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Steuerung Hoval Belaria pro - ist das schon jemandem aufgefallen?

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  •  Akiboy
25.1. - 26.1.2026 1
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Habe mich in den letzten Tagen intensiv mit meiner Hoval Belaria LWP LWP [Luftwärmepumpe] beschäftigt.

Grundkonfiguration:
- Außeneinheit mit Plattentauscher systemseitig getrennt, Delta-T 5 Grad
- Altbau mit Heizkörpern (Vorlauf immer unter 40 Grad, das genügt)
- Pufferspeicher mit T-Stück angebunden, 500 Liter
- 2 mischergeregelte Heizkreise mit jeweils eigener Pumpe (Hydraulikappliaktion 5)
 
Wo ist das Problem?
Primärseitig verliert die Belaria von der Außeneinheit bis zum Plattentauscher zwischen 1 und 1,5 Grad. Das ist vermutlich normal, die Delta-T Regelung im Primärkreislauf arbeitet extrem konstant und problemfrei.

Aber jetzt kommt es:  die Hauptpumpe - befindlich in der Inneneinheit moduliert nicht. Das ist in der Hydraulikapplikation gar nicht vorgesehen, die Modulation ist auf 0 gesetzt. Dadurch arbeitet die Hauptpumpe - und das ist werksseitig so vorgesehen (!!!) - immer mit einem Festwert 100%. (NB: laut Display ist die Drehzahl der Hauptpumpe bei 0% - natürlich völliger Schwachsinn).

Effekt: die Volumenströme der Primärseite und im Hauptkreislauf sind nicht abgestimmt. Die Inneneinheit pumpt viel zu viel Wasser durch den Plattentauscher, sodass ich zwischen der Außeneinheit und dem Heizkreislauf rund 7 Grad (!!!) verliere. Der Puffer wird dadurch zum Whirlpool Das "zu viel" an Volumensstrom wird in den Pufferspeicher hineingedrückt - total sinnlos!

Problemlösung 1
Im Sommer belästigte ich den Hoval-Techniker, der die Idee hatte Delta-T am Primärkreislauf auf 4 Grad zu senken. Damit verliere ich "nur" 6 Grad zwischen der Außeneinheit und dem Heizkreislauf. Mein Schluss: Hoval hat das Problem nicht verstanden und konnte es nicht beheben. Und nein 7 Grad Verlust sind nicht normal!

Problemlösung 2
Nachdem Hoval anscheinend keine Ahnung hat,  wollte ich das Problem selbst an der Wurzel packen und die Pumpe mit mehreren Parametern zum Modulieren bringen. Doch: das geht gar nicht, weil es die Software nicht zulässt. Man kann alles konfigurieren und die Pumpe definieren, aber die Pumpe reagiert darauf nicht.
Die Ursache liegt nämlich anscheinend an der Software selbst:

Problemlösung 3 - Hoval Software 3.0?
Meine KI sagt, es gibt eine Hoval Software 3.0 vom Jänner 2026, die folgendes Problem behebt:
"1. Kernfokus: Auflösung von Ressourcen-Konflikten
In den Vorgängerversionen (v2.2x bis v2.3x) kam es in den Hydraulik-Applikationen 4, 5 und 6 zu Priorisierungskonflikten zwischen der festen Tabellenbelegung und manuellen Parameter-Zuweisungen.

  •  Änderung: Die Parameterebene 32-xxx (Ausgangszuweisung) erhält nun globale Priorität. Wenn ein Ausgang manuell als "Hauptpumpe" (Wert 8) definiert wird, deaktiviert die v3.0 automatisch konkurrierende Logiken wie die "Wärmeanforderung (WA)" auf demselben Pin.
  • Effekt: Der "0% PWM-Freeze", der auftritt, wenn die Software den Ausgang für WA reserviert hält, ist behoben."
 
Fazit:
Wer eine Belaria pro mit Applikation 5 oder 6 fährt und noch auf v2.x ist, verschenkt massiv Geld. Wenn das stimmt was Gemini über die V3.0 sagt, ist ohne die 3.0 eine saubere Abstimmung der Volumenströme bei dieser Hydraulik unmöglich. Für ein Premium-Produkt ist das eine absolute Zumutung. Prüft eure Software-Stände!

Hat jemand schon die 3.0? Gibt es hier Fortschritte?

  •  RaBo76
26.1.2026 16:58  (#1)
Ich kenne zwar deine baulichen Gegebenheiten nicht aber die Notwendigkeit so einer stark kaskadierten Heizungslösung erschließt sich mir nicht. Haben da Hoval und dein Installateur übers Ziel hinausgeschossen? Da erscheint mir das von dir entdeckte Software-Problem nur das i-Tüpfelchen obendrauf zu sein.

Wie man LWP->ZWT->Parallelpuffer->2 Mischer->2 HK und haufenweise Pumpen dazwischen, jemals effizient geregelt bekommen will, da fehlt mir die Fantasie dazu.

Wofür 2 Mischer für die Heizkreise? Mit aktuell schon 7K Verlust auf der Strecke bleibt bei Heizkörpern eh nix mehr übrig zum Runtermischen. Eine direkte Anbindung der Heizkreise an die WP WP [Wärmepumpe] wäre nicht gegangen? Die ganzen Verluste in der Kette hast du ja bereits erkannt.
Sind das unabhängige Wohneinheiten, die separat auf eine andere VL VL [Vorlauf] Temperatur geregelt werden müssen?

Wie sind denn aktuell deine Verbrauchswerte so als Vergleichswert (Strom und Wärme zB für die Monate Nov, Dez, Jän)?

Ohne die Hintergründe zu kennen, war beim Lesen mein erster (unqualifizierter) Gedanke:
Von vorne bis hinten alles ausbauen und den 500l Puffer als Rücklauf-Reihenpuffer umbauen.
Da die WP WP [Wärmepumpe] wie üblich überdimensioniert sein wird, würde ich eine saisonale Volumenumschaltung mit einem deiner Mischerventile realisieren.
D.h im Kernwinter geht der RL RL [Rücklauf] in die Mitte vom Puffer rein, damit sind 250l "aktiv" fürs Abtauen und in der Übergangszeit halt ganz unten, um das gesamte Volumen zu nutzen, damit das Takten unter Kontrolle bleibt... 

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