» Diskussionsforum » Hausbau-, Sanierung

Wände feucht

Teilen: facebook    whatsapp    email
0
21.7. - 16.9.2021
37 Beiträge | 12 Autoren 37
1
Hallo,

ich habe folgendes Problem:
Wir haben einen Side by Side Kühlschrank! Vor ca. 3 Wochen habe ich den Filter gewechselt! Wir haben diesmal einen Nachbau genommen! Anscheined war ich beim Wechsel nicht sehr sorgfältig bzw war dieser nicht so leichtgängig und meine Frau hat heute ein Tropfen beim Kühlschrank gehört! Es Hat der Filter getropft! Gleichzeitig ist uns dann aufgefallen das die Wände neben dem Kühlschrank feuchte Stellen aufweisen!


Wände feucht
Die Flecken sind nicht durchgängig, nur stellenweise!
Die Sockelleisten sind auch feucht!

Der Filter ist wieder dicht!

Jetzt fragen wir uns wie können wir herausfinden wie groß der Schaden ist? Bzw welche Firmen können das herausfinden und dann richten? Oder trocknet das e mit der Zeit?

Aufbau:
Wand = Ziegel + Kalk Zement Putz
Boden = Styroporschüttung + Estrich + Parkett

wäre super wenn uns da weiter helfen kann!

lg Stefan

 
21.7.2021 (#1)
Erstmal hätte ich schon längst die Sokelleiste entfernt.

Wo ist da jetzt der Kühlschrank ?
Entfeuchtungsfirmen für NÖ kann ich dir leider keine empfehlen, aber die gelben.
Man kann über die Randfuge austrocknen kostet aber halt so eine Sanierungsfirma.
Wenn man damit den Parkett retten kann kann sich so was auszahlen.

Oder man nimmt Risiko und lässt es so über die Randfuge austrocknen und hofft dass es den Parkett nicht aufstellt.
22.7.2021 (#2)
Hallo,


Wände feucht

Violett ist der Kühlschrank
Grün die feuchten Stellen!

Küche und Speiss sind Fliesen am Boden, in der Speiss sind auch auf den Wänden Fliesen!

Der Parkett ist geklebt, werd ich da was merken das er sich aufstellt?

Die Sockelleisten sind nicht komplett feucht! Ich hab sie mit so Clips montiert und an diesen Stellen waren sie feucht, der Rest nicht!

Ist es jetzt von Nachteil das ich mit der Fußbodenheizung kühle?

Wie würde das eine Firma machen über die Randfuge? Wie kann man sich das vorstellen? Welcher Aufwand ist das?
Kann ich selber messen wie feucht die Wände sind?

lg
Stefan

22.7.2021 (#3)
Ich würde einmal ermittlen, wieviel Liter Wasser ungefähr durch diesen Fehler produziert wurde. 
Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem Wasser um das Abtauwasser vom Verdampfer handelt,
sofern der Kühlschrank keinen Wasseranschluß hat.  Das könnnen aus meiner Sicht im Monat
so um die 1 Liter Wasser sein (hängt von den Anzahl der Türoffnungen, Luftfeuchtigkeit vom Kühlschrank ab). Wenn die Zeitspanne so um die 3 Monate war, werden es so um die 3 Liter
Wasser sein. Ziegelwände sind gegenüber Holzwänden schon von großen Vorteil, da diese die Feuchte sehr gut transportieren.  Ich würde den Kühlschrank ca. 1/2 Meter von der Wand wegstellen und weiter beobachten.  Wenn die Annahmen stimmen, dann wird der feuchte Fleck
an der Wand in ca. 14 Tagen weg sein.  Man kann die Feuchte der Wand auch mit einem
Feuchtemessgerät (Kugel) an der Oberfläche messen.   Will man es genauer wissen, dann mus man sich so ein Mikrowellenmessgerät z.B.  Trotec T610 Feuchtemessgerät Mikrowelle kaufen.
Das kann in Tiefen bis 30cm Messen. Aber es kann auch nur eine Feuchteänderung messen,
also keine Anzeige in Feuchte%.  Und wenn du das volle Programm einer Bodenentfeuchtung
machen willst, dann werden da Löcher mit einem Durchmeser von ca. 8cm in den Boden gebohrt  und mit Warmluft der Boden getrocknet.  Das willst du wahrscheinlich nicht 😀.
Gruß
  • ▾ Werbung
    Energiesparhaus.at ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramms, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Partner-Links zu Amazon.de Entgelte verdient werden können.
Hallo Kleinermuk, schau mal hier im Shop nach, da siehst du Preise und wirst sicher auch fündig.


