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Stromverbrauch LWP

18.12.2019 - 11.1.2020
56 Beiträge | 18 Autoren
Hallo,
Wir sind vor ca 2 Monaten in unseren Neubau eingezogen (25 cm Wienerberger, 20 cm EPS) und heizen mit der relativ neuen LWP von IDM, Modell Aero SLM. Mit der Heizleistung sind wir sehr zufrieden, die Solltemperatur der FBH ist auf 20,5 Grad eingestellt und es ist immer gefühlt zu heiss, obwohl das Wasser nur auf den genannten Wert erwärmt wird. Die FBH ist mit einer Einzelraumregelung, teilweise über Thermostate gesteuert, ausgestattet. Die Heizkreise sind, bis

Stromverbrauch LWP
auf einen Kellerraum, den Technikraum und die Speis, auch immer aufgedreht, der Durchfluss beträgt 1-3 Liter (viertel bis dreiveiertel offen). Keine Nachtabsenkung. Die beheizte Fläche beträgt ca. 200 Quadratmeter, Wärmeverluste oder eine zu hohe Baurestfeuchtigkeit sind nicht vorhanden. Nun das Problem: Die LWP zieht massiv Strom, wir verbrauchen zwischen 20 und 40 kw/h pro Tag bei Aussentemperaturen um den Gefrierpunkt. Dabei fallen nur wenige kw/h auf die Trinkwassererwärmung und die Enteisung, den Löwenanteil macht die Heizung aus. Ich hab auch schon vieles versucht, Durchfluss erhöht und vermindert, einzelne Räume überhaupt abgestellt oder auch mal alles beheizt. Hat nichts gebracht. Die Raumtemperatur möchte ich nicht weiter absenken und weitere Verstellmöglichkeiten hab ich nicht. Insbesondere der Umstand, dass die Vorlauftemperatur mehrmals

Stromverbrauch LWP täglich auf 60 Grad hochkracht macht mir Sorgen.
IDM Techniker ist jetzt vor Weihnachten natürlich keiner verfügbar. Vielleicht hat von euch jemand eine Idee. Beste Grüße,
Tom

 
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18.12.2019 13:59
Erstmal mich schrecken die 20-40kwh jetzt nicht dramatisch.

Wie kannst du Restbaufeuchte beim Neubau so sicher ausschließen? Auf Fotos in deiner Galerie, sieht man das z.B: Ziegel im OG gesättigt nass sind (von 01.2019).
Was habt ihr für eine Raumtemperatur?


Tombeaux schrieb: Dabei fallen nur wenige kw/h auf die Trinkwassererwärmung und die Enteisung, den Löwenanteil macht die Heizung aus

Siehst du wie viel die LWP für die Enteisung braucht?
Die Temperaturen rund um 0°C in Kombination mit feuchter Luft, brauchen leider recht oft einen Abtauvorgang. Und dieser kostet natürlich auch Energie.


Tombeaux schrieb: Insbesondere der Umstand, dass die Vorlauftemperatur mehrmals
täglich auf 60 Grad hochkracht macht mir Sorgen.

Legionellenprogramm kannn das keines sein?
18.12.2019 14:32


massiv50er schrieb: Wie kannst du Restbaufeuchte beim Neubau so sicher ausschließen? Auf Fotos in deiner Galerie, sieht man das z.B: Ziegel im OG gesättigt nass sind (von 01.2019).
Was habt ihr für eine Raumtemperatur?

hast du natürlich Recht, nach Innenputz und Estrich hatte das Haus aber noch ein halbes Jahr lang Zeit um auszutrocknen bevor wir eingezogen sind. Raumtemperatur ist T-Shirt-tauglich, schätze so 24, 25 Grad.


massiv50er schrieb: Siehst du wie viel die LWP für die Enteisung braucht?
Die Temperaturen rund um 0°C in Kombination mit feuchter Luft, brauchen leider recht oft einen Abtauvorgang. Und dieser kostet natürlich auch Energie.


