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Sole WP mit Solarthermie oder PV ?

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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
16.1. - 4.2.2022
127 Antworten | 14 Autoren 127
6
133
Mahlzeit allerseits,

als Unterpunkt zu meinem Haupt - RGK - Projekt https://www.energiesparhaus.at/forum-gasheizung-auf-erdwaermepumpe-rgk-tauschen-kleines-grundstueck/65238
folgende Bitte um Hirnschmalz:

Hätte vorgehabt, die bestehende Solarthermie Anlage (BJ2006) weiterzuverwenden (4,5m2 + 400L Schichtenspeicher) - bekam S1155PC angeboten.

Jetzt hat sich herausgestellt, daß der Wärmetauscher im bestehenden Speicher zu klein ist (damals mit  Gas Brennwertgeät bekommen) UND wir ein Leck im Solarkreislauf haben, vermutlich hat uns der Marder irgendwo bei den Kollektoren ein Loch reingebissen, scheinbar hat Buderus 2006 irgendwelche Plastikstöpsel zur Verbindung der beiden Module verwendet 😱

das heißt, ich müsste einen neuen Speicher kaufen und die Solarleitung flicken lassen. Daß sich das rein finanziell nicht rentiert ist ma bewußt!

Alternative: Solarthermie runter und (irgendwann amal) PV aufs Dachl.
hatte vor paar Wochen eine PV Beratung von der EVN, Fazit war im Moment zahlt sich für uns keine PV Anlage (ohne Speicher) aus.
In dem Fall würd ma uns die KNV S1255PC mit integriertem Speicher nehmen, für uns 3 Hansln reichd das locker.

Gretchenfrage:
hat es irgendeinen halbwegs vernünftigen Sinn, die Solarthermieschiene noch weiter zu betreiben (zumindest von Mai-Oktober würd die WPWP [Wärmepumpe] Urlaub haben) ?
Daß ich damit kein Geld verdiene ist mir klar, aber zwecks schonung der WPWP [Wärmepumpe] und RGK RGK [Ringgrabenkollektor] (Stichwort Regeneration im Sommer) und weil das ganze Zeug halt schon am Dachl ist, nur halt halbhinnig...

Muchos Dankos!
Wolfgang


[Hinweis: Umfrageergebnisse sind nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar]

  •  Puitl
  •   Silber-Award
16.1.2022  (#1)
Mit welcher Begründung zahlt sich eine PV bitte nicht aus?
Alleine wenn du NUR einspeist zahlt sich das Ding ab und bringt danach Kohle.
Wenn du dann zB. Warmwasser, Wäsche ect. am Tag machst und bei Sonne deinen "physischen Speicher" (Estrich, Beton) ladest zahlt es sich noch mehr aus.

Ich hätt gesagt nimm das Geld für ne PV her.
Bei Solar musst reparieren, hast trotzdem eine alte Anlage und neuen Speicher brauchst auch...und das ganze wo dir der kleine integrierte Speicher der 1255 eig. reichen würde.
Im Prinzip hast dann wieda zusätzliche Technik (Wärmetauscher, Mischerkreis) für relativ wenig Warmwasser-Verbrauch.

Zur Schonung von WPWP [Wärmepumpe]/RGK:
Das bisschen Warmwasser machen im Sommer wird der Erdwärme egal sein und ein paar Kompressor-Starts würdest sparen ja, vl. 150 oder so...das können jetzt nur die Profis sagen wie sich das auf die Lebensdauer auswirkt...

1
  •  Notausgang
  •   Silber-Award
16.1.2022  (#2)

zitat..
Puitl schrieb:

Mit welcher Begründung zahlt sich eine PV bitte nicht aus?
Alleine wenn du NUR einspeist zahlt sich das Ding ab und bringt danach Kohle.

  Sehe ich genauso. Bei den aktuellen Strompreisen ist eine PV-Anlage eine "Gelddruckmaschine" - aus meiner Sicht gibt es derzeit für EFH-Besitzer keine bessere Möglichkeit, sein Geld anzulegen als jeden freien m2 Dachfläche mit PV "vollzumachen". Batteriespeicher sind dagegen derzeit wirtschaftlich (und mE auch ökologisch) gesehen "sinnlos".