22.7.2021 (#4)
Bei Filter gehe ich schon von einem Wasseranschluss für Eis odgl. aus...
22.7.2021 (#5)
Ich würde beobachten, ob der Fleck rasch kleiner wird und natürlich wie oben geschrieben abschätzen, wie viel Wasser da maximal eingesickert sein konnte.

Was ich dir nicht sagen kann, aber die Experten hier sicher wissen, ob es gut wäre die FBH ein paar Tage zum "Ausheizen" zu verwenden. Die Feuchte ist dann wohl weg, ich weiß aber nicht, ob dieses Vorgehen für den Parkett dann gut oder eher schlecht ist, sprich ob es dann die Feuchte vom Estrich in den Parkett erst recht reindrückt.
22.7.2021 (#6)
Die Firma Mibag ist spezialisiert auf Trocknung von Bauwerken. Ich würde da zumindes jemanden vorbeikommen lassen der sich das anschaut und Feuchte misst. 

Gerade bei festen Wasseranschlüssen kann die Menge an Wasser schon erheblich sein und ich denke, dass es da mit 3 Litern nicht hinkommt, da die nassen Flecken schon sehr weit weg sind vom Külschrank.

Meine Schwester hatte im Rohbau nach der Estricheinbringung einen Wasserschaden. Da kamen sie mit so Warmluftgebläsen und haben bei den Randdämmstreifen die warme Luft eingeblasen somit wurde der Estrich nicht zerstört. Zusätzlich liefen einige Entfeuchter. Leise war das ganze nicht.

Meine Eltern hatten ebenfalls mal einen Wasserschaden und dort haben sie die 120x60er Fliesen zerstörungsfrei herausgenommen, Löcher in den Estrich gebohrt und dort die Warme Luft eingeblasen. Nach rund 4 Wochen war das erledigt und man hat nichts mehr davon gesehen. Hier reden wir aber von erheblichem Wassereintritt und nicht von einigen Litern von einem Kühlschrank.

Kühlung würde ich aktuell auf alle Fälle abdrehen, da es die Austrocknung verzögert.
22.7.2021 (#7)
In diesem Zusammenhang - auch wenn es hier zu spät ist, aber vielleicht präventiv hilft - kann ich nur immer und immer wieder dazu plädieren, für die elementaren Gefahren im Haus, nämlich Feuer und Wasser, geeignete Warneinrichtungen zu verwenden. Heißt konkret: Rauchwarnmelder in (fast) jedes Zimmer (Fluchtwege nicht vergessen!) und Wassermelder überall dort wo ein Wasseranschluss im Haus ist.
Ich Paranoiker hab mir sogar einen Wasserkontakt unter den Ablauf der Badewanne miteinfliesen lassen.

Und: Mit einem Leckageerkennungsgerät (z.B. https://www.use-tech.de/ ) wäre auch dieser Schaden, sofern es wirklich ein Leck am Wasseranschluss ist, verhindert worden.
22.7.2021 (#8)
Wurde der Schaden schon der Versicherung gemeldet, wenn eine Deckung da ist wird die Versicherung dir eine Firma zur Sanierung/Trocknung schicken.


Stoffal02 schrieb: Da kamen sie mit so Warmluftgebläsen und haben bei den Randdämmstreifen die warme Luft eingeblasen somit wurde der Estrich nicht zerstört.

Ja das funktioniert recht gut und ist die Alternative zu:


Kleinermuk schrieb: dann werden da Löcher mit einem Durchmeser von ca. 8cm in den Boden gebohrt  und mit Warmluft der Boden getrocknet. 


