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Verwendete Wandfarbe erkennen (Dispersion oder Silikatdispersion)

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  •  Amateure
14.3. - 17.3.2023 1
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Bei uns ist der Maler gerade am Werken und der hat den ersten Anstrich wohl mit Dispersion (Brillux Malerweiß Extra 954) ausgemalt (gesprüht), anstatt wie vereinbart mit Brillux Profisil 1906 (= Innensilikatfabe; eine Silikatdispersion mit < 5% organ. Bestandteile). 

Hab ihn leider nur am Telefon damit konfrontieren können, wo er behauptet hat es ist natürlich alles wie besprochen mit Silikatfarbe ausgemalt worden. War da leider zu nachgiebig, obwohl klar ist, dass er zumindest teilweise und wahrscheinlich eh überall die falsche Farbe verwendet hat.

Ich wollte eigentlich unbedingt mineralische Farbe und hab mich entsprechend extrem geärgert wie ich das alles entdeckt hab auf der Baustelle. Mittlerweile sind eine Schicht Dispersion (ich vermute er wollte nur die letzte Schicht mit der Silikatfarbe machen, da davon auch ein paar Kübel auf der Baustelle sind) zwar kein Weltuntergang mehr für mich, kann es de facto sowieso nicht mehr ändern. Was mich aber immer noch aufregt ist, dass ich davon ausgehe dreist angelogen zu werden. 

Ich hab zu ihm gesagt naja ok, wird man sicher überprüfen können. Aber wie genau eigentlich? Hab schon probiert mit Waschbenzin zu testen ob sich was löst.. ja löst sich ein bisschen, aber tuts irgendwie bei einer mit Silikatdispersion von mir gestrichenen Vergleichswand auch ein bisschen (was ich mir über den organischen Anteil erklären kann). Hab versucht Wassertropfen aufzuspritzen.. saugt sich bei der Silikatdispersionswand schneller ein, aber wieder nicht so eindeutig der Unterschied, dass es nicht auch an was anderem liegen könnte.

Hat jemand einen Tipp für mich, was ich probieren könnte? Danke! Und ja ich weiß, komische Frage.. habe leider die letzten Tage immer nur am Abend zur Baustelle fahren können.

  •  Joulia
17.3.2023  (#1)
Bei unserem Altbau haben wir nachdem wir neu verputzt hatten alles mit Silikatfarbe gestrichen (Silikatdispersion mit sehr geringem organischen Anteil).

Ich würde den Kontaktwinkel eines Wassertropfens als Kriterium heranziehen, denn Silikatfarbe wird von Wasser sehr gut benetzt, es saugt das Wasser geradezu auf. Der Kontaktwinkel geht m.E. gegen Null. Zumindest bei meiner Wandfarbe ist das so. Ähnlich wie du beschreibst. 

Im Gegenzug sollte sich bei reiner Dispersionsfarbe ein sichtbarer "Tropfen" ausbilden, mit größerem Kontaktwinkel.

Es könnte beispielsweise so wie unten aussehen. Links: Silikatfarbe, Rechts: Dispersionsfarbe


2023/20230317340639.png

Mit einem einfachen Mikroskop sollte der Unterschied m.E. recht deutlich zu sehen sein.

LG J

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