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Smartmeter Kärnten

41 Beiträge | 29.1. - 21.10.2017
Hi! Kennt jemand eine zuverlässige Lösung (Musterbrief) um den Austausch des Zählers gegen einen neune SmartMeter Zähler zu verhindern.

Das 1/4 stündliche auslesen der Verbrauchswerte dient nur einem - den Energieversorgern die dann punktuell genau wissen wann sie billigen Strom kaufen bzw. teuren veräußern können.
Weiters haben sie durch diese Intelligenten Zähler jederzeit die Möglichkeit den Kunden vom Netz zu schalten (was jetzt ja nur durch persönliche Betreuung am Standbock geht)

Verhindern werden wir es sowieso nicht können, denn die E-Versorger bauen dann halt entsprechende Vorrichtungen in die Standböcke ein.

->ich kenne meinen Verbrauch minutengenau (eigener Zähler mit S0 Schnittstelle) und die Notwendigkeit diese Daten einem dritten zugänglich zu machen erschließt sich mir nicht.

Gruß

 
29.1.2017 21:55


teslason schrieb: Dann schau mal in den Netzausbauplan deines Übertragungsnetzbetreibers. Da wird eh ordentlich erweitert.


Das sind dicke Anbindeleitungen ans Ausland, damit wir noch mehr billigen Strom durchleiten und einkaufen und die einheimischen Erzeuger noch mehr unter Druck setzen können. Oder zum Stromverschenken drängen ... GeizIstGeil, gell Arne

Die Realität sieht in Österreich so aus: Neu errichtete Windkraftanlagen

2015: 108
2016: 75
2017: 60 voraussichtlich.

Mittlerweile 260! Anlagen in der Warteschleife, wobei es bei 190! davon wohl nie einen Vertrag geben wird da die Anträge bei der OeMAG nach drei Jahren verfallen.

Quelle: https://www.igwindkraft.at/?mdoc_id=1034174

Was im bunten APG-Papierl als "Ausbau im Sinne der Erneuerbaren" verkauft wird, ist bloss Geldausgeben für den weiteren Gang in die Abhängigkeit von ausländischen Netzen. Dezentralisierung - was das Netz entlasten und die Autarkie steigern würde - interessiert die Nullkommajosef. Halt die üblichen und erwartet schwammigen 2020-Träume bei gleichzeitigem Tritt auf die Bremse. Letzteres steht leider nicht drin.

30.1.2017 8:55


2moose schrieb: kommt dann skandinavischer Strom aus der Dose und Deine Mutter macht Schwedenbomben?



2moose schrieb: ein Windkraftüberschuss würde endlich zu Drosseln der konventionellen Kraftwerke führen und nicht zu einem Preisverfall...

natürlich!

der negativpreis zeigt ja nur daß ein sytem aus der balance ist und ein umbruch stattfindet. diesmal ein guter...

das aWATTar-modell bewirkt nicht daß wir billiger energie verbraten (direktstromheizung), sondern daß ölkostromüberschüsse die wir laufend haben ins netz kommen. derzeit haben sie in D dank enev zwar vorrang, wenn das netz mit stabilitätsgründen winkt werden sie dennoch abgeschalten.

das aWATTar-modell lenkt! und das ist das tolle daran!
vorrang für grünstrom, vom gas gehen bei graustrom

darum liebe ich diese firma ...


2moose schrieb: GeizIstGeil, gell Arne


negativpreise sind opium fürs volk.

wir brauchen sowas damit sich die masse bewegt...

die masse versteht nur den preis. leider. ich habe mir beim RGK auch jahrelang die finger wundgeschrieben. erst als wir demonstrieren konnten anhand richards anlage daß wir in der errichtung mit jeder mittelprächtigen lwp mithalten können will jeder einen haben.

mittlerweile schreibt ein fachmagazin bereits von der renaissance der erdwärme in österreich.

es geht was!
30.1.2017 9:06


altehuette schrieb: Wegen des Nebels war es auch mit den PV's ziemlich oha!
Nix mit grünen Strom!
Dafür hat unsere PV brav gearbeitet, da nebelfrei...

bravo!
klarer fall.
der mix machst!!!

an einem sonnigen standort mit einer modulierenden wp (650w leistungsaufnahme) kann man schon 2/3 autarkie erreichen...
30.1.2017 9:06


teslason schrieb: Hast du da zwischen 11 und 12 schon die Abschaltung vom EVU drin??

huch bin ich aber gläsern ....
erzählst es eh nicht weiter...

ich habe sie noch drinnen.

in meinem technikraum prallen derzeit vergangenheit und zukunft direkt aufeinander.

die wp regelt direkt nach der grünstromproduktion in europa, die energie-ag hackt very unsmart von 11.-12.oo ab.

und das obwohl wir seit jahren dank dem deutschen pv-ausbau eine mittagsdelle statt einer mittagsspitze haben...

nächste woche ist bei knv große partnertagung mit viel prominenz.
da darf ich neben dem chef der energie-ag ökostromtochter zum thema smartgrid referieren. ich werde ihn darauf ansprechen...
30.1.2017 10:45


dyarne schrieb: negativpreise sind opium fürs volk.
wir brauchen sowas damit sich die masse bewegt...
die masse versteht nur den preis. leider.