1
  •  JanRi
  •   Gold-Award
16.1.2022  (#3)
20000 Stimmen für PV!

Bitte bei der Entscheidungsfindung auch folgendes beachten: Wenn man die ST auch zur Heizungsunterstützung verwenden will, verkompliziert das die Hydraulik und dürfte auch nicht der Effizienz der Anlage zuträglich sein. Du sparst dann, wenn du im Überschuss Sonne hast und vergeudest, wenn du nichts erntest.

Von daher PV... viel einfacher zu integrieren und eventuell gibt es auch Vergütung für die Einspeisung des Überschusses.

Falls du gar keine Einspeisevergütung bekommst, könntest du vermutlich im Sommer auch rein mit einem Heizstab direkt im Speicher arbeiten, der dann nur läuft, wenn genug PV-Strom da ist. Dann schonst du WPWP [Wärmepumpe] und Kollektor auch.

Ich habe 2 Module in schlechter Lage (Schatten am Nachmittag, eins davon nach Nord ausgerichtet) an einem selbstgebauten DC-MPPT + Heizstab als reine Unterstützung zu laufen (alles DC, nicht mit dem Netz verbunden, heizt nur, wenn Sonne da ist). Dieses Minisystem sorgt schon dafür, dass ich im Sommer meist mit 1-2 WW WW [Warmwasser]-Läufen der WPWP [Wärmepumpe] pro Woche auskomme. Im Winter ohne diese Unterstützung sind es eher 4 Läufe pro Woche.

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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
16.1.2022  (#4)
nAbend

zitat..
Puitl schrieb: Mit welcher Begründung zahlt sich eine PV bitte nicht aus?

wir brauchen grundsätzlich ned viel Strom, etwa 2800kWh/a
d.h. die gleiche Menge kömma zum "besseren Preis" einspeisen, den Rest zum Arbeitspreis.

PV Paneele wären 0Grad Süd ausgerichtet, also zumittag höchster Ertrag - da ist nur keiner Zhaus (abgesehen jetzt von Corona-Homeoffice), ein geplantes E-Auto steht dann auch am Bahnhof.
Und soviel selbst verbrauchen kömma gar ned zu der Zeit, selbst wemma jeden Tag Wäsche waschen und Spüler einräumen etc., da das halbwegs ein nennenswerter Eigenverbrauch wär.

Die PV Paneele ost- bzw. westseitig ausrichten geht ned gscheit, um die Ertragskurve bissl abzuflachen bzw. breiter zu machen.

Und lt. Berater funkt das derzeit noch nicht, in einen allfälligen Akku zu laden und dann abends z.b. auf Akku zu kochen oder Auto zu laden, weiß die derzeit am Markt befindlichen Lösungen die große momentanleistung ned hergeben (können).
Außerdem will ich ehrlich gesagt nicht, die gleiche Summe, die die PV Anlage kostet nochamal in a halbseidene Akkulösung stecken.

Hab mich mit 2 oder 3 PV Rechnern gespielt, ohne Akku komme ich auf an Eigenverbrauchsanteil von Wengl über 20%
Und der EVN meinen Strom zumittag günstigst einzuspeisen und 4..6 Stunden später wieder "teuer" zu kaufen, dafür sehe ich ehrlich gesagt keinen Sinn. Speziell unter dem Umstand, daß es hunderte Andere gibt, die zu der Tageszeit schon was weiß ich wie viel kWh Solarüberschuß einspeisen....

Hauptabnehmer für PV wären halt E-Auto und WPWP [Wärmepumpe] und daß ich die Beiden nur hin und wieder mir der PV Anlage bedienen kann, dafür brauch ich ka PV Anlage.
Speziell die WPWP [Wärmepumpe] brauche ich hauptsächlich im Winter - wo die PV am Wenigsten bis gar nix liefert....

