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Wärmepumpe FBH und Raumthermostat?

28 Beiträge | letzte Antwort 7.3.2019 | erstellt 1.3.2019
Ich habe gerade den ersten KV für eine Wärmepumpe und FBH bekommen und auf der Artikelliste ist mir ein Raumthermostat aufgefallen.

Schließen sich ein träges Heizsystem also die FBH und ein Raumthermostat eigentlich nicht gegenseitig aus?

Wenn man einmal die gewünschte Einstellung bei der FBH angepasst hat sollte man doch auch ohne Raumthermostat auskommen oder?

Meine Eltern haben schon 30 Jahre eine FBH und kommen auch ohne Raumthermostat aus, ich hab mich da wie die letzte neue Heizung gekommen ist auch eine Zeit lang gespielt bis ich die richtigen Einstellungen gefunden habe, speziell jetzt in der Übergangsphase und Heiztemp. Aussengrenze, aber da kommt man denke ich mal sowieso nicht darum rum weil jedes Haus und seine Bewohner halt individuell ist/sind.

Was haltet ihr von einem Raumthermostat bei einer FBH / Wärmepumpe, findet ihr das sinnvoll oder überflüssig?

Danke 


 
1.3.2019 20:06
in deutschland sind die sogar laut enev vorgeschrieben mit strafandrohung von 50000€.
sinn machen die aber nur wenn man die hydraulik vermurkst, puffer und überströmer drin hat etc. nebenbei steigt die ineffizienz.
wer gut plant und auslegt und abgleicht und die anlage versteht, fährt besser ohne ERR.
1.3.2019 20:26
Ich hab ein Raumthermostat, handelt sich aber zugleich um ein Bedienteil (Typ RMU 40).

Finde ich nicht ganz so übel, praktisch ist die WW-Steuerung (Luxusmodus), sonst muss man in den Technikraum.

Die Steuerung sollte ohnehin von der Außentemperatur ausgehen. Je nach Lage des Sensors (bei uns im Gang und damit günstig für solche Zwecke) kann man aber die Innentemperatur zusätzlich berücksichtigen.
1.3.2019 20:41
die rmu40 kommt bei mir auch rein. aber nur als info&bedienteil und weils nett ist ;)
selbst nibe schreibt aber, daß bei FBH nur angezeigt aber nicht danach geregelt werden sollte.


1.3.2019 20:43
Denke eher, dass mawee sich auf Einzelraumregelungen für jeden Raum bezieht?
1.3.2019 21:13
vermutlich ja: mawee erhelle uns ;)
1.3.2019 21:24


cacer schrieb: sinn machen die aber nur wenn man die hydraulik vermurkst, puffer und überströmer drin hat etc. nebenbei steigt die ineffizienz.


Hydraulik bei uns nicht vermurkst, Puffer gibts keinen, auch nicht Überströmer ... und dennch steigert das Raumthermostat die Effizienz. Warum? Weil die Heizung und die Pumpe nur dann laufen, wenn Wärme im Haus fehlt ... und nicht 24 Stunden lauwarmes Wasser im Kreis pumpt. Zudem sagt bei uns durch große Südfenster die Außentemperatur nur sehr wenig über den aktuellen Wärmebedarf des Hauses aus ... wenn die Sonne scheint, muss die Heizung auch bei Minusgraden ned laufen. 

Es muss halt zum Konzept passen und klappt am besten mit einer exakt ausgelegen Wärmequelle - die muss dann nicht mal modulieren ... und die Hydraulik sollte nicht vermurkst sein - sonst bringt man in den wenigen Stunden Laufzeit bei aktuellen Temperaturen die Wärme nicht in benachteiligte Räume. 

Funktionieren tut das ganze genau WEGEN der Trägheit eines gut gedämmten Hauses und der Speicherfähigkeit der Flächenheizung ... z.B. 0,2K unter Raumsollwert Heizung ein, bei 0,2K drüber aus. Ergibt meist einen, selten auch zwei Takte pro Tag. 
1.3.2019 21:44
Wie Arne hier einmal geschrieben hat, in deinem Haus funktioniert das exzellent, 2moose, da Passivhaus. 
Das Problem in Nicht-Passivhäusern scheint zu sein, dass es keinen eindeutigen Führungsraum gibt, an dem man sich orientieren könnte. 

Vermute aber immer noch, dass der TE auf ERR abzielt, nicht auf 


2moose schrieb: das Raumthermostat


in einem Führungsraum. 
1.3.2019 21:50
@ 2moose also ist deine heizkurve viel zu hoch  oder du biste einer der wenigen, wo nur fremdwärme weggeregelt wird... aber dann wirds auch nicht wirklich effizienter, nur behaglicher.
1.3.2019 21:57
Bin auf die Lösung gespannt ... ich tipp noch auf EIN Raumbediengerät mit Fühler  