Enteisung wird am Display mit "Abtauung" angezeigt


massiv50er schrieb: Legionellenprogramm kannn das keines sein?


nein, das ist gesondert zu aktivieren. Ich glaub ich werd das noch weiter beobachten und vorerst nichts weiter an der Anlage verändern. Nach Ende der Heizperiode kann ich den Stromverbrauch realistisch beziffern und es wird sich zeigen, ob ich tatsächlich auf die von mir errechneten 5000 kw/h komme. Dann muss ich jedenfalls was ändern.
lg
Tom
18.12.2019 14:35


Tombeaux schrieb: hast du natürlich Recht, nach Innenputz und Estrich hatte das Haus aber noch ein halbes Jahr lang Zeit um auszutrocknen bevor wir eingezogen sind. Raumtemperatur ist T-Shirt-tauglich, schätze so 24, 25 Grad.

Da ist noch genug Feuchtigkeit in den Wänden/Decken etc. Wirst erstmal sehen, wenn es draußen mal richtig kalt wird, und sich die ersten Kondensatstellen zeigen.
In Kombination mit deiner recht hohen IT +200m2 beheizter Fläche schreckt mich der Verbrauch nicht.


Tombeaux schrieb:
nein, das ist gesondert zu aktivieren. Ich glaub ich werd das noch weiter beobachten und vorerst nichts weiter an der Anlage verändern. Nach Ende der Heizperiode kann ich den Stromverbrauch realistisch beziffern und es wird sich zeigen, ob ich tatsächlich auf die von mir errechneten 5000 kw/h komme. Dann muss ich jedenfalls was ändern.
lg
Tom

mit was hättest du den gerechnet im jahr für WW+Heizung?


18.12.2019 15:47
Wie sieht den die Arbeitszahl aus bzw. welche Energiemenge schaufelst du da pro Tag ins Haus? 
18.12.2019 15:58
Also mit den T-Shirt freundlichen 24, 25 Grad in Kombination mit der Baufeuchte wundert mich dein Verbrauch auch nicht. 

Ich hatte eine ähnliche Konstellation bei meinem Einzug vor 1 Jahr. Sehr warme 24-25 Grad aber massiven Stromverbrauch. Hab dann ein wenig die Heizkurve angepasst, sodass es behagliche 22-23 Grad nun hat. Ist zwar nicht immer T-Shirt tauglich, aber im Winter ist der Pullover ja durchaus auch im Haus erlaubt  Musst halt abwegen was dir wichtiger ist: Tropische Temperaturen und erhöhter Stromverbrauch oder behagliche Temperaturen, adäquate Winterkleidung und "normaler" Stromverbrauch. 

Wie sieht es temperaturmäßig in den Schlafräumen oder im Keller aus?
18.12.2019 16:11
Welchen EKZ hat das Haus? Sollte bei ca. 20 oder darunter liegen. 
Wieviel Energie soll laut Energieausweis für das Heizen benötigt werden?
Kannst du den COP und/oder die ins Haus eingebrachte Energie ablesen oder ermitteln?
Hast du eine kontrollierte WRL?

Mir erscheint das zuviel. Du solltest bei 22°C RT auf ca. 6000 kwH Energie und damit mit einem COP von 4 bis auf ca. 1500 kwH Stromverbrauch pro Jahr kommen. Das sollte heute möglich sein.  

Wir finden den Fehler
18.12.2019 16:47


moef schrieb:
Mir erscheint das zuviel. Du solltest bei 22°C RT auf ca. 6000 kwH Energie und damit mit einem COP von 4 bis auf ca. 1500 kwH Stromverbrauch pro Jahr kommen. Das sollte heute möglich sein.  

mit Einer LuftWP?
18.12.2019 17:00


massiv50er schrieb: mit Einer LuftWP?