Und ja, ich oute mich hier als Windkraftanlagen Fan, nur kriegst im Wohngebiet a Kleinwindkraftanlage ned bewilligt.
Zitat Bauamtstante auf der Gemeinde (sinngemäß): "Sie könnens gerne versuchen, aber ich sag ihnen gleich, das kriegens nie und nimmer durch"

LG Wolfgang




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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
16.1.2022  (#5)

zitat..
JanRi schrieb: Wenn man die ST auch zur Heizungsunterstützung verwenden will, verkompliziert das die Hydraulik

in meinem Fall nur WW WW [Warmwasser] - derzeit (also solang das Graffl funktioniert hat) super mit 4,5m2 und 400l Speicher, konnte die Gasheizung zwischen April und Oktober eigentlich abdrehen....

zitat..
JanRi schrieb: Von daher PV... viel einfacher zu integrieren und eventuell gibt es auch Vergütung für die Einspeisung des Überschusses.

Jo stimmt bezüglich integrieren.
Ja es gibt a Vergütung, den Arbeitspreis, das sind, wenn ich mich net täusch zwischen 3 und 6 ct pro kWh..


zitat..
JanRi schrieb: könntest du vermutlich im Sommer auch rein mit einem Heizstab direkt im Speicher arbeiten, der dann nur läuft, wenn genug PV-Strom da ist. Dann schonst du WPWP [Wärmepumpe] und Kollektor auch.

Guter Punkt, danke für den Tip!


zitat..
Puitl schrieb: Alleine wenn du NUR einspeist zahlt sich das Ding ab und bringt danach Kohle.

Mit zwischen 3 und 6 ct pro kWh.. d.h. nach etwa 147 Jahren sind die Investitionskosten herin. (Sorry ich weiß, das war untergriffig)


zitat..
Notausgang schrieb: Bei den aktuellen Strompreisen ist eine PV-Anlage eine "Gelddruckmaschine" -

kann ich beim Besten Willen ned nachvollziehen!

Ich hab grundsätzlich nix gegen PV - Hab als Spaßprojekt ein kleines 10W Modul zum Handy, Powerbank und Tolino laden, das sogar im Winter gut funktioniert emoji
Für die Hütte und fix installiert seh ich daweil keinen wirklichen Mehrwert.
Laß mich gern vom Gegenteil überzeugen, persönliche Parameter liefere ich gerne...(also die vom Haus)

lg Wolfgang


1
  •  JanRi
  •   Gold-Award
16.1.2022  (#6)
Eigenverbrauch lässt sich mit ganz simplen Mitteln steigern... bei uns laufen Waschmaschine, Trockner und Spüler vorzugsweise tagsüber, was die meisten Geräte ja von sich aus können.

Wir haben aktuell in normalen Jahren (das letzte war wegen Wasserschadentrocknung nach Starkregen nicht normal) etwa 40% Eigenverbrauch - das sind 2000 von 5200 kWh (für alles, also Haushalt + Wärmepumpe). Einen Akku gibt es natürlich nicht, die Anlage ist Süd mit einer leichten Tendenz nach Ost ausgerichtet. Sie ist aber auch ein bisschen größer... aktuell sind es 12,6 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] (42 Module mit je 300 Wp). Da wir 11,86 Cent pro kWh bekommen (Deutschland, Mischung aus 2 Vergütungssätzen), bezahlt sich die Anlage alleine über die Vergütung von alleine, der Eigenverbrauch kommt noch on Top.

Ich erwarte, dass der Akkumarkt demnächst große Kostensenkungen durch die eMobilität haben wird - spätestens dann (und erst recht bei noch weiter steigenden Energiepreisen) ist der Akku dann auch lohnenswert. Die Möglichkeit, das irgendwann zu ergänzen, wäre also auch noch ein Argument.