Das mit dem Führungsraum ist nicht so schwer ... seit in den meisten Häusern das halbe EG aus einem Raum besteht und die KiZis im Süden sind. Der Ofen fürs Feuer-Guck-Gen ist halt der Tod des Konzepts. Zumeist bleibt dann eh nur ein benachteiligter Raum, wegen dem die ganze Heizung laufen muss ... schon schade. Deswegen sitzt bei uns das Bad in Hausmitte, ohne Außenwand. Nur das WC ... drei Flächen mit Außenluftbezug und nur kaltes Wasser beim Waschbecken ... das war meinem Schatz zu cool => seit heuer ein Heizlüfter, der die fehlenden 2K macht. Was ne Niederlage  
1.3.2019 21:58


cacer schrieb: @ 2moose also ist deine heizkurve viel zu hoch


Welche Heizkurve? Gibt keinen Außenfühler. 
1.3.2019 22:04
sorry , ihr wart zu schnell... nach vardies beitrag war mir klar, daß du nur ein führungsthermometer hast ;)
1.3.2019 22:11
Darum gehört der Innenregler nicht in das Wohnzimmer, wo ja in der Regel die meiste Sonne hinkommt! Bei uns funktioniert die Mitregelung des Innenfühlers sehr gut, da am Gang platziert. Temeratur immer gleich. (+-0,5 Grad) Ob bei -20 Grad AT, oder bei +5 Grad, egal. Heizkurve ist 0,15.
1.3.2019 22:14
Was ist ein Führungsthermometer? Gibt nur ne Thermostatfunktion ... ein oder aus. Da wird nix geführt, nur geschaltet.
1.3.2019 22:19


altehuette schrieb: Darum gehört der Innenregler nicht in das Wohnzimmer, wo ja in der Regel die meiste Sonne hinkommt!


 It's not a bug - it's a feature ... wenn die Sonne reinknallt, soll die Heizung auch nicht laufen ... ist der Sinn vom solaren Eintrag. Bedingt halt, dass die KiZis nicht im Norden situiert werden.
1.3.2019 22:23
wir haben auch immer die gleiche temperatur egal ob draußen +5 oder -20 !fahren aber rein über den aussenfühler und mit heizkurve ohne innenraumfühler
2.3.2019 7:16
Wir auch. Mit nem größeren, nichtmodulierenden Kühlschrankkompressor, zwei  Wärmetauschern, zwei Umwälzpumpen ... und einem Raumthermostat als Regelung. Wobei wir die Raumtemperatur variieren ... das Wärmebedürfnis bei -20 und +5 ist nicht dasselbe, wenn man viel draussen ist. Aktuell geht bei uns die Raumtemperatur grad runter, während sie draussen steigt ... und ich dreh schon den Sollwert unter die Einschaltschwelle wenn ich seh, dass die Sonne rauskommt. 

Ich schreib das nur, weil Regelungen mein Beruf sind und ich zuerst über die Klick-Klack-Regelung gelacht habe. Erinnert mich a bissl an an die Welt der Groß-Kältetechnik, wo sich fast alle vor NH3 fürchten, obwohl es das Simpelste und Effizienteste, das es gibt. 
2.3.2019 8:45


mawee schrieb: ... ist mir ein Raumthermostat aufgefallen.


Ist es nur ein einziger Raumthermostat mit Temperaturfühler? Oder in jedem Raum? Oder ist es ein Bediengerät für die Heizung ohne Fühler? Das müsste man erst mal wissen, um die Sinnhaftigkeit beurteilen zu können!

Einzelraumregelung bei Fußbodenheizung ist i.A. nicht sinnvoll!

meint
GKap
2.3.2019 9:33
Der Raumfühler könnte auch ins zentrale KWL-Abluftrohr gesetzt werden. Würde einen super-Durchschnitts-Raumtemperatur-Wert ergeben.
Hab ich zumindest für Versuche so geplant.
2.3.2019 11:41
Hallo,


Pedaaa schrieb: Der Raumfühler könnte auch ins zentrale KWL-Abluftrohr gesetzt werden.


 
Das ist nicht die schlechteste Idee Tatsächlich liegt die von unserer KWL auf diese Weise ermittelte Raumtemperatur deutlich näher an der Wahrheit als das, was der im offenen Treppenhaus angebrachte Sensor der 1155 ermittelt.



Pedaaa schrieb: Würde einen super-Durchschnitts-Raumtemperatur-Wert ergeben.


Nicht ganz, weil manche Ablufträume (Bad vor allem) meist wärmer als der Rest geplant werden. Dann kommt es auf die Verhältnisse der Volumenströme an, aber das kann man ja gut mit einbeziehen.

Ich glaube, ich baue das auch um... ich hab ja noch Sensoren übrig und die zentrale Abluftleitung ist nur 10 cm von dem AP-Verteiler entfernt, in dem der Raumtemperatursensor geklemmt ist. Umschalter rein und fertig... so ähnlich habe ich es ja auch beim AT-Sensor.

Viele Grüße,

Jan


2.3.2019 12:21


JanRi schrieb: so ähnlich habe ich es ja auch beim AT-Sensor.


Na glaubst von wo hab ich die Idee gestohlen?!  
2.3.2019 17:33
ich hab diesen Herbst wochenlang mit der Heizkurve und mit der Umeälzpumpe herumexperimentieren müssen und hab erst dabei bemerkt dass der Innentempsensor ( also bei der Viessmann das Bedienteil im Stiegenhaus) gar nicht aktiviert war und die Heizung rein nach Aussentemperatur gesteuert war. 
also aktiviert und wieder wochenlang herumexpdrimentiert.
 Heizkurve 0,2
Niveau -4  und den Einfluss des Innensensors eher gerung eingestellt hat dann endlich richtig gut  funktioniert



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