus zu schaufelst ala berhan dann wahrscheinlich nicht mal.


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