Die muss sehr gut sein

Ich würde mal die Az über ein Monat rechnen so kann man es nicht sagen

Ich bin bei meiner LWP teils sogar leicht über den Angaben vom Hersteller 
18.12.2019 17:07


505ps505 schrieb: Ich bin bei meiner LWP teils sogar leicht über den Angaben vom Hersteller 

 Wie viel?
18.12.2019 17:56
Hallo,

so richtig schrecken tut mich das auch net ob der Umstände und Baufeuchte is da sicher noch a bisl vorhanden.

Wir beheizen grob 160qm, allerdings mit überdimensionierter LWP (+ Puffer) und "ungünstiger" Architektur, sprich hohem Heizwärmebedarf, und benötigten in den letzten Tagen bei Minustemperaturen außen (bevor der Föhn gekommen ist) auch knapp 30kwh am Tag.

Was mich etwas stutzig macht ist, dass du nur 1 kwh für Warmwasser in der gesamten Woche (laut Display) verbraucht hast, dafür z.b. 8kwh an einem einzigen Tag nur für Abtauvorgänge...

kommt mir a bisl eigenartig vor.
18.12.2019 18:09
Also die nibe 1x55 RGK User brauchen bei einer EKZ von 15 bis 30 knapp 1000 bis 2000 kWH zum Heizen für den ganzen Winter. Ich hätte die LWP auf ca. 50% höher geschätzt. Das ist technisch möglich und sollte angestrebt werden.
19.12.2019 7:31


Tombeaux schrieb: die Solltemperatur der FBH ist auf 20,5 Grad eingestellt

sollte wohl die Raumtemperatur gemeint sein.
der vl der wp von über 50 könnte durch die ERR hervorgerufen werden. wenn da ein raum den eingestellten wert nicht schafft (wg.zu wenig heizfläche/zu gr. verlegeabstand fbh) dann geht eben der vl so lange hoch bis die raumtemp. passt. 
19.12.2019 7:54
die einzelraumregelung ist absoluter käse - nur damits hier auch drin steht
19.12.2019 8:22
Taut die LWP elektrisch ab? Bzw. woher weiß die Steuerung, dass sie 8kwh zum abtauen gebraucht hat?
19.12.2019 8:42
Welche slm ist das? 3-11 oder 6-17kW?
Welche Heizlast hat das Haus (steht im Energieausweis)?
Wie sieht die Auslegung der FBH aus (bist du auch mal nach Wunschtemperaturen in den einzelnen Räumen gefragt worden)?
Wie wird gesteuert (außentemperatur oder über Innentemperatur)?
Hydraulischer Abgleich ist sicher nicht gemacht?

Fang erst mal damit an, dass du alle Einzelraumregler komplett öffnest (die Blödsinn sind und hier im Forum nicht empfohlen werden) und über die Heizkurve/ Solltemperatur einigermaßen angenehme Temperaturen im Haus hinbekommst. 
19.12.2019 8:50
Hi,


NTWK schrieb: wenn da ein raum den eingestellten wert nicht schafft (wg.zu wenig heizfläche/zu gr. verlegeabstand fbh) dann geht eben der vl so lange hoch bis die raumtemp. passt. 


Ursache und Wirkung sind quasi anders herum: Es werden immer mehr Räume zu warm, dann machen die ERR zu. Damit wird der Volumenstrom im System immer geringer und irgendwann schießt der VL durch die Decke, weil die Wärme nicht mehr weggeht. Vermutlich taktet das Teil dann auch wie wild - kannst du die Anzahl der Takte irgendwo ablesen?

