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Sockelleiste nageln und Dampfbremse

36 Beiträge | 24.3. - 18.6.2018
Hallo!

Mein FTH-Erbauer hat die Sockelleisten oberhalb des Laminats mit so einer Pistole reingeschossen, der Länge der Stifte nach zu schließen ragen diese durch die Dampfbremse. Daher habe ich beim FTH-Bauer nachgefragt, der hat gemeint, Dampfbremse ist sowieso nie 100% dicht und kleine Durchdringungen stellen keinen Mangel dar. Da war ich natürlich baff.
Als langjähriger Pfusch-Am-Bau Seher bin ich etwas irritiert, die häufigsten Mängel im FTH-Bau sind ja scheinbar aufgrund mangelhafter Dampfbremse gegeben.

Allerdings frage ich mich jetzt natürlich, ob man wirklich nicht die kleinste Kleinigkeit an Durchdringung haben darf oder ob eine gewisse Masse an kleinen Durchdringungen vielleicht wirklich kein Problem ist, weil wie machen das sonst alle anderen FTH-Besitzer? Die, die sich damit noch gar nicht beschäftigt haben oder die, die externe Firmen hinzuziehen - denen wird das ja auch ziemlich Blunzn sein. Auch interessante Aussage vom Bauleiter war- nur oben muss es dicht sein, am Rand ist es nicht so tragisch.

Was sagt ihr dazu?

Lg

 
11.5.2018 9:00
@kraweuschuasta: Klar bin ich da auch sehr skeptisch. Als Pfusch-Am-Bau Seher ist das größte Augenmerk natürlich auf der Dampfbremse.

Hätte schon nach Videos gesucht, leider sieht man das am ELK Hausvideo nicht so genau, auch bei den anderen Häuslbauern leider auch nicht. Wenn da wär was hat wäre sehr interessant.

Das mit dem nachträglich einbauen halte ich zwar für schwierig, aber möglich. Denke aber, dass jemand, dass die meisten, die sich ein ein Fertighaus kaufen, auch keine Dosen nachträglich setzen.

Wegen Wandaufbau - die meisten FTH-Anbieter haben das im Programm - wäre das technisch unmöglich, würde es ja haufenweise Gewährleistungsfälle geben müssen, oder? Nachdem der Mangel ja bei Hausübergabe schon bestanden hat.
11.5.2018 9:57
mir hat einmal ein flachdachpapst gesagt daß ein flachdach nur so gut wird wie der schwächste arbeiter auf der baustelle.

dies fällt mir immer ein zu solchen wandaufbauten. es ist zu wenig fehlertolerant. und in der praxis gibts dann systematische, werks- und vorortfehler die sich summieren.

habe vor 2 jahren ein derartiges projekt von freunden hier im ort begleitet. die sanierung vor einzug hat genauso lange gedauert wie die eigentliche aufstellung des hauses.

und nein, im standard fällt das leider nicht auf - zumindest nicht die ersten jahre...

fehlertolerantes bauen ist sehr sehr wichtig, weil der schreibtisch und die baustelle halt 2 paar schuhe sind...
11.5.2018 21:36
Wie es Elk genau macht, das weiß ich nicht. Ich gehe davon aus, dass die E-Installation, von innen gesehen, VOR der Dampfbremse passiert, die Dampfbremse also nicht durchstoßen wird. Und in dem Punkt, dass tausende dieser Häuser funktionieren, bin ich ganz bei joe213.
Betr. fehlertolerantes Bauen bin ich ganz bei Dyarne. Aber offensichtlich ist es fehlertolerant genug. Man müsste lügen, würde man behaupten, bei Massivbauten wären wesentlich weniger Mängel zu finden. Von Schimmel bis Risse, von nicht funktionierenden Heizungen bis undichte Dächer ist hier im Forum alles haufenweise nachzulesen.
11.5.2018 21:56


kernoel schrieb: Ich gehe davon aus, dass die E-Installation, von innen gesehen, VOR der Dampfbremse passiert, die Dampfbremse also nicht durchstoßen wird.


Kann ich mir nicht ganz gut vorstellen, wenn KEINE Installationsebene vorhanden ist! Die E-Dosen sind ja in der Regel stärker als die Beplankung. Vielleicht sehe ich da was falsch!
11.5.2018 22:08
Folgendes schreibt ELK auf seiner Website:


Bei ELK wird die Elektroinstallation aber bereits vorgeplant und im Werk eingebaut. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Dampfbremse nicht beschädigt wird.


Was erklären würde, warum die E-Installation die Dampbremse nicht beeinträchtigt, es sei denn, man kommt auf die Idee, später einmal eine Steckdose zu versetzen 
12.5.2018 7:00


joe213 schrieb: Denke aber, dass jemand, dass die meisten, die sich ein ein Fertighaus kaufen, auch keine Dosen nachträglich setzen.