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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
16.1.2022  (#7)
Hi

zitat..
JanRi schrieb: Eigenverbrauch lässt sich mit ganz simplen Mitteln steigern... bei uns laufen Waschmaschine, Trockner und Spüler vorzugsweise tagsüber,

Das ist schon eingerechnet, beide laufen durchschnittlich alle 2 Tage einmal und brauchen ca. 1kWh pro Waschgang. Trockner hamma keinen

Hoffe auch, dass sich Akkumässig was tut, speziell hohe Momentanleistung (Kochfeld, Auto-Ladung, ....) interessant wär ja auch e-Auto bei geplantem Stillstand als Energiezwischenspeicher zu nutzen (abgeblich im Moment noch nicht ausgereift)

Somit bleiben für an vernünftigen Einsatz leider net viele Verbrauchsmöglichkeiten mehr übrig. 🤔

Lg Wolfgang




1
  •  Puitl
  •   Silber-Award
16.1.2022  (#8)
Also wenn du unbedingt den Strom ins Auto schieben willst, das aber nicht Zuhause steht und deswegen statt einer Geld bringenden Anlage die umweltfreundlich Energie erzeugt welche im ganzen Haus zu verwenden ist lieber Unmengen Warmwasser im Sommer erzeugen willst dann nur zu...Achtung, das war jetzt auch untergriffig 😬
PS: Ömag Marktpreis ist derzeit bei über 25,85 Cent...

1
  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
17.1.2022  (#9)
Morgen

zitat..
Puitl schrieb: wenn du unbedingt den Strom ins Auto schieben willst,

Das wäre die einzige Daseinsberechtigung im Moment, und die WPWP [Wärmepumpe]...
Tagsüber verbrauch ma ca. 50W Tiefkühler und 70W Kühlschrank, 15W Router und 3 Standby Geräte plus fallweise AkkuZahnbürschtln zum Laden.


zitat..
Puitl schrieb: statt einer Geld bringenden Anlage

Tuts ja leider nicht.... ich bekomme den Arbeitspreis vergütet....3-5 ct


zitat..
Puitl schrieb: lieber Unmengen Warmwasser im Sommer erzeugen

Die kann ich zumindest auch verbrauchen 😋

Daher eben meine Frage, obs für die WPWP [Wärmepumpe] sinnvoll ist, weil ich glaub, das ganze Solarthermiewerkl repatieren bzw. Neu einbinden rentiert sich bei Weitem nicht in meinem Fall.


zitat..
Puitl schrieb: PS: Ömag Marktpreis ist derzeit bei über 25,85 Cent...

Sollt ma das was sagen?

Habs eh scho geschrieben, lass mich gern vom Gegenteil überzeugen...

Lg Wolfgang




1
  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
17.1.2022  (#10)

zitat..
kraweuschuasta schrieb: Sollt ma das was sagen?

wennst Richtung PV überlegst, sollte dir das schon was sagen.
Aktuell haben wir damit die "merkwürdige" Situation, dass die meisten wohl (noch) weniger für den Bezugs-Strom zahlen, als sie fürs Einspeisen bekommen würden.

Damit wäre es besser, du speist untertags so viel wie möglich ein, und ladest dein Auto, machst WW WW [Warmwasser] und Wäsche Abends 😳

Wird sich aber wohl bald wieder ausgleichen. Oder gar umkehren... 😰

1
  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
17.1.2022  (#11)
@krauweuschuster: Einspeisen kannst du unabhängig von deinem Versorger.
Im Extremfall kannst du für Netz (vorgegeben), Stromlieferanten und Stromabnehmer 3 unterschiedliche Unternehmen bzw Verträge haben.
Wie schon erwähnt wurde,  die Einspeisung ist momentan nach Marktpreis über 20ct/kWh.
Ich würde sagen, traditionell haben sich die Einspeistarife aber stark am Arbeitstarif für den Verbrauch orientiert in der Größenordnung. 
Da es hier aktuell zu großen Verwerfungen kommt, wird der Arbeitspreis und der Einspeistarif sich viel höher einpendeln als die 6ct... wie hoch genau, lässt sich schwer sagen.