Der Glaube, dass wir mit reinem Ökostrom billiger davonkommen, ist gut ... nur ich glaub nicht dran. Der RGK macht das mit Eigenleistung und wenig Materialeinsatz und bereitgestellter Planungsleistung. Der billige Windstrom rührt daher, dass die Betreiber (bestehender älterer Anlagen) fix Ihre >10 Cent/kWh Einspeisevergütung von der OeMAG bekommen und ihnen mehr oder weniger wurscht sein kann - halt bis auf die Drosselung - das die Windstrom-Kilowattstunden die Nu..en im Stromnetz sind. Interessanter tut denen das aber weh ... wenn sie als Ökostromlieferanten gedrosselt werden um Atomstrom den Vorrang zu geben. Also nicht nur börselmäßig ... Windmüller haben im Gegensatz zu Atom- und Kohlekraftwerksbetreiber sowas wie Stolz.
30.1.2017 11:28
http://wien.orf.at/news/stories/2822690/
30.1.2017 12:06
Eigener Stromzähler mit S0, Meßtechnik und Software
mlduke1975@
Welchen Zähler mit S0 hast du und wieviel kostet der?

Bitte auch links angeben zu Meßtechnik und Auswertungs- und Regelsoftware
(und möglichst genauer Beschreibung für Nichttechnikfreaks)

Dazu wäre vielleicht ein eigener Thread sinnvoll..

Andreas Teich
30.1.2017 14:31


2moose schrieb: Die Realität sieht in Österreich so aus: Neu errichtete Windkraftanlagen
2015: 108
2016: 75
2017: 60 voraussichtlich.


Auszug:
Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme zur Erhöhung der Einspeisekapazität für die
Windkraftanlagen wurden die NEP-Projekte 12-6 und 13-3 bereits in Betrieb genommen –
diese Projekte ermöglichen den Netzanschluss von insgesamt max. 900 MW Windkraft im
Weinviertel bis 2016.

Quelle: http://www.apg.at/de/netz/netzausbau/Netzentwicklungsplan

Da tut sich meiner Meinung nach doch ganz schön was...

Das das nicht über Nacht geht, muss aber auch klar sein.
Jahrelang sind die Windräder wie die Schwammerl aus dem Boden gewachsen, aber das man die Energie auch abtransportieren muss, darüber haben sich die Windkraftbetreiber lange keine großen Gedanken gemacht.
Und daran hapert's jetzt aktuell..
Die Leitungen will ja auch niemand haben...
30.1.2017 14:33


dyarne schrieb: huch bin ich aber gläsern ....
erzählst es eh nicht weiter...
ich habe sie noch drinnen.


Wieso noch?
Bei welchem Netzbetreiber bist du denn, wenn ich fragen darf?
Bei meinem WP-Tarif (hätte ich ihn genommen) wäre das ganze bis zu 5x täglich je 1h erlaubt gewesen...
30.1.2017 18:07
alles darfst,
bin in oö, energie-ag land
wirtschaftlich und technisch ist der unterbrechungstarifzähler bei mir schon länger nicht mehr sinnvoll.

ich mache aber viele (integrations-)tests mit meiner anlage und dafür ist ein eigener geeichter tarifzähler sinnvoll, damit man auswerten kann ohne mit dem hausstrom durcheinander zu kommen...

im efh-bereich ist in A nirgends mehr der extra zähler sinnvoll.

wird trotzdem von fast allen elektrikern standardmäßig eingebaut. aus gewohnheit ...



teslason schrieb: Da tut sich meiner Meinung nach doch ganz schön was...

danke für die good news ...
30.1.2017 20:49
Ich hab mir ein bissl den Windkraftkrimi in Österreich seit 1996 reingezogen ... mein Fazit: In Europa sind wir die zweitgrößten Deppen was Ökostrom betrifft. Blöder sind nur die Polen, die - um Kohleverstromung und Kernkraft zu pushen - die Windkraft komplett ausrotten (die Geräuschentwicklung von Windrädern wurde dort zum Delikt der Körperverletzung erklärt).
Zeitraffer Österreich: Von 2002 bis 2006 ein Boom, 2007 bis 2012 Stillstand, ab 2013 Boom, 2015 Höhepunkt, 2016 bergab, 2017 voraussichtlich nur noch die Hälfte des Zuwachs von 2015.
Erst erhöht man die Einspeisevergütung um 30%, kurz danach gibt man keine Einspeiseverträge mehr aus und lässt 260 Windkraftprojekte in der Luft hängen.