Hängt aber ein bischen von der Wassermenge ab welche sich im Bodenaufbau befindet, aber bei "nur" ein paar Liter wird das über die Randfuge funktionieren.
  • ▾ Werbung
    Energiesparhaus.at ist Teilnehmer des durchblicker-Partnerprogramms.
Hallo BAULEItEr, kostenlos und unverbildlich kann man das auf durchblicker.at vergleichen, geht schnell und spart viel Geld.
22.7.2021 (#9)
Übrigens: 3 Wochen lang tröpfeln bedeutet eine beträchtliche Menge an Wasser. Ich würde mir da Profis holen, die in der Lage sind, das Schaden Ausmaß und deren Beseitigung abzuschätzen. Anhand des Grundrisses oben und der feuchten Stellen ist leider eher Schlimmes zu befürchten, ich bin aber auch kein Profi.

Nochmal: Mein verlinktes Leckageerkennungsgerät kostet €330,-. Das ist ein Bruchteil der Kosten eines potenten Wasserschadens. Dies als drängender Hinweis an die Mitleser...
22.7.2021 (#10)
je nachdem ob es aus einem Wasserrohr tropft oder es reines Kondenswasser des Kühlschranks ist, könnte sich jedoch auch die Frage stellen, ob es ein Versicherungsfall (Leitungswasser) ist.
23.7.2021 (#11)
Guten Morgen,

vielen Dank mal für euren Input!
Kühlung hab ich jetzt mal abgedreht und die Temp. der Heizung so weit rauf damit wir heizen!

Es ist ein fester Wasseranschluss, also wird es sich leider mit 3 Liter nicht ausgehen!
Die Wassermenge kann ich schwer einschätzen wieviel das z.B. in einer Stunde tropft! Es ist ein Schlauch mit 2mm Innendurchmesser! aber das ist ja dann auch noch vom Druck (Zuleitung 4bar) Fließgeschwindigkeit und Verlusten abhängig!
Ich könnte es empirisch ermitteln aber ob ich das jetzt nochmal zerlegen will!
Aber es wird schon was zusammenkommen!

Deshalb habe ich meinen Versicherer angerufen und siehe da ich bin gegen solch einen Fall versichert!
Die haben das öfters und haben schon Firmen mit denen sie zusammenarbeiten und die werden sich bei mir melden und für eine Begutachtung vorbeikommen!
Die sollen sich das mal anschauen und dann sehen wir weiter!

lg
Stefan
23.7.2021 (#12)
Vielleicht kannst uns auf dem Laufenden halten, bin interessiert am Fortgang dieses Themas.
23.7.2021 (#13)
Werde ich machen!

Und was ich noch vergessen habe zu sagen!
Wassermelder habe ich e im Haus! Aber nur beim Geschirrspüler, im Technikraum und bei der Waschmaschine!
Beim Kühlschrank leider keinen!
23.7.2021 (#14)
Ich rede ja auch nicht von einem Wassermelder, sondern von einem Gerät, welches im gesamten Haus Rohrbruch oder undichte Leitungen zügig erkennen kann - denn ein Wassermelder an der "falschen" Stelle bringt auch nix, wie man hier sieht.
23.7.2021 (#15)
Theoretisch habe ich das Problem mit dem Filter behoben das dieser nicht mehr tropft!
Jetzt werden die feuchten Stellen auf den Wänden immer mehr! Kommt das erst später so richtig raus?
weil meine Angst ist jetzt das gerade zufällig das mit dem Kühlschrank war aber das eigentlich Problem vielleicht eine Leitung im Boden? Kann man das irgendwie rausfinden? Gibts da Tricks?
23.7.2021 (#16)
auf die Schnelle kann man folgendes probieren:

bei der Wasseruhr nachsehen, ob sich ein Rädchen (nicht die Ziffern, sondern diese kleinen Rädchen darunter die auch Zehntelliter messen) langsam dreht bzw. fotografieren und am nächsten Morgen vergleichen. Dabei müssen natürlich alle Verbraucher abgedreht sein zb über Nacht, für WC-Spülung etc. vorher Wasser in einen Kübel füllen.