Auf 25 Jahre hochgerechnet kann eine Anlage pro kWh sicherlich gut 20000kWh produzieren.  Wenn du jetzt mit den "alten" 6ct/kWh rechnest,  dann war da nur über den Eigenverbrauch ein signifikanter finanzieller Vorteil zu holen (weil die 20000kWh dann über die Jahre 1200€ gebracht haben).
Wenn jetzt aber der Einspeistarif und Arbeitspreis bei sagen wir 20 oder sogar 30 oder 40ct liegen, ist der erzeugte Strom auf einmal 4000, 6000 oder sogar 8000€ wert. 
Eine gute Anlage nach Förderung liegt aber aus meiner Sicht trotz Preissteigerungen immer noch unter 2000€, möglicherweise auch deutlich darunter...

Wo sich langfristig der Strompreis einpendeln wird kann dir sicher aktuell niemand seriös sagen. Aber dass er jemals wieder auf das Niveau sinkt das wir bis vor Kurzem hatten, ist recht unwahrscheinlich. 

Ich hoffe das hilft als kurzer Exkurs zum Thema PV und Rentabilität. 

Bis zum Strompreiscrash dachte ich auch immer "lohnt sich momentan nicht wirklich".
P.s. Die oben angenommenen 20000kWh pro kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] in 25 Jahren sind reichlich pessimistisch angenommen,  aber es wird vielleicht schon so sein das die Panels ja auch nachlassen über die Jahre, und vielleicht nicht ideale Exposition... (meistens jetzt -0.6% lineare Leistungsverluste garantiert über 25a, also in 25 Jahren sollte noch 85% Restleistung da sein).

1
  •  Puitl
  •   Silber-Award
17.1.2022  (#12)
Hast schon mal addiert was dich Solar-Reparatur, Einbindung und die 1155 mit Speicher mehr kostet als die 1255?

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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
17.1.2022  (#13)

zitat..
Pedaaa schrieb: wennst Richtung PV überlegst, sollte dir das schon was sagen.
Aktuell haben wir damit die "merkwürdige" Situation, dass die meisten wohl (noch) weniger für den Bezugs-Strom zahlen, als sie fürs Einspeisen bekommen würden.

zitat..
MalcolmX schrieb: Einspeisen kannst du unabhängig von deinem Versorger.
Im Extremfall kannst du für Netz (vorgegeben), Stromlieferanten und Stromabnehmer 3 unterschiedliche Unternehmen bzw Verträge haben.
Wie schon erwähnt wurde,  die Einspeisung ist momentan nach Marktpreis über 20ct/kWh.

Danke für die Info! Das hat der EVN Berater wohl vergessen zu erwähnen, mit hat er gesagt, daß ich meinen Bezug wieder einspeisen kann zum besseren Tarif, alles drüber nur zum Arbeitspreis.

zitat..
Pedaaa schrieb: Damit wäre es besser, du speist untertags so viel wie möglich ein, und ladest dein Auto, machst WW WW [Warmwasser] und Wäsche Abends 😳

Unter den Gesichtspunkten klingt das jetzt viel logischer als davor!

zitat..
MalcolmX schrieb: Auf 25 Jahre hochgerechnet kann eine Anlage pro kWh sicherlich gut 20000kWh produzieren.  Wenn du jetzt mit den "alten" 6ct/kWh rechnest,  dann war da nur über den Eigenverbrauch ein signifikanter finanzieller Vorteil zu holen (weil die 20000kWh dann über die Jahre 1200€ gebracht haben).
Wenn jetzt aber der Einspeistarif und Arbeitspreis bei sagen wir 20 oder sogar 30 oder 40ct liegen, ist der erzeugte Strom auf einmal 4000, 6000 oder sogar 8000€ wert. 
Eine gute Anlage nach Förderung liegt aber aus meiner Sicht trotz Preissteigerungen immer noch unter 2000€, möglicherweise auch deutlich darunter...

Wo sich langfristig der Strompreis einpendeln wird kann dir sicher aktuell niemand seriös sagen. Aber dass er jemals wieder auf das Niveau sinkt das wir bis vor Kurzem hatten, ist recht unwahrscheinlich. 

Ich hoffe das hilft als kurzer Exkurs zum Thema PV und Rentabilität. 