teslason schrieb: Jahrelang sind die Windräder wie die Schwammerl aus dem Boden gewachsen, aber das man die Energie auch abtransportieren muss, darüber haben sich die Windkraftbetreiber lange keine großen Gedanken gemacht.


Ich Österreich haben wir durch die Liberalisierung des Strommarkts ja diese schlaue Situation herbeigeführt ... Erzeugung, Transport und Handel sind drei paar Schuhe und dem rechten ist wurscht, was der linke braucht. Durch die völlig hilflose Stopp-And-Go-Förderpolitik und die Bewegungen der "besorgten" Bürger entstehen nun Windkraftghettos mit zentraler Erzeugung weit weg vom eigentlichen Verbrauch. Anstatt die Räder so zu verteilen, dass sie die Netze entlasten, werden sie zum Problem erklärt. Man baut Mega Windparks im Burgenland und dann dicke 380kV-Leitungen quer durch Österreich, um in den Speicherkraftwerken in den Alpen zu bunkern. In Kärnten gabs ne Zeit lang ein Windkraftgesetz, dass die Unsichtbarkeit von Windrädern auf bis zu 40km Entfernung verlangte. Die Folge: Im folgenden Jahr wurde kein einziges Windrad gebaut.

Ich dachte, die wirre Förderpolitik bei der PV sei die Krone der Unfähigkeit ... tatsächlich treibt man es bei der Windkraft noch bunter ... und da gehts um andere Summen.

Was wollen wir eigentlich? So tun, als ob wir Öko wären - und 16% unseres Bedarfs zu importieren und mit norwegischen Ökostromzertifikaten vom Dreck zu befreien? Also mich stimmt das nicht zufrieden. 2011 beschließ ma a Windkraftnovelle, heben die Einspeisevergütung massiv an und 5 Jahre später komm' ma drauf, dass die Netze nix hergeben? Dabei sind wir nicht mal Manns genug, durch Regulierung ein konstantes Wachstum herbeizuführen sondern lassen den Windkraftbetreibern die Karotte mit den nach wie vor hohen Vergütungen vor der Nase baumeln während sie bei der OeMAG gegen die geschlossene Tür knallen. bei Ich glaub, wir übertrumpfen sogar die Polen in Sachen Kurzsichtigkeit.
31.1.2017 8:42


2moose schrieb: Ich Österreich haben wir durch die Liberalisierung des Strommarkts ja diese schlaue Situation herbeigeführt ... Erzeugung, Transport und Handel sind drei paar Schuhe und dem rechten ist wurscht, was der linke braucht.


Absolut deiner Meinung... Sogar die Wasserkraftwerke können mit den billigen Preisen nicht mehr mithalten... letztes Jahr waren wir schon auf zeitweise unter 20€ für die MWh Erzeugte Energie... Was folgt, ist Abbau, Streckung der Revisionszyklen (macht privat natürlich auch jeder mit seinem Auto -- Reifen nur mehr alle 150.000km neu, Ölwechsel alle 300.000km, das Pickerl jedes 6.Jahr, usw.).

Für einen halbwegs technisch sinnvollen Betrieb wären aber min. 40€- bis 45€ pro MWh notwendig..
Ein hoch auf die Liberalisierung...
Stattdessen schießen wir noch Millionen und Abermillionen der Kernkraftlobby zu...
31.1.2017 8:52
Hoch lebe die E-Control und die Anbieterwechselaktionen vom VKI. Billich willich und sauberzertifierten Auslandsstrom verbrauch ich.
Is a Schweinerei, die Wasserkraft - und da vor allem die Kleinwasserkraft - ist das Fundament unserer Stromerzeugung. Noch dazu ganz in der Nähe der Verbraucher, da brauchst ka 380kV-Trasse.
31.1.2017 11:26


2moose schrieb: Der Glaube, dass wir mit reinem Ökostrom billiger davonkommen, ist gut ... nur ich glaub nicht dran...

ich auch nicht!

und das ist ja gut so, siehe eure weiteren ausführungen...

der negativpreis ist die killerapplikation um die masse (geiz ist geil) vom schlauen netz zu überzeugen. kommen tut es ohnehin, weil wir ja gar keine andere chance haben (eu-fahrplan -> klima2020 -> 80% smartgrid eu-weit)

das was aWATTar hier vormacht ist das reinpumpen von grünstrom ins netz. keine grüne kwh darf wegen der gelben karte netzstabilität gedrosselt werden, weil jede grüne kwh eine graue verdrängt.

wenn der grauanteil steigt müssen die schlauen verbraucher (wp, e-auto) vom netz

wenn der grünstrom überschießt müssen die schlauen verbraucher (wp, e-auto) ans netz.