Evtl. auch die Wasserleitung sperren und nach einigen Stunden, je länger desto besser, prüfen ob beim Wiederöffnen, kurz Wasser nachströmt (Geräusch). Dabei evtl. diese Methode mit Methode 1 kombinieren um auch ablesen zu können, wie viel Wasser nachströmt. Ein bisserl was darf wegen Temperaturunterschied schon sein.
23.7.2021 (#17)
Das kann man noch etwas verfeinern: Einfach die ganze Nacht das Handy (zum Beispiel iPhone) auf Zeitraffer-Aufnahme stehen lassen. Dann sieht man am nächsten Tag ob/wie sich die kleinen Rädchen drehen, außerdem weiß man wieviel Wasser tatsächlich durchgelaufen ist. Langsames dauerhaftes Weiterdrehen ist ein Indiz für ein dauerhaftes Austreten von Wasser. Stehendes Rad und dann weiterhüpfen um ein paar Striche ist ein Indiz dass irgendwo ein Schwimmerschalter geschaltet, hat wie zum Beispiel bei einem rinnenden WC. Mit Absperren einzelner Kreise kann man das Problem oft gut eingrenzen. Außerdem würde ich alle Sicherheitsventile prüfen, oft tropft es dort auch stetig raus was nicht auffällt weil es ja in den Siphon rinnt. 
23.7.2021 (#18)
Meine nochmalige Vermutung aufgrund der Schilderung des TE: Wegen der fehlerhaften Filtermontage sind beträchtliche Mengen an Wasser (3 Wochen lang, da kommt einiges zusammen!) in die Fußbodenkonstruktion eingesickert und haben sich unter dem Estrich verteilt, deswegen zieht es die Feuchte schon an den anderen Innenwänden hoch. Das ist ein eher langwieriger Prozess, deswegen hat das Stoppen des Lecks noch keine sichtbaren Auswirkungen.

Aber mit Sicherheit kann dir das nur ein Profi vor Ort bestätigen.

Ich hoffe nur, daß der Schaden durch die Versicherung gedeckt ist (Verwendung eines Nachbaufilters eventuell fahrlässig?).

Zur Vermeidung zukünftiger Schäden ist der Einbau eines Leckagenerkennungsgerätes empfohlen.
26.7.2021 (#19)
Erinnert mich doch mal ganz stark an meinen Fall...

https://www.energiesparhaus.at/forum-ausbluehungen-am-innenputz-sockelbereich/60319_1

3 Wochen ist eine lange Zeit, und mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Bei uns hat die Trocknung 3 Wochen gedauert, schätzungsweise 800l haben sich innerhalb 2 Wochen den Weg über die Bodenplatte zu anderen Räumlichkeiten gesucht und sind dort wieder hochgekrochen...

Entferne die Sesselleisten, eine Firma steckt dann dort ihre Messfühler bis auf die Bodenplatte hinunter und dort wird gemessen.

Viel Glück und gute Nerven.

1
26.7.2021 (#20)


derLandmann schrieb:

Erinnert mich doch mal ganz stark an meinen Fall...

https://www.energiesparhaus.at/forum-ausbluehungen-am-innenputz-sockelbereich/60319_1

3 Wochen ist eine lange Zeit, und mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Bei uns hat die Trocknung 3 Wochen gedauert, schätzungsweise 800l haben sich innerhalb 2 Wochen den Weg über die Bodenplatte zu anderen Räumlichkeiten gesucht und sind dort wieder hochgekrochen...

Entferne die Sesselleisten, eine Firma steckt dann dort ihre Messfühler bis auf die Bodenplatte hinunter und dort wird gemessen.

Viel Glück und gute Nerven.

Deinen Fall nehme ich gerne dazu her, um zu zeigen, daß auch im Neubau jederzeit ein empfindlicher Wasserschaden möglich ist. Vielen Dank für das Teilen im Forum, damit wird Awareness geschaffen!
27.7.2021 (#21)
Gerne, unbedingt.
Druckwächter oder ähnliches sollten eigentlich vorgeschrieben werden.

Mit dem Wasser isses doch immer das Gleiche.. bemerkst du viel zu spät, suchst immer an der falschen Stelle und wennst draufkommst isses meist zu spät. Sieht man ja im Threadverlauf was wir ursprünglich in Verdacht hatten..


Beitrag hinzufügen oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

« Hausbau-, Sanierung
next