Danke für die Info!!! Das ist quasi genau das Gegenteil vom Outcome der "Beratung" 🤑

zitat..
Puitl schrieb: Hast schon mal addiert was dich Solar-Reparatur, Einbindung und die 1155 mit Speicher mehr kostet als die 1255?

Nö, aber paar Tausender werns schon sein...
Bis dato war ja geplant, die (funktionierende) SolarthermieAnlage mehr oder weniger problemlos einzubinden....

Somit gehe ich davon aus, daß sich ein quasi Neuaufbau der SolarthermiGeschichte ned auszahlt für die WPWP [Wärmepumpe] und ich stattdessen PV ins Auge fassen sollte - und an guten Abnehmer für den PV strom emoji

Danke & LG
Wolfgang

1
  •  Puitl
  •   Silber-Award
17.1.2022  (#14)

zitat..
kraweuschuasta schrieb:
Nö, aber paar Tausender werns schon sein...
Bis dato war ja geplant, die (funktionierende) SolarthermieAnlage mehr oder weniger problemlos einzubinden....

Somit gehe ich davon aus, daß sich ein quasi Neuaufbau der SolarthermiGeschichte ned auszahlt für die WPWP [Wärmepumpe] und ich stattdessen PV ins Auge fassen sollte - und an guten Abnehmer für den PV strom

Na dann, um ein paar Tausender hast auch schon ne PV...iwie kommt mir deine EVN PV-Beratung etwas komisch vor^^

Eine kleine PV zahlt sich immer aus: Du hast eine WPWP [Wärmepumpe] als Grundabnehmer und kannst hier zusätzlich verschiedene Lasten noch in den Tag legen.

Eine größere Anlage mit 10-15kWp zahlt sich auch aus da der Aufpreis pro kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] mit zunehmender Größe oft sinkt.
Weiters hast im Winter mehr Ertrag und Einspeisen zahlt sich (derweil noch) auch aus, einfach den passenden Anbieter (Abnehmer) nehmen ;)

Willst du dann trotzdem im Sommer noch die WPWP [Wärmepumpe] schonen kannst z.B. auch bei PV-Überschuss mit E-Heizstab laden wobei hier auch zu hinterfragen wäre (würde mich auch interessieren) wie sehr das die Lebensdauer der Wärmepumpe verlängert.
Der Einbau + Heizstab + Regelung kostet nämlich auch bissl was (wenn er wie bei meiner WPWP [Wärmepumpe] nicht schon drin ist)...

Also du hast was zu tun: Dich über PV schlau machen bzw. einen guten Berater suchen 😆


1
  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
17.1.2022  (#15)
Oben waren natürlich gemeint: 20000kWh pro kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung]...

1
  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
17.1.2022  (#16)
Mahlzeit,
danke für die Antworten!

zitat..
Puitl schrieb: Na dann, um ein paar Tausender hast auch schon ne PV...

Das denk ich ma auch, sooo viel kann die Soalrthermiekomponente gar ned einsparen, daß sich das auch nur irgendwie halbwegs rechnen könnt...

zitat..
Puitl schrieb: iwie kommt mir deine EVN PV-Beratung etwas komisch vor^^

Ja - nach den Infos, die ich von euch bekommen hab, klingt das wirklich sonderbar...

zitat..
Puitl schrieb: Eine kleine PV zahlt sich immer aus: Du hast eine WPWP [Wärmepumpe] als Grundabnehmer und kannst hier zusätzlich verschiedene Lasten noch in den Tag legen.

klingt plausibel - bin ma halt nicht sicher, wie das dann mit Nachrüsten ist, wenn ma E-Auto, E-Rasenmäher, E-Moped, E-Zahnbürste etc. noch dazubekommen... 
Bekomm ich dann noch gleichwertige bzw. passende Komponenten und Montagematerial?

Schmähohne - kann ich mit dem PV Energiemanagement - passende Verkabelung vorausgesetzt - gewisse Steckdosen anspeisen und z.b. Rasierer, Akku-Zahnbürschtl, Akkustaubsauger, Akkuschrauber etc. nur dann laden, wenn die PV Strom liefert?