(aktuelle) negativpreise sind super weil auch der am hintersten stammtisch aufwacht wenn er hört es gibt was GRATIS zu erben ...
31.1.2017 11:39


dyarne schrieb: der negativpreis ist die killerapplikation um die masse


Is leider gleichzeitig - siehe einheimische Windkraft und teslason mit Wasserkraft - die Killerapplikation gegen kleine bis mittlere Stromerzeuger. Du wirst langfristig über die neue dicke Trasse an die deutsche Windkraft angebunden sein (die dann wiederum über dicke Trassen den Offshore-Windstrom in den Süden holt und der Strompreis nochmal einen Knick nach unten macht) ... weil die oberösterreichische Windkraft stirbt ja grad.


rocco81 schrieb: Hier habe ich was aktuelles, das eher aufregen sollte:
http://www.oekonews.at/?&mdoc_id=1112263


Das was momentan passiert, ist keine Entwicklung, sondern ein Ökostrom-Flashmob ... der leider nicht spurlos verschwinden wird.
31.1.2017 14:22
Hatten wir die elctricity live map schon mal im Forum?
http://www.electricitymap.org

31.1.2017 14:30
ich habe es so umgesetzt und mich an diese Anleitung gehalten...und es funktioniert.

https://blog.webernetz.net/2014/10/13/stromzahler-mit-s0-schnittstelle-vom-raspberry-pi-auswerten/

31.1.2017 14:49


2moose schrieb: Is leider gleichzeitig - siehe einheimische Windkraft und teslason mit Wasserkraft - die Killerapplikation gegen kleine bis mittlere Stromerzeuger...

womit wir wieder bei der kostenwahrheit sind...

solange abzuwrackende akws der allgemeinheit 'geschenkt' werden sollen...
http://taz.de/Betreiber-wollen-AKWs-abstossen/!5042512/

und neuzuerrichtende 30 jahre den 3-fachen marktpreis als förderung zugesichert wollen...
http://derstandard.at/2000044448951/Hinkley-Point-Oekonomischer-Wahnsinn

sind wir davon unendlich weit weg...

wenn ich an einem windpark vorbei fahre und an einem akw habe ich ein erstaunlich klares bauchgefühl was davon die teurere energiegewinnung ist...

ein kluger freund von mir bricht alles immer auf kleine strukturen runter.

sein ansatz: jede gemeinde sollte intern darüber reden wie sie sich versorgen wollen und dies dann umsetzen. quasi die stammtische in die pflicht nehmen.

strom aus der steckdose gilt dabei nicht.

wenn ein paar gemeinden einen verbund (achtung wortwitz) bilden dann kann bsplw jene bei der das windrad steht dafür den strom günstiger beziehen als andere.

irgendwie müssen wir raus dieser 'dagegen' haltung richtung 'dafür'.
bevor die natur endgültig sagt sie ist dagegen...
31.1.2017 14:58


dyarne schrieb: wenn ein paar gemeinden einen verbund (achtung wortwitz) bilden dann kann bsplw jene bei der das windrad steht dafür den strom günstiger beziehen als andere.

Du schriebest doch von neuen Herausforderungen ... da wird mir warm ums Herz wenn ich an die deutschen Kommunen denke, die sich vom überregionalen Netz abgekoppelt haben bzw. Ihr Ortsnetz selber aufgebaut haben und betreiben. DAS wär doch ne Herausforderung ... der EVN oder der Energie AG per Crowdfunding das Ortsnetz abkaufen und samt den errichteten Erzeugern selbst betreiben.
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/08/selbst-versorgung-erste-gemeinde-befreit-sich-von-energie-konzernen

uiuiui ... da les ich schon wieder "billigerer" Strom ... *rofl*
23.3.2017 11:57
Schon die neue Kelag Smart(Meter)Watch gesehen?
Smartmeter Kärnten
21.10.2017 3:39
Irgendwie seid ihr ja sehr vom eigentlichen Thema abgekommen

@mlduke1975

Hast du jetzt den SmartMeter bekommen?
Bei mir wollen Sie ihn nun auch einbauen.
Hab aber keine Lust darauf.

Also falls wer Tipps hat bitte melden.



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