Lösungsansatz: ERR weg (erstmal komplett auf Maximum drehen, noch besser demontieren) und dann per hydraulischem Abgleich dafür sorgen, dass du überall deine Wunschtemperaturen bekommst (zu warme Räume eindrosseln). Vermutlich wird das Haus dabei viel zu warm (deine Heizkurve mit ca. 30C bei 0C AT ist viel zu hoch für ein modernes Haus mit sinnvoll ausgelegter FBH). Das konterst du dann durch Absenken der Heizkurve. Trennen musst du dich von dem Gedanken, dass du zwischen verschiedenen Räumen deutlich unterschiedliche Temperaturen erreichen kannst. Ebenso trennen musst du dich von der Idee, dass das Nicht-Beheizen eines Raums irgendetwas einspart - das Gegenteil ist der Fall.

Viele Grüße,

Jan
19.12.2019 9:24


moef schrieb: Wie viel?

November habe ich 311,41kw Strom gebraucht 
Heizung 1474,9kw/h
WW 264,9kw/h

Az von 5,58

Was bei der aber nicht dabei ist ist die WT Pumpe und die kleine Steuerung die glaube nicht am Supzähler hängen.

Wenn ich da je Tag 1,5kw x30 Tage dazu rechne bin ich auf eine Az von ca. 4,9

Was kann der SMO 40 Regler und die Wt Pumpe ca. an Strom benötigen am Tag?

19.12.2019 9:53
Hallo,


505ps505 schrieb: Was kann der SMO 40 Regler und die Wt Pumpe ca. an Strom benötigen am Tag?

 Regler und beide Pumpen der F1155 ziehen bei niedriger Last (geringe Drehzahl der Solepumpe) 28 Watt. Dabei läuft die Solepumpe mit 1% und die WT-Pumpe mit 49%. WT-Pumpe bei 49% sind 13W. Die Solepumpe dürfte im Minimum (1%) so bei 5-6W liegen. Da die LWP keine Solepumpe hat, dürften so 22-23W bleiben - vorausgesetzt, alles andere ist ähnlich oder gleich. Macht also auf 24h um die 550 Wh, also etwa eine halbe KWh.



505ps505 schrieb: kw/h


KWh bitte, Kilowatt pro Stunde ist nicht sinnvoll. Und falls du KWh/h meinst... das sind dann KW

Viele Grüße,

Jan
19.12.2019 10:13
knapp 1500 kwh Wärme in November ist im Rahmen. Der Nov macht ca. 1/6 des Jahresverbrauchs, macht also ca. 9000 kWh p.a.  Mit COP 5,5 landest du bei 1636 kwH Strom für das Heizen. WT Pumpe und Steuerung sollte unter 100 W bleiben. Bei 180 Tagen Heizung wären das maximal 432 Watt, die aber als Wärme im Haus bleiben. Ich schätze eher 200 Watt durch das Takten und durch die drehzahlgeregelte WT Pumpe. Wenn die mal richtig eingestellt ist wird sie bei 40% mit unter 20 Watt laufen. 

Für die hohen VL Temp. ist der COP eh noch sehr gut, sofern die Messwerte halbwegs stimmen.

Die Angaben vom November passen aber nicht zum Tagesverbrauchsdiagramm oben. Wenn wir einen milden Tag wie den 8.12. nehmen und da schon 16 kWh für das Heizen aufgebracht werden sind das bei 180 Heiztagen 2880 kwH.

Das Abtauen schlägt derzeit mit ca. 4x180=720 kWh zu Buche. Das sollte noch deutlich weniger werden. 
19.12.2019 11:32


moef schrieb: WT Pumpe und Steuerung sollte unter 100 W bleiben. Bei 180 Tagen Heizung wären das maximal 432 Watt, die aber als Wärme im Haus bleiben. Ich schätze eher 200 Watt durch das Takten und durch die drehzahlgeregelte WT Pumpe. Wenn die mal richtig eingestellt ist wird sie bei 40% mit unter 20 Watt laufen. 

Wie meinst du das?
19.12.2019 12:54


505ps505 schrieb: Wie meinst du das?

Für die Abschätzung nimm die Were von JanRi.

Bei den Heiztagen haben ich mich vertan. Richtiger werden ca. 140 statt 180 sein.
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