Wie schauts dann mit Tiefkühler aus? den muss ich ja zumindest in Intervallen angesteckt haben, kann der Energiemanagementheini dann den Tiefkühler komplett an der PV dran lassen solang die Sonne scheint und in den nachtstunden zumindest a Intervallschaltung fahren, daß ma der Tiefkühler in der Nacht ned "auftaut"? oder wenns 2 tage regnet z.b. ?

Eine winzige PV hab ich ja schon emoji

http://www.kraweuschuasta.at/media/images/solarmatte09.jpgBildquelle: http://www.kraweuschuasta.at/media/images/solarmatte09.jpg

LG und vielen Dank
Wolfgang

1
  •  Puitl
  •   Silber-Award
17.1.2022  (#17)
Du musst dich ein bisschen vom Gedanken lösen JEDEN Sonnenstrahl den du erzeugst sofort und unbedingt zu verwerten bevor er auch nur annähernd ins Netz gespeist werden kann, ich sag dir jetzt warum:
Für deine genannten Wünsche gibt es sicher Lösungen, die Frage ist nur: Was kostet und was bringt mir das Ganze?

Erstens
erreichst du mit einfachen mitteln schon mal viel Eigenverbrauch:
Warmwasser auf den Tag verschieben, Geschirrspüler und Waschmaschine mit Vorwahlzeit automatisch am Tag einschalten, deine riesen Akkus vom Akkuschrauber und der Zahnbürste schaltest per simpler Zeitschaltuhr am Tag ein usw.
Damit erreichst schon seeehr viel Eigenverbrauch, ob nun mit Speicher oder ohne:
Die letzten Prozent kitzelst du dann nur mehr mit oben genannter Technik raus, das sind dann aber nur mehr ein paar Prozent die, meiner Meinung nach, finanziell überhaupt nicht in Relation stehen....
(Bedenke: Viel Technik kostet viel und wird irgendwann auch mal kaputt)

Zweitens zahlt sich das "übermäßige Puffer-Steuern" einer z.B. Gefriertruhe NUR DANN AUS wenn das Einspeisen VIEL WENIGER bringen würde als der Bezug kostet - warum:
Je mehr man die Truhe runter-kühlt (und den Warmwasser-Speicher aufheizt), desto mehr Verluste an die Umgebungsluft gibt es, das ständige Auf und Ab verbraucht IN SUMME also mehr Energie als wenn das Ding konstant im gleichen Bereich durchläuft.
Ist dann mal ein Nebel-Tag dabei, ja mei, dann kostet der eine Tag für die Kühltruhe halt ein paar Cent.
Aber natürlich kannst du hier auch wieder Technik für 250 Euro verbauen welche die Truhe dann abschaltet...

Ich glaube du weißt langsam was ich sagen will...du musst größer denken.

Hier im Forum wirst du, vor allem wenn z.B. E-Auto (= eine der großen Verbraucher neben WPWP [Wärmepumpe] und Haus-Grundlast) sehr oft die Empfehlung bekommen:
Mach gleich eine große Anlage (15-30kWp) damit hast nur einmal den ganzen Aufwand, bekommst JETZT noch eine Förderung und zu guter Letzt steigen die Preise stetig.
Hybrid Wechselrichter dazu welcher auch nachträglich einen Speicher bedienen könnte, fertig.

Du kannst natürlich zuerst auch eine kleine Anlage machen und danach erweitern, musst aber dann natürlich damit rechnen das es andere Module sein werden (Optik und evtl. Größe) und das du, je nachdem wie du deine Erst-Anlage ausgeführt hast, an der Elektrik wieder was umreißen musst.....

2
  •  Puitl
  •   Silber-Award
17.1.2022  (#18)
...und wenn du jetzt schon weißt dass das E-Auto NIE zuhause geladen wird dann brauchst du dieses auch nicht bei der PV direkt berücksichtigen, dann sind halt WPWP [Wärmepumpe], Hausstrom und Einspeisevergütung die ausschlaggebenden Zahlen....