Bei uns warens 2
Um genauer zu sein haben wir 2x aus einer Einzeldose eine Doppeldose gemacht.



joe213 schrieb: Das mit dem nachträglich einbauen halte ich zwar für schwierig, aber möglich.


Das würd mich echt interessieren, wie die das (handwerklich) machen.

lg Wolfgang
15.5.2018 8:08
Ich würde sagen: sanft mit einem Dosenbohrer rein und beim letzten Widerstand (Pappe) aufhören, Rigips durchstoßen, Dose sanft reinsetzen. Hat man doch die Dampfbremse perforiert müsste man halt mit sehr kleinen Händen durch das Dosenloch und die Stelle verkleben. Wenn das auch nicht geht, dann Rigips runter und neue rauf. Wäre zwar der GAU, aber möglich - vermutlich steht deshalb dort, dass es möglich ist, aber nicht mit welchem Aufwand
15.5.2018 8:13
@kernoel: Vermutlich ist es wirklich fehlertolerant genug, sonst wären die meisten FTH Anbieter schon pleite
15.5.2018 20:51


joe213 schrieb: Ich würde sagen: sanft mit einem Dosenbohrer rein und beim letzten Widerstand (Pappe) aufhören, Rigips durchstoßen, Dose sanft reinsetzen.


Jetzt hast eine Dose ohne Anschluß

Das Kabel bzw. Draht musst auch noch reinziehen, in die Hohlwanddose reinfummeln und dann die Durchdringung mit Airstopband abpicken.

ich würd mich das net trauen.

lg Wolfgang
16.5.2018 6:54
Also doch Rigips runterreißen, dann kannst alles machen
16.5.2018 21:27



joe213 schrieb: Also doch Rigips runterreißen, dann kannst alles machen



schein so

Dann kann ich aber gleich a Stange Dynamit verwenden
Weil Rigips raus, Schrauben rausfummeln, alles neu verspachteln, schleifen, grundieren, malen, etc. ist mal nicht in 20 min erledigt...

Ernsthaft: Was sagen denn die ELK Fuzzis, wie das gemacht wird bzw. angedacht ist gemacht zu werden ?

lg Wolfgang
16.5.2018 21:52


kraweuschuasta schrieb: Was sagen denn die ELK Fuzzis, wie das gemacht wird bzw. angedacht ist gemacht zu werden ?


„Ois ka Broblem, homma imma scho so gmocht.“

Und seien wir doch mal ganz ehrlich, wer von uns ist je auf die Idee gekommen, nachträglich noch irgendwo eine Steckdose zu wollen? 
16.5.2018 22:38


Vardi17 schrieb: noch irgendwo eine Steckdose


Pffff.... Peanuts! 
Wir haben hinterher beschlossen einen Katzentunnel einzubauen! 

Ah ja. Und gefühlt 20 Steckdosen anders gesetzt als geplant... ^^
17.6.2018 10:22
hab mal beim einrichten eines holzriegel-hauses geholfen und es waren damals noch handwerker der hausbau-firma da. hier war auch die gk-platte direkt auf der dampfbremse angebracht vom wandaufbau. die handwerker haben den bodenleger angewiesen sockelleiste mit montagekleber zu befestigen (da gibts einen ganz starken von soudal), ganz cool habe ich gesehen wie die den dübel in die gk-wand einbringen. einfach mit bohranschlag nur 1,1cm tief eingebohrt, den letzten milimeter der gk-platte mit stumpfen gegenstand (umgedrehten bohrer) durchgedrückt ohne die folie zu beschädigen. auf deren hohlwand-dübel waren runde silikon-pads festgeklebt am ende des gewindeschraubens, damit dieser die dampfsperre nur eindrückt aber nicht scharfkantig beschädigt. alles was keine spiegelschränke oder küchenkasterl waren halten auch mit normalen fischer-kunststoffdübel, gk-platten sind viel stabiler als ihr ruf. da war der tipp einen 50mm langen dübel und nur 30mm langen schrauben nehmen. sowas wäre beim massivbau sinnlos, aber in diesem fall drückt der dübel die folie nach innen anstatt diese zu durchbrechen, die schraubenspitze erreicht die folie nicht. es wurde "fischer sx" genommen, weil dieser dübel eine stumpfe und keine spitze kunststuff-hüse hat und sich bei zu breit ausgebohrter gk-platte gut verknotet.
17.6.2018 21:39
cool, danke für den Tip!

lg Wolfgang
18.6.2018 13:40


Cleudi schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von Vardi17: noch irgendwo eine Steckdose

Pffff.... Peanuts! 
Wir haben hinterher beschlossen einen Katzentunnel einzubauen! 

Ah ja. Und gefühlt 20 Steckdosen anders gesetzt als geplant... ^^


Bei uns deto
Außer der Katzentunnel



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