1
  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
17.1.2022  (#19)

zitat..
Puitl schrieb: Du musst dich ein bisschen vom Gedanken lösen JEDEN Sonnenstrahl den du erzeugst sofort und unbedingt zu verwerten bevor er auch nur annähernd ins Netz gespeist werden kann

Ja stimmt!  bis vor ca. 6 Std wußte ich noch gar nix vom besseren Einspeisetarif und Eigenverbrauch war die einzige sinnvolle Lösung...

zitat..
Puitl schrieb: zahlt sich das "übermäßige Puffer-Steuern" einer z.B. Gefriertruhe NUR DANN AUS wenn das Einspeisen VIEL WENIGER bringen würde als der Bezug kostet

siehe oberhalb, muss ich revidieren...

zitat..
Puitl schrieb: Ich glaube du weißt langsam was ich sagen will...du musst größer denken.

Jo, und die Eigenverbrauchsmaximierung der letzten 10 Jahre aus dem Denken verbannen.

zitat..
Puitl schrieb: Mach gleich eine große Anlage (15-30kWp) damit hast nur einmal den ganzen Aufwand, bekommst JETZT noch eine Förderung und zu guter Letzt steigen die Preise stetig.

Stimmt, das klingelt mir noch in den Ohren "mach das Dach voll" - hab mir bis jetzt nie erklären können, wie sich das je rentieren soll....

zitat..
Puitl schrieb: und wenn du jetzt schon weißt dass das E-Auto NIE zuhause geladen wird dann brauchst du dieses auch nicht bei der PV direkt berücksichtigen

WISSEN tu ichs nicht für NIEMALS NIE, war eine vorsichtige Prognose für die nächsten 1..3 Jahre emoji 

Mit Wissensstand 17.02.2022 07:00 + Vorraussage 1...12 Monate wars eben so, daß sich Auto laden ned auszahlt, weils am Bahnhof stehen wird...

Wenn sich die Einspeisevergütung derart interessant "ändert", ändert sich natürlich auch die Sinnhaftigkeit der ..hmmm Überdimensionierung... wenns nicht ins Auto geht, dann ins Stromnetz!

Werd mich mal intensiver damit beschäftigen.

Lg und vielen Dank
Wolfgang



1
  •  Puitl
  •   Silber-Award
17.1.2022  (#20)
👍
...und wenn Einspeisung irgendwann mal wieder weniger attraktiv wird könnten gesunkene Speicher-Preise ins Spiel kommen.
Somit wäre sofort eine größere Anlage wieder sinnvoll....ein kleines Rest-Risiko wird hier immer bleiben....
Wenn du dich derzeit noch nicht über eine große Anlage drüber traust würd ich halt zumindest den Fall das später mal erweitert wird wo es geht berücksichtigen (Leerrohre, Platz, ect....)

1
  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
17.1.2022  (#21)
Naja wenn dann gleich gscheit emoji

Wenn die Sonnenkollektoren wegkommen, könnt ma theoretisch die ganze Südseite mit PV Paneelen zupflastern. Die beiden Dachflächenfenster san mittlerweile ziemlich relativ überwiegend obsolet, die könnt ma auch überdecken mit der PV... 


http://www.kraweuschuasta.at/media/images/zaunfelder2.jpgBildquelle: http://www.kraweuschuasta.at/media/images/zaunfelder2.jpg

Da ich aber nebenbei noch ein winziges Gas-gegen-Wärmepumpen-RGK Gschaftl laufen hab, werd ich das zuerst fertigmachen und danach die PV angehen. beides gleichzeitig ist glaub ich a Wengl mühsam....

Ajo bezüglich Leerrohr, ich hab 2x32er Schlauch vom Dachboden in den Keller - und 2x25er vom Keller zum Elektrokasten - ist das für PV generell realistisch, daß ma da die PV Verkabelung reingezogen bekommt?
Würd den Wechselrichter ungern ins Kaltdach aufn Spitzboden hängen....

lg Wolfgang

1


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